Skip to content

Visuelles Erscheinungsbild von Great British Railways präsentiert

Great British Railways Brand Design Train, Quelle: Verkehrsministerium (Department for Transport, DfT) der Regierung des Vereinigten Königreichs

Die britische Regierung hat das Design der neu gegründeten Eisenbahngesellschaft Great British Railways (GBR) vorgestellt. Während das Logo an das bekannte Zeichen von British Rails anknüpft, lehnt sich die Lackierung der Züge wie auch das Design digitaler Anwendungen an die britische Nationalflagge (Union Jack) an.

Unter der Labour-Partei verfolgt die britische Regierung die Verstaatlichung der Eisenbahn. Im vergangenen Jahr wurden bereits drei Personenzugkonzessionen wieder in die öffentliche Hand überführt – ein Versprechen, das die Labour-Partei in ihrem Wahlprogramm gegeben hatte.

Auf Basis eines Gesetzentwurfs wurde die Bahngesellschaft Great British Railways geschaffen, ein Zusammenschluss von 17 verschiedenen Organisationen. Die Neuorganisation soll helfen, Bürokratie abzubauen und notwendige Investitionen in den Erhalt und Ausbau des Bahnnetzes zu ermöglichen. Erstmals seit Jahrzehnten wird die britische Eisenbahn wieder als eine einzige Organisation geführt werden.

Auszug der Pressemeldung

„Die Zukunft der britischen Eisenbahn beginnt heute. Ich bin ungemein stolz darauf, das neue Erscheinungsbild von Great British Railways vorzustellen, während wir ein wegweisendes Gesetz zur Verstaatlichung unserer Züge und zur Reform des Eisenbahnwesens verabschieden, um den Fahrgästen einen besseren Service zu bieten. Das ist nicht nur ein neuer Anstrich – es steht für eine neue Eisenbahn, die die Frustrationen der Vergangenheit hinter sich lässt und sich voll und ganz darauf konzentriert, den Fahrgästen einen angemessenen öffentlichen Service zu bieten“, so Verkehrsministerin Heidi Alexander.

Great British Railways Brand Design Train, Quelle: Verkehrsministerium (Department for Transport, DfT) der Regierung des Vereinigten Königreichs / Dovetail Games
Great British Railways Brand Design Train, Quelle: Verkehrsministerium (Department for Transport, DfT) der Regierung des Vereinigten Königreichs / Dovetail Games
Great British Railways Brand Design Train, Quelle: Verkehrsministerium (Department for Transport, DfT) der Regierung des Vereinigten Königreichs
Great British Railways Brand Design Logos, Quelle: Verkehrsministerium (Department for Transport, DfT) der Regierung des Vereinigten Königreichs
Great British Railways Brand Design Logo, Quelle: Verkehrsministerium (Department for Transport, DfT) der Regierung des Vereinigten Königreichs
Great British Railways Brand Design Train, Quelle: Verkehrsministerium (Department for Transport, DfT) der Regierung des Vereinigten Königreichs
Great British Railways Brand Design App, Quelle: Verkehrsministerium (Department for Transport, DfT) der Regierung des Vereinigten Königreichs
Great British Railways Brand Design Train, Quelle: Verkehrsministerium (Department for Transport, DfT) der Regierung des Vereinigten Königreichs / Dovetail GamesGreat British Railways Brand Design Train, Quelle: Verkehrsministerium (Department for Transport, DfT) der Regierung des Vereinigten KönigreichsGreat British Railways Brand Design Logos, Quelle: Verkehrsministerium (Department for Transport, DfT) der Regierung des Vereinigten KönigreichsGreat British Railways Brand Design Logo, Quelle: Verkehrsministerium (Department for Transport, DfT) der Regierung des Vereinigten KönigreichsGreat British Railways Brand Design Train, Quelle: Verkehrsministerium (Department for Transport, DfT) der Regierung des Vereinigten KönigreichsGreat British Railways Brand Design App, Quelle: Verkehrsministerium (Department for Transport, DfT) der Regierung des Vereinigten Königreichs

Das Design und Branding der neuen Bahngesellschaft GBR greift die Farben Rot, Weiß und Blau der britischen Flagge auf und wird auf GBR-Zügen, in Bahnhöfen sowie auf der Website und in der App verwendet. Entwickelt wurde das Markendesign inhouse, von Mitarbeitern der Regierung (Department for Transport).

Die Bildmarke des GBR-Logos („Double Arrow“) wurde 1964/65 von Gerald Barney entworfen, damals Designer bei der Agentur Design Research Unit, und war bereits als Logo von British Rail in Verwendung (das Design-Manual aus dem Jahr 1965 steht unter der URL doublearrow.co.uk/manual.htm kostenlos zur Verfügung). British Rail (BR), bis 1965 British Railways, war die staatliche Eisenbahngesellschaft des Vereinigten Königreichs (England, Schottland und Wales), die in den Jahren zwischen 1994 und 1997 schrittweise privatisiert und aufgelöst wurde.

Ab dem kommenden Frühjahr wird das neue System bei einer Reihe öffentlicher Bahnbetreiber eingeführt, um das Engagement der Regierung für Veränderungen zu demonstrieren und die Bahnnutzung für Fahrgäste zu vereinfachen. Die Einführung erfolgt größtenteils schrittweise, und die Marke wurde intern entwickelt, um ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis zu gewährleisten, so die Information seitens der Regierung.

Mediengalerie

Weiterführende Links

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 14 Kommentare

  1. Spontane Reaktion? Gefällt mir richtig, richtig gut.
    Das ist eine sehr ansprechende Farbpalette: Sie vereint Tradition und Aufbruch, edel und modern – ohne modisch zu sein. Und in Kombination mit der Gesamtgestaltung wirkt das Erscheinungsbild dynamisch, geradezu rasant. Da könnte sich unser Verein gerne mal ein Scheibchen abschneiden … :)

  2. Anders als meine Vorrednerin finde ich das Design gar nicht edel und modern, sondern einfach nur »effekthaschend-laut«. Da bin ich froh, dass es bei unseren Zügen zurückhaltender zugeht. Und die geviertelte Union-Jack kommt mir inhaltlich auch nicht gerade smart gewählt vor. Es wäre vermutlich sinnvoller gewesen, wenn man sie zumindest auch nach der anderen Seite fortgeführt hätte. Nur auf der Lock platziert und dann auf den Wagons linear erweitert, wäre das sogar praktikabel umsetzbar.

      1. Sie wäre aber angesichts der waagerechten Logo-Pfeile die schlüssigere Konsequenz. Weniger wäre hier mehr. Diese überlagerten schräggestellten Dreiecke wirken aus meiner Sicht kühl, aggressiv-schrill und im Zusammenhang zur Bildmarke eher fremd.

      1. Ja, mir ging es nur um die »Zug-Enden« und darum zu vermeiden, die Gestaltung bei einer Änderung der Wagon-Anzahl zu zerstören. Die jetzige Wiederholung der Gestaltungselemente pro Zug-Segment ist da aus meiner Sicht nicht sehr elegant gelöst. Das Design verliert an Dramaturgie und wirkt einfallslos und beliebig.

  3. Wie auch bei Flugzeugen zeigt sich hier der Trend, die durch das Objekt vorgegebene Linienführung zu ignorieren. So etwas wie Fensterlinien oder Segment-Aufteilungen sollen wohl bewusst nicht mehr Inspiration für die Lackierung sein.
    Die Einstiegstüren sind wohl nur weiß, damit sie für den Reisenden nicht völlig übersehbar sind.
    Ist mal was Neues und sieht erstmal schick aus. Ob es allerdings dauerhaft gefallen wird, nachdem man über Jahre regelmäßig solche Züge an einem vorbeirauschen gesehen hat, ist für mich völlig offen.

    Wieso die Front gelb ist, lässt sich mit dem Union-Jack nicht erklären.

      1. Die gelbe Zugspitze ist tatsächlich sogar ein Sicherheitsmerkmal. Zwar ist diese seit wenigen Jahren nicht mehr vorgeschrieben, wird aber weiterhin mindestens empfohlen.

        Hintergrund ist die höhere Sichtbarkeit. In Deutschland wird diese durch das 3-Licht-Spitzensignal erreicht (was drei Lichter in Dreickesanordnung hat muss also ein Schienenfahrzeug sein und hat damit an Bahnübergängen Vorrang), in GB und anderswo (beispielsweise Portugal) geschieht das durch eine farblich abgesetzte Frontgestaltung.

  4. Mein erster Eindruck als ich das Design gesehen habe war eher so mäßig, und seitdem hat er sich nicht verbessert. Mich stört die Kleinteiligkeit der meisten Elemente, die Brüche etc. – Für mich sollte ein gutes Zugdesign auch von einem Kind schnell aus dem Gedächtnis zu malen sein, zum Beispiel lichtgrauer Zug mit rotem Streifen. Aber zugegebenermaßen hat uns Großbritannien schon einige mindestens fragwürdige Farbgebungen für Eisenbahnen beschert, zum Beispiel die fröhlichen Primärfarben von South West Trains, die schrafkantigen Elemente von Transpennine Express oder die Regenbogenstreifen von ONE.

  5. Sieht aus wie direkt aus den 80ern herteleportiert, als es mal als schick galt, beliebige geometrische Formen in allen erdenklichen Farben wild zu kombinieren. So z. b. im Fashion- aber auch im After Market Automobiledesign. Grauenhaft und ich habe den Union Jack überhaupt erst nach lesen des Textes erkannt. Es wirkt belanglos und beliebig und grenzt an billig. DB, Bitte nicht nachmachen.

  6. Britische reisezüge sind heute weit überwiegend triebzüge. Wie sieht das farbkonzept im ganzen zug denn aus, zeigt der rote winkel auf jedem wagen nach rechts? Offenbar nicht, wie das fünfte bild der mediengalerie nahelegt.
    Irgendwo müsste es also einen wechsel zwischen links und rechts geben. Hat der zug im ganzen eine symmetrische farbgebung? Und wie sieht es bei wendezügen aus?

    Nebenbei ist das eine schwäche der railjet-lokomotiven der ÖBB: die loks sind weitgehend symmetrisch aufgebaut und hängen in der praxis mal so, mal so am zug; die farbgebung harmoniert aber nur in eine richtung (ende 1 zum zug) mit der des zuges.

Schreibe einen Kommentar

Die Netiquette ist zu beachten. Vor dem Hintergrund einer transparenten, sachlich-fairen Debatte wird die Nutzung eines Klarnamens empfohlen.

Folgende HTML-Elemente können verwendet werden: <b> <i> <img src="bildurl"> <a> <blockquote>

An den Anfang scrollen