Umfrage im Rahmen einer Bachelor-Thesis: Wertschöpfung durch Design

Im Rahmen ihrer Bachelor-Thesis „Wertschöpfung durch Design“ im Fach Kommunikationsdesign an der Folkwang Universität der Künste beschäftigt sich Sarah Herbertz mit der finanziellen Situation und dem damit verbundenen Lebensalltag von Designern. Zu diesem Zweck wurde eine Umfrage konzipiert, zu der alle in Deutschland angestellten und selbstständigen Designer eingeladen sind. Die Ergebnisse werden zu einem späteren Zeitpunkt hier im dt veröffentlicht.

Die Erfassung der Daten erfolgt anonym. Zur Vermeidung von Doppelteilnahmen werden lediglich die IP-Adressen der Teilnehmer temporär gespeichert. Die Beantwortung der Multiple Choice Fragen sollte etwa 10 – 15 Minuten beanspruchen. Kurz noch der Hinweis: trotz der farblichen Ähnlichkeit des Headers (siehe Abb. oben) steht die Umfrage, sieht man einmal von diesem Beitrag ab, in keinerlei Zusammenhang mit dem dt.

Hier gehts zu Umfrage:

29 Kommentare zu “Umfrage im Rahmen einer Bachelor-Thesis: Wertschöpfung durch Design

      • Die Frage nach dem Geschlecht sollte m. E. heutzutage nicht mehr mit binären Antwortmöglichkeiten gestellt werden.
        Da es mittlerweile auch ganz offiziell den Eintrag „divers“ gibt, kann man in solchen Umfragen sich auch nicht darauf zurückziehen, was in dem niedlichen Sternchentext steht.
        „Divers“ ist eben NICHT in einem binären System gedacht, wo man sich doch bitte der vermeintlich naheliegendendsten Identität zuschreiben soll.

        Damit disqualifizieren sich zumindest für mich solche Umfragen und auch sonstige Formulare direkt mit der Eingangsfrage.

    • Ich pflichte David bei. Auch mir ist das negativ aufgestoßen. Eine dritte Option hätte nun wirklich keinen großen Mehraufwand bedeutet, sei es nun „divers“ oder „anderes Geschlecht“ oder „keine Angabe“. Irgendwas davon sollte schon möglich sein.
      Soll der ansonsten aber wichtigen Umfrage keinen Abbruch tun – viel Erfolg!

  1. @David
    Entschuldigung, bitte. Kann man den heutezutage nichtsmehr machen, ohne dass jemand mit erhobenem Zeigefinger um die Ecke kommt? Man kanns auch echt übertreiben…

    • Wenn du das als erhobenen Zeigefinger sehen möchtest, sei’s drum. Natürlich *kann* man das machen wie bisher, oder aber man gibt sich die außerordentliche Mühe, eine dritte Option anzulegen, wie es bei z. B. Stellenausschreibungen üblich (ggf. vorgeschrieben? Keine Ahnung) ist.

      Hier soll’s auch gar nicht um das Thema gehen. Es geht ja in der Umfrage um was ganz anderes.
      Wenn sich jemand allerdings die Öffentlichkeit sucht, um Teilnehmer zu finden, wollte ich darauf aufmerksam machen, dass einige Menschen nicht teilnehmen, weil sie sich nicht repräsentiert sehen.

      Jetzt aber genug davon – wenn ihr kein Problem seht, helft doch der Studentin und gebt ggf. inhaltliches Feedback zur Umfrage ;)

      Kurze Ergänzung noch: Die Studentin hat sich in diesem Fall ja durchaus die Mühe gemacht, sich über Trans- und ggf. Intermenschen Gedanken zu machen (s. Sternchentext). Warum dann nicht auch die nonbinären einschließen?

      • „Warum dann nicht auch die nonbinären einschließen?“

        Ernsthafte Antwort? Weil die Berücksichtigung aller Eventualitäten und Optionen Aufwand darstellt?
        Einen Aufwand der vielleicht aus Sicht der Studentin mit dem Umfang so einer Umfrage in keinem Verhältnis steht, und der sich höchstwahrscheinlich nicht auf das Ergebnis auswirken wird, weil es aufgrund der sehr geringen Zahl an „diversen“ Mitmenschen rechnerisch unerheblich sein dürfte, ob sie sich an dieser Umfrage beteiligen oder nicht.

      • @Gawron:
        Ich verstehe deine Argumentation, teile sie aber nichta us folgenden Gründen.

        1. Ich mutmaße (!), dass es weniger Aufwand ist, in dem Umfrage-Tool einen dritten Punkt hinzuzufügen, als einen Text auszuformulieren, der darauf hinweist, wie man sich einzuordnen hat.

        2. Rechnerisch ist das in diesem Fall höchstwahrscheinlich unerheblich, obwohl ich keine Zahlen kenne, die den Anteil an „diversen“ Menschen unter Designern nennen.
        Mein Anliegen ist allerdings grundlegenderer Natur. Man sollte „das dritte Geschlecht“ einfach IMMER angeben, wenn nach dem Geschlecht gefragt wird.
        Als Randnotiz könnte man fragen, warum hier nach dem Geschlecht gefragt wird. Vermutlich, um geschlechtsspezifische Einkommensunterschiede deutlich machen zu können. Auch dann sind wir schnell beim Thema Diskrimierung, bei dem dann auch der kleine Anteil nicht-binärer Menschen eine wichtige Gruppe ist.

        3. Sollte das statistisch nicht relevant sein, kann man die Frage gleich sein lassen, oder eben in der Auswertung darauf hinweisen. Es von vornherein nicht zu erheben und somit nicht die gesamte Menge abzufragen, ist unsauber.

        Nur am Rande bemerkt: Wenn einem Statistik „zu aufwändig“ ist, sollte man eben keine Umfragen durchführen.

        Ich möchte der Stundentin auch nichts böses unterstellen, sondern nur einmal darauf hinweisen, wie es (aus meiner Sicht) besser ginge. Mein Eingangskommentar war da etwas zu flapsig, wenn ich drauf zurückblicke.

      • Ich finde auch, dass Dein Eingangskommentar, lieber David, etwas flapsig geraten ist. Schön, dass Du im Nachhinein die Aussage relativiert hast.

        Es geht in diesem Fall nicht um eine von der Bundesregierung beauftragte großangelegte Erfassung personenbezogener Daten, sondern um eine studentische Umfrage im Kontext Berufsfeld des Designers. Wer schon einmal eine Umfrage konzipiert und durchgeführt hat, wird sich gut überlegen, ob darin gleich zu Beginn eine dritte Option integriert werden sollte. Die Analyse wie auch die spätere Aufbereitung der Daten wird dadurch nämlich deutlich umständlicher und aufwendiger! Davon abgesehen wird von der Möglichkeit, als Geschlecht „divers“ anzugeben, offenbar kaum Gebrauch gemacht (Quelle).

  2. Das schlimmste allerdings ist, dass ich in den weiteren Fragen als „Sie“ angesprochen werde. Dabei identifiziere ich mich klar, wie viele andere auch, als Apache-Helikopter und möchte gefälligst als „Es“ angesprochen werden.

    Manche Leute haben aber auch Probleme, mein lieber Herr Gesangsverein. Sorry, meine natürlich mein lieber Herr/Frau/Divers Gesangsverein.

    • Es scheint immer leicht, sich mit der vermeintlichen Mehrheit im Rücken, über eine Minderheit irgendwie lustig zu machen.

      Und genau wegen Persönlichkeiten, wie dir, muss scheinbar alles und jedes geregelt werden, damit auch du endlich dazu gezwungen bist, andere zu beachten und Ihnen die gleiche Wertschätzung zukommen zu lassen, die in deiner vermeintlichen Mehrheitsgruppe üblich ist.

      Gäbe es nicht leider noch mehr solch „lustige“ Leute, gäbe es auch nichts zu regeln, zu bestimmen und in Gesetze zu gießen.

      Vielleicht (zu einem „hoffentlich“ bin ich wohl zu tolerant) geht dir dies in einem anderen Fall früher oder später einmal andersherum und du freust dich über jede Regelung, die für deine dann Minderheitsgruppe bereits getroffen wurde.

      LG

      • Tolerant zu sein bedeutet andere Meinungen und Ideen zu respektieren. Es bedeutet allerdings nicht diesen Ideen zuzustimmen oder von Ihnen überzeugt zu sein, noch klein beizugeben, nur weil jemand in der Minderheit ist. Grundsätzlich diese Ignoranz zu haben, zu glauben man wüsste alles besser und jeder der dagegen ist, ist grundsätzlich intolerant, stößt mir inzwischen sauer auf. Auch wenn mir bewusst ist, dass mein vorheriger Kommentar sehr stark übertreibt und nicht zu einer sachlichen Diskussion beiträgt.

        Darum ging es mir auch gar nicht. Ich wollte nur meinen Missmut zum Ausdruck bringen, das es in diesem kurzem Artikel nur um die Möglichkeit geht an einer Umfrage einer Studentin teilzunehmen und sofort eine Diskussion über Geschlechter entfacht wird und wie wichtig es doch sei diese dritte Option anzubieten.

        Ich bin nun mal nicht von einem sogenannten „dritten Geschlecht“ überzeugt. Das was Menschen vermeintlich als „neues Geschlecht“ ansehen, hat in meinen Augen bereits einen Namen, nennt sich „Persönlichkeit“.

        Das heißt aber nicht das ich diese Menschen nun diskriminiere, noch Ihnen etwas böses wünsche. Das Grundkonzept finde ich allerdings trotzdem daneben und stimme der Wichtigkeit der dritten Option nicht zu.

        Zu guter Letzt noch, mir vorzuwerfen das ich „gezwungen“ werden müsste „andere zu beachten und Ihnen die gleiche Wertschätzung zukommen zu lassen“ finde ich doch sehr am Punkt vorbei und auch sehr Anmaßend. Persönliche Individuen anzugreifen war doch genau das was du eigentlich nicht wolltest.

      • @Mike:
        In einem Satz die Existenz eines „dritten Geschelchts“ (im Sinne vom englischen „gender“, nicht „sex“) abzustreiten und zu behaupten, die entsprechenden Menschen dadurch nicht zu diskriminieren ist schon ein starkes Stück. Vielleicht beschäftigst du dich noch einmal genauer mit den Hintergründen, immerhin hast du (als mutmaßlicher cis-Mann) eher weniger über die Wichtigkeit gesellschaftlicher Konstrukte, die dich nicht betreffen, zu entscheiden.
        Zum Glück gibt es mittlerweile eine gesetzliche Regelung dazu – mir wäre auch lieber, wenn es so etwas nicht bedürfe, aber Jan hat dau eigentlich schon alles gesagt.

        Dass es gerade in diesem Artikel „nur“ um das Thema der Geschlechterdiskriminierung geht, scheint auch dem Umstand geschuldet, dass sonst niemand etwas anderes beitragen möchte. Es steht ja jedem frei stattdessen lieber über die finanzielle Lage von Designer*innen zu diskutieren.

        Wie auch immer, du hast damit Recht, dass wir das eigentliche Thema des Artikels immer weiter verlassen. Ich glaube auch, hier niemanden „eines Besseren“ belehren zu können und höre jetzt auch auf, das hier zu verfolgen.

        Vielleicht denkt ja der*die ein oder andere Lesende beim nächsten Fragebogen an ein dritttes Geschlecht und damit wäre schon viel erreicht :)

      • @David
        Mike hat da schon Recht. Ein drittes Geschlecht abzulehnen hat nichts mit Diskriminierung zu tun, sondern einfach nur mit einem anderen Standpunkt/einer anderen Sichtweise auf die Grundlagen zur Definition von Geschlecht.

        Das sowas schon in die Gesetzte eingepflegt wird, ist schon Schwachsinn ohne klare wissenschaftliche und/oder biologische Basis.

        Die einzige Option die ich akzeptieren könnte, ist das Hinzufügen von „Keine Angabe“, da es verschiedenste Gründe haben kann, diese Information nicht angeben zu wollen bzw. können.
        Allerdings bin ich der Meinung, man kreuzt entweder Männlich oder Weiblich an, je nachdem wie man geboren wurde. Wenn sich nun ein Mann wie eine Frau fühlt und Weiblich ankreuzt, dann sei es so, das schadet ja nicht. Gilt genau so für Transgender.

        Zu guter Letzt machst du es wirklich schwer, so einen anderen Standpunkt zu respektieren, wenn du (wie schon korrekt angemerkt wurde) mit erhobenem Zeigefinger andere Ansichten zu allgemeine Grundsätze ernennst. In deinem ersten Kommentar hast du sehr negativ auf die Umfrage reagiert, und bist auch nicht auf das eigentliche Thema eingegangen, zusätzlich dazu hat dein Kommentar einen offentsichtlichen Rechtschreibfehler, der in einem so knappen Satz auffallen sollte, und mir zeigt, dass du nur hastig deinem Ärger Luft machen wolltest. Bietet keinerlei Diskussionsgrundlage und macht Verständnis unmöglich. Respekt muss man sich verdienen und nicht einfordern.

        und zum Thema: Ich werde mir die Umfrage heute Abend noch ansehen und ausfüllen. Ein wichtiges Thema.

      • @Lawrence
        Vielen Dank dafür, damit ist eigentlich alles gesagt. Ist immer schön auf Menschen zu treffen, die es schaffen sachlich zu argumentieren und einem nicht Ihre Weltansichten aufdrücken.

        Zum eigentlichen Thema: Solltest du machen. Die Finanzielle Situation in dem Beruf, insbesondere durch unbezahlte Überstunden und dem damit verbundenen Stress, war einer der Gründe warum ich meinen Beruf gewechselt habe. Hoffentlich geht es den wenigsten so wie mir.

        @David
        Auch wenn du es nicht mehr verfolgen solltest: Du solltest dir vielleicht nochmal die Definition von „Toleranz“ durchlesen. Insbesondere dann, wenn ich sie dir schon auf einem Silbertablett serviere. Vielleicht hilft es dir ja zu verstehen, dass nicht alle Menschen deiner Weltanschauung zustimmen müssen und trotzdem tolerant sein können.

      • @Lawrence @Mike Meine Herren, es geht hier bei „divers“ nicht darum wie sich jemand fühlt, sondern um „Intersexualität“, also dem biologischen Fakt, dass sich eine Person weder eindeutig dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zuordnen lässt. Das hat nichts mit „ich bin aber anderer Meinung“ zu tun.

      • @Tobi Nein das tut es nicht. Der Anteil an „intersexuellen Menschen“ ist verschwindent gering, und einfach biologische Anomalien abseits der Norm (Mutationen), die nunmal in der Natur vorkommen. Das heißt nicht, das man nun alles einem „dritten Geschlecht“ recht machen muss.

        Abgesehen davon habe ich mal eine Studie darüber gelesen, dass sich die meisten Intersexuellen, zweigeschlechtliche oder gar ungeschlechtliche Menschen dennoch zu einem der Geschlechter tendieren bzw. sich damit identifizieren möchten. Leute die sich über solche Sachen nun lautstark aufregen, gehören oft nicht dieser Gruppe an, bzw. nutzen das um sich in ihrer eigenen linksgerichteten Politischen Orientierung bestätigt zu fühlen.

  3. @David + Jan: Danke, dass Ihr darauf hingewiesen habt!
    @alle Anderen: Das Problem ist nicht, dass ich hier Diskriminierung sehe, sondern dass Ihr sie nicht seht. Zehn Prozent seien statistisch irrelevant? Das sind sie nicht.

    Warum sehen so viele nicht den Unterschied zwischen Begriff und Gegenstand?

    Wie soll eine Ist-Erhebung einen Zustand verändern? Dass Alle immer zu wenig verdienen in der Selbstwahrnehmung, ist doch eine Binsenweisheit und trifft auch auf das eine Prozent zu.

    • @alle Anderen: Zehn Prozent seien statistisch irrelevant? Das sind sie nicht.

      Ich bin da inhaltlich ganz bei @Mike und @Lawrence. Und laut den Quellen die mir bekannt sind variieren die Schätzungen zwichen 0,2 und 1 %. Die sind nicht irrelevant, rechtfertigen aber keineswegs dieses Getöse. Da könnten wir auch weitere Amtssprachen, mehrsprachige Beschilderungen oder sonstwas einführen um Keinem gegen den Karren zu fahren. Das interessante bei solchen Themen ist die Tatsache, dass die öffentliche Diskussion meist von Personen aufgebauscht und am Leben erhalten wird, die gar nicht betroffen sind.

      An der Umfrage habe ich teilgenommen und bin auf die Auswertung gespannt, bzw. dem Fazit daraus.

    • Hallo Johannes,
      ich weiß nicht ob „irrelevant“ das richtige Wort ist, aber sie die unbestimmte Menge der „diversen“ kann in so einer gearteten Umfrage nicht berücksichtigt werden, weil deren Ergebnisse/Werte aufgrund der geringen Teilnehmerzahl keinen Informationsgehalt haben. Selbst wenn die Werte erfasst würden, mindestens bei einer gefilterten Betrachtung nach Geschlecht, sollten diese nicht veröffentlicht werden. Wir müssen davon ausgehen, dass wir von 3 bis maximal 15 Diversen sprechen, die teilnehmen. Deren Angaben sind – statistisch gesehen – einfach nicht viel wert, weil deren Arbeitsumstände und Gewohnheiten zu individuell geprägt sind, um daraus irgendetwas (seriös) abzuleiten.
      Das ist keine Diskriminierung, das ist eben einfach dem Umstand geschuldet, dass es so wenige Diverse gibt und auch der Tatsache, dass diese Umfrage niemals so viele Menschen erreichen kann, um auf eine halbwegs aussagekräftige Zahl an diversen Teilnehmern zu kommen.

  4. Wenn doch mit der gleichen Verve, mit der um die Geschlechter gestritten wird, auch um die Vergütung …

    Aber ich bin schon ruhig.

  5. wichtige umfrage, um zu sehen, wie es den anderen designern geht. bin gespannt auf die antworten. die ganze diskussion zum artikel ist traurig und vollkommen daneben.

  6. Also was halt gar nicht geht, ist am Ende kein Feld für weitere Bemerkungen zu machen.
    Jetzt habe ich die Umfrage ausgefüllt, wollte aber explizit darauf hinweisen das die Fragen größtenteils (ab Frage 21.) keinen Sinn machen, da nicht jeder Designer mit Endkunden/Auftraggebern zu tun hat.
    Ich selber bin In-House Designer eines Maschinenbauunternehmen und erstelle Logos für Produktlinien, Anzeigen fürs Recruiting, Pflege die CI, die Internetpräsenz etc. pp.
    Ich habe rein gar nichts mit Nutzungsrechten zu tun, dementsprechend hätte man vor Frage 21 (Passen Sie/Ihr Arbeitgeber den Stundensatz an den zu erwartenden Nutzungsumfang bzw. die Größe und Finanzkraft des Auftraggebers an? *) eine Ja/Nein Frage zum Arbeitgeber machen sollen, die in meinem Fall bei „Nein“ ein „Danke für die Teilnahme, Sie gehören aber nicht in die Zielgruppe“ ausgibt oder halt das Nutzungsrechte-Thema gänzlich auslässt.
    Schließlich sollte das nicht ganz uninteressant sein, wie die finanzielle Situation von Festangestellten Designern in nicht-Werbeagenturen aussieht, um einen Vergleich zu ziehen.

    • Hallo Torben,

      vielen Dank für deine Teilnahme und die konstruktive Kritik! Als Studentin mangelt es mir natürlich hier und da an Erfahrungen und konkreten Einsichten in viele Bereiche der Arbeitswelt von Designern, sodass trotz größter Bemühungen, Recherche und Interviews mit „alten Hasen“ die Umfrage an einigen Stellen optimiert werden kann.

      Es war tatsächlich ursprünglich angedacht die Fragen rund um die Nutzungsrechte und deren Vergütung lediglich selbstständigen Designern zu stellen. Die Frage nach der Verfahrensweise im Bezug auf diesen Abschnitt hat mich und andere Beteiligte also durchaus im Vorfeld beschäftigt und ich freue mich sehr, dass du dich gerade hierzu äußerst.

      Viele (in Agenturen) angestellte Designer wissen, wie ihr Arbeitgeber mit den Nutzungsrechten umgeht. Daher frage ich in diesem Bereich „wie handhaben Sie/ihr Arbeitgeber diesen Punkt“. Der Umgang mit den Nutzungsrechten ist für mich (und ich vermute auch für viele andere) von großem Interesse. Die meisten (insgesamt ohnehin wenigen und oft Jahre zurückliegenden) Umfragen decken dieses Thema schlichtweg nicht ab. Für die Beurteilung der finanziellen Lebenssituation von Designern, und im Kontext der Frage nach der finanziellen Wertschätzung von Design im Vergleich zur Wertschöpfung durch dieses, hielt ich diesen Teil für durchaus wichtig.

      Die laufende Umfrage werde ich natürlich nicht verändern. Beim nächsten Mal würde ich bei der Abfrage der Tätigkeitsform noch zwischen Angestellten in Agenturen/Grafikbüros etc. (also Arbeitgeber, welche wiederum „Design verkaufen“) und solchen in Unternehmen, welche das Design selbst nutzen differenzieren. Die Fragen zu den Nutzungsrechten würden dann nur selbstständigen und angestellten Designer in Agenturen / Grafikbüros etc. gezeigt, die angeben von dem Umgang ihres Arbeitgebers diesbezüglich Kenntnis zu haben, um unnötigen Aufwand für die Teilnehmer zu vermeiden.
      Zusätzlich würde ich die Möglichkeit einräumen abschließend einen anonymen Kommentar zur Umfrage / Thematik zu hinterlassen. Danke, dann du dir die Mühe gemacht hast mir über das Design Tagebuch Feedback zu geben!

      Viele Grüße
      Sarah

      • Hi Sarah,

        danke für die schnelle Antwort ;)
        Ich gebe dir vollkommen Recht, dass der Kontext der Wertschätzung sehr wichtig ist, gerade in der heutigen Zeit, in der Designs durch Portale wie 99designs oder fiverr quasi „verramscht“ werden.
        Auch als nicht-Nutzer ist es für mich interessant wie die meisten mit Nutzungsrechten umgehen, da es mich irgendwann vllt. auch mal in die Selbstständigkeit oder das Agenturleben verschlagen könnte. Von daher streite ich gar nicht ab, dass die Fragen nach den Nutzungsrechten sinnvoll, da diese Auswertung vermutlich auch die Basis deiner Thesis sein wird.

        Evtl. war meine Erwartungshaltung an die Umfrage auch eher Achims Teaser-Text geschuldet, in dem nichts von Nutzungsrechten steht:
        „[…] beschäftigt sich Sarah Herbertz mit der finanziellen Situation und dem damit verbundenen Lebensalltag von Designern.“

        Meine ausgefüllte Umfrage erkennst du übrigens daran, dass ich bei einer Frage im Feld „Andere: erklärung folgt am Ende“ oder so ähnlich geschrieben habe, da ich fest davon ausging mich noch erklären zu können :D
        Aber egal, ich hoffe du siehst das nicht als Kritik an der Qualität der Umfrage per se (welche im Vergleich zu anderen ziemlich gut ist).

        Viel Erfolg bei der Auswertung!

  7. Ein paar Punkte die ich Ansprechen möchte:
    Ich habe beide Ausbildungen zum Mediengestalter Digital/Print und Mediengestalter Bild/Ton gemacht, leider nur eine Antwort Möglichkeit.
    Stundensatz: Ich habe als Gestalter noch nie nach Stunden gearbeitet, bekomme ein festes Gehalt unabhängig von geleisteten Stunden (In der Wochen zwischen 24h und 32h).
    Thema Nutzungsrechte: Auf diese Idee würde ich niemals kommen, für mich ist das nur eine Variante den Kunden mehr Geld aus der Tasche zu ziehen.

    • Andre, die Nutzungsrechte sind ganz im Gegenteil dazu da, um die Designs von selbständigen Designern gerechter zu vergüten und diese gewissermaßen am Umsatz etwas mitzubeteiligen.

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