75 Kommentare zu “TBB Trier strebt gestalterische Neuausrichtung an

  1. Leider merkt man bei den Entwürfen doch, dass die Studenten eben nicht die Experten sind was Branding im US-Sport angeht. Die meisten Logos sind ja ganz nett, aber etwa wie #1 denkbar ungeeignet wenn es darum geht es aufs Trikot oder eine Kappe zu bringen. Dezente Drucksorten sind ja schön und gut, aber ob man mit z.B. #2 viele junge Fans begeistern kann wage ich zu bezweifeln.
    Begeistern kann mich von den Logos eigentlich keines, am ehesten noch das “Trevs”. Aber auch da fehlt noch etwas. Es hat eben Gründe, warum die richtig großen in dieser Design-Ecke, Plan B. Branding etwa, auch richtig teuer sind.

  2. da versucht wieder ein planloser, fehlende strategie mit einem amateur-wettbewerb umgehen zu können

    das ergebnis: ein basketball mit grottenschlechter typografie. typografisch am prägnantesten noch nr.6, aber haar- und schattenstriche beim V und der übergang von V zu S sind völlig unausgereift

    alleine die zielsetzung “am kreativsten” spricht hier bände!

    eine strategische positionierung und ein daraus resultierendes konzept (meine jetzt noch gar nicht das visuelle konzept) liegt einfach ÜBERHAUPT NICHT in der kompetenz von design FH-schülern!

  3. Puh, spontane Begeisterung möchte bei mir nicht wirklich aufkommen.
    Ich finde die Nr. 6 am besten gestaltet, jedoch fällt der Vorschlag ja deutlich aus dem Wettbewerb da fraglich ist ob der Name “Trevs” überhaupt angenommen wird, sympathisch genug ist und ob diese Neuschöpfung (?) es wert ist den im Basketball durchaus bekannten und mit Tradition verbundenen Namen Trier zu streichen.

    Mein pauschales Urteil über alle anderen Einreichungen: Abseits von technischen Schwächen (Reproduzierbarkeit, Lesbarkeit, Reduktion, Kontrast, etc) fehlt es in meinen Augen allen Logos an Stärke und “Stehvermögen”. Basketball ist eine dynamische, actionreiche Sportart, im Profibasketball spielt Show und Glamour keine allzu kleine Rolle – die Vorschläge oben erinnern allesamt an, man verzeihe mir, typisch deutsche Vereinskultur und den Muff von Turnhallen (Besonders v5).
    Freilich muss man nicht in allem die Vorbilder aus den Staaten imitieren (Vgl. V6), aber die obigen Beispiel sind mir allesamt zu kleinteilig, zerstückelt und zu dröge um die in meinen Augen wünschenswerte “Power” zu haben, ein BBL-Basketballteam zu repräsentieren. Und dabei bin ich wirklich nicht kritisch was die Inhalte angeht, so finde ich das ein Basketball in einem Ballklub-Logo sehr gut aufgehoben ist – es kommt halt darauf an, wie man ihn darstellt.

  4. “(…) und nicht um eine Umbenennung der Organisation.” warum sind dann in 7 vorschlägen 7 verschiedene namen enthalten?

    “(…) nicht nur das Logo oder die Farbwahl – diese können variabel gestaltet bzw. angepasst werden.“ ist es nicht genau das die aufgabe von design FH-studenten?

  5. Beim Thema Sport braucht hier keiner groß fachzusimpeln…. Welche Schrift hatten die deutschen Frauen noch gleich auf ihren Trikots? Comic Sans??

  6. @matt

    Hu, das sind aber ganz schön überhebliche Worte. Also in der Regel lernt man strategische, visuelle Konzeption an der FH sehr wohl. Das mag bei den Entwürfen zugegebener Maßen fragwürdig sein, prinzipiell aber ist Strategie nicht mehr nur Angelegenheit von BWLern. Zeiten ändern sich und der Grafiker ist schon längst nicht mehr nur für bunte Bilder zuständig. Das mag evtl. nicht jedem Marketingexperten passen, ist aber trotzdem so.

  7. @matt: völlig richtig: man muss wirklich die Sinnhaftigkeit dieses Entwicklung anzweifeln:
    Wie wollen die Trierer Basketballer ihre Identität finden, wenn sie offensichtlich nicht mal wissen welchen Namen sie tragen wollen?

  8. In der Pressemitteilung wird von einer Corporate Identity geredet, kann es sein dass die da was verwechseln und nur ein CD meinen?

    Vorschlag 6 finde ich auch am knackigsten, erinnert mich aber irgendwie an Sprite oder irgend so eine Limo…

  9. Ich verstehe hier einige Argumente nicht.
    @ Patrick: Was spricht dagegen, dass man draußen zeigt, was drin ist? Klar, das könnte auch anders gehen. Aber verkehrt ist das nicht. Da weiß jeder sofort, worum es geht. Auf vielen Orangensaft-Verpackungen sind auch Orangen abgebildet. Das ist auch berechtigt. Kryptische Kommunikation schmeichelt vielleicht dem, der sich das ausgedacht hat. Aber nutzt es dem Empfänger? Werden Ihre Logos den immer diesem Anspruch gerecht?
    @ Stefan: Es sind doch nun aber Studenten. Das man merkt, dass es Studenten sind ist doch nicht verwunderlich. Oder sollte die Erwartungshaltung tatsächlich sein, es müssten jetzt schon ausgebildete Experten sein?
    Ich denke, auch wenn die Entwürfe noch Spielraum nach oben haben, stecken dort durchaus gangbare Ideen hinter, z.B. den Abdruck des Balls als Symbol für Dribbling, oder das Abbilden von Spielzügen.
    @ Studenten der FH Trier: Weiter so!

  10. @Markus Buchner
    CD und CI sind doch die am häufigsten verwechselten Fachwörter in diesem Bereich. Sicherlich meinen sie nur eine CD, eine CI sollte schon vorhanden sein ;)

  11. Zum Thema Anwendbarkeit auf verschiedenen Medien sollte man sich vor dem Kommentieren einmal die Videos auf der verlinkten Seite ansehen. Dort ist festzustellen, dass sich die Studenten wesentlich mehr Gedanken zum Thema Branding gemacht haben als hier auf den ersten Blick erkennbar ist. Zugegeben stellen sich oben die Entwürfe etwas schmucklos und teilweise sperrig dar, doch anhand der Beispiele in den Videos entfaltet sich erst die eigentliche Qualität der Entwürfe. Natürlich ist nicht jedem gleich der große Wurf gelungen, aber ich finde, dass da schon der eine oder andere gute Ansatz dabei ist. Wer seinem Auftraggeber stets sofort ein in allen Details perfekt ausgearbeitetes Corporate Design hinlegt, werfe nun bitte den ersten Stein.

    Den Ton, der hier gegenüber den Studenten an den Tag gelegt wird, finde ich gelinde gesagt unverschämt. Man kann Designstudenten wohl kaum vorwerfen, Laie zu sein und keine Kompetenz zu besitzen, diese Aufgabe zu bearbeiten. Hier sind Kreative in der Ausbildung begriffen, die mehr verdient haben, als mit dröger Theorie gequält zu werden. Mangelnde Erfahrung, beispielsweise in der Anbringung des Entwurfs auf Sportbekleidung, ist in meinen Augen ein ungerechter Vorwurf; mal davon abgesehen gibt es unter den Kommentatoren bestimmt so einige, die den Studenten dabei in keiner Weise voraus sind. Praktische Projekte helfen zu verhindern, dass sich die Wissenslücke erst im Ernstfall zeigt. Aber vielleicht gibt es dafür ja in einigen Jahren Computersimulationen.

    Die Studenten haben vielleicht keine Erfahrung, aber dafür hoffentlich um so mehr Motivation und Talent, um mit der kompetenten Unterstützung ihres Professors solche Arbeiten anzugehen und umzusetzen.

    Der moralische (und finanzielle) Aspekt solcher “Pitches” steht auf einem anderen Blatt. Da mir aber keine Details zu dem konkreten Vorgang bekannt sind, halte ich mich in diesem Fall bedeckt. Man kann über Sinn und Zweck dieser Wettbewerbe streiten, sollte aber die Kirche im Dorf lassen, wenn es daran geht, die Beteiligten zu beleidigen.

  12. Ach Antje, wenn am den Studenten nicht darlegt wo es hakt dann lernen sie nix – das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen: Wenn meine Professoren nicht immer so viele Blätter vor den Mund genommen hätten, wäre mir das ein oder andere Fettnäpfchen in der späteren Praxis sicher erspart geblieben.
    Ausserdem wird hier über Profis genauso (wenn nicht schlimmer!) hergezogen – da müssen sich die Studenten gar nicht schämen!

  13. @ Antje: WORD!

    Das unterschreibe ich so zu 100%. Ich hoffe, Achim kümmert sich noch um seine ausgezeichneten Kommentare :-)

    ontopic: Viele gute Ansätze! Ästhetisch spricht mich z.B. der Trikotentwurf des 1. Logos unheimlich an. Generell schade finde ich nur, dass niemand die Helmsymbolik des aktuellen Logos aufgegriffen hat. Potential für ein prägnantes Logo wäre definitiv da, vergleichbare Umsetzungen gibt es auch schon…

    Trinity Western University

  14. @Christian: Ob auf ner Verpackung Orangen abgebildet sind oder in nem Logo sind aber zwei verschiedene Dinge. ;)

    So wirkt das eher wie das, was die meisten normalen Leute als das naheliegendste im Kopf hätten, wenn sie selber so ein Logo entwerfen müssten. Nach dem Motto “oh es geht um Basketball? Na dann machen wir nen Basketball ins Logo”. Also nicht grad einfallsreich.

  15. Ich finde die Trikots mit den Pfeilen bei Entwurf #5 ziemlich schick. Und den Namen »Thunderbolt Baskets« auch, falls der noch frei ist.

    Logo #3 finde ich von der Grundidee gut. Ich störe mich derzeit ein wenig daran, dass der kleinste Ball ein I-Punkt sein könnte, dafür aber wieder zu weit links steht. Außerdem werden die Linien in den kleinen Bällen bei kleiner Logo-Darstellung zu filigran. Und das Logo nimmt auf der Website zu viel Platz ein.

    TREVS ist sehr prägnant und das Spiel mit dem VS auf den Karten eine schöne Idee. Das Logo könnte zwar auch für einen isotonischen Durstlöscher stehen, aber wäre damit ja trotzdem im Bereich Sport anzusiedeln.

    Sind auf jeden Fall schöne Ideen dabei, auf denen man aufbauen kann.

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