44 Kommentare zu “Modifiziertes Logo bei Philips

  1. Je länger ich mir das neue ansehe, desto weniger Positives kann ich daran finden. Das alte war schlichter und passte besser zu Elektroprodukten. Das neue wirkt irgendwie US-amerikanisch plüschig.
    Warum sollte man keine einzelnen Buchstaben nach Schönheit beurteilen? Das „L“ ist nunmal die unschöne Krönung des ganzen.

  2. Ein schönes Beispiel, mit wieviel Feingefühl man eine Wortmarke weiterentwickeln kann, finde ich. Die Änderungen im Detail mögen minimal sein, wenn man sie einzeln zu erkennen versucht, aber im Gesamtbild ergibt sich ein merklich anderer Eindruck.
    Gewiss wirkt es nun weniger technisch (da pflichte ich den Vorrednern bei), aber ich vermute, genau das war die Absicht dahinter. Der Philips Unternehmensclaim „sense and simplicity” zielt nämlich auf eine zunehmend emotionalere, intuitive Produkt- und Technikphilosophie à la Apple – jenseits von Hardware, Elektronik, Chips und Leiterbahnen. Das alte Logo mit seiner konstanten Strichstärke wirkte wesentlich statischer, kühler und konstruierter. Das neue hat durch feine, bewusste „Ausbrecher” im P, S und L sowie die variablen Strichstärken m.E. einen insgesamt organischeren Touch.
    Auch ich vermute, dass den meisten Verbrauchern die Veränderung nicht sofort ins Auge springen wird, aber unterschwellig dürfte sie durchaus eine Wirkung zeigen. Ich vergleiche das mal mit einem schlicht eingerichteten Zimmer, das durch eine unscheinbare Grünpflanze oder ein Bild an der Wand plötzlich an Gemütlichkeit gewinnt. Subtil und sympathisch.

  3. mich interessiert in diesem zusammenhang in erster linie, wer eigentlich die in allen bereichen der gestaltung zur phrasenhaft benutzten behauptung verkommene theorie zu verantworten hat, dass etwas „dynamisch“ sei, sobald linien durch radien ersetzt werden.

    es ist erschreckend und zugleich entlarvend, dass für das hier vorliegende redesign kein anderes als dieses pseudo-merkmal zu finden ist, das ausschliesslich irgendwo zwischen entwurf und marketing als solches wahrgenommen wird. ein deutlicher hinweis, wie überflüssig dieses redesign tatsächlich ist. das sind tolle buchstaben, wirklich schön, jeder für sich. man sollte sie bloss besser nicht zu wörtern zusammenfügen, jedenfalls nicht zu wörtern wie bspw. „PHILIPS“. denn dann wird aus einem einzelnen, durchaus dynamischen bogen eine zwar unsichtbare, jedoch deutlich wahrzunehmende schleuderfahrt mit offenem ende/ausgang. drei sehr dynamische buchstaben, drei gänzlich undynamische und einer irgendwo in der mitte. so etwas muss zwangsläufig mit einem s enden, das mich endgültig aus der spur schmeisst. hoffentlich muss die wortmarke niemals in irgendeiner form eingerahmt werden. denn dann lässt sich die („unentschlossene“? oweiah…) schlangenlinie nicht mehr verstecken.

  4. find ich recht gelungen, sanft und nicht gleich optisch/typografisch das Genick gebrochen.Ob’s notwendig war, weiss ich nicht – wird der Konzern schon wissen …

  5. Habe einige Zeit gebraucht um mich zu entscheiden. Aber ich bin zu Auffassung gekommen das es eine VERSCHLECHTERUNG ist.
    Das L und das S gefällt mir nicht. Außerdem finde ich die „dynamische“ Schriftstärke im Bogen vom P nicht schön.

Pingbacks

Kommentar verfassen

Folgende HTML-Elemente können verwendet werden: <b> <i> <img src="meineurl"> <a> <blockquote>