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Volkswagen führt neues, minimalistisches Markenlogo ein

Volkswagen Logo (2019), Quelle: Volkswagen AG
Volkswagen Logo (2019), Quelle: Volkswagen AG

Seit Wochen wird in der Automobilbranche darüber spekuliert, wie wohl das neue Logo aussehen wird, das vom Wolfsburger Autobauer im Laufe dieses Jahres vorgestellt werden soll. Dabei verwendet Volkswagen im Kontext Elektromobilität bereits seit mehreren Monaten ein von Grund auf verändertes Markenzeichen.

orweg sei gesagt, dass die offizielle Verkündung seitens Volkswagen vermutlich erst auf einer der nächsten Automessen folgen wird. Vieles deutet darauf hin, dass es nicht mehr lange dauert, bis es so weit ist. Im Hinblick auf das Bildmaterial, das Volkswagen bereits seit geraumer Zeit im Zusammenhang mit seiner ID.-Modellpalette veröffentlicht, lässt sich sagen: das neue VW-Logo ist schon längst da!

Einfarbig, ohne 3D-Anmutung und ohne Farbverläufe – das neue minimalistische Markenlogo knüpft an die Markenhistorie von Volkswagen an. In zahlreichen von Volkswagen veröffentlichten Medien kommt das nunmehr in Negativform abgebildete Logo bereits zur Anwendung. Die Form ähnelt dem VW-Markenlogo, wie es seit 1945 bis Ende der 1950er-Jahre vom Autobauer verwendet wurde. Die vor vier Jahren eingeführte

Seit Wochen wird in der Automobilbranche darüber spekuliert, wie wohl das neue Logo aussehen wird, das vom Wolfsburger Autobauer im Laufe dieses Jahres vorgestellt werden soll. Dabei verwendet Volkswagen im Kontext Elektromobilität bereits seit mehreren Monaten ein von Grund auf verändertes Markenzeichen.

orweg sei gesagt, dass die offizielle Verkündung seitens Volkswagen vermutlich erst auf einer der nächsten Automessen folgen wird. Vieles deutet darauf hin, dass es nicht mehr lange dauert, bis es so weit ist. Im Hinblick auf das Bildmaterial, das Volkswagen bereits seit geraumer Zeit im Zusammenhang mit seiner ID.-Modellpalette veröffentlicht, lässt sich sagen: das neue VW-Logo ist schon längst da!

Einfarbig, ohne 3D-Anmutung und ohne Farbverläufe – das neue minimalistische Markenlogo knüpft an die Markenhistorie von Volkswagen an. In zahlreichen von Volkswagen veröffentlichten Medien kommt das nunmehr in Negativform abgebildete Logo bereits zur Anwendung. Die Form ähnelt dem VW-Markenlogo, wie es seit 1945 bis Ende der 1950er-Jahre vom Autobauer verwendet wurde. Die vor vier Jahren eingeführte

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 47 Kommentare

  1. Hier gibt es ja schon einige Kommentare, die auf WordPress hinweisen.
    Das ist schon sehr extrem. Wenn man die beiden nebeneinander legt natürlich nicht, aber wenn man nur das VW-Logo sieht..
    Sicher wünscht sich VW für seinen Markt, die Marktanteile von WP aus deren Markt zu haben :)

  2. Die jetzt wieder aktuelle Variante des Logos wurde das erste Mal 1978, vor 41 Jahren, von Volkswagen verwendet. Nachdem “Flat Design” den Skeuomorphismus abgelöst hat, löst jetzt ein Retro-Trend das Flat Design ab. Genau wie der Zeitgeist, der immer öfter die gute alte Zeit beschwört, weil ihm die Zukunft so unsicher erscheint, wollen Marken eine Botschaft des Bewährten senden: sie gehören zu dieser guten alten Zeit, sind solide und gewissermaßen verlässlich in ihren Werten. Gerade weil sich bei Volkswagen das Produkt so stark verändert, wirkt die Rückkehr zur Form der späten 70er wie ein Anker. Wenn dieser Trend außerhalb des VW-Konzerns Kreise zieht, wird er es Startups und anderen Gründungen schwer machen, sich auffällig zu vermitteln, wenn sie in ihrer Kommunikation oder ihren Produkten nicht ebenfalls irgendwo Altbekanntes anleihen.

    1. Naja, man muss schon ziemlich alt sein + sehr an CD Geschichte interessiert sein, um den Rückbezug überhaupt zu erkennen. 1978 ist immerhin über 40 Jahre in der Vergangenheit.

      Alle Moden wiederholen sich irgendwann, langsam und selten genug, damit man dazu dann wieder sagen kann “Sieht an sich ganz gut und vor allem zeitgemäß aus.”, siehe der nächste Kommentar von David.

      Es gibt eben eine begrenzte Menge an Form und Farbe und auch die römischen Lettern sind nicht gerade neu. Es gibt eine begrenzte Zahl möglicher Permutationen, die sich untereinander noch signifikant unterscheiden. Das ist halt das Dilemma des zeitgenössischen Designers, dessen Ego natürlich eine Innovation hervorbringen möchte, der aber zunehmend eklektizistisch rekombiniert.

      Dabei kommt man u. U. in Erklärungsnot, warum es soviel Geld kosten und so lange dauern soll, wenn es dann nicht einmal die Neuerfindung des Rades ist. Da trennt sich dann die Spreu vom Weizen und das Auge für Details ist gefragt. Abschließend kann ich mir daher kein Urteil erlauben, bis das neue CD nicht vollständig vorgestellt und eingeführt ist. Es wird sehr auf diese Ausführung ankommen, ob es denn mehr als ein Retrologo ist. Und ich bin da offen gesagt schon gespannt, wenn VW das anständig macht kann das einen Trend für das kommende Jahrzehnt setzen.

  3. Sieht an sich ganz gut und vor allem zeitgemäß aus.

    Allerdings wäre das neue Logo ohne diese Linie um das „VW“ noch minimalistischer gewesen.” – Ne… also das sieht dann doch nicht mehr wie Volkswagen aus. Das Blau wirkt irgendwie schmutzig.

  4. Offensichtlich trauert man bei VW der guten alten Zeit nach, in der das Wirtschaftswunder so richtig ins Laufen kam und das Auto und Autofahren uneingeschränkt positiv gesehen wurde, Straßen gebaut, Parkraum geschaffen, Infrastruktur angepasst, Exportgeschäfte abgewickelt wurden und der Autobesitz zum festen Bestandteil deutscher Kultur wurde. Meiner Meinung nach enttarnt dieses neue Logo unbeabsichtigt die Mentalität unserer Wirtschaft und Politik – nämlich wie traumatisiert in einem Tagtraum zu leben, dass diese gute alte Zeit auf ewig so weiterexistieren wird. Dass sich die Welt längst geändert hat, eine neue Generation mit anderer, progressiverer Denkweise heranwächst, Deutschland längst keine wirtschaftliche Vormachtsstellung mehr hat, wird da nur gerne übersehen und den Genies der Werbeabteilung überlassen.
    Wenn sich VW wirklich neu aufstellen will, wirklich neue innovative Antworten auf die Mobilität der Zukunft geben will, dann keine Rückbesinnung, in keinem Bereich, auch nicht im Logo! Ich hätte mir etwas Neues gewünscht, etwas, das klar macht “wir haben verstanden, weg mit dem Bisherigen, hin zu etwas völlig Neuem, denn nichts anderes wird kommen können!”. Aber auch die jetzt als so innovativ dargestellte Strategie eines “Elektro-Käfereffekts” zeigt, wie weit entfernt man davon ist. Es wird keinen Käfer mehr geben, egal, wie er angetrieben wird oder wie er aussieht. Das war mal. So etwas ist vorbei!
    Bezüglich “Licht ist das neue Chrom” sollte man aufpassen, dass sich kein Autoscooter-Design etabliert.

    Die Kritik an der dünnen Outline kann ich derweil nicht nachvollziehen. Wie auch in der Font-Entwicklung ist hier zu erkennen, dass man sich davon verabschieden kann, sich an grobpixeliger Auflösung orientieren zu müssen und filigranere Zeichnungen erlaubt sind.

    “Um glaubhaft den Wandel in Richtung Nachhaltigkeit und Elektromobilität repräsentieren zu können, braucht es zu forderst greifbare, am Produkt, im Service und im Kundendialog erfahrbare Erlebnisse und Eindrücke, die eine visuelle Neuausrichtung der Marke begleiten und die das damit verbundene Versprechen auch bestätigen.” – sehr schön gesagt!

    1. Wieso sollte VW irgendwas nachtrauern?
      Heute ist man der größte Autohersteller der Welt. Damals hat man in großem Volumen sympathische Microcars für die vom Krieg verarmten Deutschen hergestellt, um deren Mobilität zu sichern, während zur gleichen Zeit in den USA riesige Straßenkreuzer in Detroit vom Band rollten. VW ging’s nie besser als heute, dem Stammland ebenfalls nicht.

      Retro ist was anderes als Nostalgie.

  5. So, VW nun also auch….wer fehlt denn jetzt noch, wer hat’s schon hinter sich? Also: Mini, Seat, Audi, Opel, …..aaah Mercedes-Benz. Die machen sich auch noch platt. Die nächsten könnten Smart sein. Volvo macht das schrittweise und BMW macht da niemals mit. Ich bin gespannt.

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