Runter vom Gas – Kampagne

Just in diesem Moment stellt Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee die Runter-vom-Gas-Kampagne in einer Pressekonferenz in Berlin vor. Die Kampagne setzt bewusst auf die Angst, um Menschen dazu zu bewegen langsamer zu fahren. Jährlich sterben in Deutschland rund 5.000 Menschen bei Verkehrsunfällen. Die Informationskampagne von BMVBS und DVR soll vor diesem Hintergrund die Menschen in Deutschland aufrütteln und für eine breite gesellschaftliche Diskussion zum Thema Verkehrssicherheit sorgen.

Sowohl der Fernsehspot, als auch die Anzeigenmotive vermitteln die Botschaft der Kampagne auf eindringliche Weise. Hier ein Auszug aus dem Pressetext: „Die Kampagnenmotive zeigen glückliche und anscheinend sorglose Momentaufnahmen von Familien, Paaren und Freunden. Diese Bilder stehen in Kontrast zu den Todesanzeigen und den damit verbundenen Gefühlen von Trauer und Unglück. Jedem einzelnen Motiv liegt eine wahre Geschichte zu Grunde.“

Runter vom Gas Anzeigen

Der Startschuss für die Kampagne ist mit einem Termin kurz vor Ostern sehr gut gewählt. Der Spot ist exzellent umgesetzt und auch der Kontrast von lachenden Gesichtern und Todesanzeigen wird vermutlich seine Wirkung nicht verfehlen. Die Namen sind fiktiv. Zusammen mit den Bildern kommt sehr gut rüber, dass es jeden treffen kann.

Im Impressum der Microsite stehen unter „Redaktion und Betreuung“ Scholz & Friends. Wer nähere Infos zur Kreation der Kampagne hat, kann diese ja gerne in einem Kommentar ergänzen.

40 Kommentare zu “Runter vom Gas – Kampagne

  1. @Achim:wobei ich bei dem gebrochenen Handgelenk das sich wieder „regeneriert“ wegschauen musste… xD
    Ich finde aber die irische Version besser. Heut zu tage muss man einfach auch mal richtig geschockt werden, damit man über etwas nachdenkt. Es kommen zu viele tragische Bilder aus aller Welt in den Nachrichten, sodass wir schon zu „abgehärtet“ sind, um auf so eine „verharmloste“ Darstellung unsere Fahrweise bereitwillig zu ändern.

  2. @ Daniel … der erste Spot könnte eher für ne Werbung zum Thema Sicherheit und Airbags sein … das schockt der irische Commercial mehr …

  3. Als ich die Überschrift gelesen habe, musste ich erstmal an Gas im Sinne der Chemie denken. Bei den Bildern war es dann klar.

    Liegt vielleicht nicht unbedingt an der Kampagne. Habe letztens die Nachricht über den zuhohen Gaspreis bekommen. ….

  4. Der Spot ist wirklich schön, die Plakate eigentlich auch. Hier stört mich allerdings das sehr prägnante Kreuz. Das hätte man sicher auch anders lösen können. Beispielsweise mit einem halbwegs aktuellen Datum in Verbindung eines kleinen Kreuzes — wie es bei Todesdaten üblich ist.

    Eine Kampagne, wie sie in Irland zu sehen ist, ist aber absolut abzulehnen. Aus solchen Lösungen spricht doch nur absolute Hilflosigkeit. Zudem ist soetwas auch schlecht breit anwendbar. Meinen Kindern würde ich so etwas definitiv nicht vorführen.

    So schön eine solche Kampagne auch ist, viel nützen wird sie wahrscheinlich nicht. Dazu sind sie nicht nachhaltig genug. Spätestens im nächsten Werbeblock ist alles vergessen.

    Man könnte es ja mal mit einer etwas pragmatischeren Lösung versuchen und zusammen mit den Fahrzeugherstellern kostenlose oder -günstige Fahrsicherheitstrainings für jedermann /-frau anbieten.

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