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Siemens hat ein neues Soundlogo

Siemens ist derzeit dabei, einen neuen Markensound zu implementieren. Der neue Corporate Sound drücke den Wandel und Verlauf von analog zu digital aus. Ein Wandel, der sowohl das Unternehmen als auch die Lebenswelten der Menschen präge.

Siemens hatte Anfang 2016 seinen Dachmarkenauftritt neu positioniert. Der in diesem Zuge eingeführte Markenclaim „Ingenuity for life“ verbinde die beiden Welten Ingenieurskunst und Erfindergeist, die „Ingenuity“ und den Kundennutzen „life“. Die Haltung und Markenpersönlichkeit, die im Markenclaim zum Ausdruck gebracht werden, drücke auch der neue Brand Sound aus. Siemens sieht sich als Vorreiter beim Einsatz von Sound im Branding.

Auszug Pressemeldung

„Die Marke Siemens ist geprägt durch unsere Geschäftsfelder Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung – aber auch durch unsere Unternehmensgeschichte. Hier die richtige Balance zu finden, war eine spannende Aufgabe. Zusammen mit why do birds ist es uns gelungen, unsere Marke akustisch neu umzusetzen. Entstanden ist eine Klangidentität, die zu den Menschen und den Themen des Unternehmens perfekt passt und eine hohe Wiedererkennbarkeit hat“, so Adam Cockill, Head of Branding & Identity bei Siemens.

Entwickelt wurde der Corporate Sound in Zusammenarbeit mit der auf Audio Branding und Markeninszenierungen spezialisierten Agentur why do birds (Berlin).

Kommentar

Ein, wie ich finde, sympathisches, einprägsames und eigenständiges Soundlogo, das auch zum Unternehmen Siemens passt. Schön, wie das Fünfklang-Motiv auch in andere Soundmedien (Landscapes, Warteschleife, u.a.) eingewebt wurde.

Um die akustische Übersetzung des Firmennamens „Siemens“ in das Fünfklang-Motiv möglich zu machen, so die grundliegende Idee, wurde ein wenig getrickst. Bei dem im Video verwendeten Zeigertelegrafen wurde einfach mal die Reihenfolge des Alphabets geändert. Geschichte wird im Marketing zuweilen anders geschrieben. Die Markenidentität auf Halbwahrheiten aufzubauen, scheint mir allerdings der falsche Weg. Wenn die Herleitung nicht gänzlich überzeugend ist, sollte man darauf verzichten.

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Dieser Beitrag hat 7 Kommentare

  1. „Um die akustische Übersetzung des Firmennamens „Siemens“ in das Fünfklang-Motiv möglich zu machen, so die grundliegende Idee, wurde ein wenig getrickst. Bei dem im Video verwendeten Zeigertelegrafen wurde einfach mal die Reihenfolge des Alphabets geändert.“

    Dazu habe ich gefunden:
    „Die Buschstaben E, N und S sind wegen der Buchstabenhäufigkeit doppelt vorhanden.“
    http://sammlung.ient.rwth-aachen.de/de/katalog/elektrische-telegrafie/siemens-zeigertelegraf.html

    Da von SIEMENS ohne ENS nur IM übrig bleibt, ist die Herleitung höchstwahrscheinlich stark zurechtgebogen, aber die Scheibe scheint nicht manipuliert worden zu sein. :)

  2. Ja, etwas viel Tam-tam für ein Soundlogo, dem man unbedigt ein System in der Abfolge geben wollte. Hätte man die Melodie ohne Erklärung vorgestellt, gäbe es – meiner Meinung nach – keinen großen Unterschied. Letztendlich muss es sich einprägsam anhören. Möchte die Melodie auch gar nicht weiter bewerten.

    Optisch fällt mir zumnindest in der Noten-Grafik auf Höhe des zweiten E’s ein Smiley positiv auf. : )

  3. Ich verstehe, dass Klang mittlerweile ein wichtiger Teil der Markenpräsentation ist. Ich verstehe, dass die Entwicklung eines so „einfachen“ Klanglogos eine komplexe Angelegenheit ist. Was ich nicht verstehe: Warum wird die Vorstellung eines Klanglogos mit unsinnigen Marketingerklärungen belastet? Der „Brand Sound“ drückt eine „Markenpersönlichkeit“ aus … Ich finde, das ist einfach Unsinn. Auch die Ableitung des Soundlogos aus der Siemensgeschichte ist fragwürdig. Natürlich kann ich eine beliebige Versuchsanordnung auf die Buchstaben des Unternehmens beziehen, die so entstandene Melodie noch einmal nach Belieben umstellen und das Ganze dann als Herleitung verkaufen. Es sagt aber (ästhetisch) nichts über das eigentliche Ergebnis aus. Warum macht man es dann? Vertrauen die Verantwortlichen der eigentlichen Wirkung und Herleitung des Klanges so wenig, dass sie sich auf Pseudoerklärungen zurückzuziehen?

  4. Mit dieser Melodie assoziiere ich folgende Dinge:

    1. asiatische Musik
    2. Anmutung von extraterristischer Musik

    Kling nett, passt aber nicht zu Siemens.
    Mit Huawei könnte ich mir dieses Soundlogo besser vorstellen.

  5. „Um die akustische Übersetzung des Firmennamens „Siemens“ in das Fünfklang-Motiv möglich zu machen, so die grundliegende Idee, wurde ein wenig getrickst. Bei dem im Video verwendeten Zeigertelegrafen wurde einfach mal die Reihenfolge des Alphabets geändert.“

    Ob die Ableitung aus dem Telegrafen in Noten historisch-handwerklich korrekt ist, kann ich nicht beurteilen. (Die Idee mit dem Smilie ist charmant, wenn es Absicht war.)

    Aber– die Noten/ die Melodie des eigentlichen „Brand Logos“ sind ganz andere (im Film bei Minute 1:00).

    PS: Mir gefällt die Melodie.

  6. Weichespülter Nonsense. So erinnerungswürdig wie ein Warteschleifenjingle und so passend zu Siemens wie afrikanische Baströckchen. Ich hätte mir doch etwas mit mehr Griff gewünscht.

Kommentare sind geschlossen.

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