Thomas Cook verabschiedet sich vom Globus

Thomas Cook Logo – Sunny Heart

Der Tourismuskonzern Thomas Cook vereinheitlicht das Erscheinungsbild seiner Reisemarken. Im Zuge dessen ändert sich auch die visuelle Identität des Unternehmens. Die Zusammenführung der Marken erfolgt vor dem Hintergrund eines umfangreichen Transformationsprozesses, der im Sommer 2012 eingeleitet worden ist.

Bereits im vergangenen Jahren wurden in Skandinavien die Reisemarken Ving (Norwegen/Schweden), Spies (Dänemark) und Tjäreborg (Finnland) auf ein neues Design umgestellt. Zur Gruppe gehören auch Marken wie Neckermann, Condor oder Bucher, die ebenfalls, wenn auch zum Teil nur ergänzend, das neue Logo erhalten werden. Die Umstellung nun auch des Konzern-CDs sowie weiterer Marken bedeutet einen wichtigen Meilenstein für das Unternehmen, so Harriet Green, Vorsitzende der Geschäftsführung der Thomas Cook Gruppe.

„Die Vereinigung unserer Marken wirkt dreifach: Sie erleichtert es unseren Kunden, die Größe und den Nutzen der gesamten Thomas Cook Group zusammen mit unserem innovativen Angebot unserer Services und Produkte zu verstehen; sie zeigt deutlicher, was uns differenziert und wie wir ein durchgängiges Kundenerlebnis an jedem Kontaktpunkt gewährleisten – vom Suchen und Buchen, über die Vorbereitung bis hin zum Urlaub selbst; und sie macht unser Kundenversprechen klar – die komplette Bandbreite unvergesslicher Urlaubserlebnisse für unsere Kunden.“, wie es seitens des Unternehmens heißt.

Thomas Cook Logos

Im Mittelpunkt des Designs steht das neue Markensignet, das sogenannte „Sunny Heart“. Das herzförmige Bildzeichen soll die Zugehörigkeit zum Mutterkonzern über die verschiedenen Marken hinweg auf Flugzeugen, Katalogen, Websites und vielen weiteren Medien herstellen. Das bisherige Logo, ein stilisierter Globus (2001 eingeführt), wird sukzessive gegen das neue Logo ausgetauscht. Gelb bleibt als Corporate-Farbe erhalten, Blau entfällt zugunsten von Grau. „Let’s go!“ lautet der neue Claim des Unternehmens.

Verantwortlich für den neuen Markenauftritt zeichnet die Agentur Happy F&B (Göteborg/Stockholm).

„Sunny Heart“

sunny heart

Thomas Cook – livery

Airbus Condor – Sunny Heart

Markenarchitektur

Thomas Cook Group – brand tree

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32 Kommentare zu “Thomas Cook verabschiedet sich vom Globus

  1. Das ist schon „irgendwie“ in Ordnung – aber noch nicht ganz rund.
    Den weichgezeichneten Globus kennt man seit Jahren, überzeugt hat er mich noch nie – zu schwammig.

    Ich hätte den Namen einzeilig daruntergesetzt. Untereinander und zentriert wirkt er wie zwei Namen.
    Und den Grauton verstehe ich auch nicht: Bei der Schrift wird erst reingehauen (fett) und dann wieder dezent zurückgerudert (grau).

  2. Ich finde dieses Herz mit dem Lichtreflex eigentlich ganz interessant angelegt. Die Dreidimensionalität verleiht dem Ganzen eine Eigenständigkeit, die sich gut von sonstigen „Herzchen“ abhebt…

  3. Dass die ein Herz hier für Reisende haben, ist zwar schön, könnte aber auch für vieles andere stehen. Die Farbgebung in dezentem grau und knalligem gelb finde ich sehr gut, diese Farbkombination wirkt aber meist sehr schick. Die Flugzeuge sehen sehr fein aus. Der Claim „Let´s go“ für ein Reiseunternehmen, dass vor allem die Reisende per Flugzeug transportiert, ist etwas zu einfach.

    @Frendy dito

  4. Echt? Ein Herz? Ich war mir nicht sicher, ob es eins darstellen soll, bis ich es gelesen habe. Finde ich nicht, dass so ein Signet zu einer Reisefirma passt. Dazu hat das Logo auch keine „schöne“ Herzform, oder? Oben ist es viel zu weit „eingeschnitten“.

    Was ich schlimmer finde, ist, dass das Signet nicht aus einem gleich breiten und umgebogenen Band zu bestehen scheint. Denn der 3D-Effekt suggeriert, dass das Band 2 verschieden förmige Enden hat. Die Vorderseite hat ein glattes Halbrund und hinten sagt der Schatten, dass es dort nicht glatt, sondern gebogen ist.
    Ich hoffe, ich konnte verständlich ausdrücken, was ich meine.

    • Manchen Leuten fehlt es in der Vorstellungskraft, aber vielleicht versuchst du dir mal einen Flieger am Himmel vorzustellen, der oben ansetzt, dann nach unten fliegt und dann wieder nach oben. Die harten Kanten abgerundet ergeben, wenn du deine Position veränderst und frontal darauf schauen würdest eben dieses Herz…. an sich eine nette Idee, ob es schön ist, ist eine andere Geschichte….

      Hauptsache man hat erst einmal gemeckert…

  5. Tja, wäre interessant, wo genau das seinen Anfang genommen hat. Plausibel wäre, dass ein Redesign von VING Initial war. Ehemals VINGRESOR, (hervorgegangen aus Nyman & Schulz) wozu auch Sunwing Resort gehört… als Tochter, Sub-Brand, Rebranding, was auch immer… erfährt man hier: http://www.ving.se/historia

    Ausgehend davon macht die Bild-Marke also durchaus Sinn – von wegen „Sunwing“ – für sich genommen. Und der Bezug zum „V“ von „VING“ ist augenscheinlich.

    Ich würde mal behaupten, dass die neue Bild-Marke ursprünglich für VING gedacht war, zumal es dazu auch ein Rebranding-Clip gibt: http://thomascook.streamingbolaget.se/video/136920… dann einfach für Tjäreborg und Spies aufgegriffen wurde und schließlich beim Mutter-Konzern gelandet ist. Das würde auch die Inkonsequenz bezüglich Schriftarten in den verschiedenen Wort-Marken erklären. Ist also anzunehmen, dass die „Nudel“ schon eine kleine Reise hinter sich hat :)

    Und deswegen wirkt das auch so aufgesetzt. Vom Sub-Branding zur Dachmarke hochgeschlafen. Da ist im ersten Moment kein Bezug zur Thomas Cook Group selbst erkennbar bzw. kein Bezug zum bisherigen Erscheinungsbild.

    Falls sich das tatsächlich so abgespielt hat, find ich das Video mit Harriet Green fadenscheinig. Denn den Eindruck von einer großen Familie der ganzen Unternehmen der Gruppe gewinne ich dann nicht mehr.

    Abgesehen davon was zum Optischen: Typografisch in fast jeder Hinsicht eine Weiterentwicklung. Denn auch wenn sich die Schriftart der „Thomas Cook“-Wort-Marke nicht verändert hat, die x-Höhe gefällt mir hier besser, Strichstärken sind ausgewogener – man beachte das „T“ – der Bauch vom kleinen „a“ ist freundlicher, nimmt auch mehr Weißraum ein, insgesamt besseres Kerning, das „C“ ist breiter, die „o“’s sind runder, der letzte Strich vom „m“ geht ins „k“ über… saubere Arbeit. Nur das kleine „s“ wirkt auf mich, als würde es nach rechts kippen.

    @Henrik: Der Grauton macht Sinn – so stehen die gelbe Bild-Marke und graue Wort-Marke auf einer Wahrnehmungsebene. Anders als bspw. hier: https://www.designtagebuch.de/metro-group-neues-firmenlogo, wo „METRO“ und „GROUP“ optisch weit voneinander entfernt wirken. Außerdem schaut das Grau auf den Flugzeugen doch echt schnieke aus.

    Das einzige, was ich wirklich schade finde, ist der Claim. „Let’s go!“ wirkt auf mich so uninspiriert, wie es nur geht. Dann auch noch der Imparativ, so als würde man unter Zeitdruck stehen – „Hurry up! Let’s go!“ … Warum nicht genauso verfahren, wie bei der Bild-Marke und einfach den Claim von VING adaptieren? „Holiday is where the heart is“ klingt doch viel sympathischer und schließt den Kreis zur Bild-Marke.

  6. Please excuse my language: Thailand-Bumsflieger.

    Die Bildmarke wirkt, als wenn jemand die Herzidee hatte. Dann fand man es zu kitschig und hat lange an einer Verfälschung der Herzform herum geschraubt hat. Mit etwas Böswilligkeit kann man da nun eine einmal gefaltete Damenbinde sehen. Was für mich wirklich überhaupt gar nicht geht, ist die Umsetzung des neuen CD auf den Flugzeugen. Der Rest der Flugzeuggestaltung ist in Ordnung, aber ein riesiges gelbes Herz auf der Heckflosse? Wirklich? Bin ich der Einzige, der Flugzeuge mit großen gelben Herzen darauf absurd lächerlich findet? Es lächerlich zu finden, ist allerdings noch das kleinere Übel. Im schlechtesten Fall kommen bei einer europäischen Airline, die in Flugzeugen mit großen gelben Herzen viele ältere Herren zu jungen und noch jüngeren Frauen nach Thailand befördert sehr unappetitliche Gedanken auf (s.o.).

    Tut mir leid, falls die Kritik unsachlich erscheint. Einige Aspekte kann man objektiv diskutieren, andere Aspekte unterliegen einer subjektiven Einschätzung. Und subjektiv finde ich dieses Herz extrem daneben. Das erste Video reiht sich bei der desaströsen Darstellung nahtlos ein. Gestik und Mimik der Frau CEO wirken auf mich aufgesetzt und unglaubwürdig.

  7. @Frendy
    Das wollt ich auch schreiben. McFit lässt grüßen.
    Die Schrift passt in meinen Augen absolut nicht zum „sunny heart“. Man wollte aber womöglich nicht komplett ändern.
    In meinen Augen ist der Relaunch komplett misslungen. Da kommt kein Urlaubsfeeling auf.

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