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Schwedische Fußballligen Allsvenskan und Superettan erhalten neue Logos

Allsvenskan Superettan Logos, Quelle: svenskelitfotboll.se
Allsvenskan Superettan Logos, Quelle: svenskelitfotboll.se

Allsvenskan Superettan Logos, Quelle: svenskelitfotboll.se

Auch wenn sich der Profifußball in Schweden derzeit noch im Winterschlaf befindet – die Saison beginnt Ende März –, gibt es eine Veränderung zu vermelden. Die beiden höchsten Fußball-Ligen des Landes, die Allsvenskan und die Superettan, haben dieser Tage neue Logos präsentiert.

Offiziell eingeführt werden die Logos der beiden Fußball-Liegen zum Start der Saison 2019 Ende März. Die neuen Signets seien, wie es seitens der Interessenvertretung der schwedischen Fußballvereine Swedish Elite Football (SEF) heißt, besser für den Einsatz in den digitalen Medien geeignet als die derzeit noch im Einsatz befindlichen Logos, die 2008 eingeführt wurden.

Auszug der Pressemeldung

”We are proud of our role in society. Regardless of where you live, no matter who you are, we want you to feel connected with Allsvenskan and Superettan, it has been the foundation of our identity work. The new solution should breathe football, be simple and stylish but at the same time give a nice premium feeling”, says Carl-Henric Stjerna, Brand Manager at Svensk Elitfotboll.

Die neue visuelle Identität sei responsiver und flexibler als das aktuelle System und biete dadurch ganz neue Möglichkeiten hinsichtlich der Darstellung und Kommunikation im Umfeld digitaler Medien wie auch auf LED-Bildschirmen. Während das Logo der Allsvenskan auch weiterhin in blau angelegt ist, tritt die Superettan fortan in grün und damit mit einer neuen Hausfarbe in Erscheinung.

Zusätzlich zu den beiden Ligenlogos wurden darüber hinaus 32 Logo-Varianten geschaffen, die in den Farben der Vereine angelegt sind. Diese in Schildform gehaltenen Abzeichen sollen auf den Ärmeln der Trikots platziert werden. Die Verantwortlichen versprechen sich von dieser Maßnahme, die Zugehörigkeit und die Verbindung von Vereinen, Ligen und Fans besser darstellen zu können. Ein Konzept, das bereits vor fünf Jahren im Zuge des Redesigns bei der Major League Soccer (MLS) Anwendung fand und nun offenbar adaptiert wird.

Allsvenskan 2019 Club Logos, Quelle: svenskelitfotboll.se
Allsvenskan 2019 Club Logos, Quelle: svenskelitfotboll.se

Kommentar

Selten solch ein Kuddelmuddel gesehen, wie man im Norden sagt. Die Varianz innerhalb der Vereinslogo-Adaptionen (Abb. oben) ist derart groß, dass die eigentlichen Marken, nämlich die beiden Ligen, völlig untergehen. Zu allem Überfluss ist in den Ärmelabzeichen auch noch der Hauptsponsor (DHL) enthalten. Liga + Verein + Hauptsponsor = Kakophonie visueller Botschaften.

Damit ein solches Konzept, wie es bei der MLS zur Anwendung kommt, funktioniert, bedarf es eng gefasster Gestaltungsvorgaben. Lediglich die Farben, nicht jedoch die Form als solche, dürfen verändert werden. Dass in diesem Fall ein heilloses Durcheinander herrscht, liegt auch daran, dass der umgebende sechseckige Korpus des Ärmelabzeichens in keinem Zusammenhang mit den beiden kreisrunden Ligenlogos steht und wie ein Fremdkörper wirkt.

Weshalb die neuen Logos besser für den Einsatz in den digitalen Medien geeignet sein sollen als die bisherigen, erschließt sich mir zudem nicht. Aufgrund ihres polierten Äußeren schauen die Logos allesamt aus, als seien sie in den frühen 00er-Jahren entstanden. Konzeptionell wie gestalterisch hat sich Svensk Elitfotboll damit ein echtes Eigentor geschossen.

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Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 18 Kommentare

  1. Ich bin als jemand, der recht viel schwedischen Fußball schaut, auch nicht gerade angetan von den neuen Logos.
    Als die Ankündigung kam, dass in Kürze neue Ligalogos präsentiert werden würden, war mein erster Gedanke tatsächlich auch, warum man überhaupt ein Redesign für nötig befunden hat. Ich mochte die alten Logos eigentlich immer ganz gerne.
    Interessanterweise halte ich die für die Vereine personalisierten Logos aber für die einzige positive Entwicklung. Mein Lieblingsverein (DjurgÃ¥rden) hat auch ein gestreiftes Logo bekommen (das hellblau-dunkelblau-gestreifte, obere Reihe, mittig), was aber ohne die traditionellen Streifen auch nicht gut funktioniert hätte, weshalb ich zumindest mit dem Logo recht zufrieden bin.
    Eines der Hauptprobleme des kompletten Redesigns bleibt schlichtweg der Sponsor im Logo, der ja nun wirklich auch keine dezente Farbe nutzt.

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