Neues Logo für Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger

BDZV Logo (Bildmarke), Quelle: BDZV

Der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger, kurz BDZV, hat sich ein neues Logo zugelegt. Erstmals seit 20 Jahren wird das Corporate Design des Verbandes modifiziert.

Der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger vertritt die Interessen der Zeitungsverlage und digitalen Publisher in Deutschland und auf EU-Ebene. Der Verband wurde 1954 als Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger gegründet. Da nach Auffassung des Verbandes der Name die heutige Medienlandschaft und Tätigkeit der Verbandsmitglieder nur noch zum Teil widerspiegele, hat sich der BDZV vor etwa einem Jahr umbenannt in „Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger“. Mit der Umbenennung wurde zugleich der Prozess einer gestalterischen Erneuerung in Gang gesetzt, um den neuen Anspruch auch visuell deutlich zu machen, wie der Verband auf Anfrage gegenüber dem dt erklärt.

„Das neue Logo ist modern, multimedial und in Bewegung – wie der sich transformierende BDZV selbst“, sagte BDZV-Präsident Mathias Döpfner anlässlich des Starts der überarbeiteten Website. „Ein Logo sollte heute nicht statisch sein, es darf interaktiv und lebendig sein- vor allem, wenn es digital verwendet wird. Auf der Website führt es die Nutzer mit Interaktion auf die Homepage zurück. Das ist für die meisten Besucher unsere Seite unerwartet und überrascht positiv. Ein fast schon spielerisches Element, dass man vielleicht einem fast 70 Jahre alten Arbeitgeberverband im vorpolitischen Raum nicht unbedingt zutraut“, wie Alexander von Schmettow, Leiter Kommunikation beim BDZV, ergänzt.

BDZV Logo – vorher und nachher, Bildquelle: BDZV, Bildmontage: dt

BDZV Logo – vorher und nachher, Bildquelle: BDZV, Bildmontage: dt

Die Abkürzung „BDZV“ ist fortan zweizeilig angelegt und wird von mehreren unterschiedlich farbigen Quadratformen eingefasst. Im Umfeld der Website ist das neue BDZV-Logo interaktiv: Farben und Form verändern sich bei Rollover. Anders als bislang ist im neuen Logo der Name des Verbandes ausgeschrieben. Dabei ist die Wortmarke in der Euclid Square gesetzt (Swiss Typefaces), einer geometrischen serifenlosen Antiqua. Die Website wurde im Zuge des Redesigns relauncht.

Für das überarbeitete Corporate Design und das neue Logo des BDZV zeichnet die Agentur BOROS verantwortlich. Der Relaunch der Website wurde von der Agentur WE DO realisiert.

Kommentar

Mausgrau, Staubgrau, Aschgrau – das bisherige Logo konnte schon zum Zeitpunkt seiner Einführung vor zwanzig Jahren wenig Frische und Modernität vermitteln. Der Versuch über die Punkte und die nach rechts gerichtete Bewegung Dynamik und Fortschritt zu signalisieren, wird von der staubtrockenen, statischen Wortmarke jäh zunichte gemacht.

Das neue Logo erscheint vor dem Hintergrund der Transformation, die der Verband in den letzten zwei Jahrzehnten in Richtung digitale Angebote vollzogen zu haben scheint, besser als Absender geeignet. Aufbau, das gewählte Farbspektrum und die interaktive Komponente machen das Logo zu einem Zeichen im hier und jetzt. Die Schwachstelle des Logos ist die unzureichende Skalierbarkeit. In kleiner Größe, etwa als Favicon, bleibt lediglich ein buntes Irgendwas übrig. Vier Buchstaben lassen sich zudem auf solch engem Raum schlichtweg nicht gut darstellen.

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6 Kommentare zu “Neues Logo für Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger

      • Ich sehe den Magenta-Teil auch nur in der Animation. Den “kleinen Teil” scheint unser Auge bei kleinen Darstellungsgrößen selbst aus Blau und Rot zu mixen, oder?

  1. Ein wenig humorvoll ist es schon, dass Matthias Döpfner nicht nur Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger, sondern auch der Axel Springer SE ist und beide auf ein ähnliches Farbspektrum setzen (gelb kommt bei Axel Springer nicht zum Einsatz).

  2. Also ich empfinde das neue Logo extrem schlecht. Mein erster Eindruck war, dass ich mir nicht sicher war, ob das ein Testbild für Farbsehschwäche sein soll. Ich verfolge seit vielen Jahren die Logoänderungen, aber diese Änderung war die Schlechteste. Man bekommt regelrecht Kopfschmerzen bei den Farben.

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