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Sutcliffe Play – Neues Logo neuer Auftritt

Sutcliffe Play Relaunch Logo

Die in England/Pontefract ansässige Firma für Kinderspielgeräte Sutcliffe Play hat ein neues Logo und einen neuen Webauftritt.

Das alte Erscheinungsbild verkörperte eher ein Unternehmen im „health care“ Bereich. Türkis und Orange werden hier gerne eingesetzt. Die neue Farbigkeit ist wesentlich zeitgemäßer und visualisiert besser die Ausrichtung. Farbwelten in Gelb, Magenta, Cyan und Orange sind gewiss recht mutig. Die Lesbarkeit und das Gesamtbild leiden aber keineswegs. Das schräg gesetzte Logo ist hingegen nicht jedermanns Sache. Was bei Arte noch funktioniert, ist bei den Engländern einfach „too much“.

Klar wollen Kinder immer irgendwo hochklettern. Ich nehme mal an genau dies soll ausgedrückt werden. Die 45 Grad sind für kleine Racker aber nicht immer ganz leicht zu bewältigen. Auch die Augen kommen schwerlich hinter, zumal der Claim auch noch gekippt im 90-Grad-Winkel positioniert ist. Noch weniger gefällt mir im Webauftritt die Hinterlegung des Logos mit einem kolorierten Kinderfoto. Bah!

Sprachlich etwas ungelenk ist die links angeschlagene Navigation. Die Produktpalette umfasst „Kleinkinder, Schulkinder und Teenager“! In der Überschrift fehlt hinter „Products“ einfach ein „for“, dann passt’s. Gar nicht schön sind JavaScripte, die eingebunden in Popup-Fenstern eine automatische Anpassung des selbigen bewirken – hier zu sehen.

In Zeiten von Tab-Navigation werden so ALLE geöffneten Fenster verkleinert. Das ewige Hin-und Herziehen nervt und färbt negativ auf das Unternehmen ab. Verbockt haben es die externen Entwickler, aber da unterscheidet der Nutzer nicht. Ansonsten finde ich die Verschachtelung von farbigen, schwarzen und weißen Flächen im Auftritt recht interessant, wodurch ein hohes Maß an Wiedererkennbarkeit erzeugt wird.

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Dieser Beitrag hat 10 Kommentare

  1. Wunderbar ist auch das „Aufstellungsort-Diagramm“ im Footer der Seite, auch Sitemap genannt, leider führen dann die Verlinkungen innerhalb der Sitemap auf die Englische Version…

  2. Also nich das ich das alte Logo gut fand. Aber des neue ist auch nicht besser. Man muss sich erstmal orientieren bis man sich zurechtfindet. Im übrigen wirkt das Sutcliffe sehr gedrungen, so als hätte man es so quetschen müssen damit das Good Desgin for Children noch dazu passt. Blöd irgendwie. Vielleicht Good Design for Children but not at the CI

  3. Hm, da hat jemand auf halber Strecke vergessen, Zeilenhöhen und Abstände/Paddings zu definieren. Sehr unangenehm zu lesen, die Seite… sieht irgendwie nur halb fertig aus. Das Tabellen-HTML ist übrigens auf dem Stand von vor 10 Jahren, und die Kontaktseite ist mit den unterschiedlich ausgerichteten Texten die reinste Katastrophe. Vor allem niedlich: das kleine „Thank you for your enquiry.“ am Ende… was macht es da in der Mitte? Naja.

  4. @Nemox
    Kleiner Vorschlag statt „…at the CI“ besser „…within the CD“.

    Weil ich immer wieder feststelle, dass viele CI sagen aber CD meinen hier noch einmal eine Kurzinfo:
    Corporate Identity umfasst die Bausteine
    – Corporate Behaviour (CB)
    – Corporate Communication (CC)
    – Corporate Design (CD)
    Alle drei Komponenten generieren gemeinsam das Corporate Image, das eine Firma nach außen trägt. Wobei der Begriff „Image“ nicht im Sinne von „Bild“ also etwas Visuellem zu verstehen ist, sondern vielmehr das Wort „Eindruck“ meint.
    Das Design einer Website oder eines Logos, also alles, was sich auf Farben und Formen bezieht, ist dem CD zuzuordnen und nicht der viel umfassender angelegten CI eines Unternehmens.
    Nicht selten sagen mir Kunden „Wir mögen das CI übernehmen“. Sie meinen dann allerdings, dass das Design der Website, im Einklang mit den CD-Richtlinien entwickelt werden soll.

  5. Lese den Blog immer mit viel Vergnügen gerade weil die Beurteilungen so verschieden sind, also wie in der Praxis. Das zeigt, dass Gestaltung – und da wirds richtig interessant, die Wirkung! – weitaus subjektiver ist, als (wir) Gestalter oft denken.
    Deinen Artikel zum CI werde ich gerne auf meinem Blog zitieren. Hier leistest Du wirklich Nachhilfe auch für „Marketingprofis?

  6. „..Alle drei Komponenten generieren gemeinsam das Corporate Image..“

    Also wenn schon, denn schon:

    Es gibt durchaus Meinungen, die zur CI noch mehr Elemente zählen wie Corporate Language, Corporate Values, sogar auch die Sicht des Kunden auf das Unternehmen etc.

    Und nachdem es um die Unterscheidung von Corporate Identity und Corporate Design geht, müsste obiger Satz doch heissen:

    „..Alle drei Komponenten generieren gemeinsam die Corporate Identity..“

    Konsequenz macht bei diesem Thema schon Sinn. :)

  7. @Frank
    „Es gibt durchaus Meinungen, die zur CI noch mehr Elemente zählen wie Corporate Language, Corporate Values, sogar auch die Sicht des Kunden auf das Unternehmen etc.“
    Richtig, auch die Corporate Philosophy ist ein weiterer Aspekt. Richtig ist aber auch, dass die „Sicht des Kunden auf das Unternehmen“ eben genau das besagte Image beschreibt, was insofern eine Dopplung deinerseits ist.
    Um meiner Aussage noch einmal etwas mehr Schärfe zu geben. Das Image kann man nach meinem Verständnis nicht formen, sondern es bildet sich anhand von persönlichen Erfahrungen (anhand des visuellen Auftritts, durch Gespräche mit Mitarbeitern oder etwa Erlebnissen mit einer Hotline) in den Köpfen der Menschen. Aktiv werden Corporate Identity und ihre drei Bestandteile CD, CC und CB gestaltet und entwickelt, wodurch das Image beeinflusst wird, welches wiederum durch viele weitere Faktoren mitbestimmt wird. Der Begriff „beeinflusst“ beschreibt dabei ganz gut, wie weit ein Image aktiv veränderbar ist. Auch die größte Kampagne kann zuweilen ein schlechtes Image, wenn es sich erst einmal in den Köpfen festgesetzt hat z.B. beim berühmten Shell-Tankstellenboykott oder im Fall Lidl in Bezug auf scheinbar schlechter Arbeitsbedingungen kaum verändern. Die CI eines Unternehmens kann man in einem überschaubaren Zeitrahmen aktiv verändern. Das Image hingegen ist zum Leidwesen vieler Unternehmen weniger kontrollierbar. Es ist das subjektive Bild, das jemand von einer Firma oder einer Marke hat. Die Schere zwischen Anspruch/also CI und Wirklichkeit/sprich Corporate Image, geht oft weit auseinander. Das ist der Boden den Branding-Unternehmen beackern.

    Übrigens ist der Eintrag im deutschsprachigen Wikipedia in Bezug auf das Image schwammig bis falsch. Korrekt ist die Definition im CI-Portal, ebenso der hilfreiche englischsprachige Wiki-Eintrag zum Thema Corporate Image.

  8. CI kann man nicht gestalten, man kann nur versuchen diese mit den anderen Cx in eine gewisse Richtung zu lenken.

    CI ist das was der Mensch auf der Straße über ein Unternehmen denkt.

    Aber dies ist ja eine uralte Diskussion :) ich finde es immer wieder witzig wenn ich lese das „Agenturen“ CI gestalten etc. pp

    Zum Logo Oben, das neue gefällt mir viel besser und ist zeitgemäßer und ich denke auch zielgruppengerechter.

  9. Das hast Du missverstanden, Stefano. Der Begriff „gestalten“ hat mehrere Bedeutungen. Hier ist die Bedeutung in Form von „Zukunft gestalten“ gemeint.

    „CI ist das was der Mensch auf der Straße über ein Unternehmen denkt.“
    Wenn Du Corporate Image meinst hast Du Recht. Wenn Du Corporate Identity meinst liegst Du damit ziemlich verkehrt.

  10. Nicht wirklich, aber ich sag ja das ist eine uralte Diskussion ;P

    Weil Corporate-Image (gibt es eigentlich nicht wirklich) kannst du auch „machen“ und versuchen dadurch die Corporate-Identity ins richtige Licht zu rücken, doch diese bildet sich immer noch der Mann auf der Straße über ein Unternehmen.

Kommentare sind geschlossen.

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