Der Online-Fahrzeugmarkt Mobile.de hat ein umfassendes Redesign angekündigt. Erstmals seit fast drei Jahrzehnten wird das Erscheinungsbild grundlegend angepasst. Die Umstellung auf das neue Design soll zu Anfang Mai erfolgen.
Mobile.de ist eine 1996 gegründete Online-Plattform für den Kauf und Verkauf von Autos, Nutzfahrzeugen, Motorrädern und E-Bikes, und gilt als Deutschlands größter Fahrzeugmarkt, der sich sowohl an private wie auch gewerbliche Anbieter und Käufer richtet. Mit einem modernisierten Markenauftritt möchte das in Berlin ansässige Unternehmen gleichermaßen bestehenden Nutzer wie auch jüngere Käufergruppen ansprechen.
Auszug der Pressemeldung
„Das neue Design ist ein entscheidender Schritt in die Zukunft von mobile.de. Wir wollen unsere bestehenden Nutzer begeistern und neue, jüngere Käufergruppen für uns gewinnen“, sagt Inga Wiese, Chief Brand Officer von mobile.de. „Indem wir unsere Marke modernisieren und die Wiedererkennung erhöhen, stärken wir unsere Rolle als führende Fahrzeugplattform […] Das neue Designsystem beinhaltet ein neues Logo mit markanter Wort-Bild-Marke und spielt kreativ mit der Nummernschild-Plakette des alten Logos.
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Der Online-Fahrzeugmarkt Mobile.de hat ein umfassendes Redesign angekündigt. Erstmals seit fast drei Jahrzehnten wird das Erscheinungsbild grundlegend angepasst. Die Umstellung auf das neue Design soll zu Anfang Mai erfolgen.
Mobile.de ist eine 1996 gegründete Online-Plattform für den Kauf und Verkauf von Autos, Nutzfahrzeugen, Motorrädern und E-Bikes, und gilt als Deutschlands größter Fahrzeugmarkt, der sich sowohl an private wie auch gewerbliche Anbieter und Käufer richtet. Mit einem modernisierten Markenauftritt möchte das in Berlin ansässige Unternehmen gleichermaßen bestehenden Nutzer wie auch jüngere Käufergruppen ansprechen.
Auszug der Pressemeldung
„Das neue Design ist ein entscheidender Schritt in die Zukunft von mobile.de. Wir wollen unsere bestehenden Nutzer begeistern und neue, jüngere Käufergruppen für uns gewinnen“, sagt Inga Wiese, Chief Brand Officer von mobile.de. „Indem wir unsere Marke modernisieren und die Wiedererkennung erhöhen, stärken wir unsere Rolle als führende Fahrzeugplattform […] Das neue Designsystem beinhaltet ein neues Logo mit markanter Wort-Bild-Marke und spielt kreativ mit der Nummernschild-Plakette des alten Logos.
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Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.
Sehr schöne Arbeit! Verspielt, charakterstark, schlau. Gut überführt ins neue Zeitalter. Beim App/Web Design werden sie sicherlich noch etwas mehr in die Details eintauchen.
Nur auf die uncanny AI Videos mit morphenden Gesichtern kann ich gern verzichten. :)
Ich verstehe den Haken vor dem m nicht? Ich lese da imobile.de oder wiobile.de. Das “m” verschwimmt immer in meinem Sichtfeld.
Ich erkenne das von ihnen gelesene nicht wirklich. Für mich ist das einfach ein kleines m, ohne den Haken wäre es ein großes M. Außerdem finde ich es mit Haken besser, da er die Typographie besser an die orangene Fläche anhängt, das Logo würde ansonsten an der Stelle brechen.
Das Problem ist, dass die Linie nach dem Start nicht von oben weiterläuft, sondern von unten. Manche Handschrift mag so aussehen, aber bei der Typo passt das einfach nicht.
Das Redesign ist äußerst gelungen – frische Farben und ansprechende Designelemente verleihen der Gestaltung eine moderne Note. Als Still erfordert das neue „m“ bei mir noch etwas Eingewöhnung, da ich es erst bei längerer Betrachtung auch als dieses wahrnehme (mein Hirn will da auf den ersten Blick eher ein „w“ erkennen).
Auf den Einsatz von KI im Video könnte ich ebenfalls gut verzichten.
Also ich find’s so und so.
Das Design wirkt stimmig, frisch und im positiven Sinn auffällig. Die markanten Farben kommen keineswegs schrill rüber. Insgesamt modern und gefällig.
Aber diese Wortmarke ist grässlich. Das “angepasste” kleine “m” soll gleichzeitig eine Spiralfeder und ein ineinander fließendes “wm” oder “wi” darstellen? Das kleine “e” kippt optisch nach rechts um. Die Majuskeln gehen fast unter.
Alles in allem besteht die Wortmarke gefühlt aus mehr als einer Schriftart und -größe. Sie wirkt dadurch unruhig.
Kann C.W. beim Logo nur zustimmen. Leider.
Ich stolpere beim Lesen der Wortmarke schon irgendwie jedesmal über die chaotisch wirkenden Buchstaben. Und ich sehe auch schon die Kommentare in den Socials vor mir a la “das Nummernschild hat viel besser gepasst”.
Trotzdem gefallen mir die Visuals und die neuen Farben ausgesprochen gut. Wiedermal eine Frage der Gewohnheit nehme ich an.
Gefällt mir richtig gut!
Nur eine Frage zur Wortbildmarke: Kann mir die Form das “M” erklären?
Wozu der senkrechte Vorstrich?
So wie Martin oben schrieb soll das ein “handschriftliches” m darstellen, aber ich habe noch nie gesehen dass vom Vorstrich dann gleich der Bogen unten weggezogen wird. Ich habe das so gelernt (und eigentlich auch immer so gesehen) dass der Aufstrich auf der selben Linie läuft wie der Vorstrich und sich erst weiter oben wegbiegt.
Ganz davon ab passt diese “Schreibschrift”-Anlehnung für mein (ungeübtes) Auge gar nicht.
@Achim kannst du das typografisch erklären? Ich weiß, ein Logo ist immer ein Bild, aber hier verwirrt es ja augenscheinlich (hehe) Viele.
Sicherlich – die fließende, durchgängige Strichführung ist typisch für die handschriftliche Minuskel „m“. Schreibschrift macht von der Markenpositionierung her in diesem Fall jedoch wenig Sinn, wie ich meine (Vergleich Greenpeace, Disney, CocaCola). Bei der Marke Mobile.de stehen andere Kernwerte im Fokus: Digitalität, Technik-Affinität, und eben Mobilität. Und das strahlt das Zeichen meiner Meinung auch aus. Die Formgebung ist übrigens nicht unähnlich zum Nasa-„Worm“, eine Wortmarke, die ebenfalls Technik-Affinität und Bewegung/Mobilität vermittelt. Tatsächlich beschreibt auch das m-Typologo eine wurmähnliche Form.
Das „m“ in mobile.de ist also nicht bloß ein Schriftzeichen, es ist ein Typologo, das auch solitär verwendet werden kann, und dabei die Marke repräsentiert. Ein Zeichen, das unterschiedliche Assoziationsräume öffnet: Spiralfeder wurde bereits genannt. Beim ersten Anschauen des Image-Filmes hatte ich tatsächlich mit einem Stretching gerechnet. Auch als kurvenreiche Straße, als eine von A nach B führende Wegstrecke / Fahrt kann das m gelesen werden, daher die fließende, durchgängige Strichführung. Es geht um Fortbewegung, im übertragenen Sinne. Bei Wolff Olins steht das W mit durchgängigem Strich für den kreativen Schaffensprozess, der meist viele Wendungen und Richtungswechsel enthält. Hier, bei Mobile.de, sind es Richtungswechsel auf der Straße.
Ungewöhnlich ist die unterschiedliche Strichstärke der Lettern. In kleinen Größen wirkt die Wortmarke auf mich homogen. Doch in großer Darstellung empfinde ich die beiden Senkrechten/Stämme im m als zu dünn, im direkten Vergleich zum i und l.
Könnte mir denken, dass das Designteam in dieser Hinsicht viel ausprobiert hat, und dass ein m mit dickeren Stämmen „matschig“ ausschaut, zumindest in kleinen Größen.
Im Zuge der Recherche stieß ich u.a. auf das Logo des Niederösterreichischen Museums (museumnoe.at), das ähnlich konstruiert ist. Die Diagonalen im stilisierten „MN“ verlaufen in entgegengesetzter Richtung.
Gut, dass das mal angepackt wird. Gefällt mir auf den ersten Blick ganz gut. Bleibt zu hoffen, dass wirklich alle Bereiche ein Update bekommen. Es gibt direkt bei mobile.de oder auch eingebettet in Autohaus-Websites nämlich noch solche grausigen Seiten, die auch die letzten Überarbeitungen scheinbar unverändert überstanden haben: https://home.mobile.de/OA-AUTOMOBILE#ses
Die “Youth” erfreut sich aktuell starker Beliebtheit im Branding. Zuletzt auch beim Fahrradreifenhersteller Schwalbe (dt berichtete).
Dass so eine Charakterstarke Schrift nun für Autos und Fahrräder einstehen soll passt mir nicht ganz. Das kann aber auch sehr subjektiv sein.
Richtig. Danke Moritz.
Auch die Schwalbe-Wortmarke vermittelt über die Typo Fortbewegung. Im Story Telling sehr ähnlich.