Neues Logo Deutsche Post DHL

Deutsche Post DHL Logo

Aus Deutsche Post World Net wird Deutsche Post DHL. Die Umbenennung ist Teil der “Strategie 2015”, die gestern von Vorstandsvorsitzenden Frank Appel der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Neues Logo

Das Posthorn verschwindet demnach aus dem Konzernlogo*. Der Hausfarbe Gelb fällt dadurch eine umso größere Bedeutung zu, denn die Wortmarke selbst ist recht “wirkungsneutral” um den Begriff “charakterlos” zu umgehen. Die Frutiger Condensed kommt hier zum Einsatz. Allerdings kann sie die ihr zugedachte Hauptrolle nur schwerlich ausfüllen. Schwarze Schrift auf gelben Grund als Firmenlogo kennen wir auch vom Redesign der Gelben Seiten. Wenn schon kein Trend dahinter steckt, ist die Abkehr von Bildmarken bei den “Gelben Marken” dennoch auffällig. Außerdem feilte zuletzt ja auch die Norwegische Post so stark an ihrem Posthorn, so dass es in der neuen abstrahierten Form kaum noch als solches erkennbar ist.

Neuer Name

Kleiner Test. Mal sehen, ob mit der Umbenennung auch auch die dazugehörige Domain dpdhl.de bereits als Hauptdomain im Einsatz ist. Sie ist in Verwendung, ja. Allerdings fungiert sie lediglich als Weiterleitung auf die alte Domain dpwn.de. Das sollte man sich schon gönnen. Zeitgleich zur Rede von Appel schmückt das neue Logo die Startseite, die fortan unter einer neuen, zum Namen passenden Hauptdomain angesteuert wird. Mit wenigen Handgriffen hätte man dem Strategiepapier – zumindest in den digitalen Medien – den Extraschub Tatkraft einhauchen können. Aber so muss man noch auf die Zustellung des neuen Konzernlogos warten.

* Im Logo der Konzernsäule Brief “Deutsche Post” bleibt das Posthorn erhalten.

61 Kommentare zu “Neues Logo Deutsche Post DHL

  1. @ Patrick: Ich werde hier nicht Achims Text und Christophs Kommentare wiederholen. Wenn dich das Thema wirklich interessiert, schau auf die Seite “Deutsche Post DHL”. Ich denke, dort ist nachvollziehbar beschrieben, dass das Unternehmen aus den zwei Bereichen besteht. Das hat also nichts mit Worthülsen zu tun, sondern begründet sich aus der Unternehmensstruktur. Dein Postbote wird dir kein Paket bringen. Auch wenn die Post DHL übernommen hat. Das neue Logo zeigt nur, wie gleichberechtigt die beiden Bereiche im Konzern sind. Das Unternehmen Post hat sich nun einmal verändert und entwickelt und das wird jetzt auch in der Außendarstellung wiedergegeben.

    Es scheint ja niemanden hier zu stören, dass die Notenlinien und die kursiv gesetzten Firmenschwerpunkte im Logo verschwunden sind. Das hatte mich am alten Logo immer mehr gestört, als die englische Bezeichnung World Net.

    Ich freu mich jedenfalls, wenn mein DHL-Bote mich bald mal wieder besucht und an der Autotür dann das neue Logo zu sehen ist.

  2. @Christoph: Ich weiß nicht, wieso du dich so aufregst. Ich habe im Prinzip das gleiche gemeint wie Patrick, nur ein wenig ironischer ausgedrückt. Meine Anspielung galt eben den viele Konzernen die alle verschiedene Namen haben und immer noch die gleichen. Wozu gibt es ein “Deutsche Post DHL” mit den Tochterunternehmen “Deutsche Post” und “DHL”. Ich würde mich viel wohler fühlen, würde ich mein Paket mit der Deutschen Post verschicken, meine Briefe mit der Deutschen Post verschicken und mich bei Problemen mit dem Versand an die Deutsche Post wenden können. Neulich hatte ich ein Problem mit dem Paket. Ich ging zu einer entsprechenden Filiale und reklamierte. Der Mensch am Schalter sagte zu mir folgendes: “Wir können hier nicht viel machen, außer DHL anrufen. Wir sind nur Postbank.”. Wie bitte? Ich traute meinen Ohren nicht. Daher nochmal: statt sich “Deutsche Post DHL World Net Worldwide Logistics” zu nennen, sollten die mal lieber ein bisschen aufräumen und ALLEM den gleichen, einheitlichen und traditionellen Namen “Deutsche Post (Bildmarke)” geben.

  3. Wenn da nicht die weltweiten Geschäfte von DHL wären. DHL liefert auch in Italien (schau dir nur mal Mission Impossible III an, wo DHL das mit viel Geld und großer Präsenz zum Ausdruck bringen wollte), DHL fährt mittlerweile in New York genauso viele Paketfahrzeuge wie UPS oder FedEx. Das sind Gründe für Änderungen in Unternehmensstrukturen. In New York kann nicht die Deutsche Post rumgurken, das würde nicht funktionieren.

    Nun kann man sich aber sicher darüber streiten, ob jedes Unternehmen ein ‘Global Player’ sein muss. Egal, die Deutsche Post DHL ist es nun mal, ähnlich wie die Deutsche Telekom mit ihrer Tochter T-Mobile. Auch hier funktioniert das Geschäft im Ausland und insbesondere in der USA nur, weil die Marke T-Mobile dort auftritt. Mit der Deutschen Telekom würde das so nicht funktionieren.

    Wenn wir also als gegeben hinnehmen, dass die Deutsche Post DHL ein ‘Global Player’ ist, dass sind vielleicht auch diese Schritte in der Unternehmensstruktur nachvollziehbar.

    ABER JA: Ich gebe dir in dem Punkt Recht, dass bei so etwas der Kundenbezug verloren geht. immer mehr Filialen schließen. Immer mehr Filialen befinden sich in Schreibwarengeschäften und die Mitarbeiter sind keine Mitarbeiter der Post. Schlussendlich kann einem auch immer schlechter jemand helfen.

  4. Sorry, aber das ist kein Logo. Das sind 3 Strings, die auf einer bestimmten Farbe in einer bestimmten Schriftart platziert sind. Da irgendwas Tolles und Wichtiges ‘reinzuinterpretieren liegt mir genauso fern wie die Rezension eines farbigen Kleckses in einer Kunsthalle. Es sind 3 Worte in Frutiger auf einem schönen Gelb. Mehr nicht.

    Sieht vielleicht gefällig aus, klar, aber das tun manch andere Schriften vor einem unifarbigen Hintergrund auch. Hellgraue Helvetica auf schwarzem Hintergrund mit einem 3-Wort-Text ist dann sicherlich auch innovativ? Na dann…ein Prosit auf die neue Langeweile.

  5. Wenn ich Begriffe wie “Simplifizierungswahn” und dergleichen lese, fällt mir nur “Signetwahn” ein. Der Schritt, der hier vollzogen wurde, ist für mich die konsequente und logische Weiterentwicklung des visuellen Auftritts. Das alte Logo war viel zu komplex und konstruiert. Das neue ist aussagekräftig, neutral, schafft Klarheit und ist für eine Dachmarke perfekt. Nicht zu 100% neutral, da die Hausschrift der Deutschen Post verwendet wird. Frutiger ist in sofern eine gute Wahl, da deutlich gemacht wird, wer das Ruder in der Hand hält und sich zudem ein wilder “Schriftmix” in Grenzen hält.

  6. Ernüchterung: Nun ja, schade ist es schon, dass Achim’s Aufruf bzgl. konstruktiverer Kritik nicht so richtig eingeschlagen ist (Hoffentlich ist dieser Umstand der kurzen Zeit geschuldet, in der der Auftruf erst draußen ist, mal sehen…) Leider muss ich, als interessierter Leser, hier 20 mal die gleichen Sätze lesen: Das Horn ist weg! Nanu? Wo isset denn?… ;-) Dies Verleitet mich zu der Annahme, dass viele Komentierer die Stellungnahmen der anderen überhaupt nicht lesen, sondern leider nur auch mal ne Meinung gehabt haben wollen: SCHADE! Würdet ihr denn in einer Unterhaltung auch eure Meinung lauthals kundtun, wenn ihr vorher nicht zugehört hättet? Wohl kaum, das wäre dann nämlich bestimmt ne peinliche Sache, oder? ;-)

    Lieben Gruß vom Onkelchen

  7. @ Christoph: Das ist doch nicht Dein Ernst, oder?

    Ja, es geht auch um Platzierung, Raster, Farben usw. aber ein Logo sollte auch für sich alleine stehen können. Nur eine einfache Wortmarke zu nehmen, die auch noch in einer frei erwerbbaren Schrift gesetzt wird (zumal ich bezweifle, dass sich jemand die Mühe gemacht hat, wenn ich mir die Spatien anschaue), ist kein visuelles Alleinstellungsmerkmal und für mich damit durchgefallen.

    Wo ist die Eigenständigkeit? Das könnte einfach auch eine Überschrift sein. Und grade unser Berufsstand sollte das wissen – ganz gleich ob auf Gestalter- oder Marketingseite.

  8. Wo die Eigenständigkeit ist? Das siehst du doch! Jeder, aber auch jeder erkennt sofort die Deutsche Post darin … auch ohne Bildmarke (die wie gesagt, beim Dachkonzern aus guten Gründen weggelassen wurde). Allein dieses Gelb mit dieser Schrift in schwarz ist so was von eigenständig … wozu mehr?

    Schau dir SIEMENS an. Wo ist da ein Bild? Nicht mal eine Fläche. Nur Schrift in einer bestimmten Farbe. Nimm Gucci oder SONY. Es gibt in jeder Sparte bestimmte Wortmarken, die ohne ein Bild auskommen. Aber dies können sich nur riesige Unternehmen erlauben. Ein mittelständisches Unternehmen benötigt eine Bildmarke zur Visualisierung und zur Wiedererkennung. Ein riesiger Konzern kann es sich allerdings erlauben, nur Worte zu setzen und sie konsequent zu platzieren.

    Wenn du, Nils, davon keine Ahnung hast, dann kann ich da nichts machen.

    Oder wie erklärst du dir die ganzen anderen großen Firmen, die nur mit Worten auskommen und nicht mal die Schrift modifiziert haben. Oder wie erklärst du dir, dass jeder sofort erkennt, um wen es sich handelt, wenn er diese gelbe Fläche mit der schwarzen Typo sieht.

    Wie schon mehrfach geschrieben: Dein Briefträger und deine Postfiliale haben weiterhin das Posthorn. Das DHL-Fahrzeug hat weiterhin ein DHL-Logo. Lediglich der Konzern benötig etwas eigenes. Das wirst du wahrscheinlich nie zu sehen bekommen, es sei denn, du bekommst Post von denen oder läufst mal am Konzernsitz vorbei.

    Bei DaimlerChrysler war es doch nicht anders. Ja, es sind dort andere Strukturen gewesen. Aber Mercedes Benz blieb mit eigenem logo bestehen, Chrysler ebenfalls … und der Konzern brauchte nun einen Schriftzug. Reiner Text, ohne Bild. Fertig, das Ganze. Weil alles andere zu viel gewesen wäre.

    Amen.

  9. @Christoph: Du hast recht. Mal im Ernst, ich habe die ganzen Wortmarken eigentlich ausgeblendet, als ich den Kommentar geschrieben hatte. Jetzt, wo Du’s sagst…stimmt!

  10. Im ersten Moment war ich auch etwas enttäuscht. Klar, es gibt viele Beispiele für reine Wortmarken, die sind allerdings in der Regel nicht so schwach auf der Brust wie eine Frutiger Condensed (nichts für ungut, Adrian, eine sehr gut Typo, aber als Schrift für Wortmarken hast du sie sicher nicht entworfen). Andererseits kann ich Christoph folgen: Mehr braucht es eigentlich für den Dachkonzern nicht.

    Problematisch wird das Ganze bei der Verwendung vom neuen Konzernlogo mit den Tochterfirmen Deutsche Post und DHL, siehe: http://www.dp-dhl.de. Das Konzernlogo links, wird auf Grund seiner Schlichtheit als Dopplung der Tochterlogos rechts wahrgenommen. Diese sind wegen ihrer eigenständigen Gestaltung auch wirklich als Logos ersichtlich. Das Konzernlogo wegen seiner Beschaffenheit in diesem Umfeld hingegen nicht. Zumal der gelben Balken komplett duchläuft. Das ist eine schlechte Lösung. Hier sollte entweder eine klare Trennung der drei Logos erfolgen (durch eigene Felder o.ä.) oder es sollte nur das Konzernlogo erscheinen. Das ist handwerklich keine gute Arbeit.

  11. Ohauerha.

    Das Marketing hat in diesem Beispiel die Kreativen wieder einmal von der Bildfläche verschwinden lassen.
    Globalisierung hin und her.
    Im Konzert der Großen sollte aber immer darauf geachtet werden, wer mitspielt.
    Und da sollten gerne ein paar gute Grafiker den Ton angeben.

    Viele Grüße aus der Nordsee!

  12. @ Christioph:
    Sehr persönlich und anscheinend sehr angegriffen. Kein guter Ton. Verstehe gar nicht, wieso Du so ne Welle machst. Kommt das Teil vielleicht von Dir?

    Es ist vollkommen richtig, dass einige Konzerne sehr gut auch ohne Bildmarke auskommen. Vollkommen richtig. Ich für mich als Gestalter habe auch nur eine Wortmarke als Logo eingesetzt.
    Der Punkt ist aber, dass diese meist Farbkombinationen haben, die sich deutlicher von anderen Mit- oder nicht Mitbewerbern abgrenzen. Mal auf Dein Siemensbeispiel eingegangen: Hier ist der Farbton in Kombi mit der Typo recht eigenständig. DaimlerChrysler und auch Sony haben sich sogar eine eigene Hausschrift bauen lassen. Das ist etwas ganz anderes, als in diesem Fall. Auch wenn es nur kleine Details sind, so machen diese eine Eigenständigkeit aus, die ich bei dem neuen Postdingens da vermisse.

    Schwarze Schrift auf gelben Fond: Tele2, Yello oder (hier auch schon genannt) Gelbe Seiten. Es fehlt einfach etwas eigenes, der Charakter ist mir persönlich oder sollte ich für Dich besser deutlicher schreiben, meiner Meinung nach nicht charakteristisch genug für einen Weltkonzern. Nicht einmal für eine kleine ortansässige Firma. Im Studium wäre das durchgefallen.

    Interessant übrigens auch, dass wenn man sich von Dir gestaltete – sofern es Deine auf der Seite sind – Logos anschaut, dann kommt da keine reine Typolösung an die Sonne. Aber ich möchte eigentlich nicht auf dieses Gesprächsniveau.

  13. Ich fühle mich nicht wirklich angegriffen. :) Es ist eher eine lebhafte Diskussion. Aber warum wunderst du dich, wenn ich so schreibe, wenn von dir solche Sätze kommen: “Das ist doch nicht Dein Ernst, oder?” … Und das was dann folgte, war auch alles andere als eine Meinungskundgebung. Es war eher so dahingestellt.

    Es geht doch hier um verschiedene Geschmäcker. Und nicht jeder muss das Logo gut finden. Um Gottes Willen. Ich bin nur dagegen angegangen, dass hier ständig kam: “Das Horn ist weg.”, “Das ist doch kein Logo.”, “Das kann ja jeder.”, “Das ist von myHammer.”…. und bla bla bla. Darum geht es mir. Klar ist es sehr einfach und den meisten wahrscheinlich auch zu einfach. Aber ein mutiger Schritt ist es in jedem Fall.

    UND DOCH: Die unverwechselbare Wiedererkennung ist da. Ich zeige es dir an deinem Beispiel. “Schwarze Schrift auf gelben Fond: Tele2, Yello oder (hier auch schon genannt) Gelbe Seiten.” Verwechselst du auch wirklich nur einen dieser Firmen mit DEUTSCHE POST DHL? Ich nicht. Auch wenn die anderen Gelb haben, auch wenn sie eventuell eine schwarze Schrift haben. Es geht an Ende um ein bestimmtes Gelb, es geht um eine bestimmte Typo und es geht um eine gewisse Größe der Firma.

    Man schaut auf das Logo (oder auch die Wortmarke) und weiß sofort: DEUTSCHE POST – nicht Gelbe Seiten, nicht Yello, nicht Tele2. Egal, wie sie das geschafft haben, sie haben es geschafft. :)

    Und ja, dies ist meine Agentur und auch meine Seite. Und ja, die meisten Logos, die du da siehst (auch wenn die Kunden erst in diesem Monat wieder aktualisiert werden), sind aufwändiger. Nie zu viel, nie zu viele Farben, aber meist ist eine Bildmarke vorhanden. Aber dies habe ich auch schon erwähnt. Erarbeitet man ein Logo für einen Weltkonzern oder eine Firma, die eine größere visuelle Identität benötigt, weil sie anders kommuniziert bzw. nicht bei jedem bekannt ist.

    Zum Abschluss gebe ich wie gesagt allen Recht, die der Meinung sind, dass es sehr sehr einfach ist. Ich bin jedoch beindruckt davon und finde den konsequenten Einsatz wichtiger, als das Logo an sich.

  14. Also ich finde das Logo einfach einfallslos! Auch unter dem Gesichtspunkt Skalierbarkeit hätte man denoch ein wenig Pfiff in das Logo bringen können. Da die Farbe und die Schriftart nicht geschützt werden können, wir des Fälschern sehr leicht gemacht.

  15. Ein Klassiger verschwindet, das Posthorn!

    Wem ist den der langweilige, belanglose Schriftzug eingefallen? Wenn das die Power der Post darstellen soll, dann gute Nacht.

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