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Norisbank präsentiert sich mit neuem Markenauftritt

Norisbank Logo / Bildmarke, Quelle: Norisbank
Norisbank Logo / Bildmarke, Quelle: Norisbank

Die Norisbank hat ihren Markenauftritt geändert. Im Rahmen des kürzlich vorgenommenen Relaunchs des Webauftritts unter norisbank.de wurde das neue Erscheinungsbild ausgerollt. Erstmals seit zwei Jahrzehnten erfährt auch das Logo ein Redesign.

Die Norisbank (Eigenschreibweise „norisbank“) mit Sitz in Bonn ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Deutschen Bank. Ihre Ursprünge liegen in der 1954 ins Leben gerufenen „Noris Kaufhilfe“ des Versandhauses Quelle; die formelle Gründung als Noris Kreditbank GmbH erfolgte 1965 in Nürnberg.

Nach mehreren Eigentümerwechseln und der Übernahme durch die Deutsche Bank im Jahr 2006 wurde das Institut 2012 zu einer reinen Direktbank umgewandelt. Heute konzentriert sich die norisbank auf standardisierte Privatkundenprodukte wie Girokonten und Kredite.

Derzeit stellt die Norisbank ihren Markenauftritt auf ein neues Design um, beginnend mit der digitalen Präsenz. Nachdem der Webauftritt unter norisbank.de vor wenigen Tagen relauncht wurde, sollen Online-Banking, App, Anträge und alle anderen Medien sukzessive folgen. Ziel der Maßnahme ist es, wie die Bank auf einer Infoseite zum neuen Look erklärt, gegenüber „Kundinnen und Kunden noch klarer, schneller und damit besser zu werden“.

Norisbank Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Norisbank, Bildmontage: dt
Norisbank Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Norisbank, Bildmontage: dt

Beim Logo wurde der zweiteilige, abgerundete Korpus entfernt. Die nunmehr in schwarz statt in weiß gehaltene Bildwortmarke steht frei vor orangefarbenen Hintergrund. Die in die Wortmarke eingebettete kreisrunde Grafik, welche solitär als Absender fungiert und als Profilbild verwendet wird, wurde modifiziert und neu gestaltet: die im Binnenraum enthaltenen vier Striche verlaufen nun diagonal in gerader Linie.  Die Wortmarke ist weiterhin in Minuskeln in der Schriftart FF Dax Wide gesetzt.

Die Corporate Farben wurden, wie sich auch am Redesign des Logos ablesen lässt, von einem rot-gelben Schema auf ein Design mit Orange und einem dunklen Anthrazit als Primärfarben umgestellt.

Kommentar

Das neue Markendesign ist voll und ganz auf jüngere Zielgruppen ausgerichtet. Weg vom (ursprünglich) biederen Quelle-Submarken-Image, hin zu einer modernen Finanzdienstleister-Marke: farblich kontrastreich, die Bildsprache lebendig, zeitgenössisch im Illustrationsstil, und auch im Sprachlichen / im Wording auf Jugendlichkeit getrimmt („Auf 0 Bock haben“, „Matcht perfekt“). Kunden und potenzielle Kunden werden, dem Zeitgeist folgend, fortan geduzt.

Weder Instagram- und TikTok-Account und gerade einmal 335 Abonnenten auf YouTube zeigen, welch riesigen Nachholbedarf Norisbank in Sachen Kundenbindung und zeitgemäßer Markenkommunikation hat.

Die Entscheidung, den Marken-Relaunch scheibchenweise auszurollen, beginnend mit dem Webauftritt unter norisbank.de, sehe ich in diesem Fall kritisch. Denn der Bruch zwischen der neuen auf junge Zielgruppen ausgerichteten Markenkommunikation und dem alten Online-Banking (meine.norisbank.de, App) ist deutlich spürbar. Potenzielle Kunden, die sich vom neuen Look und den Angeboten der Direktbank womöglich angesprochen fühlen, wird der Abriss in sprachlich-visueller Hinsicht im weiteren Verlauf der Customer Journey nicht entgehen.

Das Risiko des Abbruchs ist meiner Ansicht nach unverhältnismäßig groß. Besser wäre es gewesen, im Zuge des Relaunchs alle relevanten Kontaktpunkte der Marke zeitgleich auf die neue Identität umzustellen. Tonalität innerhalb der Kommunikation ist kein Nice-to-have, kein Add-on, das man später (irgendwann einmal) nachschieben kann. Will man Vertrauen in eine Marke aufbauen, ist Tonalität eine zwingende Voraussetzung.

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Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 30 Kommentare

    1. Ich finde den neuen Look so schrecklich. Es tut in den Augen weh, der dunkle Hintergrund in Kombination mit der weißen Schrift. Erst dachte ich, dass ich aus Versehen den Dunkelmodus auf meinem Handy eingestellt hatte. Nachdem ich feststellte, dass dies nicht der Fall ist, rief ich bei der Norisbank Kundenbetreuung an. Der wusste gar nicht wovon ich rede. Auf meine Frage, ob es einen neuen Look oder ein neues Erscheinungsbild gäbe, antwortete er nur ” nicht dass ich wüsste..”.

      1. Das finde ich auch kann das alles nicht richtig Lesen.
        Das ist einfach zu dunkel für meine Augen bin seid 1984 bei der Verbraucherbank
        und nun der Mist.

  1. Ganz ehrlich, ich finde den dunklen Hintergrund furchtbar und unübersichtlich. Designwechsel gut und schön, aber es sollte sinnvoll sein

  2. Das neue Design der Website der Norisbank ist für mich wegen der unmöglichen Farbwahl ziemlich unerträglich. Es ist schlecht lesbar und ein heller Hintergrund mit schwarzer Schrift wäre sehr zu empfehlen. Bitte entfernen Sie den Dunkelmodus oder bieten Sie eine Wahlmöglichkeit für den Nutzer an.

  3. Dieses neue Erscheinungsbild geht gar nicht! Der dunkle Hintergrund mit der weißen, viel zu kleinen Schrift, ist schon für Leute mit normaler Sehfähigkeit eine Tortur, was sollen da erst Menschen machen, deren Sehfähigkeit eingeschränkt ist!

  4. Ich kann mich den Vorkommentaren nur anschließen: Das neue Erscheinungsbild der Bank auf dem Handy und PC Bildschirm in dieser furchtbar düsteren Erscheinung geht gar nicht, einfach schrecklich. Hoffentlich wird bald eine gut lesbare helle Version erscheinen…

  5. Alles schwarz und ohne Wahlmöglichkeit. Ganz meine Meinung, da hätte man der reiferen Jugend wenigstens eine Wahlmöglichkeit für dunkle Schrift auf hellem Hintergrund anbieten können. Als Buchhalter finde ich derartige Sperenzchen überhaupt nicht lusrig.

  6. Seit 5 Jahren nutze ich die norisbank und bin relativ zufrieden, die niedrigen Gebühren sind mir den reduzierten Service einer Direktbank wert. Die seit ein paar Tagen auftretenden Augenschmerzen bei jeder Überweisung durch die grauenhafte Farbkonstellation haben mich aber dazu gebracht mich nach Alternativen umzuschauen, selbst wenn ich dadurch mehr an Kontogebühren zahlen muss.

    Ich bin mittleren Alters, habe keine Farb- oder Sehschwäche und bin für gewöhnlich der letze dem sich beißende Farben negativ auffallen aber bei roter Schrift auf schwarzen Hintergrund oder dunkelweiß auf hellgrau wird selbst meinen Augen zu viel abverlangt. Ich lese lieber eine kleingedruckte Zeitung bei schwachem Kerzenlicht als die neue Seite zu benutzen.

    Ich bin auch kein Fan von den verschwitzen Gesichtern und den unangenehmen Gesichtsausdrücken der Models auf den Bildern, aber die kann man wenigstens mit einem Ad-Blocker ausblenden.

    Der neue Markenauftritt mag als Publicity-Gag funktionieren, ist aber für Nutzer auf Dauer unerträglich und nicht für regelmäßiges Onlinebanking zu gebrauchen. Bin weg.

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