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RTL startet mit Redesign in die Saison 2017/2018

RTL Logo (2017)

RTL Logo (2017)

Zum Start der neuen TV-Saison hat sich RTL am vergangenen Freitag ein neues Design zugelegt. Der Privatsender möchte mit Hilfe eines veränderten Looks insbesondere neuen Zuschauergruppen einen anderen Zugang bieten. Der September steht damit ganz im Zeichen von Redesigns/Relaunchs, denn mit n-tv hat eine Nachrichtenmarke innerhalb der RTL-Gruppe bereits vor wenigen Tagen ein Redesign erfahren (dt berichtete).

RTL gibt sich fortan nahbarer. Man wolle dem Pathos und den ganz großen Gefühlswelten nicht abschwören, wie Marketing-Chef Björn Klimek gegenüber dem Medienmagazin DWDL die Veränderungen beschreibt. Die Zuschaueransprache möchte man hingegen spürbar verändern.

Die Farben innerhalb des On-Air-Designs wurde insgesamt aufgehellt. Das gilt auch für die für RTL typischen Corporate-Farben Rot, Gelb und Blau. Beim Logo, wie auch bei anderen Schriftzügen, hat man den Einsatz von Farbverläufen minimiert. Das ist nun zwar noch lange keine puristische Formensprache, aber der weitestgehende Verzicht auf Glanzeffekte und Schmuckelementen ist schon erkennbar.

Vieles, was bei der Marke RTL vertraut ist, bleibt erhalten, etwa die Hausfarben, die Hausschrift (Phoenica) der Aufbau des Logos und auch das Sound-Logo/Jingle. Ein vergleichsweise dezentes Redesign also, bei dem einige Gestaltungsprinzipien neu justiert wurden, ohne sie jedoch völlig neu zu konzipieren.

Die Einführung des veränderten Designs wird derzeit von einer deutschlandweiten Werbekampagne begleitet. Der Webauftritt des Senders wurde unter rtl.de ebenfalls erneuert.

RTL Logo – vorher und nachher

Mediengalerie

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 19 Kommentare

  1. Habe das Logo gestern zufällig auf einem Plakat an einer Tram-Haltestelle gesehen und war wirklich positiv überrascht. Sieht für mich schon sehr”knackig” aus.

    Bin mir aktuell noch nicht ganz sicher, wie ich die Entwicklung vom Corporate-Blau in Richtung Petrol (?) finde.

  2. Das Logo mit weniger 3D schaut ganz in Ordnung aus und die einfarbigen Hintergründe wirken frischer und moderner. Das neue L-blau gefällt mir persönlich auch besser.

    RTL schafft es allerdings seit gefühlten Jahrzehnten nicht, deren Cornerlogo zu modifizieren und an das jeweilige offizielle Design anzugleichen. Bereits vorherige Logo-Versionen waren ohne “bauliche Trennung” zwischen den Buchstaben. Dies wurde einfach ignoriert. Außerdem wikt das Cornerlogo proportional viel flacher als das tatsächliche Logo. Dieses Redesign hätte man als Anlass für ein Update nehmen können. Wieder nix! In meinen Augen nur halbherzige Arbeit und stümperhaftes Vorgehen.

  3. Im On-Air-Design wird sehr viel mit den schon im Logo erkennbaren soliden, aber hellen, Schlagschatten gearbeitet sowie mit 3D-Objeltrn, die sich meist aus dem Logo erzeugen oder in dieses transformiert werden.
    Dadurch wird das Flache sehr schön aufgebrochen und das gesamte Design wirkt etwas verspielter.
    Diese Optikmacht es moderner und frischer, unterwirft es aber auch sehr stark der Mode. Das muss erstmal nicht gut oder schlecht sein, allzu lange wird uns dieses Design aber eventuell nicht begleiten.

    Wie ich finde sehr solide Weiterentwicklung in der man auf allzu große Wagnisse verzichtet hat.

  4. Da ich seit guten 2 Jahren nur noch Netflix, Amazon und die ARD/ZDF/Arte Mediatheken über das Fire TV nutze dachte ich, dass mir Designänderungen entgangen sein müssten. Ich habe gerade einmal zum ersten Mal seit Ende 2015 die TV Sender durchgeschaltet – zwei Erkenntnisse: 1. der Kabelanschluss funktioniert offenbar noch 2. Programm und Werbung sind immer noch unerträglich, das Design hat sich nach wie vor seit gefühlten 15 Jahren nicht mehr verändert.

    Es ist schon erstaunlich, dass Unternehmen die nach dem eigenen Selbstverständnis dynamisch und im Herz der Medienbranche sind, deren ganzer Marktauftritt auf den TV Bildschirmen ja nur aus “Design” besteht (kein “greifbares” Produkt, sondern ein rein visuelles Produkt), so wenig in die Designs ihrer Auftritte investieren. Wenn man noch irgend eine Chance haben will die U50 Zuschauer zumindest mit Video on Demand zu teilen, dann müsste ein tiefgreifender Aufbruch erkennbar sein, mit einem kompletten Redesign des Auftrittes, aber auch des laufenden Programmes.

    Redesign? Welches Redesign? Das ist bestenfalls marginales Feintuning.

    1. Somit kein Design, sondern Design um des Designs willen = Kunst. Kunst macht man für sich selbst, nicht für andere, und schert sich idR. auch nicht um letztere.

      Es handelt sich hierbei also um Kunst, kein Design, was die “Großen” der Medienbranche hier verbrechen – auf welchem Niveau, lassen wir mal lieber dahingestellt bzw. bedecken das Thema dezent mit dem Mantel des Schweigens …

      cu, w0lf.

  5. Mir etwas zu “bonbon”-ig, geht zu sehr in die Trash-Richtung einer kleinen Schwester namens RTL2. Und das, obwohl sich das Logo ja nur etwas aufgeklart hat.
    Man muss es mal in Bewegung sehen/hören, auf den statischen Bildern ist es mir aber deutlich zu knallig.

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