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Plakat der Kieler Woche 2011

Plakat Kieler Woche 2011

Plakat Kieler Woche 2011

dt-Leser Michael schrieb mir einmal: „Ich hab mit der Suchfunktion nichts über die Kieler Woche gefunden. Das kann doch nicht sein!“ In der Tat war das bislang der Fall. Mit dem heutigen Tag soll dies jedoch geändert werden. In vier Wochen beginnt die Kieler Woche, Grund genug, das in diesem Jahr von dem in der Schweiz lebenden Grafiker und Fotograf Melchior Imboden gestaltete Plakat vorzustellen.

Seit 1959 lädt die Stadt Kiel von einer Jury ausgewählte Designer aus dem In- und Ausland zum renommierten Wettbewerb ein. Dieses Mal fiel die Wahl auf: „Farbige Bänder, die sich beim Überlappen zu neuen farbigen Elementen mischen“, wie es von Seiten den Pressestelle zum Plakatentwurf hieß. „Das Spiel der Farben hält das Plakat und alle anderen Erzeugnisse in ständiger Bewegung, Assoziationen von Wellen und Bootsformen entstehen und vergehen“, so die Jury-Begründung.

Für Imboden selbst bedeutet es sehr viel, den Siegerentwurf zu stellen, wie er mir im Gespräch sagte. „Das ist natürlich eine Riesenfreude. Vor allem, weil ich ja um die Qualität der am Wettbewerb teilnehmenden Grafiker wusste.“ Der Schweizer hat insgesamt drei Arbeiten eingereicht. „Ich wollte farblich einen Akzent setzen. Die Siegerplakate der vergangenen Jahre waren zuletzt doch sehr gleichmäßig und farblich meist blau gehalten.“ Imboden hat das Plakat „nach alter Schule“ von Hand entworfen. Reinzeichnungen entstehen unter seiner Regie meist in Zusammenarbeit mit Agenturen und jungen Designern. Ein gutes Plakat „muss einen anspringen“, wie er sagt. Arbeiten, wie das Kieler-Woche-Plakat von Hans Hillmann, ist seiner Ansicht nach aufgrund der hier angewandten Reduktion einzigartig. „Wenn ein Plakat auch nach Jahrzehnten solch eine Wirkung hat, dann ist es ein gutes Plakat“.

Teilnehmer des Wettbewerbs für das Kieler-Woche-Design 2011 waren: Malsyteufel – Prof. Victor Malsy / Prof. Philipp Teufel (Willich), Eike König (Berlin), Visiotypen – Philipp Hubert / Sebastian Fischer (Stuttgart), David Tartakover (Tel Aviv/Israel) und Melchior Imboden (Buochs/Schweiz). Sie erlebten Ende Juni die Kieler Woche und reichten anschließend insgesamt zwölf Entwürfe ein.

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Dieser Beitrag hat 49 Kommentare

  1. Gefällt mir gut!
    Farblicher Gesamteindruck trifft nicht ganz meinen persönlichen Geschmack, aber cool.
    @ Flo schließe ich mich an. Genaugenommen finde ich alle drei Entwürfe von ihm am gelungensten. Bei den anderen sind gute Ideen dabei, insbesondere das 3. von Malsyteufel mit dem Herz, aber da fehlt mir irgendwo der Feinschliff. Gerade bei HORT. Die ersten beiden irgenwie cool, das letzte eher LOL, das vorletzte ist mir zu avantgardistisch. Für ein Werbeplakat zu querch, unter dem Gesichtpunkt moderner, abstrakter Kunst gefällt es mir einfach nicht. Auch wenn ich als Kasseler Jung’ und Dokumenta-Freund auf abgefahrene Sachen stehe. Da fehlt mir die Substanz. Trotzdem schön, dass sowas eingereicht wird.

  2. Verglichen mit den übrigen Entwürfen erfüllen die Einreichungen von Melchior Imboden ihre Funktion noch am besten, weil:

    · Lesbar(er als die anderen Entwürfe, bei denen man z.T. die Textinfos erraten muss).
    · Originär
    · Sympathisch (ist durch und durch subjektiv, aber mich spricht das Farbschema sehr an).

    Die übrigen Entwürfe wirken zum Teil arg erzwungen. Ich musste da an den Spruch „L’art pour l’art“ denken. Kunst und Design liegen manchmal eben noch nah beieinander.

  3. Mit Abstand der ansprechendste Entwurf hat gewonnen – gefolgt von Imbodens 1. Entwurf und dem blauen Entwurf vom Hort. Haut einen aber eigentlich alles nicht wirklich vom Hocker.

  4. Hallo Achim, da hat sich wohl der Fehlerteufel gleich einige male eingeschlichen:
    DIESES Mal FIEL die Wahl auf: „Farbige Bänder, die sich beim Überlappen zu neuen farbigen Elementen mischen“, wie es von Seiten DER Pressestelle zum Plakatentwurf HEIßT.“

    Viele Grüße

  5. Ich teile die Meinung der anderen hier auch, der beste Entwurf hat gewonnen und gerade drei Elemente finde ich wichtig.

    Zum einen die Assoziationen mit Wellen, die einfach zur Kieler Woche gehören und passen.

    Dann das schlichte Design, das eben auch in kleiner Ausführung auf T-Shirts etc. etc brauchbar umsetzbar ist

    und zum Schlus die bunten Farben die zu einem Volksfest mit Freunden und Stimmung einfach passt und so für gute Laune sorgt.

    Ein absolut richtige Entscheidung.

  6. gefällt mir auch gut. wieder einmal etwas anderes tut gut.

    ps: achim, du hattest vor einiger zeit eine liste mit links bzw. eher deine favoriten blogs und pages auf dieser seite. fing glaube ich mit dasauge.de an…

    hast du diese entfernt? hab da immer gerne mal vorbeigeschaut, kann sie leider nicht mehr finden.

    grüsse.

  7. Was entdeckt da mein geschultes Auge, am unteren Plakatrand, in der Partnerliste? Da gab es bei SAP wohl ein Redesign des Logos. Ein kleiner Farbverlauf, von Hell- zu Dunkelblau soll das Logo wahrscheinlich moderner und frischer wirken lassen!? Wenn`s schee macht!

  8. @phi:

    Ja, das SAP-Logo wurde im Januar mit dem tollen Verlauf ausgestattet. Verantwortlich für diesen revolutionären Eingriff ist der Marketingchef Marty Homlish. Einfach mal Link integrieren diesen Artikel lesen, Lachen garantiert (immer wieder erstaunlich, wie solche Änderungen argumentiert werden…)

  9. Danke fürs Aufspüren der Tippfehler! Sind korrigiert.

    @mi Du meinst diese Seite, die mangels Platz nicht mehr über die Navigation ansteuerbar ist.

    Zum SAP-Logo: Den Wechsel hatte ich seinerzeit einfach deshalb nicht dokumentiert, weil er mir belanglos erschien. Die begleitende Erklärung zum Redesign ist allerdings tatsächlich amüsant: „Mit dem alten Logo verschwinden auch alte, negative Eindrücke.“

Kommentare sind geschlossen.

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