Stadt Meißen mit neuem Corporate Design
Sprichwörtlich vollkommen untergegangen ist im Zuge des Elbehochwassers die Einführung des neuen Corporate Designs der Stadt Meißen (Sachsen). Bereits Ende April wurde ein neues Stadtlogo vorgestellt, das die Türme des Meißner Doms in stilisierter Form beinhaltet. Begleitet von den Aufräumarbeiten wird nun sukzessive damit begonnen, auf das neue Erscheinungsbild umzustellen.
In der offiziellen Pressemeldung heißt es über das Stadtlogo: „Das neue Logo zeigt die stilisierten, zu einem M geformten Domtürme. Mit seiner zarten Pinselstrichoptik erinnert es aber auch an das traditionelle Meißner Porzellan. Hierin spiegelt sich einerseits die städtische Historie und Tradition, andererseits wirken die klaren Formen modern und innovativ.“
Verantwortlich für das neue Erscheinungsbild der Stadt zeichnet die Agentur MinneMedia, die hier im dt zuletzt im Zuge des Stadtjubiläums 1000 Jahre Leipzig auf sich aufmerksam machte. Auf der entsprechenden Projektseite der Agentur gibt es weiteres Bildmaterial.
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Das Logo find ich großartig, Pinselstrichoptik vom Porzellan aufzunehmen ist für eine Stadt wie Meißen ja irgendwie schon der Königsweg. Aber daraus entsteht dann auch gleich das Problem: Der ansonsten vielleicht überflüssige Zusatz “Stadt” wird so zur Unterscheidung von der Porzellanmarke zwingend.
Die Anwendungsbeispiele: Grausam. In der Bildsprache so in etwa eine fotographische Abwandlung der Wachturm-Optik, mit Stadtansichten bei strahlendem Sonnenschein so klischeehaft “schön”, dass alles möglicherweise Interessante auf der Strecke bleibt.
Aaargh … ich sehe bei dem Doppelschwung die ganze Zeit Po-Backen …
(Sorry für diesen völlig unqualifizierten Beitrag)
Zumindest ist es ein Fortschritt zu vorher. Weil die Domäne “Stadt-Meissen.de” heißt, macht es Sinn den Begriff “Stadt” mit aufzunehmen.
Also gerade in Städten, die eine bekannte Firma als Namensvetter im Ort (z.B. auch Schwäbisch Hall, lustigerweise auch mit ähnlichem Farbkonzept) haben, würde ich über den Zusatz “Stadt” hinwegsehen: gerade dann, wenn man ansonsten eher wie ein Relaunch des Designs der Porzellanmanufaktur wirkt.
Nur naja. Die störenden, unnötigen Spielereien des Schriftzuges “ºStadt Meißen“¹ sowie die dumme Spationierung wurden oben erwähnt.
Die Idee, mit einem “ºM“¹ zeichnen, ist nicht schlecht. Die Spitzen gefallen mir nicht. Sieht aggro nach Dornen aus – Autsch! Domtürme kann man auch anders darstellen.
Googlen mit “ºm logo“¹ bringt viele hilfreiche Variationen von “ºM“¹ zutage.
Die Vorredner haben das Wesentliche bereits aufgegriffen. Mich persönlich, da ich aus der Region komme, hat das Logo mich direkt an Porzellan erinnert. Mit etwas Abstand betrachtet, erinnert mich das M eher an Berge oder Zelte.
Ich muss mich meinem Vorredner auch anschließen – musste auch gleich an das Porzellan denken, liegt wohl auch an der Farbwahl!
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