Uni Rostock mit neuem Corporate Design

Universitä Rostock Logo

Die Universität Rostock präsentiert sich zeit kurzer Zeit nicht nur mit einem neuen Webauftritt im Netz, sondern auch mit einem neuen Corporate Design. Im Mittelpunkt der Umstellung steht der Leitspruch „traditio et innovatio“. Einem Motto, dem sich die 1419 gegründete Uni auch aus Sicht der Gestaltung verpflichtet fühlt.

Uni Rostock Logo

Uni Rostock Relaunch

Flad & Flad zeichnet für die neue CD-Linie verantwortlich. Sowohl der neue Webauftritt, als auch das ganze Angebot der Printmedien (Briefe, Faxe, Visitenkarten, Plakate, Flyer und andere Publikationen) wurde von der Heroldsberger Agentur in ein neues Design überführt. In der neu geschaffenen Wortmarke wurde die Verdana eingesetzt.

Uni Rostock Magazin

Das traditionelle Siegel hat mit dem vollzogenen Corporate Design als Gestaltungselement und grafischem Gegenstück eine Kugel mir drei weißen Streifen zur Seite gestellt bekommen. Sie soll Innovation, Bewegung und Kommunikation verkörpern. Auf der Website überrascht das Universitätslogo mit einer Überblendung durch die Kugelform. Verdana und Arial wurden als Hausschriften ausgewählt. Die Palatino kommt als Serife optional hinzu.

Uni Rostock Corporate Design

Die Umstellung des neuen Designs auf die unterschiedlichen Fakultäten und Institue dürfte wohl noch etwas Zeit in Anspruch nehmen. Der Anfang ist jedoch gemacht.

48 Kommentare zu “Uni Rostock mit neuem Corporate Design

  1. Ich war als „studentisches Gewissen“ Mitglied kurzfristig in der Arbeitsgruppe Corporate Design, wurde dort aber in der finalen Runde ab Januar diesen Jahres nicht mehr eingeladen. Das lag zum einen wohl daran, dass wir uns als Studierendenschaft klar zum Thema CD positioniert hatten (wenn, dann bitte umfassend und hochwertig) und zum anderen weil die innerhalb der Gruppe und auch den universitären Gremien vorgestellten Entwürfe immer wieder kritisiert werden mussten. Vor allem die ersten Entwürfe waren teilweise hart an der Grenze einer überhaupt professionellen Leistung.

    Was wir jetzt als Ergebnis sehen erscheint mir als unreifer Schlussstrich unter einer lange währenden Diskussion. Keiner kann mit der Homepage wirklich zufrieden sein (interessanterweise wird sie noch immer in Greifswald gehostet), vorherige Entwürfe waren teils sogar besser, einiges aber noch schlimmer. Der Pressesprecher, der sich dieses neue CD auf die Fahnen geschrieben hat, musste zwangsläufig diese Diskussion irgendwann beenden. Es gibt intern eine Menge Kritik, besonders von den Fakultäten die bisher eigenständig aufgetreten sind.

    Kurzum, eine echte Horrorgeschichte. Mit der Ergebnis ist die Studierendenschaft unzufrieden und auch die Universität ingesamt dürfte wenig stolz darauf sein. Immerhin besser als die alte Seite, mehr aber auch nicht. Und dafür haben wir dermaßen viel Geld gezahlt (so weit die Studierendenschaft weiß, handelt es sich auch um mehr als 200.000 Euro). Traurig!

  2. Welcher Gestalter wählt allen Ernstes für das Logo die Verdana und Arial (allein schon diese Kombination!)? Wo bleibt die Lust an Tyografie? Wo bleiben die feinen Merkmale, Nuancen und Unverwechselbarkeiten der Buchstaben?

    Wir kennen die Anforderungen und „Pflichten“ für das Redesign nicht. Sollten diese Systemschriften von den Auftraggebern aus welchem Grund auch immer gewünscht worden sein, muss eine ernstzunehmende Agentur hier zwingend Einspruch erheben und beratend tätig werden.

    Entweder hat die Agentur kein Feingefühl für gute Typografie oder sie ist von den Auftraggebern niedergebügelt worden – beides ist jedenfalls traurig.

  3. Durch Zufall habe ich diesen Artikel gefunden, und bin sehr erfreut, von Designkennern etwas zum Cd der Uni Rostock zu lesen. Als Student war ich auch ziemlich enttäuscht, sowohl von Logo, Wortmarke, als auch CMS.
    Im Moment habe ich die Aufgabe, die Seiten eines Instituts auf das neue CMS zu übertragen. Ein Hauptgrund für die neue Identität war sicherlich, die Einheit der einzelnen Seiten zu erzwingen, und sie gleichzeitig technisch auf den neuesten Stand zu bringen. Einige Institute arbeiteten nur mit statischen Websiten, die von studentischen Hilfskräften gepflegt wurden. typo3 soll jetzt ermöglichen, dass bestehende Angestellte die Pflege übernehmen können.
    Daher ist der Funktionsumfang im Backend auch ziemlich eingeschränkt. Schlimmer ist jedoch, dass typo3 (jedenfalls hier) einen wahnsinnig schlechten Workflow hat. Alles ist dreimal umständlicher als es sein müsste, bspw. das Verschieben von Seiten. Einige Funktionen sind beim IE und FF nicht möglich. Ich dachte schon Drupal wäre anwenderunfreundlich, aber ich habe gewisse Sorgen, dass die neuen Beauftragten mit der Websitepflege zumindest am Anfang überfordert sein dürften. M. M. n. hätte da die Agentur neben einem ansprechenderen Design auch auf die Usability mehr achten sollen.

  4. Die Beamten die das für 250.000,-€ in Auftrag gegeben und abgesegnet haben, sollten jeden Cent von Ihrem Privatvermögen zurückzahlen. Wofür bezahle ich als Bürger dieses Landes denn bitte schön Steuern??? Damit sie an eine Agentur, die mehr als schlechte Arbeit abliefert, verschleudert werden? Bodenlose Frechheit! Logo und Website sind so schlecht, da fehlen einem fast die Worte… Das das eine Agentur gemacht haben soll ist schon fast nicht mehr zu glauben.

  5. Ich kann mich meinem Vorposter nur anschließen. Das Logo/CD der FH Wismar war ja schon diskussionswürdig, aber was sich diese betreuende Agentur hier geleistet hat, ist wirklich unter jedem akzeptablen Niveau. Wer das nicht erkennt und sich verantwortlich erklärt, so etwas anzunehmen, ist einfach mal falsch besetzt. Es hätte genügend lokale/regionale Möglichkeiten gegeben, die sich dazu kostenmäßig sicher um ein Vielfaches weniger ausgenommen hätten. So wäre das Geld im Land und das schlechte Design draußen geblieben. Schlecht gemacht, Leute!

  6. Ich hatte mich bisher aus der Diskussion um das „Logo“ und die Website rausgehalten, weil ich es eigentlich nicht einsehe, mich zu so etwas zu äußern. Irgendwie juckt es mich jetzt aber doch. Das neue Logo ist schon ziemlich fies – wer verwendet bitte denn die Verdana in einem Logo??????????????? Dass das Ding aussieht wie Google Earth wurde schon erwähnt.

    Aber die Website schießt den Vogel ab. Ein bunter Misschmasch aus unzähligen Schriftgrößen, Farben, Verläufen und Kontrastarmut. Die Usability braucht man nicht zu diskutieren, es gibt ja keine. Klickt mal auf eine Unterseite unten auf die Tabs – da poppt eine neues Fenster auf. :DD

    Lasst mich raten: Eine klassische Werbeagentur dachte, „Web kann ja nicht so schwer sein, das machen wir mal mit“ … Übel. Echt übel. Und wenn ich dann die Zahll 200.000 lese, kommt mir die Galle hoch. Was hätte man da alles machen können *Seufz*

  7. Wow, selbst nach 2 Jahren wurde da nix überarbeitet.

    Geniale Wahl mit Verdana und diesem grandiosen Spacing :-D

    Kennt jemand Exfront? Ein richtig tolles Logo haben die dort :-D

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