Sennheiser, 1945 gegründeter deutscher Hersteller von Kopfhörern, Mikrofonen und Audiokomplettlösungen, verändert sein Erscheinungsbild, behutsam. Die Balance von Fortschritt und Tradition spiegele sich in der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Sennheiser Corporate Designs wider, so das Unternehmen.
Die offensichtlichste Veränderung im Rahmen des vor kurzem vollzogenen Redesign ist die Weiterentwicklung des Sennheiser Logos. Sowohl die S-Bildmarke wie auch die Wortmarke wurden evolutionär modifiziert. Behutsame und zugleich wesentliche Anpassungen sorgten dafür, dass das Unternehmen seinen Wurzeln treu bleibe und gleichzeitig ein modernes Logo erschaffen wurde, das Eleganz und Selbstbewusstsein ausstrahlt, so das Unternehmen.

Auszug der Pressemeldung
Wir haben das charakteristische ‚S’ sorgsam angepasst, um es noch prägnanter und ansprechender zu gestalten. Der äußere Rahmen ist nun weniger…
Sennheiser, 1945 gegründeter deutscher Hersteller von Kopfhörern, Mikrofonen und Audiokomplettlösungen, verändert sein Erscheinungsbild, behutsam. Die Balance von Fortschritt und Tradition spiegele sich in der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Sennheiser Corporate Designs wider, so das Unternehmen.
Die offensichtlichste Veränderung im Rahmen des vor kurzem vollzogenen Redesign ist die Weiterentwicklung des Sennheiser Logos. Sowohl die S-Bildmarke wie auch die Wortmarke wurden evolutionär modifiziert. Behutsame und zugleich wesentliche Anpassungen sorgten dafür, dass das Unternehmen seinen Wurzeln treu bleibe und gleichzeitig ein modernes Logo erschaffen wurde, das Eleganz und Selbstbewusstsein ausstrahlt, so das Unternehmen.

Auszug der Pressemeldung
Wir haben das charakteristische ‚S’ sorgsam angepasst, um es noch prägnanter und ansprechender zu gestalten. Der äußere Rahmen ist nun weniger…
Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.
Für mich wirkt das alles ausgeglichener, moderner und gewinnt an Prägnanz. Wesentlich besser zu lesen, auch in kleinen Entwürfen. Das S im Logo, ohne die Trennung zu diesem Rahmen, finde ich ebenso besser.
Hier geht es ja wiedermal um keine Neuerfindung einer Marke, sondern um ein Re-Design – kleine feine Details. Niemand hier kennt das Briefing und man weiß ja selbst, dass sich Kunden auch mal für einen schwächeren Entwurf entscheiden. An der technischen Ausführung kann man nichts aussetzen.
Dieses Praktikanten/kein Studium/Anfänger Geschwätz ist echt lächerlich, wollte gerne mal Entwürfe von derjenigen Person sehen, die solche Aussagen tätigt … aber sind ja überall nur noch ÜBER-Designer unterwegs.
@ Chris: Ob an der technischen Ausführung wirklich nichts auszusetzen ist?
Die Verbindungen von Logo-Bogen und -Rahmen sind so nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss, sie scheinen so die spitzen Winkel zu verdunkeln statt sie aufzuhellen. Aber ohne Gegenprobe lässt sich das leicht sagen, ich weiß.
Und die oft geäußerten Bedenken wegen geringerer Eigenständigkeit des Schriftzugs teile ich auch. Aber wie Du schon sagtest: Wer kennt schon das Briefing?
@Achim: Wer hat das gemacht, oft weißt Du ja, ob in-house oder extern?
Ich schließe mich Chris an. Das neue Logo wirkt moderner.
Was für mich aber einer der wichtigsten Aspekte einer Bildmarke ist, ist die einheitliche Wirkung in verschiedensten Größen. Da sah ich beim alten Logo immer das Problem, dass die Trennungen vom S zum Rahmen eh in einer sehr kleinen Darstellung verschwimmen und dann wie ein einheitlicher ungebrochener Block aussieht. So wie das neue dann nun. Finde die Änderung diesbezüglich logisch.
Hier kann ich nicht zustimmen. Auf Drucksachen aber im speziellen auf den Produkten ist das Logo sehr klein abgebildet und dort sind aus eigener Erfahrung die Abstände zwischen Rahmen und S sauber und deutlich zu erkennen. Wenn etwas verschwimmt, dann liegt es meiner Meinung nach an einer falsch verarbeiteten Logo-Grafik. Dies sollte im professionellen Marketing nicht vorkommen und durch die immer höhere Auflösung der Anzeigegeräte ebenso bald kein Kriterium mehr sein, nachdem man sich hier richten müsste.
Wenn natürlich der Betrachter eine Brille bräuchte, diese aber nicht aufsetzt, hilft auch die schärfste Grafik nichts… ;-)
Natürlich sollte man bei Abbildungen immer eine möglichst hohe Schärfe anstreben. Ich meine aber wirklich kleine Abbildungen, bei denen optisch dann geringste Abstände nicht mehr sichtbar sind.
In der Bildergallerie sieht man z.B. die Logo-Historie von Sennheiser, in der die Logos trotz einer hohen Auflösungen aber “nur” 25px breit sind und einfach zu klein um die Abstände noch darstellen zu können. Ausgedruckt würde es evtl. bei einer Breite von unter 4mm auch schon schwierig werden.
Ich sage ja nicht, dass es falsch sei. Es ist nur ein Aspekt der mir persönlich wichtig ist. Und ich war erfeut, dass das neue Logo dieses Problem nicht hat, und man es (unabhängig von der Anwendung im professionellen Marketing) bei Darstellungen, Aufzählungen, Auflistungen oder Erwähnung des Sennheiser Logos, direkt erkennen kann.
Danke Achim für das Update, vor allem auch für die Einblicke in die Beweggründe seitens Sennheiser!
Es zeigt sich, dass hier wohl doch sehr viel reale Umsetzbarkeit mit reingespielt hat, was ich begrüßenswert finde. Dass der Drift in Richtung Consumer-Bereich beabsichtigt war, bestätigt sich auch in den Aussagen. Die Schrift finde ich auch weiterhin eher mittelmäßig bis beliebig, auch wenn es nicht die originale Helvetica ist ;)
@Achim: Diese tieferen Einblicke “ins Briefing”, mal ab von den immer zitierten Pressemitteilungen, finde ich allgemein recht spannend. Meinst du, wir könnten sowas häufiger zu sehen bekommen?
Danke David. Ich teile Deine Einschätzung. Hintergrundinfos, insbesondere wenn sie von den verantwortlichen Designern kommen, machen ein solches Redesign-Projekt greifbarer, nachvollziehbarer. PR-Texte bleiben oftmals nur an der Oberfläche, halt auch, weil die Empfänger dieser Texte das breite Publikum sind. Deshalb lasse ich von Unternehmen bereitgestellten PR-Sprech (in den allermeisten Fällen) auch nicht unkommentiert. Mir ist sehr wichtig, dass das dt nicht als Werbeplattform für Marken/Unternehmen verstanden wird.
Dort, wo ich es inhaltlich für sinnvoll und zeitlich für machbar halte, kann ich mich zukünftig noch intensiver um „Insides“ bemühen. Dank Dir für die Anregung!
Vielen Dank, Achim, für das Update mit den vielen Zitaten. So ein umfassendes Denken und Umsetzen ist vorbildlich.
Ein wenig ekelhaft, wie ein gutes Redesign derart zerissen wird. Der Sprung ist nicht riesig, es ist ein evolutionäres Redesign, wirklich gravierende handwerkliche Mängel sind nicht vorhanden (eher geschmäcklerisch, man könnte dies oder das anders machen, muss man aber nicht), die eindeutige Strategie einen konsumigeren/massenmarkigeren Auftritt mit dennoch gewährleisteter Wiedererkennbarkeit zu schaffen wird konsequent ignoriert.
Kritisch betrachten ist eine Sache, aber was hier im DT in letzter Zeit oft gelesen wird ist absolut unbegründetes “Designbashing”, bei dem ich mich frage, ob die hiesigen Kommentatoren überhaupt schon mal für größere Kunden gearbeitet haben.
Ein globales Unternehmen wie Sennheiser, das eine wirklich breit gefächerte Zielgruppe hat (professionelle Anwendung, “medizinisch”, Endverbraucher von jung bis alt) MUSS eine gewisse Generik aufweisen, mit einem spitzen Design spitzt man am Ende auch nur die Zielgruppe zu, was definitiv NICHT Ziel eines derartigen Unternehmens ist.
Wäre Sennheiser jetzt nur auf Sound- und Technikfreaks spezialisiert könnte ich einige Kommentare ansatzweise verstehen – genauso wie eine reine Konsumenten- bzw Lifestylemarke noch deutlich weniger technisch auftreten könnte (zB wie Urbanears, Aiaiai). Ist aber nicht so. Sennheiser muss bzw. möchte einen ziemlichen Spagat schaffen zwischen den verschiedensten Zielgruppen, dafür ist das Redesign durchaus gut und gelungen. Ein wenig kommt das Gefühl auf, das Begriffe wie strategische Ausrichtung, Zielgruppen und Konzeption Fremdwörter für viele heutige Designer sind.. hauptsache es ist schön ;-)
Und noch ein letzter Hieb zum Thema Helvetica-Bashing: Die Neue Helvetica ist eine ästhetische und vor Allem für globale Ansprüche sehr gut ausgebaute Schrift. In den Händen eines fähigen Designers bevorzuge ich die Helvetica jeder mittelmäßig ausgeglichenen und schlecht ausgebauten Trendschrift. Klar gibt es brauchbare Alternativen, nur mit der Helvetica würde ich auch nicht arbeiten, aber diese grundsätzlich auszuschließen, nur weil viele andere Unternehmen sie nutzen ist kurzsichtig. Manchmal wird ein Design sogar besser, wenn gewisse Gestaltungselemente (in diesem Fall die Hausschrift) sich bewusst zurücknehmen.
Mal davon abgesehen, dass die meisten nicht-Designer eine Helvetica eh nicht von anderen Helvetica-artigen Schriftarten unterscheiden könnten. Oder sie gleich für Arial halten. ;)
Im weiteren Verlauf Deines Kommentars, lieber Jonas, wird ersichtlich, was Du meinst. In dieser zugespitzten Form erscheint mir die Aussage allerdings falsch. Ich glaube nicht, dass ein Marke, ein Unternehmen „Beliebigkeit“ signalisieren muss, sehr wohl allerdings die Fähigkeit aufweisen sollte, auf unterschiedliche Zielgruppen attraktiv zu wirken. Ein zu extravaganter, zu technisch-nerdiger wie auch ein zu hippster-fashion-mäßiger Look könnte einige Gruppen verschrecken. Ich vermute das ist es, worauf Dein Kommentar an diesem Punkt abzielt?
Ansonsten kann ich Dir in Sachen Design-Bashing nur zustimmen. Das dt ist keine Plattform, auf der Designprojekte verrissen werden. Und das soll und wird auch so bleiben. Kritisch unbedingt – unsachlich, angreifend oder gar beleidigend nein. Es ist ein fortwährender Prozess eine solche Diskussionskultur aufrechtzuerhalten und zu pflegen. Das kann nur gelingen, wenn auch die dt-Leser unterstützen. Was das betrifft, bin ich ziemlich optimistisch :)
Danke für’s ausführen, meinte ich in der Tat so ;-) Designen kann ich, formulieren muss ich wohl noch etwas üben.
Ein Bashing ist gar nicht nötig, da es keine Helvetica ist. Schon allein die Ziffern oder der i-Punkt. Geht schon eher Richtung “Circular” (wie sie auch auf Spotify verwendet wird) oder die “San Francisco” von Apple.
In Anbetracht eines Re-Designs hat Sennheiser hier einfach sehr gute Arbeit geleistet. Manchmal ist weniger einfach mehr. Über Fonts werden sich die Mäuler in Zukunft immer zerreißen… genau wie das Flat-Design. Es ist eben einfach modern und im Trend und wird immer Trendthema sein. Was will man mehr? Wäre Sennheiser mit einem “mutigen” komplett neuen Konzept um die Ecke gekommen, würde es noch einen größeren Aufschrei geben. Also… Alles richtig gemacht!
@Jonas…. Du sprichst mir einfach aus der Seele.
behutsame überarbeitung – wiederkennbar – schneller erfaßbar? – aber etwas eleganter, mit “feinem sound” hätts schon sein können…
Mir will das modifizierte Logo nicht gefallen. Es erinnert mich irgendwie an ein Wasserverkehrszeichen an einem Kanal oder einer Schleuse.
Leute!
Seht euch mal den Schriftzug an. Heilige Maria. Ich weiß gar nicht ob ich es lustig oder traurig finden soll, dass beispielsweise das »SE« eher zusammenklebt und das »EN« dann krass viel Abstand dazwischen hat.
Ach was schreibe ich nur – der Schriftzug sieht exakt so aus:
SE N N H E ISE R
Und die Bildmarke war zuvor deutlich erotischer. So schön geometrisch und kantig. Jetzt erinnert es mich an Billabong oder Pepsi und ist krass austauschbar. Es hat jegliche Individualität verloren. Auch sehe ich keinen Zusammenhang zwischen der Wort- und der Bildmarke. Abstände und Strickstärken wurden ja mal null angepasst.
Wie heißt die Agentur nochmal? Will mich da mal nur eben als Designboss bewerben.
Ach herrje, was eine Arroganz…man könnte anhand des Kommentars meinen hier hätte ein gestalterisches Desaster stattgefunden, aber die angesprochenen Probleme kann ich in keinster Weise nachvollziehen.
Ja, mag sein dass die Spationierung hier nicht ganz optimal gelungen ist, aber zu behaupten es wäre nun austauschbar und hätte jegliche (!) Individualität verloren…na, das finde ich doch weit hergeholt. Es wurden realistisch gesehen nur marginale Änderungen vorgenommen, so marginal, dass sie Karl Otto von nebenan vermutlich nicht mal auffallen werden. Sennheiser bleibt Sennheiser, nur halt ohne blauen Kasten.
Ja, Billabong hat ebenfalls ein Logo in Schwarz/Weiß, sonst besteht hier aber keine wirkliche Ähnlichkeit, von dem Pepsi-Vergleich mal ganz zu schweigen.
Kann es sein, dass hier einfach gemeckert wurde, rein um des Meckerns Willen?
So scheint es mir zumindest.
Ich für meinen Teil finde, dass Redesign hat der Gesamtoptik gut getan.
Es wirkt deutlich moderner durch die schlankere Schrift, edler durch die Farbgebung – und bleibt dank der Bildmarke trotzdem Sennheiser, keine Verwechslungsgefahr gegeben, meiner Meinung nach.
Der neue Schriftzug geht in die gleiche Richtung wie der Alte, die Wiedererkennbarkeit ist durch die S-Form auf jeden Fall noch gegeben. Ich glaube aber nicht, dass die Rücknahme von Kontrast in den Linienstärken hier von Vorteil ist. Etwas weniger “weniger” wäre hier evtl. mehr gewesen. So geht ein Merkmal des alten Logos auf jeden Fall verloren.