Stadt Offenbach erweitert Corporate Design um eigene Schrift
Die Stadt Offenbach hat ihr visuelles Erscheinungsbild weiterentwickelt und setzt dabei auf ein eigenständiges typografisches Leitmotiv als zentrales Gestaltungselement. Herzstück des neuen Corporate Designs ist die speziell entwickelte Schrift „OF Soul“, die als prägendes Identitätsmerkmal fungiert und das visuelle System der Stadt maßgeblich strukturiert.
Die Schrift basiert auf Entwürfen des Offenbacher Typografen Rudolf Koch und wird als zeitgenössische Weiterentwicklung historischer Schriftformen verstanden. Damit verknüpft das neue Design bewusst lokale gestalterische Tradition mit einer modernen, digitalen Anwendungslogik. Die Typografie fungiert nicht nur als Kommunikationsmittel, sondern als identitätsstiftendes Element, das die Stadtmarke in unterschiedlichen Kontexten konsistent sichtbar macht.
Das neue Corporate Design ist Teil einer übergeordneten strategischen Neuausrichtung der städtischen Kommunikation. Ziel ist eine stärkere Wiedererkennbarkeit über Verwaltungsgrenzen hinweg sowie eine einheitliche visuelle Sprache für analoge und digitale Anwendungen. Die Schrift OF Soul wird dabei als zentrales Systemelement eingesetzt und bildet die Grundlage für verschiedene Anwendungen im öffentlichen Raum, in Publikationen und digitalen Medien. Auch im modifizierten Stadtlogo kommt die neue Schrift zum Einsatz.

Begleitend zur Einführung wurde ein gestalterischer Rahmen entwickelt, der Flexibilität und Wiedererkennbarkeit miteinander verbindet. Das Designsystem versteht sich als offenes, anpassungsfähiges Set, das unterschiedliche städtische Themen visuell zusammenführt, ohne deren Eigenständigkeit zu überformen, wie die Stadtverwaltung erklärt.
Mit dem neuen Corporate Design positioniert sich Offenbach im Kontext aktueller kommunaler Markenstrategien, die zunehmend auf typografisch geprägte Identitätssysteme setzen. Mit diesem Schritt führt Offenbach seine über ein Jahrhundert reichende typografische Tradition in die digitale Gegenwart und demonstriert, wie historisches Erbe für modernes, behördliches Branding funktional übersetzt werden kann.
Kommentar
Schön zu sehen, dass eine Stadt die Entwicklung eines eigenen typographischen Ausdrucks verfolgt. Im heutigen Medienbetrieb findet eine solche Maßnahme meist kaum Beachtung. Dabei ist eine eigene Hausschrift um so viel nachhaltiger als ein neues / weiteres Stadtlogo, das Redaktionen von Lokalzeitungen gerne zum Aufhänger machen.
Mit dem Launch einer neuen Stadtmarke / einer städtischen Kulturmarke lässt sich zwar kurzzeitig Aufmerksamkeit generieren, doch schon nach wenigen Jahren verpufft in vielen Fällen die erhoffte Werbewirkung. Eine eigene Hausschrift kann hingegen, da sie unmittelbar im Corporate Design verankert ist, dauerhaft auf das Konto einer (Stadt)Marke einzahlen.
Die Stadt Wien verfügt mit der Wiener Melange bereits seit 2019 über eine eigene Hausschrift. Oslo ging diesen Schritt bereits 2018. In Leipzig wurde im vergangenen Jahr mit Umstellung auf das neue, viel diskutierte visuelle Erscheinungsbild die Schrift Leipzig Sans eingeführt. Die Erstellung eines Corporate Fonts verursacht Kosten, doch auf lange Sicht ist eine Hausschrift ein wirtschaftliches und nachhaltiges Brand Asset.
Die Anlehnung der OF Soul an die von Rudolf Koch in den Jahren der Weimarer Republik geschaffenen Kabel ist gut zu erkennen. Das avantgardistische Aussehen der Kabel haben die Schriftzeichen der OF Soul im Zuge der Neuinterpretation und Ausrichtung auf die heutigen Anforderungen allerdings nicht. Gute Lesbarkeit, Zugänglichkeit und maximal Flexibilität bedeuten, einem zentralen Prinzip der Typographie folgend, auf der andere Seite automatisch weniger Formeigenheit. Es sind dies zwei konträr sich gegenüberstehende Variablen. Zieht man an der einen Seite (Lesbarkeit), gibt die andere Seite nach (Formeigenheit).
Schriftzeichen mit sehr guten Leseeigenschaften und gleichzeitig wiedererkennbaren Charakter – genau dies ist die große Herausforderung bei der Schriftgestaltung. Ob die OF Soul dahingehend gut gewichtet und austariert ist, ist eine Frage des ästhetischen Empfindens. Für Headlines und plakative Botschaften hätte ich mir einen zusätzlichen Schnitt mit größerer Formvarianz vorstellen können.
Offenbach präsentiert sich künftig jedenfalls mit einer maßgeschneiderten, von Hand gefertigten Typo. Und auch innerhalb der sympathischen Image-Kampagne, die unter dem Motto „Soul OF Hessen“ steht, sind es Menschen, von anderen Menschen fotografiert, die der Stadt eine Identität verleihen und der städtischen Marke ein Gesicht geben, eine Seele einhauchen, möchte man sagen. In Zeiten, in denen KI-generierte Inhalte auch im Design immer mehr Raum beanspruchen, ist all dies keine Selbstverständlichkeit. Zumal der finanzielle Spielraum von Kommunen gemeinhin als eng angesehen werden kann.
Nicht nur in Offenbach stellt sich im Hinblick auf die Erstellung eines Corporate Designs die Frage, hier allerdings in besonderer Weise, da KI schließlich keine Seele hat, in welchem Umfang KI-Werkzeuge eingesetzt werden können, sollen und dürfen und wann von Hand/Mensch erstellte Werke und erstellter Inhalt im Kontext der Kommunikation (als Stadt und als Verwaltung) Vorrang genießen. Entsprechende Vorgaben gilt es, sofern noch nicht geschehen, sowohl in den konkreten CD-Vorgaben wie in einem übergeordneten Code of Conduct zu formulieren.
Mediengalerie
- Offenbach Corporate Design – Anwendungsbeispiele, Quelle: Stadt Offenbach, Bildmontage: dt
- „OF Soul“ Schrift, Quelle: Stadt Offenbach
- Offenbach Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Stadt Offenbach, Bildmontage: dt
- Offenbach Logo, Quelle: Stadt Offenbach
- Part OF nature, Kampagne Offenbach, Foto: Ralf Braum, Quelle: Offenbach
- Future OF Business, Offenbach Kampagne, Foto: Lars-Peter Lange, Quelle: Offenbach
- Soul OF Hessen, Kampagne, Foto: Alexander Habermehl, Quelle: Offenbach
- Offenbach – Visual Recruiting, Quelle: Offenbach
Weiterführende Links














Mit hellblau/weiss und der Abkürzung “OF” wäre ich aber vorsichtig :)
Jap. War auch sofort mein erster Gedanke. Das ist extrem unglücklich, insbesondere noch mit der ähnlichen Farbe. Das wird hier und da ganz sicher für ungewollte Adaptionen, Plagiate und Memes sorgen.
@Gerrit und bhdnp
Aber Euch ist schon bewusst, dass die Stadtfarben Offenbachs seit über 125 Jahren Blau-Weiß sind und das Kürzel OF seit Mitte der 1950er-Jahre für Offenbach steht? Während das betreffende Erwachsenenangebot seit 2016 besteht.
Ungewollte Adaptionen, Plagiate und Memes lassen sich nicht vermeiden. Wie genau sollte nach Eurer Auffassung ein Design angelegt sein, das Plagiate verhindert und unmöglich macht? Ein solches Design gibt es nicht. Dies ist also kein überzeugendes Argument.
Man hätte als Primärfarbe ja auch auf den Blauton aus dem offiziellen Wappen der Stadt zurückgreifen können und schon wäre die Assoziation mit OnlyFans geringer. Hier treffen aber eben dasselbe Kürzel und eine sehr ähnliche Farbgebung zusammen, die ich als Gestalter im Zuge der Auffrischung eben angepasst hätte. Aber darüber kann man sicher streiten.
Volle Zustimmung. Das OF dürfte nicht alleine stehen. Vielleicht wird es von den Bewohnern aber auch positiv als “Witz” aufgenommen. Mir ist es aber auch direkt aufgefallen, die neue Font verstärkt den Bezug noch.
Eine Frage zur Umsetzung vom Corporate Design: auf der ersten Visualisierung mit den verschiedenen Anwendungen ist der Kasten gedreht, bei den Beispielen ist er dann gerade. Welches System (gedreht oder gerade) wurde denn umgesetzt ist sind beide in der Anwendung?
Innerhalb der Designlinie „Image“ sind laut Manual gedrehte Rahmen vorgesehen. In der Designlinie „Info” kommen gar keine Rahmen zum Einsatz. Die gezeigten Motive mit senkrechten/waagrechten Rahmen sind jünger/aktueller. Offenbar wurde die Drehung im Zuge der Weiterentwicklung des CDs verworfen.
Es muss ja kein Design sein, dass Plagiate unmöglich macht. Das andere OF ist aber die deutliche stärkere Marke. Daher wäre ein anderer Ansatz womöglich geboten.
Wundert mich auch, dass das so durchgekommen ist.
Eine Sache, die mich ein wenig stört: das “OF” müsste ein klein weiter nach links im Verhältnis zu:
Stadt
Offenbach
am Main
Die deutlich stärkere Marke? Vielleicht magst Du näher darauf eingehen, inwieweit „Stärke“ / Reichweite einer Marke Deiner Ansicht nach eine Rolle spielt.
Nach meinem Verständnis ist diese im Fall Offenbach irrelevant. Aus markenrechtlicher Sicht scheint ebenfalls kein Konflikt zu bestehen.
Weshalb also sollte ein „anderer Ansatz geboten“ sein? Von einem Gebot könnte man meines Erachtens sprechen, sollten die Menschen in Offenbach, Region und in Hessen das Kürzel OF und die Farbgebung Blau-Weiß nicht der Stadt Offenbach zuordnen können, sondern stattdessen mehrheitlich bzw. in signifikant großer Anzahl mit einem kostenpflichtigen Onlinedienst in Verbindung bringen. Das scheint mir höchst unwahrscheinlich.
Ich würde es nicht auf Markenrecht beziehen, sondern darauf, dass die Intention des Offenbach “OF” durch die Zuschreibungen der OnlyFans-Marke überspielt werden. Zumindest im ersten Moment. Das ist ein Nachteil. Das ist ganz unabhängig davon, für was “OnlyFans” steht, ob es positiv besetzt ist, was auch immer. Der Gedanke daran irritiert.
Es mag sein, dass Offenbach auf lange Sicht “gewinnt”. OnlyFans wird auch wieder untergehen und die Stadt wird bestehen. Zur Zeit ist das Kürzel aber einfach etwas unglücklich.
(ich bin versehentlich im falschen Diskussions-Strang gelandet, merke ich gerade).
Danke Wolfgang. Du bist im richtigen Strang.
Dass, wie Du schreibst, die Intention des Offenbach „OF“ durch die Zuschreibungen der OnlyFans-Marke überspielt würden, kann doch nur, wenn überhaupt, auf jene Gruppe von Menschen zutreffen, die OnlyFans näher kennen, nicht bloß vom Hörensagen. Eine häufig zitierte Schätzung für 2026 geht von rund 1,2 Millionen deutschen OnlyFans-Nutzern aus. Daraus leitet sich nach meinem Verständnis bei weitem kein Status allgemeiner Bekanntheit ab.
“Eine häufig zitierte Schätzung für 2026 geht von rund 1,2 Millionen deutschen OnlyFans-Nutzern aus. Daraus leitet sich nach meinem Verständnis bei weitem kein Status allgemeiner Bekanntheit ab.”
Richtig. Aus der Anzahl lässt sich aber auch nicht das Gegenteil ablesen. In Deutschland gibt es weniger als 20.000 zugelassene Autos der Marke Ferrari, vielfach weniger als 1,2 Mio., es gibt aber recht wenige, die von der Marke noch nicht gehört haben.
Es geht mir auch nicht darum jemanden von meiner Sicht zu überzeugen. Wenn mir das aber so beißend auffällt, wird es auch anderen passieren. Das lässt sich nicht so leicht “wegdiskutieren”.
Aber es ist ja auch ganz einfach: das “OF” stand bei dem Projekt sicher nicht zur Disposition. Daher ist es zunächst mal wie es ist.
Die Anzahl zugelassener Autos der Marke Ferrari in Deutschland ist als Vergleichsgröße deshalb ungeeignet, da sie, im Gegensatz zu den Nutzerzahlen deutscher OnlyFans, kaum Aussagekraft in Bezug auf den Faktor Bekanntheitsgrad hat. Denn der hohe Bekanntheitsgrad von Ferrari begründet sich in einer Markengeschichte und Tradition, nämlich der im Motorsport, die OnlyFans als noch junge Marke gar nicht hat.
Unzählige WM-Titel (Konstrukteur, Fahrer) und Grand-Prix-Siege und eine große Anzahl prominenter Fahrer begründeten schon Mitte des 20. Jahrhunderts den Status als legendäre Automarke. In den Nachrichtenmedien ist die Marke Ferrari allgegenwärtig, gerade an Grand-Prix-Wochenenden. Intensives Merchandising trägt ebenso dazu bei, dass die Marke einen sehr hohen Bekanntheitsgrad hat.
Wohingegen OnlyFans als Marke erst 2016 gegründet wurde, weder in klassischen deutschsprachigen Nachrichtenmedien sonderlich präsent ist, von vereinzelten Meldungen im Boulevard einmal abgesehen, noch ist Merchandising bei dieser Marke ein Faktor in Bezug auf Sichtbarkeit und Bekanntheit. Die Marken Ferrari und OnyFans stehen daher auf einer ganz anderen Ebene der Bekanntheit.
„Wenn mir das aber so beißend auffällt, wird es auch anderen passieren.“ ist ein klassischer Fall kognitiver Verzerrung (False-Consensus-Bias). Die eigene Annahme wird dabei überschätzt.
Die Diskrepanz zwischen dem, wie die Marke OnlyFans von einigen Kommentartoren (hier in einem digitalen Medium und Fachforum zum Thema Design und visueller Wahrnehmung) angesehen wird, und dem, wie diese in der allgemeinen Bevölkerung wahrgenommen wird, scheint mir doch recht groß zu sein. Selbst zehn weitere Kommentare, in denen den Designs eine Ähnlichkeit beschienen wird, sind kein Beleg dafür, dass ein Großteil der Bevölkerung ebenso denkt. So wie eine hohe Anzahl an Kommentaren und Likes generell kein Beweis für faktische Richtigkeit sind.
Eine repräsentative Umfrage könnte Gewissheit geben. Doch darum geht es hier nicht. Der springende Punkt ist: es spricht sehr wenig dafür, dass OnlyFans als Marke, genauer gesagt, dass das visuelle Erscheinungsbild von OnlyFans, in diesem Zusammenhang Relevanz hat. Da sich beide Marken in gänzlich unterschiedlichen Sphären und Kontexten bewegen ist eine Verwechslung höchst unwahrscheinlich. Bürger, die ein Schreiben der Stadtverwaltung erhalten oder einen Social Post mit Content mit städtischem Bezug ansehen, werden kaum annehmen, OnlyFans sei der Absender der Nachricht.
Du schreibst, lieber Wolfgang, „das “OF” stand bei dem Projekt sicher nicht zur Disposition“. Das kann so sein, muss jedoch nicht. Denn schließlich stand das Logo und das visuelle Erscheinungsbild der Stadt im Sommer 2009 schon einmal zur Disposition – damals fand ein Gestaltungswettbewerb statt (dt berichtete).
Im dt werden Dinge im Übrigen nicht wegdiskutiert, von mir oder von anderen Kommentatoren, sondern im fairen Widerstreit ausgehandelt. Es zählen das bessere Argument und die Kraft der Worte. Manchmal entsteht dabei Konsens, doch das ist nicht entscheidend.
Ich freue mich über den Austausch.
Der Konflikt ist meinetwegen in Kauf zu nehmen, aber abstreiten lässt er sich wirklich nicht. OnlyFans hat eine vielzitierte prominente Rolle in Meme- und Popkultur – ungeachtet dessen, wie wenig es tatsächlich genutzt wird. Die Disposition hier besteht ja nicht darin, dass irgendwer meinen würde, die Stadt würde mit der Plattform ernsthaft in Verwechslung geraten. Die Feststellung ist bloß, dass beim Blick auf das blau-weiße „OF“-Kürzel den Meisten nicht im ersten Gedanken Offenbach erscheint. Das ist ja erstmal eine wertfreie Tatsachenbehauptung.
Danke Iven.
Diese Feststellung wird sich ohne Instrumente der Marktforschung (z.B. Befragung) nicht belegen lassen. Eine Tatsachenbehauptung mag es ja sein, nur ist nicht zu erkennen, dass diese nachweislich wahr ist. Ich bestreite ihren Wahrheitsgehalt. Zumal diese Feststellung einen sehr unscharfen und ungenauen Begriff enthält: „die Meisten“. Ausgehend von welcher Größe? Kommentatoren in diesem Blog-Thread, digitalaffine Menschen, Einwohner von Offenbach, Hessen, Deutsche, Europäer?
Im Rahmen der CD-Entwicklung dürfen gerne / sollten auch Trends innerhalb der Popkultur mitberücksichtigt werden. Selbstredend. Für ein Ausweichen auf andere Farben und/oder ein anderes Kürzel, wie in einigen Kommentaren oben nahegelegt, besteht meiner Ansicht jedoch kein Anlass. Fünf, sechs Reaktionen in einem Fachblog sind weder eine signifikante Größe noch sind sie repräsentativ. Im besten Fall sind sie ein Hinweis. Wer will, kann und darf die sprachliche und kommunikative Nähe als unglücklich ansehen. Nur ist die eigene persönliche Wahrnehmung kein Maßstab.
Womöglich wird auch folgendes übersehen: Markenidentitäten ändern sich. Es ist nicht ausgeschlossen, dass OnlyFans in einigen Jahren ein Rebranding vollzieht und in diesem Zuge auch ein neues Farbschema erhält. So wie Tinder anfänglich einfarbig orange gewesen ist oder Instagram ein Logo mit skeuomorpher Anmutung verwendet hat.
Hauptsache die stadt Dortmund (die das kürzel DO verwendet) wirbt nicht links davon, das wäre dann DOOF.
Zur schrift: Anklänge an die Kabel sind auszumachen, diese war aber insbesondere in ihrer ursprungsform ziemlich sperrig mit kleiner x-höhe. Dazwischen kam noch eine interpretation “ITC Cable” mit drastisch größerer x-höhe.
Das kleine a sieht mir jetzt zu sehr nach Frutiger aus, da wäre ein oval im buchstaben näher am original und auch nicht weniger lesbar. Gleiches gälte für schräge strichenden am kvwxy.
Blau und weiß sind die wappenfarben von Offenbach, allerdings erscheint mir das gewählte himmelblau (eigentlich eine wunderschöne farbe) im sinne der lesbarkeit als etwas zu wenig kontrastarm gegenüber weiß.
Die neue Hausschrift gefällt mir sehr gut! Vielleicht hätte man den Gestalter Marc Schütz, der im Video zu Wort kommt, auch im Text namentlich erwähnen können? Ich habe das hiermit mal getan :D. Beim Corporate Design ist man offensichtlich wirklich noch nicht ganz fertig geworden: ein Teil der in der Bilderstrecke gezeigten Entwürfe verwendet noch das alte Stadtlogo und eine andere Schriftart.
Nach meiner Ansicht ist der Dreizeiler oben vertikal nicht optimal ausgerichtet, trotz eines vielleicht optischen Randausgleichs. “Offenbach” wirkt irgendwie eingerückt, zu weit rechts.
Danke Arne. Das ist auch meine Wahrnehmung. Dem Prinzip des optischen Randausgleichs folgend müsste die zweite Zeile, beginnend mit O, weiter links stehen, weiter als das darunter stehende A und das darüber befindliche S. Die Detailansicht offenbart zudem Darstellungsfehler im Logo (im S), welches auf der Website der Stadt verwendet wird. Offensichtlich ist die SVG-Datei beschädigt.
Haha, ich dachte zunächst es sei nur das Datei-Symbol für den neuen Open(Type)Font. 🙈