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RFID-Technologie bekommt eigenes Logo

RFID Logo

Leser Till ist bei der Reise durchs Netz auf den Artikel „Funkchips inside“ gestoßen. Das Thema der Ermittlung von objekt- oder vor allem personenbezogener Daten ist in letzter Zeit in unterschiedlichem Kontext in den Medien. Diesmal geht es um eine Technologie, die in Zukunft insbesondere Logistikunternehmen beschäftigen wird. RFID steht für „Radio Frequency Identification“ und ermöglicht mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen die automatische Identifizierung und Lokalisierung von Gegenständen und Lebewesen und ermöglicht damit die Erfassung und Speicherung von Daten. In einem kürzlich durchgeführten Designwettbewerb wurde das Logo ermittelt, das die RFID-Technologie zukünftig kennzeichnen wird.

Der in diesem Beitrag vorgestellte Siegerentwurf kommt von Andreas Wiegand, Absolvent der Hochschule für Künste Bremen. In dem nachfolgend aufgelisteten PDF-Dokument zum Wettbewerb heißt es: „Der Logoentwurf zeigt eine reduziert dargestellte Transponderantenne – als technische Grundlage der Radiofrequenz-Identifikation – in Verbindung mit dem Wort „RFID“ und einer angedeuteten Funkwelle. Durch eine Braille-Prägung ist das Logo für blinde Menschen ertastbar.“

„Transponderantenne“ hin oder her. Die Form der sich konzentrisch erweiternden Bögen findet sich in Sound-Icons, RSS-Symbolen, Handbüchern für Fernbedienungen und ist alles andere als neu. Es ist eine enorm populäre Metapher für „senden“. Um als eigenständiges Logo auftreten zu können ist die Chip-Outline und die Typo im Retro-ZDF- und Gegenwarts-Sat1-Stil (VAG Rounded / Bryant) also unverzichtbar. Der Transponder alleine wird es nicht richten können. Die Farbe des „Chips“ kann im Anwendungsfall die jeweilige Hausfarbe eines Unternehmens annehmen.

Dass die RFID-Technologie nicht nur Befürworter hat, kann man unter anderem auch im entsprechenden Abschnitt des RFID-Artikels bei Wikipedia nachlesen. Auch das darin enthaltene Stop-RFID-Logo arbeitet mit einer Windung.

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Dieser Beitrag hat 15 Kommentare

  1. Naja, schon ein etwas älterer Hut, aber aktuell bleibt RFID natürlich immer.
    Neben dem im Wikipedia erwähnten Warnlogo gibts es auch noch ein neues der FoeBuD – mit „funkendem“ Barcode statt Transponder übrigens, siehe hier:
    http://www.heise.de/newsticker/RFID-hat-zwei-Gesichter–/meldung/117507

    Das Logo des Informationsforums ist ja aber wohl mal selten einfallslos – ok, bis auf die Braille-Schrift. Ursprünglich wurde übrigens nur die Version mit hautfarbenem Transponder vorgestellt und die geht ja wohl gar nicht. Bleibt zu hoffen, dass und das Ding in Zukunft nicht allzuoft begegnet, wobei ich die allgemeine RFID-Panik nicht unbedingt teile ;-)

  2. Eines der zweitplazierten Logos, nämlich das von Daniel Kugler, hätte eigentlich den ersten Preis verdient. Chip-Form und Funkwellen sind hier in einer sehr markanten Form zusammengefaßt und harmonieren außerdem perfekt mit dem RFID-Schriftzug. Wenn man noch die komische Spiegelung wegließe und vielleicht eine markantere Farbe wählte, wäre das Logo perfekt.

  3. Haben da nur fünf Leute mitgemacht oder wie ist der RSS-Clon da auf Platz 5 gekommen?

    Wie groß sollen die eigentlich dargestellt werden? Die Braille-Schrift ist ja nicht gerade groß geraten…

  4. Bin ja eigentlich kein Fan davon, aber wäre es nicht sinnvoller, einen besseren Namen für die Vermarktung zu nehmen als „RFID“? Namen wie Bluetooth, Blu-Ray oder Firewire kann man sich einfach viel besser merken als ein kryptisches Akronym. Ich weiß immer noch nicht, wie man „RFID“ nun richtig ausspricht. Bei manchen gehts, wie „USB“ aber bei RFID muss man schon vier Silben aussprechen, oder sagt man jetzt doch „Arrrr-Fid“? Wenn die Aussprache nicht eindeutig selbsterklärend ist, ist das ein Problem.

    Stimme übrigens Notenfundus zu: das Logo von Daniel Kugler ist markanter und fügt sich besser in das Schema der gängigen Technologie-Piktogramme ein. Funktioniert dann auch ohne Text.

  5. Hmmmm, ich meckere ja ungern rum. Aber gut ist das nun wirklich nicht. Habe jetzt erwartet, dass bei den anderen 4 Teilnehmern was besseres rausgekommen ist, aber natürlich mal wieder nicht das Beste gewonnen hat. Jedoch war dem auch nicht so. Die anderen 4 Logos sind auch nicht wirklich der Renner.

    Es ist jetzt keins eine Katastrophe. Aber wirklich wegweisend und international sieht das nicht aus. Ein wenig wie 1990. Und zwei der anderen viel zu sehr nach modernem Web-Button.

    Merkwürdig. Da bin ich jetzt echt irritiert.

  6. Ich hätte dem zweitplazierten Logo von Daniel Kugler auch den Zuschlag gegeben, wobei ich die Gewinnervariante mit rotem und blauem Grund ebenfalls ganz gelungen finde. 3 Radiowellen wären vermutlich besser gewesen – nicht besonders Kreativ aber funktioniert.

    Die Hautton-Variante mit dem Chip im Hintergrund geht aber gar nicht ;-)

    Viele Grüße
    Till

  7. schön, dass daniel kugler so liebe freunde hat :-D

    so richtig fertig war aber keines der logos. allerdings wäre nun wirklich jedes besser gewesen, als dieses schweinchenrosa abbild eines tags, das nicht zwangsläufig genau diese form haben muss. traurig finde ich, dass der gewinner offensichtlich keine ahnung von der technologie gehabt haben muss. ich muss bei jedem zweiten wort der rechtfertigung zur gestaltung lachen.

    aber es ist auch eine zu honorierende leistung, mit einem geklauten design (rss-logo) eine platzierung zu gewinnen. man glaubt kaum, dass keinem der juroren das aufgefallen ist.

    naja, es muss ja auch erstmal durch sämtliche eu-kommissionen usw. und da wird der gewinner sicher nicht standhalten. da bestimmt alle teilnehmer ihre rechte abgetreten haben, wäre es nicht verwunderlich, wenn letztendlich doch auf ein anderes logo zurück gegriffen wird.

Kommentare sind geschlossen.

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