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Weg von Glanz und Gloria: Tchibo im neuen, schlichten Design

Tchibo Logo (2017)

Tchibo, das in Hamburg 1949 gegründete Konsumgüter- und Einzelhandelsunternehmen, ist derzeit dabei das visuelle Erscheinungsbild auf ein neues Design umzustellen. Ein Prozess, der schon seit einigen Monaten im Gange ist und zu dem sich das Unternehmen bislang bedeckt hält.

Das Markenzeichen von Tchibo, eine Kaffeebohne, aus der Dampf empor steigt, wurde im Zuge des Redesigns modifiziert. Der gold-glänzende Look, mit dem sich Tchibo seit nunmehr 15 Jahren präsentiert, weicht wieder einer vereinfachten Formensprache. Eine Entwicklung, wie sie derzeit unzählige Marken und Unternehmen beschreiten. Auch die Wortmarke sowie die Hausfarbe wurden angepasst.

Die Lettern des scriptualen Schriftzugs wurden verschlankt. Die dadurch vergrößerten Buchstabenzwischenräume lassen den Schriftzug leichter, filigraner erscheinen. Die Hausfarbe Blau bleibt zwar weiterhin erhalten, wurde jedoch aufgehellt. Teil des neuen Gestaltungskonzepts ist zudem, die von der Wortmarke losgelöste Verwendung der Bohnen-Bildmarke als alleiniger Absender (siehe Tchibo Beste Bohne).

Tchibo Logo – vorher und nachher

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 31 Kommentare

  1. „Da Beige bekanntermaßen die Lieblingsfarbe älterer Menschen ist,…“, ist mir das Resesign tatsächlich kaum aufgefallen. Und auch Pressemeldungen von Tchibo habe ich nicht vermisst- ist doch im Grunde wrwa so viel passiert, als wäre in China ein Kaffeesack umgefallen.

    Aber nebenbei mal eine Frage: „Die Lettern des scriptualen Schriftzugs“? Kann man das auch weniger wichtigtuerisch formulieren?

  2. Das ist der Trend. Ich finde das Logo hat an Klarheit gewonnen und wirkt jetzt jünger.
    Auf die blaue Bandarole auf den Verpackungen hätte ich allerdings nicht verzichtet.

  3. Macht Tschibo denn nicht seinen größten Umsatz mittlerweile mit den “Non”-Food-Produkten? Weiß dazu jemand was (Umsatzzahlen)? Falls ja: Wozu noch die Kaffeebohne?

    Auf der Website zumindest rangieren die “Themenwelten” vor den “Kaffeewelten” (was auch immer eine Kaffeewelt sein soll): https://www.tchibo.de/

  4. Ich finde das neue Verpackungsdesign geht in die falsche Richtung. Es sieht noch staubiger, vertrockneter aus als je zuvor. Minimalismus hin oder her, nun ist alles soweit wegreduziert worden, das nicht mehr übrig geblieben ist, außer einer beigen Pampe. War das Blau doch sehr lange Zeit ein Signal und für eben die Marke, verschwindet nun alles unter einem gaußschen Weichzeicher.

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