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Porta Westfalica stellt neues Logo vor

Die Mittelstadt Porta Westfalica in Nordrhein-Westfalen wird zukünftig nicht mehr mit einem Stadtwappen auftreten, sondern mit einem Logo. Sie wird damit künftig in den Bereichen Tourismus und Wirtschaftsförderung für sich werben.

Porta Westfalica Logo

Die für die Stadt wichtigen Erkennungsmerkmale “Kaiser-Wilhelm-Denkmal, Fernsehturm sowie Berg und Fluss” sind im Logo dargestellt.

“kaiserlich aussichtsreich” ist der neue Slogan. Dem neuen Auftritt vorausgegangen war eine Image-Analyse, die von Studenten der Osnabrücker Fachhochschule im letzten Jahr erstellt wurde. Das neue Logo wurde von Grafikdesignerin Thekla Leinemann erstellt, die im Vorstand des Stadtmarketingvereins “Idee pro Porta” arbeitet.

Schaut man auf das neue Erscheinungsbild der Stadt Bonn oder vor allem auf das neue Logo von Garmisch-Partenkirchen, kann man erkennen, dass der Ort aus der Region Ostwestfalen-Lippe noch ganz am Anfang steht. Während andernorts innovative oder gestalterisch überzeugende Lösungen (weiter)entwickelt werden, tastet sich Porta Westfalica in einem ersten Schritt vorsichtig vor und greift dabei auf bewährte Mittel in der Gestaltung. Der Wechsel von einem Stadtwappen hin zu einem Logo ist vielleicht der einzige nennenswerte Aspekt in Zusammenhang mit dem neuen Erscheinungsbild.

[Update 06.01.09: Das links abgebildete Wappen ist weiterhin in Verwendung, siehe Kommentar der Gestalterin]
Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 32 Kommentare

  1. @ aladdin 1001 durchzechte Nacht wahrscheinlich.

    Sollten die wirklich vorgehabt haben das Stadtwappen zu ersetzen?? Kann ich mir nicht vorstellen. Ansonsten denke ich, dass auch hier der Einfluss der Auftraggeber stark zu erkennen ist. Wahrscheinlich hätten die ihre offizielle Rathauses-Ratte auch noch gern im Logo gesehen.

  2. Ich kann mich der teilweise doch sehr abfälligen Kritik hier nicht so ohne Weiteres anschliessen. (@jens #14: Würdest Du das der Grafikerin auch ins Gesicht sagen, wenn sie vor Dir stünde ? Sind einfachste Höflichkeitsregeln im Internet aufgehoben ?)

    Es gibt sicher einige Details, die optimierbar wären: das wären zum einen die verschnörkelten Enden der Linien, die zu viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Zum anderen könnte man das zu dominante Rot und den zu weit abseits stehenden Claim bemängeln, wodurch das Ganze optisch auseinanderfällt, wie Eckard #6 und Mike #8 schon sagten.

    Die Umsetzung des Denkmals und des Turms finde ich aber prinzipiell gelungen. Die Farbwahl finde ich sympathisch und auch die Wahl der Formata Condensed mit ihrer distingierten Ausstrahlung finde ich in diesem Zusammenhang sehr passend. Ausserdem denke ich, dass es schon Sinn macht das Denkmal und den Fernsehturm abzubilden. Die eigentliche “Porta Westfalica” ist der Weserdurchbruch zwischen Wiehengebirge und Wesergebirge, und die gegenüberliegenden Hügel werden durch Denkmal und Turm markiert. Insofern hätte das Denkmal allein nicht für die Umsetzung der “Porta” ausgereicht, was sicher ein Wunsch des Auftraggebers war.

  3. ich mag wappen. das hat schon was kulturell einzigartiges und daher zeitloses für deutsche städte. als nichtdeutscher mag ich diese art der visualisierung. das andere sind halt so “modeerscheinungen” die versuchen kommerziell fuß zu fassen und die stadt “modern” dazustellen. genauso wie dieses bonn slogen/wortmarke.

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