Volksfürsorge mit neuem Corporate Design

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Nachdem vor exakt 3 Jahren im Januar 2004 Framfab einen neuen Auftritt der Volksfürsorge ins Netz gestellt hatte, durften nun die Argonauten G2 ran. Diesmal entschied man sicher allerdings gleichzeitig das komplette Corporate Design zu überarbeiten. Auch das Logo wurde angefasst. Die alte Wortmarke wurde neu in der Frutiger gesetzt (in den Kommentaren ist Platz für den Schriftnamen der alten Wortmarke) und aus den fünf im Kreis angeordneten „V’s“ machte man – aller guten Dinge – drei. Linienstärke und Position der Bildmarke wurden ebenso modifiziert.

Gar keine Frage, der neue Internetauftritt ist ein spürbare Verbesserung im Vergleich zum alten Auftritt. Gut, werden einige sagen, das war auch nicht schwer. Jedenfalls wirkt er nun sympathisch, ruhig, aufgeräumt und zeitgemäß. Ein bisschen Animation sorgt auf der Startseite für eine individuelle Note. Der fast schon berühmt berüchtigte Claim „Keine Sorge…“ beglückt den Besucher als kurzes auditives Erlebnis. Beruhigend, dass auf den Folgeseiten wieder die Information im Vordergrund steht. Der Webauftritt setzt auf bewährte Mittel. Die Navigation in umgedrehter L-Form wird auf Anhieb erfasst, ebenso die Tatsache, dass Module wie „Schaden melden“ und „Kontakt“ sich in einer rechten Marginalspalte befinden. Dem Content-Bereich stehen 660Pixel zur Verfügung und zeigen, dass man auf 1024er Auflösung optimiert hat. Positiv fallen zudem die unterschiedlichen Einstiegsmöglichkeiten auf. Hauptnavigation, Schnelleinstieg und Direkt-Links sortiert nach Zielgruppen bieten den verschiedenen Nutzertypen das jeweils passende Navigationsinstrument.

Auch das neue Logo finde ich gelungen. Die alte Wortmarke wurde zurecht in Frage gestellt und neu gesetzt. Das schräg gestellte „V“, das kleine „f“ und das riesige „g“ sorgten für reichlich Unruhe. Ob der gewählte Abstand von Bildmarke zu Wortmarke nun der bestmögliche ist, sei einmal dahingestellt. Summa Summarum kann man aber sagen: Keine Sorge… mit dem neuen Erscheinungsbild.

6 Kommentare zu “Volksfürsorge mit neuem Corporate Design

  1. War aber dringend auch mal Zeit. Das Logo sieht aus wie ein Überbleibsl aus den 70ern. Es sah so richtig retro aus, aber in dem Fall nicht löblich sondern eher abwertend. Zum Internetauftritt. Sieht ganz gut aus, is mir aber ein bissl zu verschachtelt. Vor allem die Infoleiste rechts irritiert meiner Meinung nach mehr als das sie hilft. Ansonsten. ACh ja ich hätt es noch schön gefunden wenn man die Gänse die im Hintergrund vorbeifliegen abschießen hätte können ^^.

  2. Sieht schön, freundlich und klar aus. Gefällt mir.
    Allerdings erinnert mich die Bildmarke des Logos irgendwie an die der Kommerzbank… (ist das Zufall?)

  3. Es war nur eine Frage der Zeit bis die nun rund 30 Jahre alte Typografie im Schriftzug der »Volksfürsorge« verschwinden würde. Für heutige Maßstäbe wurde hier eine Zickigkeit, eine Extravaganz, eine visuelle Andersartigkeit aufgegeben. Diese war zwar ideenfrei und ausschließlich in der Ästhetik ihrer Entstehungszeit begründet, jedoch blieb im Auge des Betrachter mehr zurück als beim sachlichen Frutiger-Schriftzug.

    Was dagegen wirklich ärgert, ist dass wieder Zeichen in einem Re-Design seines narrativen Elements beraubt worden ist. Nachdem UPS sein Paket, Kodak seine Projektion und Vodafone seine Sprechblasen verlor, wird die »Volksfürsorge« ihre — zweifelsohne etwas naive — Sonne los. Doch wenn die Gestalter das Element für plump halten und es der Flower-Power-Zeit geschuldet sehen, warum lassen sie nach dem operativen Eingriff ein Rudiment zurück, das nicht einmal formal gescheit ist? Übrig bleibt ein nun kontrastarmes 3-fach multipliziertes Frutiger-V und warum? Kann man Gestalter nicht zum Argumentieren oder wenigstens Denken zwingen?

  4. Mir gefiel der alte Auftritt besser. Nicht unbedingt unter optischen Gesichtspunkten, aber ich fands übersichtlicher und klarer strukturiert.

    Übrigens war der alte Auftritt bereits seit Sommer 2003 online und nicht erst seit Januar 2004. ;-)

  5. Übrigens:

    das ist nicht Frutiger, sondern Myriad. Nicht nur wegen der runden i-punkte, sondern überhaupt. Und kann vielleicht sogar modifiziert sein, aber das kann ich nicht erkennen aus der kleinen abbildung. Auf jeden fall ist es gut, bei schriftfragen genau hinzusehen.

  6. Nein, es ist eine modifizierte Frutiger und keine Myriad. Jemand aus der Marketing-Abteilung bei Volksfürsorge war so nett mir diese Frage zu beantworten. Frutiger und Charter bilden die Hausschriften der Volksfürsorge.

    Für alle, die es interessiert. Jürgen Siebert stellt im Fontblog die Myriad vor. Auch ein Vergleich mit der Frutiger ist zu sehen.

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