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sei welt sei meister

IAAF Plakat Berlin

In zwei Wochen startet in Berlin die IAAF Leichtathletik-WM. Neben dem Plakatmotiv „Bolt gegen Gay“, mit dem das WM-Organisationskomitee derzeit für die Großveranstaltung wirbt, kommt auch das Maskottchen Berlino zum Einsatz, das in Verbindung mit einen Slogan der Hauptstadtkampagne Sei Berlin auftritt: „sei welt, sei meister, sei berlin“.

Nun ja, das Arbeiten mit Maskottchen ist sicherlich eher eine undankbare Aufgabe für Gestalter.

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Dieser Beitrag hat 33 Kommentare

  1. die gestaltung ist so unterirdisch, dagegen ist das wm-logo eine wahre stilikone.
    und ich dachte berlin wäre die unesco-city of design.
    warum müssen wir uns in der öffentlichkeit immer so blamieren?

  2. Das Maskottchen ist ja eher so 50er-Jahre-Style.
    Hatte bestimmt noch jemand in irgend ner Schublade.

  3. Über die Qualität dieser Gestaltung lohnt es sich wohl nicht zu diskutieren, es sollte mich wundern, an dieser Stelle einen positiven Kommentar zu finden.
    Was mich in diesem Zusammenhang – ein weiteres Mal – irritiert, ist die Tatsache, dass es solche Dinge überhaupt regelmäßig bis in die Öffentlichkeit schaffen. Wer entscheidet da unter welchen Gesichtspunkten? Wenn ein betriebsblinder Kleinunternehmer ohne nennenswerte Sachkenntnis eine einsame Bauchentscheidung trifft und das zu »stark verbesserungsfähigen« Ergebnissen führt, mag das noch nachvollziehbar sein, aber bei Projekten wie einer Weltmeisterschaft wird doch für das Ergebnis höchstwahrscheinlich irgendein Gremium verantwortlich zeichnen, von dem ich mich frage, wie es sich zusammen setzt und warum offensichtlich niemand im Bereich Kommunikation/Gestaltung Bewanderter hat Einfluß nehmen dürfen, um zumindest auf die formalen Widersprüche hinzuweisen: Die Laufbahn spricht zu uns? Der Bär ist in dieser Haltung offenbar unveränderlich vorgegeben – warum ist die Bahn dann so platziert, dass das Maskottchen quer drüber rennen muss und im Ernstfall wohl disqualifiziert würde? Warum hat sie keinen Anfang? Wo ist der Horizont? Wie ist die Farbverteilung zu erklären?
    Andererseits – wir kennen die Gegenentwürfe nicht, so es denn welche gegeben hat …
    Den ausführenden Gestalter beneide ich jedenfalls nicht um seine Aufgabe; ich kann mir gut vorstellen, wie ab einem bestimmten Punkt Resignation eintritt und nur noch Anweisungen Folge geleistet wird.

  4. die farben erklären sich wohl aus der im berliner olympiastadion verlegten blauen tartanbahn, welche im kontrast zur rasenfarbe steht.
    alles andere ist einfach nicht zu erklären.
    warum findet ein solches machwerk den weg in die öffentlichkeit ?
    maskottchen sind schon hoch fragwürdig – eines das wirklich selbst untalentierteste zeichner ( ich z.b ) hinhudeln können , umso mehr.
    warum englisch ? warum deutsch ? warum klein ? warum groß ? warum kursiv ? warum verzerrt ? warum serifen ? warum in der guten zeit keine ? typografisch , gestalterisch und konzeptionell ist dies ein paradebeispiel dafür, warum es überhaupt den beruf des mediendesigners aka kommunikationsdesigners aka etc. … geben sollte.
    geisterbahn für gestaltungsgrufties.

  5. Mir gefällt es auch nicht. Aber müssen wir hier mittlerweile Stil und Ausdrucksweise wie beispielsweise bei mediengestalter.info pflegen? Bitte nicht.

  6. „Have a good time.“ musste jetzt auch unbedingt noch mit auf das Plakat gequetscht werden.

    Das gesammte Plakat kann man, trotz der CD Maßgaben, betimmt oder ganz bestimmt noch besser umsetzen. Wollte man aber bestimmt, ganz bestimmt nicht. Was ich für das „be Berlin Image“ ziehmlich Schade finde. So meine Freunde wirkt Berlin ganz schön billig. Das kann natürlich auch an den Farben und der Plakativen Sprechblase liegen in knallrot, wie sie im Kaufmarkt um die Ecke prangert. Echt billig. (steht da auch meistens drin)

  7. Was am merkwürdigsten ist, wie dieses offizielle Werbemittel (auch in gaaaanz groß auf Doppedeckerbussen zu sehen) mit der beBerlin Sprechblase umgeht. Sonst nur im Stadtbild (in der ersten Phase sollen wir Berliner ja beBerlin werden, wie immer das auch geht) nur in streng rechtwinkliger Form zu sehen, ist es hier merkwürdig verbogen. Naja, die Kampagne ist ja auch merkwürdig gebogen mit ihren Dreiklängen zu allem möglichen. Und dann noch gegen jede Regel umklatscht mit vielfältiger 80er Deko.

    Aber vielleicht ist gerade dieses Motiv Ausdruck der Berliner Zustände in den Köpfen derer, die hier die Politik bestimmen. Die haben im Zweifel ja nichts mit den Kreativen und denen zu tun, die die Unesco City of Design meint, sondern sind im Berlin der 70er und 80er groß geworden. Und finden dann Maskottchen im Fix und Foxi stil süß und Design ist ja nur Deko und nicht Transporter von Inhalten…

Kommentare sind geschlossen.

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