Skip to content

Tesa stellt vollständig auf neues Verpackungsdesign um

Tesa Paper New Design, Bildquelle: Tesa, Bildmontage: dt
Tesa Paper New Design, Bildquelle: Tesa, Bildmontage: dt

Die für Klebebänder und selbstklebender Produktlösungen bekannte Marke Tesa erhält ein neues Verpackungsdesign. Das Rebranding stärke die Markenpräsenz und erleichtere die Orientierung für Kunden am Point-of-Sale, wie das Unternehmen in einer Pressemeldung erklärt.

Tesa ist ein international bekannter deutscher Markenname und ein Unternehmen der Beiersdorf AG, spezialisiert auf die Herstellung von Klebebändern und Klebstofflösungen für Konsumenten und Industrie. Die Marke entstand 1906, basierend auf der Entwicklung eines technischen Klebverbands, der sich aber nicht durchsetzte. Offiziell als Marke registriert wurde Tesa im Jahr 1936 mit der Einführung des ersten transparenten Klebfilms. Seit 2009 firmiert das Unternehmen als Europäische Gesellschaft Tesa SE (Societas Europaea).

Vor dem Hintergrund der Stärkung der Markenpräsenz erhalten alle Verpackungen ein neues Design. Anfang des Jahres erfolgte die Markteinführung eines auf Papierbasis bestehenden Klebestreifenproduktes („tesafilm® Paper“), bei dem erstmals das veränderte Design zum Einsatz gekommen ist. Nun…

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 9 Kommentare

  1. “Marketing-Verantwortliche lieben es, wenn sie von Agenturen eine solche Storyline präsentiert bekommen, weil sie durchdacht und schlüssig klingt.”

    Genau da sehe ich den Knackpunkt. Und du führst es auch im weiteren Verlauf komplett richtig aus Achim.

    Nicht ich als Marketing-Verantwortlicher muss überzeugt werden, sondern die Zielgruppe. Ich kann nicht neben jedes Plakat, Produkt oder jeden Film einen Erklärer stellen. Entweder die Botschaft funktioniert von allein – oder gar nicht. Deshalb möchte ich Agenturen an der Stelle immer abbrechen, sobald sie mir das Ergebnis erklären wollen (mach es aus Respekt natürlich nicht).

    Hat Tesa ein Glück, dass es egal ist, weil sie einfach als Marke bekannt sind und Tesa zum Synonym wurde. Das ist hingegen eine großartige Leistung, wenn man das als Marke schafft.

  2. Mich macht das fertig. Aus dem lang eingeführten “tesa MOLL” wird “tesa INSULATION”. Und dann wird da in Versalien weiter geschrien: INSULATION WEATHERSTRIP DICHTUNGSBAND PREMIUM 10 YEARS DURABILITY COLDHEATSTOP ONE SIZE FITS ALL SILICONE ***** Dass man meint, so etwas für eine eingeführte, legendäre Marke wie tesa nötig zu haben, finde ich höchst irritierend. Ich möchte doch behaupten, dass die mit viel weniger, viel zurückhaltender und mit Noblesse einen gewissen Marktführerstolz hätten feiern können.

  3. Ich bin unschlüssig. Klar: Das neue Design wirkt frischer und vielleicht auch etwas technischer (was dem Produkt ggf. besser entspricht). Das alte Design hatte aber mittlerweile schon etwas ikonisches. Und das muss man erstmal schaffen: Du wusstest sofort was von Tesa ist, ohne das Markenzeichen zu lesen. Sollte man diesen Nutzwert wirklich über Board werfen? Ich hätte diese Frage wohl eher mit »Nein!« beantwortet und andere Stellschrauben für die Modernisierung genutzt.

  4. Nicht nachvollziehbare Entscheidung.

    Im Baumarkt schaut man dann auf einen Wald an Tesa-Produkten, die alle gleich aussehen: hellblau/rot/ unten weiß oder grün.
    Das ähnelt dann dem Dübel-Wald, wo man vor tausend Artikeln eines namhaften Herstellers aus Waldachtal kaum das Wunschprodukt auf Anhieb findet.

    Die Icons auf den Produkten bieten keinen Mehrwert, kaufe ich ein Insektenfenster, dann gehe ich davon aus, dass es gut klebt oder leicht zuschneidbar ist, ansonsten wäre es nicht von Tesa, sondern von irgendeinem NoName-Anbieter. Sie lassen aber auch das Produkt selbst nicht schneller erkennen.
    Wozu dann aber das Icon?

    Vielleicht hat sich über die Jahrzehnte ähnlichen Warendesigns nur ein ordentlicher Batzen Geld im Marketingbereich angesammelt, der nun ausgegeben werden musste, bevor er in ein anderes Produkt von Beiersdorf abwandert.

  5. Bei “Insulation” denke ich an anangenehme Kälte, gegen die ich mich schützen möchte. Bei “MOLL” denke ich an angenehme, mollige Wärme – eine positive Assoziation. Die Farbgebung und die Packungsgestaltung unterstreichen das sogar noch. Zumal Katzen auf der Packung die Verkaufszahlen nachgewiesernermaßen* um 300% steigern. Kann dieses Redesign nicht nachvollziehen.

    *Quelle: ich

  6. Ich kann keinen Punkt entdecken, der sich verbessert hat. Die Begrüdnung, vom bewährten Farbschema wegzugehen, weil es zu erfolgreich war (und entsprechend kopiert wurde), ist ja schon fast absurd. Ich gehe davon aus, dass die neuen Verpackungen zu schlechteren Absatzzahlen führen werden und man in spätestens einem Jahr ein Redesign präsentieren wird.

Schreibe einen Kommentar

Die Netiquette ist zu beachten. Vor dem Hintergrund einer transparenten, sachlich-fairen Debatte wird die Nutzung eines Klarnamens empfohlen.

Folgende HTML-Elemente können verwendet werden: <b> <i> <img src="bildurl"> <a> <blockquote>

An den Anfang scrollen