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Präsentieren mit Prezi

Prezi ist eine (Web)Anwendung, die es einem im Gegensatz zu Keynote oder Powerpoint erlaubt, non-lineare Präsentationen anzulegen. Der gesamte Inhalt wird auf einer großen Fläche abgelegt, arrangiert und geordnet. Die einzelnen Themen können linear, aber eben halt auch non-linear angesteuert werden und zwar mit Hilfe der zentralen Zoom-Funktion, wie man sie etwa auch von Sites wie Whitevoid und Schematic (schematic.com) her kennt. Wer sich vor dem Weiterlesen die Präsentation anschauen möchte, klickt am besten rechts unten “More” > “Fullscreen”.

Ich habe mir die Anwendung mal angeschaut und den Inhalt des Artikels Basiskoffer für die Reise durchs Netz übertragen. Zugegeben, das Artwork (griechisch-römisch?) ist nicht der Hit, die “Overview”-Moderation ist herrlich semiprofessionell, und die Funktionalität der Anwendung ist noch relativ rudimentär. Und dennoch – mit Prezi erstellte Präsentationen haben Charme.

Nach 5-10 Minuten hat man das Prinzip verstanden. Es macht Spaß die Inhalte hin und her zu schieben, um sie anschließend mit einem Pfad zu verbinden. Die Informationsarchitektur erfordert es, dass die Position fortwährend geändert wird. Dadurch “lebt” die Präsentation, die auf diese Weise kurzweilig erscheint. Natürlich lässt sich durch viel Bewegung auch kaschieren, dass es gar nicht viel zum Zeigen gibt. Dafür kann man aber wohl kaum die Software verantwortlich machen.

Ich persönlich wünschte mir noch wesentlich mehr Einstellungsmöglichkeiten. Positionierung und Skalierung mit Hilfe von Koordinaten wären hilfreich, ebenso das Kopieren von Stilen. Auch die Auswahl zur Schriftformatierung (Größe, Art, Farbe) dürfte komfortabler sein. Trotz alledem ist Prezi eine sehr interessante Alternative um ein Thema auf abwechslungsreiche Weise zu präsentieren. Alle Details, darunter auch die unterschiedlichen Preismodelle, können hier eingesehen werden:

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 24 Kommentare

  1. Das sieht schon sehr nett aus und ist auch eine lustige Idee. Einfach mal anders rangehen.
    Allerdings gibt es so ein paar Faktoren, die das Konzept schnell zum Kippen bringen können.
    Die Beispiele sind alle sehr nett und locker-collagenhaft gestaltet, von Design-Profis würde ich sagen. Man stelle sich nun die Ästhetik klassisch-hässlicher Powerpoint-Folien vor – mal eben auf das Prezi-Prinzip umkompilert. Das wäre dann wohl eher eine gruselige Geschichte.
    Auch inhaltlich muss man gut vorarbeiten. Bei Themen, bei denen Zusammenhänge und Beziehungen gezeigt werden sollen, könnte man gut mit Prezi arbeiten. Aber diese Zusammenhänge und Beziehungen muss man dann auch wirklich gut herausarbeiten. Wer das nicht schafft und die Elemente dann doch nur irgendwie aneinanderreiht, bringt seine Zuschauer wahrscheinlich mit dem Gehüpfe und Gezoome schnell zur Verzweiflung.

  2. @Tim:
    Non-Linear bedeutet das es auch (neben der klassischen reihenfolge von folien) möglich ist, auf einzelne Folien auf der Arbeitsfläche zurückzukommen, ohne die komplette Abfolge der Folien rückwärts wieder durchzuklicken. Wenn es dich interessiert empfehle ich dir prezi mal 5 min, auszuprobieren. Es ist nämlich ein wirklich hilfreiches Tool um Zusammenhänge besser zu visualisieren. Wenn man das Gezoome und Gedrehe nciht wegen des Effekts an sich, sondern zweckgemäss nutzt, erreichst du eine Wirkung die kein Powerpoint,PDF etc leistet. Generell ist eine Visualisierung in der Präsentation ja dazu da, um dem Zuhörer/Zuschauer das Thema leichter zugänglich zu machen. Da ist prezi mMn genau das richtige. Aber probiers einfach selbst aus ;)

  3. Ja, nett. Aber stört keinen die Vermarktungsstrategie mit jährlicher Lizenzzahlung?
    Dafür, dass ich kaum eigene Einstellungen zu Farben, Formen und vor allem Fonts treffen kann ist der Preis ziemlich stolz.

  4. Ein guter Tag – Habe gerade diesen Blog entdeckt. Gute Inhalte, einige gute Kommentare. Und prezi.com kannte ich bisher nicht, werde ich aber gleich mal ausprobieren. Vor allem Kirsten und David haben es in Ihren Kommentaren erfasst: Der Reiz liegt in der Darstellung von Zusammenhängen und eine eindrucksvolle Wirkung hängt vom Präsentationskonzept ab. Danke für den Tipp!

  5. Ich habe Prezi vor kurzem beim Job erstmalig verwendet und kann sagen, das es sehr gut ankam. Für den Kunden war es neu und interessant eine Präsentation zu sehen, die nicht mit Powerpoint erstellt wurde. Werde ich wohl wieder einsetzen.

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