NRW-Kampagne “We love the new” gestartet

NRW We love the new

Die Plakatmotive der im Sommer angekündigten und von Scholz & Friends geplanten NRW-Image-Kampagne wurden nun präsentiert. So schauen sie aus. Statt Models wurden Menschen aus unterschiedlichen Teilen der Gesellschaft engagiert, die ihre Passion, ihre Liebe zu ihrer Arbeit, einem Produkt oder einer Sache in Form einer Umarmung zum Ausdruck bringen.

NRW We love the new

Von oben links nach unten rechts: Unternehmer Dr. August Oetker, Modedesignerin Anna Galinski, “Der kleine Felix” und Kunststudent Julien Deiss.

Auf der Kampagnen-Site gibt es weitere Motive. Der dazugehörige Image-Film startet unvermittelt.

via horizont.net

40 Kommentare zu “NRW-Kampagne “We love the new” gestartet

  1. Wieso eigentlich “…THE NEW…” und nicht einfach “WE LOVE…” ?!
    Weil es dann Ärger mit pro7 gegeben hätte?

    Mein Liebling ist immer noch “Mir kenne älles – außer Hochdaitsch!”

  2. Was ohne Substantiv noch nur unbeholfen klang (“We love the new.”) ist nach der Beigabe von Substantiven auch noch unidiomatisch bis falsch.

    Niemand, wirklich niemand würde “We love the new languages.” sagen. Um auch was auszudrücken? Was sind “neue Sprachen”? Esperanto?

    Das ist alles so gewollt und so nicht gekonnt, da schäm ich mich für mein Bundesland.

  3. Argh, auf der Voransicht mit den vier Plakatmotiven sieht es so aus, als stünde “THE NEW” und das dazugehörige Anhängsel nicht auf einer Grundhöhe, auf dem einzelnen ganz oben allerdings scheint es zu stimmen. Oder sehe ich das falsch?

  4. @Rutiger:
    Spanien wirbt im TIME Magazine oft mit “ENJOY: You’re in Spain”, NRW jetzt mit “We love the new” (Ausgabe vom 10.11.2008, S. 7; und zwar das Knowledge-Motiv) Ich finde das durch und durch einleuchtend.

    @need_you und ruhrpottjunge:
    “We love the new” klingt kein bisschen holprig auf Englisch. Fragt einfach mal einen Muttersprachler. Die Kombination mit den Substantiven ist zumindest im Fall “languages” in der Tat ein wenig seltsam, ist aber wohl so gewollt: http://www.welovethenew.com/default.aspx (unten das Video)

  5. Ich finde die Kampagne bzgl. der Motive und Personen sehr ansprechend. Aufgrund der englischen Sprache scheint sie sich zum größten Teil an ausländische Investoren zu richten.

    Wie weit das Verständnis von englischen Claims reicht, die ja mittlerweile fast alle durch deutsche ersetzt worden sind, wird hier wunderbar beschrieben:
    http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,310548,00.html

    Der Slogan “WE LOVE THE NEW” klingt holprig ist aber wohl absicht – klingt auf jeden Fall einprägsam. Zudem sind schon einige Diskussionen darüber ausgebrochen, was der Kampagne immerhin Aufmerksamkeit beschert.

    Über den Nutzen bin auch mal gespannt, ich würde nicht Millionen aufgrund eines Image-Spots ausgeben sondern eher klare Fakten als Grundlage nutzen und da glaube ich natürlich keiner Image-Kampagne.

    Viele Grüße
    Till

  6. Sehr abgedroschen, mal wieder was mit “we love…”, kann es bald nicht mehr hören/sehen.
    Außerdem steht die weiße Typo auf manchen Plakaten nicht gut, hab erst auf den zweiten Blick entdeckt das da noch was steht.
    Trotzdem, die Bildideen gefallen und finde ich fotografisch gut umgesetzt.

  7. egal ob weisser zusatz oder nicht – das “we love the new” wird IMMER aufgelöst durch die darauf folgende zeile “leading region in europe”.

    “impossible is nothing” hat ja für adidas auch funktioniert, obwohl ich das als holprig eingeschätzt hätte. aber der muttersprachler sieht da ggf sogar einen hintersinn drin.

    “we love xyz” mag im werbeumfeld abgegriffen sein, aber auf landesebene ist das glaube ich immer noch relativ frisch und unkonventionell. und alles in allem wirkt das auf mich sehr elegant, aufgeräumt und stilvoll gemacht – ganz weit weg von dem, was ich normalerweise mit eigenwerbung der bundesländer verbinde. mir ist nur “wir können alles. ausser hochdeutsch.” positiv im kopf haften geblieben, alles andere war doch eher schund.

    mir gefällt’s.

  8. Erinnert mich sehr stark an die Kampagne der Berliner Wasserbetrieb im Jahr 2006:

    150 Jahre Berliner Wasser

    Auch hier umarmen Personen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten diverse Gegenstände.
    Soweit ich weiß, war dafür die Agentur “Etwas neues entsteht” verantwortlich.

    Die NRW Plakate gefallen mir von der Bildsprache sehr gut. Die Aussagen passen zur Region!
    Die Fotos hätten aber ein klein wenig mehr Farbe und Leuchtkraft vertragen können. Außerdem finde ich den weißen Text viel zu klein für ein Plakattext. Das liest keiner.

  9. Der Imagefilm gibt eine sehr emotionale Stimmung wieder, wenn er auch an manchnen Stellen “gewollt” bis “unnatürlich” wirkt. Siehe auch Plakat “Roboter”. Das sieht nicht wirklich natürlich aus…

    Der kleine Junge, der “the new languages” liebt, ist Emotionsträger und funktioniert sehr gut bzw. verschleiert die Tatsache, dass man nicht wirklich auf den ersten Blick erkennt, dass es hier um sprachliche Früherziehung geht – oder um internationales Miteinander!?!?

    Bei den abgebildeten jungen Menschen funktioniert die Botschaft gut, bei den älteren ((und) Business-)Typen eher nicht. Man schreibt einem Dr. August Oetker einfach nicht so viel emotionale Kompetenz zu, schon gar nicht wenn er eine Palette Tiefkühlpizza umarmt…

    Ich finde die Betonung mit “we love THE new” erst ungewöhnlich, dann aber betonend/verstärkend. Interessant.

    Durch den abgeschlossenen weißen Kasten mit Logo “we love the new” liest man eher nicht in einem Fluss durch, um den angeschlossenen Begriff mitzunehmen.

  10. Die Idee ist gut, ohne Zweifel… aber die Fotos find ich gar nicht passend. Da wird von Liebe geredet und die Fotos sind so grau wie ein durchschnittlcher sommertag in NRW… etwas mehr Farbe hätte da durchaus gut getan. Und ich weiß nicht, irgendwie kommt mir das Roboterbild ziemlich komisch vor, als ob da viel zu viel mit photoshop hantiert wurde… ich glaube irgendwas stimmt da nicht…

  11. @tristan
    Die Bildsprache aus der Wirtschaft ist i.d.R. immer grau/blau und entsättigt. Das steht für Seriösität, Abgrenzung zu den vielen anderen Bildwelten und ist zudem eine mittlerweile sehr dauerhafte Mode. Bei Portraits von großen Persöhnlichkeiten wird der Effekt auch häufig eingesetzt, manchmal auch Entsättigung in Verbindung mit leichten Sepia-Tönen.

    Ob es gefällt ist natürlich Geschmackssache, ich mag es in diesem Zusammenhang ganz gerne, da brauche ich keine bunten Postkarten.

    Viele Grüße
    Till

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