15 Kommentare zu “Ville de Fribourg bekommt neues Stadtlogo

  1. an koni:

    Um es anders auszudrücken – die „alten Designs“ nehmen sich nicht so wichtig. In erster Linie bilden sie einen visuellen Rahmen oder einfach eine Basis der Informationsvermittlung, der Inhalt sowie der Kontext womit die Gestaltung zusammenhängt ist dann das Entscheidende.

    Im Gegensatz zu den aktuellen Arbeiten, die ihrerseits versuchen selbst schon der Inhalt – das „Spezielle oder Herausragende“ zu sein. Sie nehmen sich schlichtweg zu wichtig, was besonders daran deutlich wird, dass sie in zeitgeistige Gestaltung und in Trends verfallen. (Schauen Sie sich dazu die aktuellen Stadt-Logo-Redesigns an, Sie werden erkennen was ich meine. – Da blühen sehr fragwürdige Marketingideen auf, nur um kurz Aufmerksamkeit zu erreichen, bis hin zu abwägigen Konstrukten.)

  2. Jean, die Beobachtungen mit zeitgeistigen Logos und deren nicht eingelösten Versprechen mag in manchen Fällen zutreffen, daraus aber im Umkehrschluss zu folgern, dass Städte, Regionen, Cafés, die einen schlechten grafischen Auftritt haben, deshalb besser, echter und authentischer sind, halte ich für Quatsch. Ist dieses Denken aber gesamtgesellschaftlicher Konsens, würde es so manchen grauenhaften (kommunalen) Markenauftritt erklären.
    Ich habe nichts gegen spröde, zurückgenommene Erscheinungsbilder – ganz im Gegenteil – aber in dieses Fribourg http://www.ville-fribourg.ch/vfr/fr/pub/index.cfm mit aller 90-er Jahre dtp-Wurstigkeit würde ich nicht ohne Grund geheh. In dieses hier http://www.fribourgtourisme.ch/de/index.cfm übrigens genausowenig.

  3. an tkrtz:

    Natürlich ist das nicht in der Form verallgemeinerbar, ich wollte nur generell auf diesen Aspekt hinweisen – was ich in diesem Beispiel überspitzt darstellen wollte. Man kann den Umkehrschluss daraus nicht ziehen – ich stimme Ihnen da völlig zu.

    Im deutschsprachigen Raum sind wir im Bezug auf die visuelle Kultur dahingehen ohnehin „verwöhnt“. Wenn Sie nach Frankreich blicken, würde sie gemessen an deren Auftritten vermutlich keine einzige Stadt (ausgenommen der Großstädte) besuchen. (Wobei viele Städte mittlerweile eine offizelle Seite haben und eine explizite Tourismusseite die meist deutlich übersichtlicher ist.)

    Es geht also bei diesen Stadtauftritten in erster Linie um Klarheit, Einfachheit und Informationsvermittlung (für Bewohner und Touristen). – Steht das „Spektakel“ im Vordergrund und wird das Design zum Selbstzweck kippt das Ganze und nützt auch der Stadt im Endeffekt recht wenig.

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