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Schweizer Radio: Aus DRS wird SRF

Senderlogos SRF

Senderlogos SRF

Das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) hat seine Radiomarken überarbeitet. Zu Ende 2012 wird für alle Sender ein neuer Name und ein neues Erscheinungsbild eingeführt. Aus Radio DRS wird dann Radio SRF. Die Umstellung folgt der bereits 2011 beschlossenen Markenstrategie, innerhalb der sich alle Sender konsequent an der Dachmarke SRF ausrichten.

Senderlogos SRF DRSGegenüber Blick.ch, das die neue Logofamilie den Senderlogos der BBC gegenüberstellt und somit eine optische Verwandtschaft nahelegt, sagte Andrea Hemmi, Leiterin Unternehmenskommunikation SRF: „Natürlich haben unsere Gestaltungsspezialisten auch die Brandings anderer Medienunternehmen wie BBC oder France Télévision studiert. Ziel war dann, Logos mit hoher Eigenständigkeit zu kreieren, in welchen die Familienzugehörigkeit zu SRF trotzdem klar zum Ausdruck kommt.“

SRF lanciert die neuen Sendermarken zeitgleich mit dem Relaunch des Web-Auftritts www.srf.ch zu Ende 2012. Sämtliche multimedialen Angebote werden ebenfalls an der Dachmarke SRF ausgerichtet.

Dieser Beitrag hat 23 Kommentare

  1. Die angesprochene “Markenstrategie” wurde hier mehr als nur halbherzig umgesetzt. Klingt für mich stark nach “Eure Vorgabe: Quadratisch-farbiger Hintergrund mit Zahl oder Radioname in der Mitte – den Rest könnt ihr mit den Photoshop-Ebeneneffekten individualisieren!”

    Das einzige, was alle Logos gemeinsam haben, ist die Tatsache, dass sie quadratisch sind. Alles andere ist zu verschieden ausgeprägt: Einmal steht die Zahl im Vordergrund, ein anderes mal ein Schriftzug (“Musikwelle”) und das andere mal ein Buchstabe. Einige sind mit einem Schlagschatten versehen, eines ist stattdessen mit einer “Hintergrundbeleuchtung” ausgestattet.

    Besonders negativ fällt mir das “virus.ch”-Logo auf. Der weiße und nicht hübsch aussehende Buchstabe auf einem viel zu hellen grün, dann noch dieser Photoshop-typische innere Schatten, der noch nicht einmal perspektivisch richtig ist (vgl. beide Ecken des V) – einfach grauenhaft. Am angenehmsten finde ich das SRF-Kultur-Logo (2. Logo). Sowohl die Farbwahl als auch die Typografie ist extrem gut gelungen.

  2. Beide Sender stehen vor dem Problem ihre vielfältigen Inhalte visuell zusammen zu bringen ohne sie uniform erscheinen zu lassen, was durch die Effekte versucht wird. Insofern finde ich die Parallelen nicht der Rede wert. Die Benennung durch Zahlen existierte bereits, die Differenzierung durch Farben ist naheliegend und Kreis bzw. Quadrat sich beides keine grafischen Elemente voller Individualität.

  3. Es scheint ein Volkssport unter dt-Nutzern zu sein, immer und überall nach Ähnlichkeiten zu suchen. Wenigstens wurde in diesem Falle das Melbourne-Logo nicht bemüht. Zu den BBC-Logos eine Ähnlichkeit zu finden ist wahrlich nicht schwer, aber auch ebenso einfach zu erklären: Beide Logowelten sind eben extrem zeitgenössisch, die neuen SRF-Logos vor diesem Hintergrund aufgrund ihrer App-esken Optik sogar als besser gemacht zu betrachten. Ich würde jedoch nicht so weit gehen zu behaupten, hier hätte jemand abgeguckt, die ENtwicklung ist vielmehr als natürlich zu betrachten.

    @ Daniel S: Dass sich die einzelnen Sernder in dem Konglomerat optisch unterscheiden, ist ebenfalls nur natürlich, schließlich stecken dahinter auch verschiedene Sendekonzepte. Dass ein Kultursender anders ausschaut als eine Technostation, liegt dabei auf der Hand. So lässt sich auch die wenig dezent trutschige Anmutung des Musikwelle-Logos erklären. In diesem Zusammenhang von “halbherzig” zu sprechen, halte ich für einen falschen Ansatz.

    Über die Umsetzung lässt sich auf subjektiver Ebene natürlich streiten: Man kann’s hübsch finden oder nicht. Objektiv muss, denke ich, gesagt werden, dass sie technisch sauber umgesetzt sind, typografisch hervorragend (auch wenn die verwendete Schriftart vielleicht nicht jedem gefällt) und trotz Eigenständigkeit eine Einheit bilden. Übrigens sehe ich auch in dem Schatten des Virus-Logos keinen Fehler, vielmehr ist der weiße Hintergrund gegen die hellgrüne “Schablone” leicht geneigt, sodass die Schatten oben länger sind als unten.

    Ich find’s gut.

  4. Finde den Ansatz gut, aber leider nicht konsequent durchgezogen. Auf die Effekte (Schatten, Glow) hätte man auch ohne Probleme verzichten können. Z.B. die Schattenkanten bei der 3 machen diese auf Anhieb eher schwerer erkennbar. Sicher sollte jedes Logo eine Eigenständigkeit bekommen. Fraglich ist nur, ob man diese über Photoshop-Effekte erzielen sollte: Glow, Schatten nach aussen, Schatten nach Innen usw. Während das bei dem 1er-Glow noch funktioniert finde ich den Schatten bei der 2 nur aufgesetzt.

    Auch verstehe ich nicht, warum nicht, wie bei den anderen Logos auch, einer der Striche des V aus dem Wort VIRUS besteht?!

    Der schon angesprochene Farbumtausch bei Musikwelle und Virus ist tatsächlich unglücklich, wobei grün durchaus die bessere Farbe wäre, um den Begriff VIRUS zu untermalen.

    Die 2 kippt für mich übrigens visuell nach rechts. Keine Ahnung warum, Vielleicht hat es mit dem Schatten zutun.

    Alles in allem finde ich die neue Richtung aber gut, wenn nur etwas zu Effekt-verspielt.

  5. @Wolle

    >> “Dass sich die einzelnen Sernder in dem Konglomerat optisch unterscheiden, ist ebenfalls nur natürlich, schließlich stecken dahinter auch verschiedene Sendekonzepte. Dass ein Kultursender anders ausschaut als eine Technostation, liegt dabei auf der Hand. So lässt sich auch die wenig dezent trutschige Anmutung des Musikwelle-Logos erklären.”

    Das unterschiedliche Zielgruppen andere Vorstellungen vom Logo haben, ist natürlich nicht von der Hand zu weisen. Dennoch sollte man sich dann die Frage stellen, ob ein gemeinsames Logokonzept dann noch Sinn macht. In diesem Fall ist man einfach nicht konsquent genug gewesen: Entweder man hätte es bleiben lassen sollen, oder alle Logos hätten mehr Ähnlichkeit verlangt. Dieser Zwischenweg war aber einfach schwach – meiner Meinung nach.

  6. Die Ähnlichkeit zu den BBC-Logos zu kritisieren bzw. diese als besonders markant darzustellen scheint mir ein lächerlicher Versuch der Kritik. Ist wahrscheinlich eine von 10 Logoreihen, welche den Kommentatoren überhaupt direkt in den Kopf kommt und wollen dann gleich mit ihrem “umfassenden Fachwissen” prahlen. (So viel zur Polemik.)

    Grundsätzlich sollte man den Gestaltern schon zutrauen, dass sie sich vorher die Designs aller großen europäischen Sendergruppen angeschaut und daraus ihre fachmännischen Schlüsse gezogen haben. Denn auch wenn man über Geschmack und Umsetzungen immer streiten kann, kann man sicher sein, dass hier nicht ein Jugendradio-Hörer mit nem raubkopierten Photoshop dran saß.

    Meine Meinung: Genial sind die Entwürfe sicherlich nicht. Insbesondere Musikwelle wurde ja (wie ich finde) zu Recht mehrfach kritisiert. Wenn man das ganze aber einfach mal im Vergleich mit den alten Logos betrachtet ist es sicherlich ein Riesensprung nach vorne, denn vorher schienen die Sender quasi gar keine Eigenständigkeit zu besitzen.

  7. Hat jemand noch ein paar Photoshop-Effekte für mich?

    Ich finde es zwar moderne als die alten, aber irgendwie wirkt es für mich arg gekünstelt. Irgendwie hab ich den Eindruck, da wollte jemand mal so die “aktuellen Styles” (mir fällt grad kein passenderer Ausdruck dafür ein, hoffe man weiß was ich damit meine) ausprobieren und hat jeden in einem der Logos ausprobiert.

  8. @ Daniel S: Nur werden in den allerseltensten Fällen tatsächlich wie in obigem Beispiel alle Logos nebeneinander präsentiert, vielmehr müssen sie auch für sich allein stehen können – was sie, meine rMeinung nach durchaus können.

    P.S.: Seit wann sind Effekte in Photoshop eigentlich non grata? Habe ich was verpasst?

  9. Kommt es nur mir so vor, dass SRF 1 bedeutend große Ähnlichkeit mit dem Illustrator Logo von Adobe hat?

  10. @Wolle

    Das mit den PS-Effekten war von meiner Seite aus völlig wertfrei gemeint.
    Ich weiß nur nicht, ob ich so viele verschiedene eingesetzt hätte.

Kommentare sind geschlossen.

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