70 Kommentare zu “Peugeot erhält ein neues Markenzeichen

  1. Heute in der FAZ über die Anzeigenserie (glaube gleich 3 Aufeinanderfolgende) gestolpert. Die neue Schrift gefällt, die typografische Spielerei »mOtiOn & emOtiOn« ist auf den ersten Blick »ganz nett«, auf den zweiten aber eher albern, überflüssig und störend. Zu dem Signet ist alles gesagt. Für mich sieht diese Verbindung zwischen Arm und Bein ein bisschen so aus, als würde der Löwe im Strampler stecken und wie ein kleines Kind nach der Milchflasche greifen(!?!) …
    Aber die Anzeigenserie in der FAZ fand ich gut. Hat das Rad nicht neu erfunden, aber gut.

  2. Da stimme ich vielen zu. Die Schrift ist super, aber das Bildzeichen ist echt zu krass und kantig.
    Gerade heute wo alle auf abgerundet setzten ist das eher ein Schritt gegen den Trend.
    Der Werbefilm und die kleine Geschichte hinter Peugeot ist dafür echt super!

  3. Zum neuen Löwen sage ich jetzt mal gar nichts, aber dieser »Motion & Emotion«-Claim da drunter, mit den – es sollen wohl Räder sein – großen und unter die Grundlinie geschobenen Os sieht absolut und unpassend billig aus.

    Wie ein schlecht gestaltetes Speditionslogo, die auch immer gerne, sobald Os im Namen auftauchen, als Räder dargestellt werden.

  4. Ist denn keinem von euch eigefallen, dass der Löwe linkshändler ist?
    In den alten Logos ist es nicht so bzw. man kann es nicht eindeutig sagen.

  5. Der Slogan ist echt witzig und fragwürdig. Wobei: Gegen Opel ist das noch immer exzellent:

    Interessant finde ich, dass bei einem Autohersteller die Statik eines Logos gelobt und Dynamik kritisiert wird (oder eine agressivere Anmutung). Ich kann den Schlafanzug und die Schuhe nachvollziehen und denke auch, dass das Re-Design wohl besser hätte ausgeführt werden können. Doch sich von einem »wappenhaften« Logo zu trennen, mehr Plastizität und Dynamik ins Logo zu bringen, ist für mich gut nachvollziehbar. Auch der Hinweis zum Konzern ist ein interessanter Aspekt.

    Interessant ist, wie viele Leute sich für die zeitgeistige Type begeistern können. Gefällt mir ja auch. Ob sie aber clever gewählt ist, ist eine andere Frage, denn in ein paar Jahren ist die sowas von “last season”.

  6. bei anderen Marken wird “der Gürtel enger geschnallt”. Das ging/geht bei Peugeot wohl so weit, dass sie dem Löwen den kompletten Bauch wegschnürt haben. Für mich wirkt die neue Bildmarke, als würde sie nur noch aus Extremitäten bestehen.
    “Kopf?” “Check” “4 Gliedmaßen?” “Check” “Schwanz?” “Check” “Rumpf?” “Sorry, aber wir müssen echt sparen …”

  7. Als ich das neue Logo gesehen habe, hatte ich sofort die alte japanische Version von Gozzila vor Augen. Warum nur?

    Ich kann dem neuen Trend der Automarken echt nichts abgewinnen. Was sind das für Entscheider, die sowas bewilligen?

    Die alte Version ist im Detail besser ausgearbeitet und gibt für sich ein besseres Bild ab. Und auch ich finde, sie ist durchaus immer noch zeitgemäß. Weniger ist oftmal doch mehr.

    Bei der neuen Version habe ich den Eindruck, man möchte zum Löwen noch etwas anderes abbilden. Wenn ich es übertreiben darf, ein anderes Logo. Einfach mal den hinteren Arm, Kopf und Schwanz wegdenken. ;)

    Wenn ich das so betrachte, gehe ich davon aus, die Person/ Agentur, die dieses Logo bearbeitet hat, hat es sich sehr leicht gemacht und kurzerhand eine pseudo 3D drüber geklatscht, statt sich einen Kopf zu machen, wie man sich von den anderen Marken abhebt. Da holt der verspielte Claim auch nichts mehr heraus.

  8. Voila, eine weitere Auromarke setzt auf Chrom im Signet und einen modernen Font im Schriftzug, naja wenigstens ist der nicht rot, wie der anderen -… Toyota, Citroen …

  9. Der Relaunch von Mercedes überstrahlt sie noch immer alle. Ich hätte damals wetten können, dass ein Weg-von-3D-Chrome Trend eingeleitet werden würde. Scheint ja aber überhaupt nicht der Fall zu sein…

  10. Also.. erstmal muss ich sagen, dass mir der neue Löwe prinzipiell besser gefällt als der alte. Beim alten hat mich schon immer die Anatomie, genauer gesagt der nach oben zeigende Arm welcher irgendwo an der Hüfte beginnt, gestört. Das wurde mit dem neuen Logo korrigiert.

    Was mir nicht gefällt ist, dass man von dem wappenhaften Logo, also von dem Löwen als Fabelwesen (wenn man so möchte) weggegangen ist. Die hinteren Tatzen sind anders geformt, den vorderen Tatzen fehlen die Krallen aber das einstechendste ist wohl die fehlende Zunge.

    Also ehrlich gesagt, irgendwie ist diese Änderung für mich halbherzig gewählt. Vielleicht hätte es besser funktioniert, wenn man radikaler vorgegangen wäre und beispielsweise den Körper ganz weggelassen hätte alà Vauxhall. Nur eine Idee. (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/6/6a/Vauxhall_Markenlogo.PNG)

  11. Ich finde beim Löwen eine Sache falsch: Vorder- und Hinterbein sind miteinander verbunden – diese Stilisierung greift kein wesentliches Merkmal hervor, sondern ist anatomisch völlig unmöglich. Bei Säugetieren sind die Beine halt voneinander getrennt. Ich glaube das macht die ganze Figur etwas unstimmig. Auf den ersten Blick finde ich die Ausführung des Logos chic. Den Claim finde ich doppelt gemoppelt: zweimal motion ist einmal zuviel. Sieht aus wie ein Laster mit Anhänger.

  12. Ich stimme den meisten Vorrednern zu. Je länger man die neue Bildmarke betrachtet, desto mehr Fehler und Unstimmigkeiten hinsichtlich der Dreidimensionalität und Proportionen fallen einem auf. Speziell der Kopf ist komplett mißglückt und erinnert durch das vollkommen unmotiviert starke Negativvolumen im Halsbereich eher an eine Kobra. Das ganze sieht sehr danach aus, als hätte man versucht, zwei konträre Stile miteinander zu kreuzen. Die minimalen Andeutungen von Plastizität in der Mähne wirken unpassend, das Auge ist viel zu klein.
    Die Typo kann so auch nichts mehr retten. Erschienen vorher erschienen Text/ Bildmarke noch als eine Einheit, ist das jetzt leider abhandengekommen.

  13. Falls es jemanden interessiert, laut Brand New hat die französische Agentur BETC Design das Redesign gemacht.

    Die können auch “designigere Sachen machen und der eine oder andere größenwahnsinnige Student oder engstirnige Designer hier sollte sich vielleicht mal Fragen, wieso eine dermaßen kompetente Agentur (die hier, sag ich jetzt mal, 99.99% der Kommentierer in die Tasche steckt) das Logo so gestaltet hat und ob das eigene Designverständnis nicht vielleicht doch ein bisschen beschränkt ist.

    Ein Logo für eine Automobilmarke mit dieser Bedeutung ist gerade in Bezug auf integriertem Design und Massentauglichkeit eine ganz andere Aufgabe als ein Plakat für die nächste Fachschafts-Party.

    Verläufe erzeugen nun mal beim “normalen” Betrachter ein “Hach, das ist ja nett!”. Oder habt Ihr schon mal einen Nicht-Designer kennengelernt, der das neue Mercedes-Logo jetzt besser findet? Ich kenn keinen. (Btw, ich finde dass das Mercedes-Logo an Klasse eingebüßt hat und dass es gerade im Zentrum des Sterns klobig ist).

    Wie auch immer, der Kunde muss das Ding schick finden und nicht irgendwelche Designer.

    Und zu der Anmutung des Löwen: Ich finde er folgt der neuen Designlinie der Autos. Und alles andere ist IRRELEVANT. Das Design muss im Kontext stimmen.

    Solch eine Entscheidung wird nicht einfach so getroffen, da hängen hunderte Faktoren dran, die uns nicht bekannt sind und man kann schon davon ausgehen, dass da der Bestmögliche Entwurf gewählt wurde. Das sind keine Feierabenddesigns oder Pfuschereien, da wird jeder Verlauf tagelang durchdiskutiert.

    Meine Meinung zu dem Thema und der Diskussion hier.

    Max

  14. Max M., Deine Ausführungen sind in sich nicht schlüssig. “Der Kunde entscheidet” ist zwangsläufig immer so, aber das ist hier doch nicht die Fragestellung. Und natürlich kann ein halbwegs kompetenter Designer einen normalen Menschen in einem Satz davon überzeugen, warum hinter dem Mercedes-Logo eine durchdachte Herangehensweise steckt.

  15. Ich empfinde ebenfalls die Verschmelzung von Vorder- und Hinterlauf des Löwen beim neuen Logo als optisch störend und unlogisch. Nicht 100% durchdacht. Schade.
    Der Löwe auf dem alten Logo wirkt auf mich grafisch lebendiger.

  16. Ich muss Max M. in vielen Punkten zustimmen, auch wenn er es etwas sehr drastisch formuliert hat. Dass das nicht die Fragestellung sein soll, wie viele Designer wohl zu sehr in Design und zu sehr am Kunden und Markt vorbei denken.

    Ich bin nach wie vor unschlüssig über das Logo. Einerseits kann ich die Richtung verstehen, andererseits scheint es mir im Detail wirklich nicht optimal gelöst. Tapsig, Gozilla, Stiefel — das alles sehe ich auch. Außerdem stört mich mehr und mehr der dominierende Spannungsbogen, der wohl Ursache für viel Kritik ist. In wie fern bei einem Symbol die exakte Anatomie wirklich die Rolle spielt, lasse ich mal dahin gestellt — möchte aber hinterfragen, ob es beim alten Logo perfekt gelöst war —, aber der Spannungsbogen steht irgendwie statisch unter Spannung. So wie man bei manchen Leuten das Gefühlt hat, er habe einen Kleiderbügel in den Schultern, scheint hier der Kleiderbügel zwischen oberer Pfote vorne und unterer Pfote vorne zu stecken. Dadurch wirkt das irgendwie, trotz der Dynamik des Bogens, etwas steif — als wäre der Löwe im Hexenschuss erstarrt.

    Ein anderer Aspekt, der wohl zu der Empfindung führt, dass hier irgendetwas falsch liefe, ist sicher, dass die LINKE Vorderpranke des Löwen angehoben ist und die LINKE Hinterpfote ausgestreckt. Stellt euch mal so hin — das fühlt sich seltsam und unnatürlich an. Man würde das eher Entgegengesetzt machen. Allerdings hätte diese grafische Lösung wohl wieder den Spannungsbogen gestört.

    Kann man nun einwerfen, dass sich über diese Dinge nur Designer Gedanken machen. Doch ich denke, wir Menschen sind so auf visuelles Erkennen unserer Umwelt geprägt, dass solche Unstimmigkeiten von jedem gefühlt werden, auch wenn er sie nicht benennen kann und Oberflächlich vielleicht zunächst der dreidimensionalen Darstellung erliegt.

    Bei allem, wo man davon ausgehen kann, dass hier sehr viel strategisch gedacht und konzipiert wurde, darf man den Einfluss des Kunden nicht außer Acht lassen. Die Design-Agentur wird Vorschläge gemacht, aber keine Entscheidungen getroffen haben. Und wir wissen alle, dass wir nicht ausschließen können, dass der oberste Boss von Peugeot sich da kreativ mit selbst verwirklicht hat, oder dass seine Angetraute oder Gespielin ein paar Vorschläge und Wünsche geäußert hat.

    Ich denke, dass Thema ist vielschichtiger, als dass man es mit einem schlichten »also so geht das schon mal gar nicht« abtun kann.

  17. Ein Zeichen von Globalisierung wenn jegliche charakterliche Eigenheit glatt gebügelt wird. Keine gute Entwicklung meiner Meinung nach. Es fehlt der Mut einen Standpunkt zu vertreten. Der Löwe ist eigentlich kein Löwe mehr, eher eine Persiflage.

Pingbacks

Antworten auf art_one Antworten abbrechen

Folgende HTML-Elemente können verwendet werden: <b> <i> <img src="meineurl"> <a> <blockquote>