#Peace #StandWithUkraine
Liebe dt-Leser,
mir fällt es schwer angesichts des Krieges in der Ukraine meiner Arbeit wie üblich nachzugehen. Ich kann mir vorstellen, dass es dem ein oder der anderen ähnlich ergeht. Viele von Euch haben vielleicht am Wochenende an Demonstrationen im Land teilgenommen, sind den Spendenaufrufen bereits gefolgt oder haben in Tweets und Posts ihre Solidarität mit der Ukraine zum Ausdruck gebracht. All dies sind wichtige Zeichen der Unterstützung.
Bevor ich meiner Arbeit nachgehe und wieder nach spannenden Designthemen in der Welt Ausschau halte, möchte ich die Reichweite des Design Tagebuchs für diesen Aufruf nutzen:
Die Menschen in der Ukraine benötigen unsere Hilfe und unsere Solidarität. Hier geht’s zum Spendenaufruf des Aktionsbündnis Katastrophenhilfe (Caritas International / Unicef / Deutsches Rotes Kreuz / Diakonie Katastrophenhilfe).






Wo hier bereits die Rede vom Einfärben von Logos und co die Rede war, möchte ich doch auch meine Gedanken dazu äußern (auch wenn die Diskussion hier schon etwas versiegt ist):
Ähnlich wie bereits die Einfärbung von Logo mit Regenbogenfarben bei der WM entsteht bei mir ein eher negatives Bild dieser Marken, die als Zeichen der Solidarität Logos oder Slogans nach aktuellen Solidaritätswellen anpassen. Warum? Weil mich das ungute Gefühl beschleicht, dass das in den meisten Fällen keine echte Solidarität ist sondern eine Idee aus der Marketingabteilung, um auf dem viralen Meinungstrend zu surfen. Als ich Nivea-Produkte mit Regenbogen überall im Laden gesehen habe, hatte ich das Gefühl, die brüllen mich alle an: “Kauf’ mich oder du bist homophob!”
Ich finde es sehr schwierig, wenn Firmen, deren Geschäftsmodell das Gewinnstreben über allen anderen Interessen stellt, auf solche Weise Solidarität zeigen – es hat für mich etwas Heuchlerisches.
Würde es in der Weltwirtschaft und in Europa zu einer russischen Dominanz kommen (rein hypothetisch), würden sich doch die meisten dieser Marken urplötzlich als “schon immer mir Russland verbunden” präsentieren.
Interessanter und authentischer finde ich dagegen, wenn das Geschäftsmodell aus Solidarität wirklich umgestellt wird – wie als aktuelles Beispiel CocaCola, das den Vertrieb in Russland einstellt (und damit womöglich riskiert, Marktanteil zu verlieren).
Es passt zu meiner persönlichen Erfahrung, dass diejenigen, die sich in den Regionalzeitungen als große ehrenamtliche und superengagierte Helfer präsentieren, häufig gerade auch diejenigen sind, die kaum bis gar nichts tun, aber die ersten sind, die auf die Bühne rennen, Reporter abfangen und Parolen brüllen.
Echte Hilfe geschieht im Stillen.
[…] Umstand, dass die Zentralbank Großbritanniens eine Woche nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs, in Zeiten dramatischer Entwicklungen auch auf den weltweiten Finanzmärkten ihr Corporate Design […]