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Im Gespräch mit Coordt von Mannstein

Als vor einigen Wochen im dt das Erscheinungsbild von Ecuador-Tourismus vorgestellt wurde, ist einigen Lesern gleich die Ähnlichkeit mit der Glückspirale-Bildmarke aufgefallen, die sich wiederum von dem Logo der Olympischen Sommerspiele 1972 in München ableitet. Beide Zeichen wurden von Coordt von Mannstein gestaltet, der 1968 in Solingen eine Agentur gründete, und der zu den profiliertesten kreativen Köpfe in Deutschland zählt. Im Rahmen der Diskussion um das Ecuador-Design nahm er sich die Zeit, einen Kommentar im dt zu hinterlassen, was mich natürlich sehr gefreut hat. Einige Tage später sprach ich mit ihm, nicht nur über die Ähnlichkeit beider Logos, sondern ganz allgemein über Gestaltung, Branding, Crowdsourcing und den Wert von Design.

BDG-Gehaltsreport 2010

BDG Gehaltsreport 2010

Anfang November hatte ich bereits auf ihn aufmerksam gemacht, nun hat der Berufsverband der Deutschen Kommunikationsdesigner (BDG) den „Gehaltsreport 2010“ veröffentlicht. Hier ist er:

Ein spannendes Thema – klasse aufbereitet. Dennoch bin ich persönlich von dem Report etwas enttäuscht. Bereits im September 2010 wurde im dt eine ganz ähnliche Umfrage zum Thema Gehalt eines Designers durchgeführt. Damals beteiligten sich 1.401 Designer bei der Umfrage. Während in diesem Ergebnis das Gehalt in drei unterschiedliche Gruppen unterteilt ist (Praktikanten, geringe Berufserfahrung und große Berufserfahrung), was die Einordnung des eigenen Gehalts erleichtert, unterscheidet der BDG-Report hier nicht. Da jedoch die unterschiedlichen Gruppen sehr wohl bei der Befragung erfasst wurden, wäre eine Aufschlüsselung der Gehälter nach eben diesen Gruppen unbedingt hilfreich und sinnvoll gewesen. Ich vermisse sie jedenfalls. Ebenfalls schwierig ist die Einordnung des eigenen Gehalts aufgrund der Tatsache, dass keine Aussage in Bezug auf den Durchschnittsverdienst gemacht wird. Hier hatte ich einfach gehofft, dass meine im September ermittelte Pi-mal-Daumen-Berechnung etwas „Handfestes“ zur Seite gestellt bekommt. Gehofft hatte ich ebenfalls, dass der Report auf Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern eingeht. Ein Ost-West- oder Süd-Nord-Vergleich wäre sicherlich aufschlussreich gewesen.

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dt-Umfrage: Designer und ihre Arbeit

Im September ging es hier im Blog um die Frage, Wie viel verdienen Designer und Designpraktikanten? Geld ist wichtig – zweifellos. Aber Geld ist nicht alles. Für Designer sind andere Faktoren viel entscheidender. Kreative, die regelmäßig Wertschätzung für ihre Arbeit erfahren, und/oder die sich ihre Arbeit frei einteilen können, für die spielt das Finanzielle keine sonderlich große Rolle. Das behaupte ich jedenfalls.

Sind Angestellte oder sind Selbstständige die glücklicheren Designer? Was ist der Antrieb, die Motivation hinter dem Designersein? Wo fühlen sich Designer am wohlsten? Wo werden die meisten Überstunden geschoben und wo die wenigsten Urlaubstage genommen? Welche Designdisziplin produziert den meisten Stress? Ist die Kommunikation zum Kunden in großen, oder in kleinen Agenturen besser? In welchem Maße erfahren Designer für ihre Arbeit Wertschätzung? Und wie wichtig sind Karriere oder ein hohes Einkommen?

Diesen und weiteren Fragen wird in der nachfolgenden Umfrage nachgegangen. Das sich daraus ableitende Ergebnis – so zumindest meine Motivation – wird das Arbeitsumfeld von Designern beleuchten und Einblick in eine Branche geben, die wie kaum eine andere, ihre Wandlungsfähigkeit immer wieder aufs Neue unter Beweis stellt. Die Veränderungen der letzten Jahre – Stichwort: Internet, Mobilität, Kommunikationsformen –, sind Segen und Fluch zugleich und haben großen Einfluss auf unsere Arbeitswelt. Wie erleben Designer ihre Arbeit unter den aktuellen Bedingungen?

Einladung zu einer dt-Umfrage

Ich plane eine kleine Studie, in der ich das Thema „Designer und ihre Arbeit“ untersuchen möchte, insbesondere die Motivation, das Arbeitsumfeld, oder etwa auch, in welchem Maße eine Wertschätzung der erbrachten Leistungen erfolgt. Im Ergebnis werden wir erfahren, ob Selbstständige oder Angestellte, die glücklicheren Designer sind. Auch in welchem Bundesland der Stressfaktor eines Designers am größten ist und wo Designer die meisten Urlaubstage verbuchen können, wird die Studie aufzeigen. Und vieles mehr.

Im ersten Schritt würde ich gerne einige wenige Kollegen dazu einladen, an einer Umfrage teilzunehmen, die ich dann im zweiten Schritt im Blog veröffentliche. Eure Ideen und Anmerkungen fließen direkt in diese Umfrage. Die ersten zehn selbstständigen oder angestellten Designer, die eine E-Mail an studie2010 {ät} designtagebuch.de schicken, bekommen eine Einladung zur Umfrage. Wer hat Lust und nimmt sich etwa 5 Minuten Zeit? Natürlich können darüber hinaus auch Anregungen als Kommentar angeheftet werden.

Update 03.11.8:36 Uhr – Ich habe nun 10 Einladungen verschickt. Fürs Erste reicht mir das schon einmal. Herzlichen Dank für die Bereitschaft mitzuwirken. In einigen Tagen steht die Umfrage dann für Jeden bereit.

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