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Rexona mit neuem Markenauftritt

Rexona Logo / Bildmarke
Rexona Logo / Bildmarke, Quelle: Unilever

Rexona, eine zum Unilever-Konzern gehörende Deo-marke, hat einen neuen Markenauftritt erhalten. Das komplette Produktsortiment wie auch das Markenlogo selbst wurden redesignt.

In den letzten Wochen und Monaten wurde das Verpackungs- und Markendesign von Rexona modifiziert. Während auf der Website der Marke (rexona.com/de/) derzeit noch das alte Logo im Einsatz ist, wurde mittlerweile nahezu die gesamte Produkt-Range mit einer neuen Gestaltung ausgestattet. Auch das Markenlogo selbst erfuhr im Zuge der Überarbeitung ein Facelift.

Das Sortiment der Marke Rexona umfasst Deodorants als Spray, Roller oder Stick. Auf dem deutschen Markt ist die Marke Rexona, die im Jahr 1908 von der Australierin Alice Sheffer ins Leben gerufen wurde, seit den frühen 1960er-Jahren präsent.

Rexona Men Maximum Protection – vorher und nachher
Rexona Men Maximum Protection – vorher und nachher, Bildquelle: Unilever, Bildmontage: dt

Sowohl Etiketten wie auch die Verpackung wurden neu gestaltet. Im Zentrum des neuen Packagings steht die für die Marke typische Häkchen-Bildmarke. Die Bildmarke wurde an ihren Ecken abgerundet und dient nun als Fixpunkt, an dem andere Gestaltungselemente insbesondere Farbflächen ausgerichtet werden. Die Rexona-Wortmarke wurde in einer anderen Schriftart neu gesetzt, wodurch sie nun etwas weiter läuft als bislang. Der grundsätzliche Charakter bleibt gleichwohl erhalten.

Verantwortlich für das Design ist PB Creative, die bereits das Design der Rexona MaxPro Range entworfen haben. Für das neue Design des Rexona „Ticks“ (Haken) in UK ist ECHO verantwortlich. Ziel der Modernisierung sei es gewesen, so das Unternehmen, „durch ein Facelift des Designs klarere Linien zu schaffen“.

Kommentar

Die Häkchen-Bildmarke als Raster-bestimmendes Element einzusetzen, scheint mir eine smarte Idee zu sein. Denn die Dreiecksstruktur verhilft den Verpackungen zu mehr Prägnanz. Ein Gestaltungskonzept, das über das gesamte Sortiment angewandt wird und sowohl bei Herren- wie Damen-Deos gut funktioniert, wie ich meine.

Offen gesagt wäre ein solches Redesign eigentlich ein guter Anlass, auch die Rezeptur und die Inhaltsstoffe zu verbessern. Denn laut Codecheck.info enhalten zahlreiche Rexona-Produkte, darunter das oben abgebildete Produkt Men Maximum Protection „sehr bedenkliche“ Inhaltsstoffe wie etwa schwer abbaubares Mikroplastik (Cera Microcristallina).

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Dieser Beitrag hat 6 Kommentare

  1. Formensprache der Verpackung ist auf jedenfall sehr viel besser. Die Inhaltsstoffe zu überdenken/ändern und dies auch im Design zu kommunizieren hätte ich auch gut gefunden, v.a. um sich hinsichtlich Umweltbewusstsein nicht komplett von der Konkurrenz abhängen zu lassen.

  2. Gibt es eigentlich eine Marktforschung dazu, das Männer wirklich auf diese AXE-Drehverschlüsse und robotisch angedeuteten Sixpacks auf Rexona-Packungen stehen und sich von silber, Chrome und anderen Fake Materialien überzeugen lassen?

    Wie ist das bei euch? Erwischt ihr euch, wie ihr auf sowas „reinfallt“?

    Die einzige „for men“-Marke, die sich in den letzten Jahren optisch in meinem Kopf verankert hat ist „SEINZ“ von dm – das ist mal wirklich anders, minimalistisch und damit genau mein Geschmack.

    https://www.dm.de/marken/seinz

    1. Gibt es eigentlich eine Marktforschung dazu, das Männer wirklich auf diese AXE-Drehverschlüsse und robotisch angedeuteten Sixpacks auf Rexona-Packungen stehen und sich von silber, Chrome und anderen Fake Materialien überzeugen lassen?

      Gerade im Bereich Kosmetik und Lebensmittel ist Marktforschung die Norm. Derlei Ergebnisse werden jedoch nicht veröffentlicht, aus verständlichen Gründen. Viele Verbraucher wären womöglich schockiert, wenn sie mitbekämen, was Hersteller über sie wissen. Hin und wieder veröffentlichen Unternehmen wie Beiersdorf, Unilever u.a. Pressemeldungen, in denen darauf eingegangen wird, dass beispielsweise ein bestimmtes Verpackungsdesign besonders gut von Männern angenommen worden sei.
      Was sich basierend auf Untersuchungen und Forschungsergebnissen sagen lässt, ist, dass eine Gestaltung, die das eigene Geschlecht und damit die eigene Identität bestätigt, für sehr viele Menschen, ob jung ob alt, ob männlich ob weiblich, ob hell- oder dunkelhäutig ein zentrales Auswahlkriterium darstellt, siehe Gender Design.

      SEINZ, in den Medien zum Teil als Hidden Champion der letzten Jahre bezeichnet, ist in der Tat anders. Die Marke SEINZ setzt auf eine von Klischees und Stereotypen befreite Gestaltung. Ziemlich gekonnt, wie auch ich finde. Und doch ist die Marke, das ist leicht am Namen zu erkennen, zu 100 % auf männliche Konsumenten ausgerichtet. Offenbar sind allein der Name und die Ausrichtung der Grund dafür, dass die Marke zum Teil kritisiert wird. Gender-Marketing pauschal als „Genderquatsch“ abzutun ist jedoch wenig diffenrenziert. Zur gesellschaftlichen Vielfalt und Diversität gehört eben auch Vielfalt im Bereich der Produktgestaltung mit all ihren zum Teil bizarren Ausprägungen, Stichwort Frauenbratwurst/Männerbratwurst. Dumme Werbung wird es auch zukünftig geben. Und das können und werden wir aushalten.

      Gekauft werden „Men“-Produkte übrigens, auch auf diesen Aspekt wird regelmäßig in Studien hingewiesen (SevenOne Media Trendreport Männer, GIK Branchenreport) zu einem Großteil von Frauen. Für das Marketing stellt dies eine besondere Herausforderung dar, denn von „Men“-Produkten wird erwartet, dass sie eben auch Frauen optisch ansprechen. Wenn technisch-markante, oftmals als „maskulin“ bezeichnete gestaltete Produkte im Warenkorb landen, dann oftmals deshalb, da Frauen die über die jeweilige Gestaltung vermittelten Attribute gerne auch bei ihren männlichen Partnern sehen möchten.

      Konsum folgt sehr oft der Logik: Ich kaufe, was ich bin respektive gerne sein möchte (Konsum und Identität sind eng verknüpft, 3sat). Und die Gestaltung spielt hierbei eine entscheidende Rolle.

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