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Stern wirbt mit Tsunami-Collage

Stern Anzeige Tsunami

Was will einem die in der VIEW geschaltete Doppelseite für den „Stern“ mitteilen? Der Tsunami, der im März dieses Jahres Japan überflutete, war menschengemacht? Sportlicher Ehrgeiz resultiert stets in einer Katastrophe? Wie es scheint, hat man beim Erstellen dieser Collage die Grenzen des guten Geschmacks ein wenig aus den Augen verloren. Idee und Anzeige sind arg konstruiert. Die Bildaussage ergibt keinen Sinn. Nur weil sich alles in Photoshop wunderbar zusammenschieben lässt, sollte man dies nicht immer tun.

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 50 Kommentare

  1. Wow! Habe selten etwas geschmackloseres gesehen! Was kommt als nächstes Motiv? Der Holocaust und CO2 Emission Filter?

    Inhaltlich war der Stern ja nun schon lange nichtmehr relevant, aber diese Kampagne wird mich davon abhalten jemals wieder zu diesen Heft zu greifen.

    Von der stümperhaften Bearbeitung und Typographie mal ganz abgesehen..

  2. Der Stern verliert damit völlig einen Bezug. Stehe die eigentlich auch für irgendetwas, oder nehmen die einfach alles mit und bilden nur ab? Nah dran an allem, was das Magazin irgendwie für “alle” interessant macht – aber weit weg von eigener Meinung, Stellung und Niveau.
    Aber ehrlich gesagt hab ich den auch immer nur in irgendwlechen Wartezimmern gelesen .. kenne keinen einzigen Abonnenten.

  3. Die Aufmerksamkeit wird nicht nur durch das Composing erreicht, auch durch die Seitenaufteilung – von daher gut gemacht. Die eingeschlagene Richtung “Katastrophen-Voyeurismus” missfällt mir auch. Allerdings mit einer Hai-Flosse fänd’ ich das wiederum gut, weil dann der Bezug zur Höchstleistung “an die Grenzen gehen” besser geknüpft wird. Und die Katastrophe ist noch nicht passiert – und der Leser weiß auch nicht, wie die “Geschichte” ausgeht. Das Motiv von Japan wurde genommen, weil diese Szene jeder kennt. Also, alles in allem zu einfach gestrickt für diese Marke.

  4. Naja der Stern halt…. sie hätten auch schreiben können: “in 98,5% aller Printausgaben schaffen wir es auf unserer Titelseite beliebige Headlinethemen mit nackten Frauen zu kombinieren!”

    Wenn ich Niveau erwarte würde ich nicht wirklich zuerst zum Stern greifen…

  5. Also so daneben ist das Ganze gar nicht. Wenn man den Text daneben nicht liest, dann mit Sicherheit. Aber dort steht nun mal ein Werbetext … und der hat eine klare Aussage:

    WIR ZEIGEN MENSCHEN, DIE AN IHRE GRENZEN GEHEN
    UND KATASTROHEN, DIE ALLE GRENZEN SPRENGEN.

    Und genau das tut der STERN. Er berichtet über Katastrophen genau so mit Bildern wie auch über freudige Ereignisse. Das Bild erregt dabei Aufmerksamkeit hat aber in diesem Zusammenhang meiner Meinung nach keine Grenze überschritten.

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