Schweizerische Post gibt sich neues Logo
Die Schweizerische Post gibt sich aus Anlass ihres 175-jährigen Bestehens ein neues Logo. Das neue Logo ist simpler als bislang und soll zum verbindenden Element der Sprachregionen werden. Künftig gibt es für die Post in der ganzen Schweiz nur noch ein Logo.
Zum 1. Januar 2024 feiert die Schweizerische Post ihren 175. Geburtstag. Zu diesem Ereignis modernisiert die Post ihr Logo. „Ein Land, das sich bewegt, brauche eine Post, die dies auch tut“, wie es im begleitenden Video zum Redesign heißt. Das nunmehr auf das Schweizerkreuz samt in schwarz gesetzten Großbuchstaben „P“ reduzierte Logo sei Ausdruck der sich verändernden, zukunftsorientierten Post.
Auszug der Pressemeldung
Mit dem neuen Logo macht sich die Post auch optisch fit für die Zukunft: Als das zentrale Element im Auftritt der Post wird das Logo frischer, kompakter, einfacher in der Anwendung und ist auch für digitale Kanäle universell einsetzbar. Dass die Post unter dem neuen Logo reiche Traditionen und Neues verbindet, ist auch Roberto Cirillo wichtig: «Der neue Markenauftritt pünktlich zum 175-jährigen Jubiläum widerspiegelt eine moderne Post als Motor für eine moderne Schweiz. Zudem ist das Logo Ausdruck der sich verändernden, zukunftsorientierten Post», sagt Roberto Cirillo, Konzernleiter der Post.

Das neue Logo wird einfacher. Es besteht aus einem stilisierten roten Schweizerkreuz mit einem schwarzen „P“ auf postgelbem Hintergrund. Die bisher in vier Sprachen (Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch) gesetzten Bezeichnungen „Die Post“, „La Poste“, „La Posta“, „Swiss Post“ entfallen. Das bisherige Logo / Corporate Design wurde 1998 eingeführt. Künftig gibt es für die Post in der ganzen Schweiz nur noch ein Logo. Das Logo werde dadurch zum verbindenden Element der Sprachregionen. Die Farbe Postgelb ist nach wie vor das dominante farbliche Element des Logos und der Marke Post insgesamt. Die Farbe sorge für eine sofortige Wiedererkennung und Identifikation.
Auf den Fahrzeugen von PostAuto, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der Schweizerischen Post, kommt neben dem neuen Logo weiterhin auch das Posthorn-Zeichen zum Einsatz.
Entstanden ist das neue Corporate Design der Post in Zusammenarbeit mit Jung von Matt BRAND IDENTITY (Zürich).
Kommentar
Super kompakt, maximal flexibel, prägnant und zeitgemäß. Ein schwarzes P mag als Absender einer Marke nicht sonderlich identitätsstiftend sein. In Kombination mit dem als Outline angelegten roten Schweizerkreuz und insbesondere im Zusammenwirken mit der Farbe Gelb entsteht jedoch ein memorierbares Zeichen und eine Basis für eine eigenständige Markenidentität.
Ein im Umfeld von Facebook geäußerter Einwand, das Logo ähnele jenem der Swiss Paraplegic Foundation, halte ich für wenig schlagkräftig. In beiden Fällen wird die Bildmarke aus einem Kreuz und dem Großbuchstaben P gebildet, das ja. Davon abgesehen unterscheiden sich nicht nur die beiden Logos konzeptionell, im Aufbau wie auch im Ausdruck stark, auch das Corporate Design insgesamt ist grundverschieden. Verwechslungsgefahr besteht in keiner Weise.
Offensichtlicher als eine Ähnlichkeit im Formal-Ästhethischen, ist etwas anderes, nämlich der mit diesem Schritt zur Vereinfachung der Formgebung, somit zur „Verdichtung“ im Visuellen verbundene Trend. So verzichtet etwa die Österreichische Post seit 2019 auf die Bezeichnung „Post“, um stattdessen das Posthorn zu vergrößern. Viele Marken und Unternehmen wie Langnese, Bahlsen oder Wagner Pizza setzen im Zuge der Markenausrichtung stark auf die bestmögliche Sichtbarkeit (Awareness) und auf größere Logodarstellungen. Bei der Schweizerischen Post ist es das rote Schweizerkreuz und ein schwarzes P, die nun als Bildmarke eine solche „Aufwertung“ erfahren.

Über die Gestaltung der Bildmarke und die konkrete Form lässt sich diskutieren. Für dt-Leser Jens, der mir die nachfolgende grafische Darstellung per E-Mail zusandte, ist der Raum zwischen Kreuz und P zu gering. Ein Kritikpunkt, den ich im Hinblick auf die eingeschränkte Skalierfähigkeit dieses Zeichens teile. Denn in kleinen Darstellungsgrößen des Logos, etwa als Favicon beziehungsweise aus größerer Distanz betrachtet, verschmelzen Kreuz und P. Im Hinblick auf die Prämisse verbesserter Sichtbarkeit sicherlich kein Ideal. Die Erkennbarkeit als Marke ist davon losgelöst jedoch gegeben, auch und vor allem der postgelben Farbe wegen.
Mediengalerie
- Schweizerische Post Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Schweizerische Post, Bildmontage: dt
- Schweizerische Post Logo Signage – vorher und nachher, Bildquelle: Schweizerische Post, Bildmontage: dt
- Schweizerische Post Logo, Quelle: Schweizerische Post
- Schweizerische Post Logo Evolution, Quelle: Schweizerische Post
- Schweizerische Post Branding, Quelle: Schweizerische Post
- Schweizerische Post Logo Visual, Quelle: Schweizerische Post
- PostAuto mit Logo, Quelle: PostAuto
- PostAuto Kennzeichnung / Straßenschild, Quelle: PostAuto
Weiterführende Links














Die Schweizer Paraplediker-Stiftung (www.paraplegie.ch/de/) hat nahezu das identische Logo.
Zwar nicht farblich, aber grafisch. Das finde ich fast schon verstörend, da ja beide aus dem
selben Land sind. Da wurde wohl die Markenrecherche etwas vernachlässigt.
Immerhin nimmt es die Paraplediker-Stiftung mit Humor.
Siehe Achims Gedanken dazu im Haupttext dieses Beitrags.
Hallo fuse, stimmt, das ha habe wohl ich das genaue Lesen des Kommentars vernachlässigt. Es stimmt schon, das gesamte CD ist unterschiedlich, aber als eigenen Anspruch kann es mAn nicht genügen, ein sehr ähnliches Signet zu “reproduzieren”. Besonders, wo doch das Signet der Post aus den 80er-Jahren eigentlich schon recht gut und einmalig ist.
Das mathematische Pluszeichen und das Schweizerkreuz sind sich optisch ähnlich. Sie unterscheiden sich lediglich in der Länge und in der Dicke der Striche / Balken.
In diesem Fall jedoch sind meiner Ansicht nach weder die Zeichen optisch ähnlich, noch halte ich den Begriff „reproduziert“ für angemessen, da er doch impliziert, man hätte abgekupfert. Die Anführungszeichen ändern nichts daran.
Bin ich der einzige hier, der eine Art Retrologo erkennt? Quasi als Neuauflage des PTT-Logos von 1982.
Nein. Auch ich sehe klar ein gewisses Zurück-zu-den-Wurzeln.
Es ist einfach, es ist universell, es mag mordern sein. Gut, dem stimme ich bei.
Es ist aber auch maximal statisch und damit meiner Meinung nach als Logo für die Post ungeeignet. Was soll das denn assoziieren? Die Post steht? Der Parkplatz für Ihre Pakete?
Ich habe wenig Erfahrung mit der Schweizer Post, aber ich vermute, dass es auch da ab und an zu Auslieferungen kommt. Für mich ist das ein Schritt in die falsche Richtung.
Na dann…
https://www.20min.ch/story/zu-aehnlich-paraplegiker-stiftung-sagt-post-logo-den-kampf-an-567103229319
[…] die Schweizerische Post sich im Frühjahr 2023 ein neues Logo zugelegt hat, ist es nun die Tochtergesellschaft Postfinance, die einen solchen Schritt vollzieht […]