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Uni Rostock mit neuem Corporate Design

Universitä Rostock Logo

Die Universität Rostock präsentiert sich zeit kurzer Zeit nicht nur mit einem neuen Webauftritt im Netz, sondern auch mit einem neuen Corporate Design. Im Mittelpunkt der Umstellung steht der Leitspruch “traditio et innovatio”. Einem Motto, dem sich die 1419 gegründete Uni auch aus Sicht der Gestaltung verpflichtet fühlt.

Uni Rostock Logo

Uni Rostock Relaunch

Flad & Flad zeichnet für die neue CD-Linie verantwortlich. Sowohl der neue Webauftritt, als auch das ganze Angebot der Printmedien (Briefe, Faxe, Visitenkarten, Plakate, Flyer und andere Publikationen) wurde von der Heroldsberger Agentur in ein neues Design überführt. In der neu geschaffenen Wortmarke wurde die Verdana eingesetzt.

Uni Rostock Magazin

Das traditionelle Siegel hat mit dem vollzogenen Corporate Design als Gestaltungselement und grafischem Gegenstück eine Kugel mir drei weißen Streifen zur Seite gestellt bekommen. Sie soll Innovation, Bewegung und Kommunikation verkörpern. Auf der Website überrascht das Universitätslogo mit einer Überblendung durch die Kugelform. Verdana und Arial wurden als Hausschriften ausgewählt. Die Palatino kommt als Serife optional hinzu.

Uni Rostock Corporate Design

Die Umstellung des neuen Designs auf die unterschiedlichen Fakultäten und Institue dürfte wohl noch etwas Zeit in Anspruch nehmen. Der Anfang ist jedoch gemacht.

Dieser Beitrag hat 50 Kommentare

  1. Hm, die Profile-Logokugel erinnert mich stark an das google-earth-Icon aufm Mac.

    Das neue Logo sieht auf den ersten Blick okay aus, die Frage ist, ob es in der Anwendung in klein auch noch funktioniert oder das Bild zusammenläuft.

    Die Website ist kontrastlos und wirkt unfertig. Die technische Umsetzung der Rundungen, die unausgereiften Schriftverhältnisse und die Farbwahl macht einen ziemlich lieblosen Eindruck. Die Animation im Logo find ich auch daneben, das feine Bilddlogo und die Google-Earth-Kugel passen überhaupt nicht zusammen.

  2. Warum sind die i’s in Universität so fett? Ist das nur ein Darstellungsfehler oder gehört es zu der Schrift?

    Bin da nicht so der Experte.. Finde es aber doof :)

  3. Mich erinnert die Kugel im Profile-Schriftzug stark an das AT&T-Logo, auch wenn das tatsächlich noch etwas anders aussieht.

    Das neue Hauptlogo kann mich auch nicht überzeugen. Der Zusatz “gegründet 1419” erinnert irgendwie an Biermarken, und der Leitspruch “Traditio et Innovatio” soll irgendwie künstliche Tradition erzeugen; dabei hat die Uni doch genug echte Tradition. Aber diese Überbetonung des alten wirkt sich in meinen Augen negativ aus.

  4. also bei der typo hätte man wohl noch viel mehr machen müssen. mal abgesehen davon, dass ich nicht unbedingt ein fan der verdana bin find ich es auch schlecht gesetzt. das u und n bei universität haben im vergleich zum rest zu viel spacing. mehr durchschuss zum zwischen den zwei zeilen hätte sicher auch gut getan.

  5. hat mich irgendwie gleich an Konica Minolte erinnert :) naja. kann bis jetzt zwar nur die thumbnails sehen, aber so prall sieht die neue Seite nicht aus. vielleicht ein wenig übersichtlicher. also dafür soviel geld ausgeben, ich weiss nicht..

  6. Oh man, das ist mal echt eine ziemlich üble Arbeit!
    Typo sowas von schlecht, ist ja ein Graus für das Auge.

  7. Das nenne ich mal ein gelungenes Corporate Design. Mein persönlicher Favorit für das bisherige Jahr.

    @Marvin: Warum erinnert es dich an Konica Minolta? Ich kann überhaupt keine Gemeinsamkeiten entdecken.

  8. Die Website sieht wirklich unfertig aus. Wirkt wie eine Privatseite. Die Beschriftungen der Navigationselemente sind viel zu groß. War die alte Seite ansprechender.

  9. Ich bin auch kein Fan der Verdana für Printprodukte. Schließlich ist sie mit ihrer größeren X-Höhe für den Bildschirm gemacht.

  10. @Lorenz@Marvin: Warum erinnert es dich an Konica Minolta? Ich kann überhaupt keine Gemeinsamkeiten entdecken.

    Die Gemeinsamkeit liegt auf der Hand. Vergleich doch mal das “PrOOOOfile” und das Konica Minolta Logo.

    Findes es insgesamt auch sehr schlecht. Bei der Typofrage schliesse ich mich den Vorrednern an. Das Zeichen als solches finde ich sehr gut, ist aber eben gerade für Webbereiche wohl zu kleinteilig und dürfte schnell kaputt gehen wenn es klein dargestellt werden muss.

    Die Website tut weh. Sie ist weder technisch noch gestalterisch ausgereift und wirkt nicht aus professioneller Hand erstellt…Schade

  11. Ohje, da fällt mir ja nicht mehr viel ein. Verdana als CI-Font? Die Verdana ist ein Screen-Font mit ausgezeichnetem Hinting – aber eben für den Bildschirm gemacht, und sicher nicht für den Print geeignet.

    Bei diesem Ball muste ich zuerst an den AT&T-Todesstern denken (https://www.wired.com/images_blogs/gadgetlab/death-star-att_1.jpg)

    Und “Traditio et Innovatio”? Hört sich doch ziemlich gewollt an, wie ich finde.

  12. Die Verdana als Headline-Font und dazu die Arial – oha. Das ist starker Tobak. Tut mir als gebürtigem Rostocker schon ein bisschen weh… Zumal es in HRO gewiss nicht an guten Grafikern bzw. Agenturen mangelt. Die neue Website müsste man mal ausprobieren, wenn sie denn erreichbar ist. Der erste Eindruck (via Thumbnail) ist auch eher ungünstig.

  13. Unvollständig trifft das Ganze wohl am besten.
    Mir fehlt eine Linie bei der Seite und an vielen Ecken/Rundungen kann man sehen, dass noch einiges getan werden muss.
    Ich mag gerne helle Auftritte, aber Haltlos müssen sie deswegen ja nicht sein.
    Der Header ist ganz schön, aber ich möchte eigentlich keine Boots-Tour machen, sondern zur Universität. :)
    Ich denke jedenfalls nicht, dass die Seite so Final sein soll.
    Insgesamt ist noch viel Potential zur Verbesserung da/von Nöten…wer weiß

  14. besonders die überarbeitung des internetauftritts war zwingend notwendig. die alte seite war viel zu unübersichtlich und nicht zeitgemäß. von daher sehe ich die neue seite auf jeden fall als einen schritt in die richtige richtung.
    das die webseite nicht unter der normalen adresse erreichbar ist, ist allerdings ein schwerwiegendes problem. gerade jetzt überlegen noch viele abiturienten an welche uni sie später gehen werden.

    ich persönlich finde es schade, dass für solche projekte nicht auch ortsnahe agenturen beauftragt werden. werk3 ist nur ein beispiel für rostocker agenturen.
    aber wahrscheinlich gab eine öffentliche bundesweite ausschreibung.

  15. @Achim
    Schade, dass du deine Meinung nicht dazu geäußert hast. Ich als Rostocker hatte auf den Tag gewartet, an dem du das neue CD erwähnen würdest. War gespannt, wie du es bewerten würdest. Immerhin ist da eine sechsstellige Summe geflossen. Aber ich kann verstehen, wenn du noch etwas wartest, bis mehr von der Umsetzung zu sehen ist.

    Letztlich bin ich sehr enttäuscht, da auch mir sofort Konica Minolta in den Sinn kam beim Logo. Die Typo wirkt ein bisschen billig und das Siegel wirkt gerade auf der Website so blass, dass nichts mehr erkennbar ist.

    Ich bin vor allem von der Website enttäuscht. Mich lässt das Gefühl nicht los, dass die Agentur von digitaler Kommunikation sehr wenig Ahnung hat. Es gibt handwerkliche Fehler und in Safari sieht die Website zum Teil fehlerhaft aus (Beispiel rechte Navigation). (Und ich hatte kurzzeitig das Gefühl das einer der Kommentatoren hier anonym seine Agentur retten wollte ;-)

    Konzeptionell scheint nicht viel gemacht worden zu sein. Dem Leitsatz Traditio et Innovatio wird die Website definitiv nicht gerecht. Dass nicht mal an Social Media Integration gedacht wurde, lass ich jetzt noch gelten. Aber gerade da muss sich doch eine Uni endlich mal zeigen, oder?

    Aber eine Frage in die Runde: Gibt es wirklich gute Uni Websites? Besser als die der Uni Rostock ist klar *g*

  16. Also ich als Rostocker, bin froh dass die olle (sau teure) Kugel dem Siegel gewichen ist.
    Die Rostocker Universität ist eine sehr historische Uni an der sehr viele bekannte geistreiche Menschen studiert haben wie z.B. Rudolf Steiner, Erich Kästner und viele andere.
    Ich wäre sehr bestürzt wenn diese Institution durch ein neumodisches “Icon” präsentiert würde.

  17. Hmm.
    Dass die Wahl auf die Verdana gefallen ist, irritiert mich schon ein wenig. Vor allem, da – wie schon von einigen erwähnt – die Verdana eher eine Screen-Font als eine Print-Font ist.

    Das Siegel hätte eventuell vereinfacht werden können, würde das ganze vielleicht etwas moderner wirken lassen und wäre auch in kleinerer Version wohl besser erkennbar.

  18. @Maik: Mich erinnert das “Profil” eher an Google Earth.
    Auf jeden Fall ist es schick und modern.

  19. Alex, im dt finden sich sowohl neutral verfasste Artikel, wie auch kritische Beiträge. Das ist in vielen Fällen auch bewusst so gestreut. Die Diskussion verläuft anders, wenn ein neutral verfasster Beitrag ihr vorhergeht. Ich will aber gerne meine Einschätzung in Stichworten geben.

    Claim: mag ich. ungewöhnlich.
    Aufbau Signet: durchdacht.
    Siegel: gottlob beibehalten.
    Wortmarke: unruhig.
    Kugel: gute Idee. überzeugend umgesetzt.
    CD-Linie: stimmig.
    Website: unauffällig.

  20. Zuerst einmal zur Wort- und Bildmarke:

    Ein echter Hingucker ist die neue “Kugel” ja nicht, auch hat sie für mich kaum einen Wiedererkennungscharacter.
    In Verbindung mit dem alten, sehr schön anzusehenden Siegel ist sie trotzdem eine einigermaßen gelungene Verbindung aus “Traditio” und “Innovatio”.

    Die Verdana in der Wortmarke mag zwar ein wenig einfallslos anmuten, und man könnte der gestaltenden Agentur glatt eine Unlust zur Schriftensuche unterstellen. Allerdings kennt ja fast jedermann dieses Schriftbild und so wirkt die Wortmarke von Anfang an wie etwas bekanntes und vertrautes. Ich hätte es allerdings eher vorgezogen, das “Rostock” durch die Fettschrift zu betonen als dass es sich hierbei um eine Universität handelt.

    Der Leitspruch an sich ist etwas außergewöhnlich, hier passt die gewählte Schrift vorzüglich zum alten Siegel und gefällt mir sehr gut.

    Die einzige winzig kleine Disharmonie besteht meines Erachtens darin, dass die sehr modern und keine Spur “traditio” wirkende Verdana nicht zum gegenteiligen Siegellogo passen will.

    Insgesamt, so finde ich zumindest, eine mittelmäßig bis gute Marke.

    Kommen wir nun zu den Straftaten.
    Ein ernstes Wort würde ich allerdings gerne mal mit den Gestaltern der neuen Website reden. Das Panoramafoto mit seinen Verläufen ist der einizige Punkt, den ich an der Website als positiv ansehen würde, was aber auch schon wieder durch die lieblos halbtransparent darübergewürfelten Worte “Meer Zukunft” getrübt wird.
    Durch den fehlenden Abschluss der Kästen, einer sogar fehlenden Umrandung des Hauptteiles wirkt die Seite einfach nur unfertig und stümperhaft. Die unausgewogenen Schriftgrößen in der Navigation (man vergleiche Haupt- und Unterpunkte) ist auch nicht schön anzusehen. Die so gar nicht ins Bild passenden Suchfelder bereiten den krönenden Abschluss.

    Mein Fazit: Eine durchaus gute Wortmarke der Universität, die aber durch die für den Surfer unschön anzusehende Website in ein schlechteres Licht gerückt wird, als sie es eigentlich verdient hätte.

  21. Mich wundert folgendes: als Grund für das Redesign (habe den Text auf der Uni-HP schnell überflogen) wurde angegeben, dass im weltweiten Wettbewerb der Uni-Standorte mit der neuen Bildmarke eine bessere Platzierung gelingen soll…

    … und warum wird dann “Universität” größer UND fetter geschrieben als “Rostock”? Dann sollte der Schwerpunkt doch auf der Stadt liegen, oder? Denn Universitäten gibt es wahrlich wie Sand am Meer (nicht nur an der Ostsee).

  22. Es ist nur all zu offensichtlich, dass die Uni nachdem die 200.000€ verbraten waren (wofür auch immer) beschlossen hat doch beim Siegel zu beleiben und dann jemand noch lieblos eine Typo zum bestehenden Siegel gesetzt hat. Bei den Schriftarten Verdena und Arial vermute ich, dass letztendlich irgend ein Unimitarbeiter der mit in der Arbeitsgruppe saß die Fonts erarbeitet hat und die Agentur letztendlich aufgegeben hat.

  23. @bodypainter
    Wenn aus Deiner Sicht die Typo unausgereift erscheint, schreib warum. Was hätte man rausholen können? Erst dann wird eine Kritik draus.

    @thomas
    Statt sich in Konjunktiven und im Spekulieren zu verlieren wäre es schön, wenn Du Dich mit dem Resultat beschäftigen könntest. Aus Deinem Kommentar spricht Unmut. Unklar ist allerdings, woran sich dieser festmacht. Tatsächlich am Geld? Komm schon.

  24. @Achim Du bist also der Meinung das die Uni Rostock 200.000 € sinnvoll in ein Logo investiert hat, das es vorher schon hatte?

    Das Siegel wird das eigentliche Logo der Uni bleiben. Der eigentliche Vorschlag der Agentur wird nun verwendet da man das Geld ansonsten ja unnötig ausgegeben hätte. 2 Logos tragen nun jedoch höchstens zur Verwirrung bei und widersprechen ja allem was man mit einem CD eigentlich erreichen möchte.

    Es ist ja nicht so, dass die Uni vorher kein CD hatte. Nun hat man für die gewaltige summe eines entwickeln lassen, das man nicht verwenden möchte. Der Landesrechnungshof interessiert sich inzwischen für den Vorgang.

  25. Das die Typo alls andere als professionell wirk sieht man sehr schon bei der Abbildung oben. Die “i” wirken beispielsweise deutlich fetter als andere Buchstaben. Das mag in einem Fließtext untergehen auf einem Citylightposter bei dem das Logo mit Schriftgröße 150pt platziert wird, wirkt dieser Mangel immens. Ab dieser Schriftgröße kann man dann jedoch endlich die Info “gegründet 1419” lesen.

  26. @ #21

    Genau das gleiche fiel mir auch als erstes ein. Ebenso der lieblose Ball gefällt mir garnicht und die website sieht mir zu “unwissenschaftlich” aus. Auf den ersten Blick habe ich da irgendwie das gefühl, man will mir einen neuen Telefonvertrag oder ähnliches andrehen wollen. … Ist nur so ein Gefühl. :)

  27. Thomas, bei der Frage nach dem “Wert” verzetteln sich doch regelmäßig nicht nur Laien, sondern auch (wir) Designer. In vielen Fällen wird alles in einen Topf geworfen. Dieser hat dann die Aufschrift: “Logo kostet 500.000 €”, was in dieser undefferenzierten Form immer starker Tobak ist, den ich eher unappetitlich finde, weil er mit einer glibbrigen Spur aus Dummheit und Polemik überzogen ist. Das nur generell.

    Die Umstellung auf eine neue CD-Linie kostet Geld. Als Designer interessiere ich mich mehr für die grafische Umsetzung als für die Planung im Haushalt. Ein Design, und das ist es ja, was hier thematisiert wird, wird ja nicht besser, nur weil es verhältnismäßig günstig war. Ob es zudem verhältnismäßig war, können die Allerwenigsten beurteilen. Ich traue es mir nicht zu. Wer vermag denn einzuschätzen, ob die CD-Umstellung einer globalen Marke wie Pepsi mit 1.2 Milliarden Dollar verhältnismäßig viel oder eben verhältnismäßig wenig ist?
    Ich glaube Viele wissen einfach nicht, dass das Geld nicht auf einen Schlag ausgegeben wird, sondern das es das Budget für einen mehrere Jahre andauernden Prozess bildet. Was im Detail im Budget in Höhe von 200.000 € vorgesehen ist, weiß ich nicht. Es spielt für die Beurteilung des Designs keine Rolle. In meinen Ohren hört sich die Summe nicht überzogen an. Aber auch das spielt bei der Beurteilung des Designs überhaupt keine Rolle.

  28. @thomas: ich habe versucht meine kritik kurz und prägnant zu formulieren, aber ich kann sie auch gerne etwas detailierter ausführen.

    es beginnt schon mal mit der wahl der schriften, mich erinnert sie an die zeit als leute corel draw installierten und sich als graphiker fühlten, wenn sie mit caslon oder ähnlichem typographie machten. diese schrift erinnert mich an windows xp, an den internet explorer oder an systemschriften die eine andere schrift nachäffen um nicht ihr copyright zahlen zu müssen (arial = helvetica).

    es geht weiter darmit, dass eine uni meiner minung nach auch seriösität braucht. warum führt man dann also ein at&t plagiat ein? und warum benutzt man dies in kombination mit dem original emblem bei einem magazin-logo? wäre es nicht logischer gewesen statt dem at&t logo eben wieder das emblem zu benutzen?

    mir gefällt auch die typographie selber nicht. die kugel ist ein eyecatcher, ich schaue zuerst darauf. aber um das logo zu erfassen muss ich die augen nach links ziehen und vorn auf die wortmarke ziehen um sie zu lesen. das gefällt mir zb überhaupt nicht. ich würde schrift, at&t logo und typo fast sogar als anfängerfehler bezeichnen.

    die at&t kugel und das traditionelle runde emblem schlagen sich extrem. entweder das eine, oder das andere. und gerade für eine uni würd ich was seriöses, traditionelles weiterführen, und nicht mit at&t und 3d und schatten daherkommen.

  29. Hier ein Versuch eine sachliche Kritik (vorab bitte ich etwaige Schreibfehler zu entschuldigen da nicht Muttersprachler):

    Mir scheint es, dass der gesamte Auftritt gerade an das fehlt, was der Titel des Magazins ausdrucken möchte: Profil. Es fehlt überall an Einzigartigkeit.

    Das beginnt bei der Schriftart, der kaum mehr ubiquitös sein könnte, geht weiter mit der gestreifte Kugel (der schon lange überbeansprucht ist: siehe z.B. Thinking of designing a sphere logo? Don’t!) sowie der traditionellen CMS 3-Spalten Template mit den allgegenwärtige Verläufe und standard Tab-Headers. Bei der Wahl der Bilder auf der Homepage sind zu oft stock-images zu sehen (Zeitungsstapel, Absatzsymbolen, Bücherstapel, drehende Molekule) und zu wenig echte Bilder vom Standort, Studium oder Studentenleben (und wenn dann manchmal auch mit Effekten wie Page Curls oder künstliches Sonnenstrahl versehen, die deren Echtheitswirkung entwerten). Vielleicht funktioniert der “meer/mehr tue-dein-wort-hier” Wortspiel wenn man nicht an Küste wohnt, ansonsten ist dies aber auch ein allzu gern verwendetes Wortspiel dort oben, der höchstens ein müdes Lächeln hervorruft.
    Auch die Printmaterial erinnert in der Layout und viel Weißraum eher an ein Corporate Broschüre (ein Pharma-Unternehmen oder Versicherer vielleicht?) – ob das auch zukunftige Studenten anspricht?

    Andere haben schon die gestalterische Mangel an Feinarbeit erwähnt. Das gibt es auch bei der technische Umsetzung – auf der Homepage gibt es noch Meldungen in CMS-Speak zu sehen, Kastenköpfe rechts ohne Inhalt, Darstellungsfehler in Safari (Überlappungen, Meer……..Zucku), Bildmaterial der nicht zum Rahmen passen, umständlich erzeugte CSS-Runde-Ecken, der divs ohne Ende benötigen (daher die Zacken). Letzteres wäre eine mögliche (dennoch fragliche) Lösung wenn Kasten in alle Richtungen unterschiedliche Maße hat, hier ist aber der Seitenbreite statisch; ein einfaches nach unten auslaufendes Hintergrundbild, oder eine vertikale “Sliding Doors”-Lösung wo ein untere Rand benötigt wird wäre hier einfacher gewesen, wahrscheinlich auch schöner. Viele von diese Problemen wären mit eine einfache pre-launch Website-Check leicht abzufangen und beheben.

    Möglicherweise wurde Verdana, Arial und Palatino gewählt, weil sie alle mit Windows mitgeliefert werden. Da eine Uni recht viele Workstations hat, sind die Lizensierungskosten für eine eigene Schriftart höher. Das heißt aber nicht, dass das nicht geht. Schade nur, dass die drei Schriften, nicht sonderlich gut miteinander harmonisieren.

    Insgesamt also, wirkt alles für meine Begriffe zu statisch und zu unspezifisch. Dabei ist ein Uni ein lebendige Ort zum Lernen, ein Werkstatt zum experimentieren. Die Zeit als Student ist für viele prägend und aufregend zugleich. Auch Rostock ist ein lebenswerte Stadt mit der Uni mitten in der Stadt. Von alledem spürt man zu wenig in deren Auftritt.

    Wie es anders sein kann: als mögliche Kandidat für eine gut gestaltete Uni-Homepage werfe ich http://www.uni-weimar.de in die Runde. Es hat mut zur Farbe, eine klare Navigationskonzept, ein Standort wie auch Studium/Studentenleben gerichtetes Bildkonzept und der Uni hat der Syntax als eigene Schriftart geleistet, der in alle Printmaterial auch zu sehen ist. Die Studentenbroschüre druckt auch die Lebendigkeit vor Ort aus. Ein weiteres gute Beispiel wäre meines erachtens die Uni-Bielefeld (http://www.uni-bielefeld.de), der auch mit ein 3-Spalten Weblayout arbeit.

  30. Ich beschäftige mich jetzt mal nur mit der Typografie, da mir die sofort ins Auge stach und üble Kopfschmerzen auslöst. Der Schriftzug Universität Rostock ist so unglaublich schlecht gesetzt, dass man eigentlich nicht glauben kann, dass diese Arbeit aus einer Agentur kommen soll.
    Dazu die Schriftwahl sowohl in der Wortmarke als auch allgemein im CD, wie im Himmels Namen kommt man auf die Idee, Arial und Verdana für so etwas verwenden? Auch hier kann ich meine Ungläubigkeit nur wiederholen.

  31. @Achim: Als Designer muss ich täglich Arbeit bei Kunden abliefern die diese mir entsprechend bezahlen. Das Verhältnis von Qualität und Preis ist für viele Kollegen eben nicht unrelevant. Das bei der aktuellen Lösung ein Ungleichgewicht herrscht machen dir vielen negativen (und durchaus konstruktiven) Beiträge deutlich. Das die Ursache dafür in dem Prozess liegt erschließt sich jemandem der die kritische lokale Berichterstattung und das peinliche PR-Desaster der Uni nicht mitbekommen hat evt. nicht.

    Das Logo kann man m.E. sehr gut als Beispiel für Leienfehler heranziehen:
    Schriftarten ohne Charakter und Identität von der Stange (Es gibt durchaus gute freie Schriften die keine Mehrkosten verursacht hätten)
    Katastrophale Typo die dringend manuell hätte bearbeitet werden müssen (z.B. das von der Strichstärke fetter erscheinende “i”)
    Unleserliche Schriftelemente (gegründet 1419) schon bei relativ großen Abbildungen.
    Überflüssiges neues Logo da Siegel weiterhin unverändert verwendet wird

    Als einzig mögliche Erklärung habe ich deshalb die Möglichkeit skizziert, dass diese Lösung von der Uni kam und die Agentur am Ende eines monatelangen Prozesses keine Lust und kein Etat mehr hatte um sich dagegen zur Wehr zu setzen.

  32. Ich sehe es ganz ähnlich wie Thomas (Kommentar 37).
    Das Resultat ist dem Rahmen nicht im Ansatz angemessen und zeugt eher von der Art und Weise wie die Uni Rostock mit dem Dienstleister umging. Basisdemokratie mit zu vielen “Entscheidern”?
    Vielleicht hätte die Agentur auch ein wenig Rückgrat beweisen sollen wie es andere auch können. Allerdings geht Flad mit der Typo auf seiner Website auf dem ersten Blick gesehen auch nicht so feinfühlig um.
    Das doppelte Logo z.B. ist nur entstanden, weil es bei der ersten Präsentation im Februar/März einen Aufschrei gab, wo publik wurde, dass das Siegel durch das 3D-Signet ersetzt werden sollte. Daher auch die überraschende Animation im Header der neuen Website. Ein schlechter Kompromiss, wie ich finde.
    @Alex aus Kommentar 19: die Website der Uni Leipzig ist deutlich besser.

  33. Wieso ist dort ein https mit nicht vertrauenswürdigem Zertifikat?
    Was soll das den bitte schön?

  34. Ich war als “studentisches Gewissen” Mitglied kurzfristig in der Arbeitsgruppe Corporate Design, wurde dort aber in der finalen Runde ab Januar diesen Jahres nicht mehr eingeladen. Das lag zum einen wohl daran, dass wir uns als Studierendenschaft klar zum Thema CD positioniert hatten (wenn, dann bitte umfassend und hochwertig) und zum anderen weil die innerhalb der Gruppe und auch den universitären Gremien vorgestellten Entwürfe immer wieder kritisiert werden mussten. Vor allem die ersten Entwürfe waren teilweise hart an der Grenze einer überhaupt professionellen Leistung.

    Was wir jetzt als Ergebnis sehen erscheint mir als unreifer Schlussstrich unter einer lange währenden Diskussion. Keiner kann mit der Homepage wirklich zufrieden sein (interessanterweise wird sie noch immer in Greifswald gehostet), vorherige Entwürfe waren teils sogar besser, einiges aber noch schlimmer. Der Pressesprecher, der sich dieses neue CD auf die Fahnen geschrieben hat, musste zwangsläufig diese Diskussion irgendwann beenden. Es gibt intern eine Menge Kritik, besonders von den Fakultäten die bisher eigenständig aufgetreten sind.

    Kurzum, eine echte Horrorgeschichte. Mit der Ergebnis ist die Studierendenschaft unzufrieden und auch die Universität ingesamt dürfte wenig stolz darauf sein. Immerhin besser als die alte Seite, mehr aber auch nicht. Und dafür haben wir dermaßen viel Geld gezahlt (so weit die Studierendenschaft weiß, handelt es sich auch um mehr als 200.000 Euro). Traurig!

  35. Welcher Gestalter wählt allen Ernstes für das Logo die Verdana und Arial (allein schon diese Kombination!)? Wo bleibt die Lust an Tyografie? Wo bleiben die feinen Merkmale, Nuancen und Unverwechselbarkeiten der Buchstaben?

    Wir kennen die Anforderungen und “Pflichten” für das Redesign nicht. Sollten diese Systemschriften von den Auftraggebern aus welchem Grund auch immer gewünscht worden sein, muss eine ernstzunehmende Agentur hier zwingend Einspruch erheben und beratend tätig werden.

    Entweder hat die Agentur kein Feingefühl für gute Typografie oder sie ist von den Auftraggebern niedergebügelt worden – beides ist jedenfalls traurig.

  36. Durch Zufall habe ich diesen Artikel gefunden, und bin sehr erfreut, von Designkennern etwas zum Cd der Uni Rostock zu lesen. Als Student war ich auch ziemlich enttäuscht, sowohl von Logo, Wortmarke, als auch CMS.
    Im Moment habe ich die Aufgabe, die Seiten eines Instituts auf das neue CMS zu übertragen. Ein Hauptgrund für die neue Identität war sicherlich, die Einheit der einzelnen Seiten zu erzwingen, und sie gleichzeitig technisch auf den neuesten Stand zu bringen. Einige Institute arbeiteten nur mit statischen Websiten, die von studentischen Hilfskräften gepflegt wurden. typo3 soll jetzt ermöglichen, dass bestehende Angestellte die Pflege übernehmen können.
    Daher ist der Funktionsumfang im Backend auch ziemlich eingeschränkt. Schlimmer ist jedoch, dass typo3 (jedenfalls hier) einen wahnsinnig schlechten Workflow hat. Alles ist dreimal umständlicher als es sein müsste, bspw. das Verschieben von Seiten. Einige Funktionen sind beim IE und FF nicht möglich. Ich dachte schon Drupal wäre anwenderunfreundlich, aber ich habe gewisse Sorgen, dass die neuen Beauftragten mit der Websitepflege zumindest am Anfang überfordert sein dürften. M. M. n. hätte da die Agentur neben einem ansprechenderen Design auch auf die Usability mehr achten sollen.

  37. Die Beamten die das für 250.000,-€ in Auftrag gegeben und abgesegnet haben, sollten jeden Cent von Ihrem Privatvermögen zurückzahlen. Wofür bezahle ich als Bürger dieses Landes denn bitte schön Steuern??? Damit sie an eine Agentur, die mehr als schlechte Arbeit abliefert, verschleudert werden? Bodenlose Frechheit! Logo und Website sind so schlecht, da fehlen einem fast die Worte… Das das eine Agentur gemacht haben soll ist schon fast nicht mehr zu glauben.

  38. Ich kann mich meinem Vorposter nur anschließen. Das Logo/CD der FH Wismar war ja schon diskussionswürdig, aber was sich diese betreuende Agentur hier geleistet hat, ist wirklich unter jedem akzeptablen Niveau. Wer das nicht erkennt und sich verantwortlich erklärt, so etwas anzunehmen, ist einfach mal falsch besetzt. Es hätte genügend lokale/regionale Möglichkeiten gegeben, die sich dazu kostenmäßig sicher um ein Vielfaches weniger ausgenommen hätten. So wäre das Geld im Land und das schlechte Design draußen geblieben. Schlecht gemacht, Leute!

  39. Ich hatte mich bisher aus der Diskussion um das „Logo“ und die Website rausgehalten, weil ich es eigentlich nicht einsehe, mich zu so etwas zu äußern. Irgendwie juckt es mich jetzt aber doch. Das neue Logo ist schon ziemlich fies – wer verwendet bitte denn die Verdana in einem Logo??????????????? Dass das Ding aussieht wie Google Earth wurde schon erwähnt.

    Aber die Website schießt den Vogel ab. Ein bunter Misschmasch aus unzähligen Schriftgrößen, Farben, Verläufen und Kontrastarmut. Die Usability braucht man nicht zu diskutieren, es gibt ja keine. Klickt mal auf eine Unterseite unten auf die Tabs – da poppt eine neues Fenster auf. :DD

    Lasst mich raten: Eine klassische Werbeagentur dachte, „Web kann ja nicht so schwer sein, das machen wir mal mit“ … Übel. Echt übel. Und wenn ich dann die Zahll 200.000 lese, kommt mir die Galle hoch. Was hätte man da alles machen können *Seufz*

  40. Ich sehe gerade, ich hatte mich garnicht herausgehalten, sondern schon vor längerer Zeit gepostet. Tstststs.

  41. Wow, selbst nach 2 Jahren wurde da nix überarbeitet.

    Geniale Wahl mit Verdana und diesem grandiosen Spacing :-D

    Kennt jemand Exfront? Ein richtig tolles Logo haben die dort :-D

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