Runter vom Gas – Kampagne

Just in diesem Moment stellt Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee die Runter-vom-Gas-Kampagne in einer Pressekonferenz in Berlin vor. Die Kampagne setzt bewusst auf die Angst, um Menschen dazu zu bewegen langsamer zu fahren. Jährlich sterben in Deutschland rund 5.000 Menschen bei Verkehrsunfällen. Die Informationskampagne von BMVBS und DVR soll vor diesem Hintergrund die Menschen in Deutschland aufrütteln und für eine breite gesellschaftliche Diskussion zum Thema Verkehrssicherheit sorgen.

Sowohl der Fernsehspot, als auch die Anzeigenmotive vermitteln die Botschaft der Kampagne auf eindringliche Weise. Hier ein Auszug aus dem Pressetext: „Die Kampagnenmotive zeigen glückliche und anscheinend sorglose Momentaufnahmen von Familien, Paaren und Freunden. Diese Bilder stehen in Kontrast zu den Todesanzeigen und den damit verbundenen Gefühlen von Trauer und Unglück. Jedem einzelnen Motiv liegt eine wahre Geschichte zu Grunde.“

Runter vom Gas Anzeigen

Der Startschuss für die Kampagne ist mit einem Termin kurz vor Ostern sehr gut gewählt. Der Spot ist exzellent umgesetzt und auch der Kontrast von lachenden Gesichtern und Todesanzeigen wird vermutlich seine Wirkung nicht verfehlen. Die Namen sind fiktiv. Zusammen mit den Bildern kommt sehr gut rüber, dass es jeden treffen kann.

Im Impressum der Microsite stehen unter „Redaktion und Betreuung“ Scholz & Friends. Wer nähere Infos zur Kreation der Kampagne hat, kann diese ja gerne in einem Kommentar ergänzen.

40 Kommentare zu “Runter vom Gas – Kampagne

  1. Der Spot ist bestens umgesetzt, technisch als auch thematisch. Er verändert sicher nix am Problem, bleibt aber im Gedächtnis … Teilzweck erfüllt.
    Bei den gedruckten Motiven hätte ich mir noch etwas mehr Realität gewünscht und dafür weniger Models. In den Niederlanden gab es mal eine ähnliche Kampagne, bei der dann auf den Plakaten neben den fiktiven Protagonisten reale Unfallbilder (teils mit erschreckenden Details) zu sehen waren. Naja, aber wir sind dafür in Deutschland wohl etwas zu weich gespült. Hier muss es ja immer möglichst subtil sein.

  2. Schoene Kampagne. Die vom Land Brandenburg mit den Blumen finde ich von den hier gezeigten am Besten.

    Ich habe auch mal ein Video zu dem Thema gesehen, dass aus Feuerwehrsicht war. Das war auch nicht schlecht aber die finde ich bei youtube nicht.

  3. habe die plakate bereits in berlin live gesehen. sie haben sofort meine aufmerksamkeit geweckt. ich denke also, sie funktionieren.

  4. Anstatt einen Clip für Verkehrsicherheit zu sporten bei dem (oh Schauder) 5000 Menschen jährlich sterben, sollten sie das Geld lieber in eine ordentlich Antiraucherkampage packen um mehr als 100000 zu warnen.
    Unnötiger Aktionismus in meinen Augen.

  5. Diese Werbung ist einfach PERFEKT!

    zu viele Menschen fahren zu schnell. sogar man selbst!

    NUR SO bekommt man Menschen Wach!

    Zich mal besser als, „Raser sind sooooo cool“ werbung!!!

    Meiner Meinung nach, die Beste Kampagne die jemals gestartet wurde!

    Mindestens das selbe müssten de mit drogen und alk machen!
    damit man das Junge Volk wachrütteln kann!

  6. also ich find die campagne so garnich so schlecht
    als ich die werbung das erste ma gesehn habe dachte ich schon ookaaii
    weil der kontrast einfach wirklich da is

    aber die irische variante is um einiges besser
    die hat mich echt geschockt…

  7. Wenn es richtig heftig kracht, war es zumindest bei uns in der Gegend meist Unaufmerksamkeit durch Bummeln (aus ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn…). Scheint ja überall sonst im Land anders zu sein.

    Klar, je schneller, desto mehr Gewalteinwirkung bei Kollision. 100 frontal sind immer tödlich. Es ist aber auch Fakt: je langsamer und abgelenkter, desto wahrscheinlicher die Kollision. An der Natur der Langeweile ändert keine Kampagne etwas.

    Man muss eben den Mittelweg finden aus gefährlicher Bummelei und Bremsweg.

    Aber für solche Botschaften ist in einer hirnlosen Angstgesellschaft eben kein Platz mehr.

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