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Online-Kalkulator für Kreativleistungen

Erstmals stellt die AGD (Allianz deutscher Designer ) einen Online-Kalkulator zur Verfügung, mit dem sich faire und angemessene Vergütungen von Kreativleistungen ermitteln lassen. In einer Grundversion ist der Kalkulator kostenfrei. Die Meldung dürfte vor allem für diejenigen Gestalter interessant sein, die bei der Frage nach der adäquaten Vergütung der eigenen Arbeit mehr Fragezeichen vor Augen haben als Antworten.

Kreativ-chaotisches Zeitmanagement Designer

Kreativ-chaotisches Zeitmanagement für Designer

Kreativ-chaotisches Zeitmanagement Designer

Beitrag von Cordula Nussbaum

Schön oder schnell? Kreativer Höhenflug oder pragmatisches Vollkornbrot? Gelassenes Brainen oder fertig auf den letzten Drücker? Als Designer zerrinnt einem nicht selten die Zeit wie Sand zwischen den Fingern. Und schon wieder sitzen Sie mitten in der Nacht an einem Auftrag, dessen Honorar gerade mal in Richtung „Nicht-der-Rede-wert-Stundensatz“ abdriftet oder dessen Deadline Sie gerade mal wieder mit Ach und Krach halten. Solange Ihnen Miete, Mahlzeiten und Motivation sicher sind – bleiben Sie dabei. Wenn Ihnen aber die Nachtschichten und Last-Minute-Einsätze langsam zuwider werden, dann probieren Sie mal aus, wie Ihnen kreative-chaotisches Zeitmanagement helfen kann. Warum ein „kreativ-chaotisches“ Zeitmanagement? Ganz einfach: viele Menschen beißen sich schlicht und ergreifend am klassischen Zeitmanagement die Zähne aus. Und zwar die Menschen, die als Out-of-the-Box-Denker, Andere-Wege-Geher und Querdenker eine andere Auffassung von Arbeit, Lebensstil und Organisation haben.

Design oder Geld?

design-oder-geld

Beitrag von Marco Wilhelm Linke

Als kreativer Mensch ist man geneigt, sich voller Eifer den Herausforderungen neuer Projekte zu stellen: Bereits beim ersten Kundengespräch sprudeln tausende Ideen aus dem schier unerschöpflichen Quell der Kreativität – und dann trifft einen mitten im Fluss der Ereignisse die profane Frage: „Und was kostet das jetzt alles?“ Diese Frechheit trifft den Designer mitten ins Mark. Dort, wo es am meisten schmerzt: im Reich der Zahlen und mathematischen Berechnungen. Da wollte man die innovativsten Einfälle zu Papier bringen und der Kunde interessiert sich nur für das Geld?

In der “wirklichen Berufswelt” des Designers ist es natürlich so, dass Designer durchaus Geld für ihre Arbeit haben möchten. Nur eben nicht sehr viel. Wer sich heutzutage für den Beruf des Kommunikationsdesigners entscheidet, wird in den meisten Fällen nicht reich von seiner Arbeit. In dem letzten Gehaltsreport des Berufsverbandes Deutscher Kommunikationsdesigner BDG hieß es, dass mehr als die Hälfte der Designer weniger als 2.500 € brutto verdienen. Rund 80% der Designer verdienen weniger als 3.300 € brutto. Und die Luft nach noch weiter oben wird sehr schnell sehr dünn.

Kurt Weidemann

Kurt Weidemann ist tot

Kurt Weidemann

Foto © Marc Eckardt

Gestern verstarb im Alter von 88 Jahren im elsässischen Sélestat einer der prägendsten Gestalter und Typografen des 20. Jahrhunderts. Die Erscheinungsbilder vieler bekannter Unternehmen, darunter Mercedes Benz, Deutsche Bahn, Porsche, Zeiss und co op sind mit seinem Namen verbunden. Kurt Weidemann hat an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart studiert, wo er von 1965 bis 1985 den Lehrstuhl für „Information und Grafische Praxis“ inne hatte.

Die von ihm gezeichnete Schriftfamilie Corporate A.S.E. prägt auch heute noch den Markenauftritt von Mercedes-Benz. Der wohl am meisten von ihm zitierte Ausspruch lautet: „…ein Zeichen ist gut, wenn man es mit dem großen Zeh in den Sand kratzen kann!“. Die damit zum Ausdruck gebrachte Maxime, die Form einer Bildmarke oder eines Zeichens möglichst einfach und auf das Wesentliche zu beschränken, begleitet auch die heutige Generation von Gestaltern.

Studienergebnis: Designer und ihre Arbeit

Studienergebnis: Designer und ihre Arbeit

Ende letzten Jahres wurde im dt eine Umfrage zum Thema „Designer und ihre Arbeit“ durchgeführt. 2.628 Designer nahmen an der Befragung teil und gewährten auf diese Weise Einblick in ihren Arbeitsalltag. Das Ergebnis dieser Umfrage möchte ich nun vorstellen.

Designer erleben ein Umfeld, das von einem großen Leistungs- und Konkurrenzdruck geprägt ist. Oftmals entscheiden nicht der Grad der Qualifikation oder die Qualität der Kreation über eine Auftragsvergabe, sondern schlichtweg der niedrigere Preis. Ausgebildete Designer stehen im Wettbewerb mit Quereinsteigern, die heutzutage bei geringer Investition über eine technische Grundausstattung verfügen, die es ihnen ermöglicht, Entwurfsarbeiten auszuführen. Crowdsourcing-Plattformen, auf denen zu Dumping-Preisen Auftragsarbeiten ausgelobt werden, verstärken diesen Trend. Designer werden jedoch von einer großen Leidenschaft für ihren Beruf angetrieben, das zeigt der Ergebnis der im letzten November im Design Tagebuch durchgeführten Befragung, und so stellen sie sich diesen und vielen anderen Herausforderungen.

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