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Redesign Schweizer Schokoladenmarke Maestrani

Die Schweizer Traditionsschokoladenmarke Maestrani hat einen Refresh der Marke vorgenommen. Ein Redesign, das überrascht, denn mit Blick auf das neue Logo stellt man sich die Frage, wie es dazu kommen konnte, dass eine derart sympathische Wortmarke durch ein ungeordnetes und weniger markantes Konstrukt abgelöst werden konnte.

Maestrani Logo

Es ist schon erstaunlich. Von einer Traditionsmarke ist nun so gut wie nichts mehr zu sehen. Selbst die Integration der Jahreszahl vermag nicht zu retten, was der neue mit Minuskeln bestückte Schriftzug und vor allem das langgestreckte M verbockt haben. Nun sieht das Logo aus, als gehöre es zu einer italienischen Eisdiele.

Bemerkenswert ist das Redesign auch deshalb, weil man das Subbranding der Marke “Schweiz”, das gerne als Qualitätssiegel hinzugenommen wird, deutlich zurückgenommen hat. Statt einer zentriert angeordneten Fahne kann man nur noch anhand der klein gesetzten Tagline die Herkunft der Marke ablesen.

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 61 Kommentare

  1. Zudem, was Achim alles schon richtig gesagt hat, ist es einfach sehr unglücklich, wie das schwungvolle “M” mit den Minuskeln des Namens zusammenspielt. Sehr eng, dann guckt hier und da noch ein Stückchen hervor, man weiß gar nicht, wo es hinzugehört. Und dann wird es zwischen m und a auf einmal so dunkel. Schade.

    Braun zu Schokolade ist ja nicht verkehrt, aber die Farbwahl finde ich insgesamt zu “soft”.

  2. Dieses Redesign ist echt schlimm. Die geschwungene alte Wortmarke hätte man so richtig schön abstauben und weiterentwickeln können. Unsere Agentur hat beim Wettbewerb der Website verloren… weil wir, bzw. ich das alte Logo dringelassen hatte. Leider. Aber das neue geht wirklich nicht. Typografisch wirklich nicht gepflegt. So hat unser Vorschlag ausgesehen:
    https://img257.imageshack.us/img257/1736/bild1rks.png
    https://img440.imageshack.us/img440/1284/bild2l.png

    Die Produktmarke Minor ist auch noch erneuert worden… auch da ein schuss nach hinten…

  3. Achims Vergleich mit einer italienischen Eisdiele kann ich nur zustimmen. Hier wurde leider eine „echt Marke“ abgelöst.

    Ich kann mir diesen Schritt nur als Ergebnis einer Marktanalyse erklären. Denn viele andere Institutionen arbeiten ebenfalls mit „weichen“ Handschriften, was die Geschäftführung durchaus veranlasst haben könnte, diesen Schritt zu unternehmen. Aber das sind reine Spekulationen, die hier nur als Einstieg dienen sollen.

    Nun zum Logo selbst:

    Betrachtet man das Logo ohne direkten Vergleich, erkennt man schon einen Zusammenhang. Weichere Schriften und erdige bzw. weichere Farben assoziieren Genuss, Ruhe und Gemütlichkeit. Also man kann da schon die Herangehensweise verstehen.

    Was ich aber nicht verstehen kann, ist, dass man das vorherige Logo völlig Außeracht gelassen hat. Es fehlt nun jeglicher Bezug zur Region – was natürlich auch gewollt sein kann, aber eigentlich nicht gewollt sein dürfte.

    Leider wurde sich auch von der durchaus interessanten Wortmarke verabschiedet und nun durch eine „einfache“ Serifenschrift ersetzt.

    Nun hat man leider ein mutloses Logo, welches weder den direkten Vergleich mit der Konkurrenz, noch einer anderen (gleichwichtigen) Marke überstehen würde.

    Hier noch ein paar Links der Konkurrenz:

    LindtCamilleblochDolfin – Englische SeiteMilkaSarotti

  4. Was ich bei schweizer marken immer toll finde ist einfach das viereck mit dem kreuz wie auch hier beim alten logo. finde das einfach sehr schick und kann nicht verstehen wie man es so mir nicht dir nichts aus dem logo verbannen konnte. Wer hat denn das ganze zu verantworten?

  5. Schlimm schlimm:
    https://www.tagblatt.ch/aktuell/wirtschaft/tb-wi/Maestrani-frischt-sich-auf;art149,1284971

    “Heute wird über die strategische Ausrichtung von Marken meist in der Geschäftsleitung entschieden. Maestrani: «Wir, ich und meine Frau, entscheiden das privatissimo», so seine einfache Botschaft, mit der er erfolgreich Marke und Produkt verband. Das ging lange gut so.

    Was also hat Vettiger, der durch seine Ruhe besticht, unternommen? Maestrani wurde wieder zur Dach- und Produktmarke erhoben. Gleichzeitig wurde ein neues Logo kreiert: Die Marke Maestrani wird von einem M mit einer geschwungenen Linie überdacht, was diskret den Status als Dachmarke andeutet.”

    Ich nehme an die haben das selbst gestaltet und die frau hat dann gesagt das es ihr gefällt… na super… es muss nicht gefallen, es muss zur strategischen ausrichtung und zum geschäft passen. Zudem die Werte eines Unternehmens darstellen.

  6. Ich dachte auch, dass die Zuordnung vertauscht sei, aber leider ist dies nicht der Fall.
    Dazu fällt mir nur noch eines ein:

    „Wer es nur anders und nicht besser macht, sollte besser was anderes machen!“

  7. Oh je, das alte Logo hatte Klasse, war schlicht und klar gestaltet, dazu noch der rote Akzent mit der Schweizer Flagge.
    Das neue ist wirklich absolut 0815 und könnte gut und gerne jede beliebige Discount-Schokoladentafel zieren. Sehr schade.

    Habe auf den ersten Blick auf jeden Fall gedacht, links wäre das Redesign.

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