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Neues Verpackungsdesign für Golden Toast

Golden Toast Logo, Bildquelle: Lieken
Golden Toast Logo, Bildquelle: Lieken

Golden Toast, eine zur Lieken Gruppe gehörende Brotmarke, hat einen neuen Markenauftritt erhalten. Die neue Optik solle zu einem besseren Wiedererkennungswert und einer leichteren Unterscheidbarkeit im Supermarktregal beitragen.

Die Marke Golden Toast wurde 1963 auf dem deutschen Markt eingeführt. Im Segment klassisches Toast ist Golden Toast laut Unternehmensangaben Marktführer in Deutschland. Mit einem neuen Markenauftritt möchte Lieken die Marke am Point of Sale „sichtbarer machen“, wie es im Rahmen der entsprechenden Pressemeldung heißt. Das Redesign wurde im Sommer angekündigt. Seit September erfolgt der Roll-Out der neu gestalteten Verpackungen im Handel.

Golden Toast Buttertoast 500g – vorher und nachher, Bildquelle: Lieken, Bildmontage: dt
Golden Toast Buttertoast 500g – vorher und nachher, Bildquelle: Lieken, Bildmontage: dt

Sowohl das Markenlogo, die Sonne, wie auch die Verpackungen haben ein Make-Over erhalten. Im Zuge des Rebrandings wurde eine Farbcodierung eingeführt, sodass jede Sorte nun an ihrem eigenen Farbton samt einem dazu passendem Muster erkennbar ist. Während die Sorte „Butter Toast“ seine rote Farbe behält, präsentieren sich die weiteren Sorten z.B. Dinkel, Körner fortan in Grün-, Blau- und Türkisabstufungen sowie in Pastelltönen. Insgesamt sorge das neue Design für mehr Orientierung. Alle Produktsiegel wurden auf der Frontseite platziert. Wesentliche Produktinformationen seien nun leichter erfassbar, wie es seitens des Unternehmens heißt. „Der interessante Mix aus matten und glänzenden Flächen sowie die großen, einzigartigen Sichtfenster komplettieren das moderne, schlankere Erscheinungsbild.“

Entstanden in das neue Design von Golden Toast in Zusammenarbeit mit der Agentur MAD (Augsburg).

Kommentar

Im Rahmen der Recherche fiel mir auf, dass Golden Toast offenkundig erst vor geraumer Zeit ein Redesign bekam. Bei einigen Verpackungen, darunter Golden Toast Dinkel, greift eine vom üblichen Look abweichende Gestaltung – auch das Markenlogo ist auf jenen Produkten grundverschieden. Offenbar eine Art Testballon. Ein Ballon, der geplatzt zu sein scheint, denn beim nun vollzogenen Rebranding kommen wiederum ganz andere Gestaltungselemente zur Anwendung.

Eine schöne Idee, die Sonnenstrahlen in dieser Form stärker in das Packaging Design einzubinden. Neben der Farbe Gelb und dem Logo ist der dargestellte Strahlenkranz nun ein weiteres identitätsstiftendes Gestaltungselement. Die nun deutlicher sichtbare Farbcodierung erleichtert tatsächlich die Auswahl.

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Dieser Beitrag hat 10 Kommentare

  1. Ich glaube, der Dinkel-Toast war in der gezeigten Form eine Limited Edition im speziellen 70ies(?) Style. Da gab es mehrere verschiedene Old-School-Looks – verstanden habe ich das damals aber auch nicht. Die reguläre Dinkel-Verpackung hatte nämlich auch den Titel Dinkel-Harmonie.

    Dass die namentliche Harmonie wegfällt, ist gut und richtig, es war zwar sehr eiinzigartig, aber auch ziemlich überflüssig. Nun ist es klarer und, mir ist die Ironie bewusst, harmonischer in der Reihe. Auch wenn mir die Farben persönlich nicht alle gefallen, so finde ich den Ansatz gut. Den Verzicht auf Verläufe begrüße ich sehr. Die Muster sind eine nette Ergänzung und ein hilfreiches Differenzierungsmerkmal. Tatsächlich lässt sich die Sorte im Regal nun schneller erkennen und man muss nicht drei Mal gucken ob die Dinkel-Harmonie nicht doch die Körner-Harmonie ist, weil sie trotz Farbuntschieden letztlich doch sehr ähnlich waren.

    Vieles scheint richtig gemacht worden zu sein, hätte man sich um einen anderen Werkstoff bemüht, wäre meine Begeisterung größer. Wer sein Design heutzutage dermaßen anpackt, sollte sich auch Gedanken um die Folie machen. Oder das „Darum weiter wie bisher“ zumindest kommunizieren …

    1. Tatsächlich ist nichts leichter zu recyceln als Kunststofffolie. – Sogar, wenn diese bedruckt ist.
      Sie lässt sich verschweißen, wodurch zusätzlich nötiger Klebstoff entfällt. Sie schützt vor Nässe und wiegt fast nichts im Vergleich zu den meisten anderen Verpackungsmaterialien. V.a. ist sie sortenrein im Gegensatz zu z. B. Joghurtbechern, Tetra Paks (u. dgl.), den meisten Käseverpackungen oder auch den Brottüten mit Klarsichtfolieneinsatz, selbst wenn dieser aus Cellulose sein sollte.

      1. “Tatsächlich ist nichts leichter zu recyceln als Kunststofffolie” – nicht zwingend! Tatsächlich bestehen viele Kunststofffolien in Verpackungen aus mehreren Schichten unterschiedlichster Kunststoffe, was ein echtes Recycling praktisch unmöglich macht. Ob das auf die Folien in diesem konkreten Fall auch zutrifft kann ich natürlich nicht sagen. Bei Mono-Folien haben Sie natürlich in allen Punkten recht.

        1. Das sind einfache Folien meiner Erinnerung nach.
          Ärgerlich wird es eher bei – auf den ersten Blick – Pappe- oder Papierverpackungen, welche innen Kunststofffolien oder Schichten besitzen (am schlimmsten noch die von ihnen beschriebenen Multi-Layer).
          Oder Dosen mit konventionellen Korrosionsschutz innen. Das gibt Stoffe ab, die man mit isst, ist nicht kratzfest und dennoch so schwer maschinell zu entfernen, dass ein Recycling eigentlich nicht wirtschaftlich tragbar ist…
          Und dem Boss-Mode Tetrapak und Konsorten. Recycling Killer sind das…

  2. Ich frage mich gerade warum man den Zeilenabstand von den Sorten und Begriff Toast so extrem gewählt hat. Da er so groß ist, gehe ich davon aus das der Kunde das so gewollt hat …mhhh. Typografisch sieht das für mich aber nicht schön aus. Ansonsten finde ich die Verpackung nicht schlecht, vor allem die Strahlen sind schön ins Packungsdesign integriert. Die Farben sind natürlich teilweise Geschmacksache …

    1. Genau das habe ich mich auch gefragt. Über den nicht vorhandenen Bindestrich kann ich aus ästhetischen Gründen hinwegsehen, aber dieser massive Abstand und die zusätzliche Schriftschnittänderung macht’s echt uncool.

    2. Das wurde möglicherweise bewusst gewählt, weil GOLDEN TOAST dieses Wort schon sehr prägnant dargibt.
      m.M. nach hätte man auch komplett darauf verzichten können, denn was es ist, gibt die Sonne ja schon her.

  3. Verschiedene Dinge könnte man hier hinterfragen.

    – Warum ist gibt es zwei verschiedene Sonnen?
    – Die Sonne im Logo klemmt m. M. n. zu sehr am „O“
    – „Freu dich drauf“ steht für mich an der falschen Stelle. (Freu dich drauf / Butter / Toast) Hätte ich eher irgendwo am Logo gesehen.
    – „Toast“ in der farbigen Fläche ist für mich redundant.
    – Die Produktsiegel hätte man größenmäßig vereinheitlichen und etwas mehr Raum geben können.
    – Warum ist das rechte Siegel weiß, die anderen gelb?
    – Die orangenen Linien hätte man für mich weglassen können, besonders die kurzen im unteren Bereich. Zusammen mit den Sonnenstrahlen und den Wellen ist das ein bisschen viel.

  4. Ein praktischer Aspekt wird leider vernachlässigt (auch von den Konkurrenten): Die Folie ist fast vollflächig bedruckt, so daß man nicht mehr hineinsehen kann. Wenn das Brot schimmelt, sieht man das erst auf den zweiten Blick und manchmal hat man dann schon die Finger in der Tüte.

    1. Welch Grauen – müssen wohl die Finger amputiert werden ;)

      Aber nun mal ernst: Das ist nachvollziehbar aber zumindest ich finde das nicht schlimm.
      Wer regelmäßig mit schimmligen Brot zu tun hat, sollte vielleicht die Lagerung oder das Produkt überdenken. Und wann es schon einen unangenehmen Schimmelprozess erreicht hat, wo ich das nicht mehr anpacken möcht’, erkennt ich dies an der Kondensationsfeuchte in der Packung.

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