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Neu im Netz – Vanity Fair

Vanity Fair Launch

Seit gestern frisch im Netz. Der neue Auftritt der Vanity Fair Deutschland.

Dinge, die mir spontan auffallen. Wo ist die Hauptnavigation? Warum ist die mittlere Spalte nur zu 20% gefüllt? Zumindest auf der Startseite ist es so. Muss eine Wortwolke auch noch wabern?

Nachdem man Knut im Zoo besucht hat, wird in der neuen Print-Ausgabe nun der Bär von Sarah Connor abgelichtet. Sorry, dass ich mir diesen Schenkelklopfer genehmige. Aber die ambitionierten selbst gesteckten Ziele der Macher bröckeln immer mehr. Der Webauftritt wird’s vermutlich auch nicht rausreißen. Kennt jemand vielleicht die aktuellen Verkaufszahlen des Magazins? (Ausgabe 1 = 265.000, Ausgabe 2 = 220.000)

TIME Magazine mit neuem Auftritt

Time Magazin Relaunch

Die Online-Ausgabe des US-amerikanischen Nachrichtenmagazins zeigt sich seit knapp zwei Wochen im neuen Design.

Ähnlichkeiten

Nicht nur die deutschsprachigen Nachrichtenportale werden sich immer ähnlicher. Auch die nordamerikanischen Sites zeigen mit jedem weiteren Relaunch, dass sich hinsichtlich Aufbau und Design immer mehr Gemeinsamkeiten herausschälen. CNN, Washington Post, Denver Post, HeraldNet und jetzt TIME zeigen vor allem in Bezug auf die Aufteilung der Startseite Ähnlichkeiten. Der neue Auftritt ist in Kooperation mit CNN entstanden, was man ihm auch anmerkt. Übrigens ist auch die britische Online-Ausgabe der Times ganz ähnlich aufgebaut.

Aufbau

Einen zweispaltigen Aufbau wie bei Spiegel oder nun auch bei Focus sieht man bei Nachrichtenportalen jenseits des Atlantiks extrem selten. Weiter verbreitet ist ein dreispaltiger Aufbau mit prominenter Positionierung der Bild- bzw- Video-Elemente. Letztere spielen ja auch in deutschen Websites der Zeitschriften und Magazinen eine immer wichtigere Rolle. Die Dreispaltigkeit wird auch auf den Einstiegsseiten der zweiten Ebene z.B. „U.S.“ fortgesetzt. Erst auf Detailseiten geht es zweispaltig zu, wodurch eine klare Abgrenzung geschaffen wird. Bei Spiegel geht es interessanterweise genau anders herum. Rubrikseiten sind 2-spaltig und Detailseiten 3-spaltig angelegt. Welche Variante angenehmer erscheint ist sicherlich subjektiv. In jedem Fall wird so die Tiefe innerhalb der Website verdeutlicht, was die Orientierung vereinfacht.

Time Magazin RelaunchDesign

Im neuen Design fällt vor allem die rote Einfassung auf, die eine optische Nähe zur Print-Ausgabe herstellen soll. Der Rahmen verschwindet allerdings sobald man irgendwo hin klickt. Als Fließtext fungiert die Times Georgia. Hierzulande wäre das schon ein Unterscheidungsmerkmal. In der Neuen Welt hingegen scheinen Times und Georgia recht beliebt zu sein.

Für jeden das Passende

Es macht Spaß sich durch die „TOP STORIES“ im linken Bereich zu klicken. Weiter unten werden „FEATURES“ in eine animierte horizontale Leiste gepackt, wie man sie z.B. auch aus dem iTunes-Store kennt. Großbilder öffnen sich in Lightbox-Manier. Der Magazin eigene Blog und auch Podcast dürfen nicht fehlen. Der Auftritt nutzt zahlreiche Möglichkeiten zur Interaktion. Die erste Interaktion ist bei ausgeschaltetem AdBlocker gleich von Nöten, um die vollflächige Werbung wegzuklicken. Dagegen wirken die Wallpaper-Ads auf deutschsprachigen Sites geradezu beruhigend.

Fazit

Ein deutschsprachiges Nachrichtenportal mit dem Aufbau des TIME-Magazins könnte sich hierzulande von der Konkurrenz absetzen, was in den USA aufgrund der oben aufgeführten Konkurrenz schwieriger ist. Dennoch ist der neue Auftritt eine deutliche Verbesserung und das crossmediale Zitat des roten Rahmens stellt eine schöne Nähe zur Print-Ausgabe her.

Übrigens kann man den alten Aufbau noch sehen, wenn man die zentral positionierte Suche bemüht. Es wird also noch weiter entwickelt.

Danke an Igor für den Hinweis zum Relaunch.

Vanity Fair zeigt sich wandlungsfreudig

Vanity Fair Typografie

Weniger Avantgarde mehr Fashion. So könnte man den Typowechsel auf der Titelseite der Vanity Fair beschreiben. Gerade die fette Futura VF Sans fand ich allerdings ausgesprochen angenehm. Die neue Serifenschrift eckt weniger an. Nicht nur das. Sie positioniert das Magazin auch deutlicher im Bereich der Mode. Das breiter aufgestellte Spektrum im Vergleich zu typischen Modeblättern wird so allerdings nicht visualisiert. Ich hoffe man verzichtet wenigstens darauf Prinz William oder Tatjana Gsell auf der Titelseite darzustellen. Im Innenteil gab es weniger auffällige Veränderungen.

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