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Neues Corporate Design für Saffron

Die Agentur Saffron, 2001 von Jacobo Benbunan und Wally Olins (1930-2014) gegründet, hat sich anlässlich ihres 15-jährigen Bestehens ein neues Corporate Design zugelegt. Das aufgefrischte Erscheinungsbild solle die seitdem vollzogene Weiterentwicklung auch nach außen hin dokumentieren.

Auszug der Pressemeldung

„Our identity has evolved in accordance with our new spirit. We were born as a company with a strong consulting component, with a formal, serious posture/attitude and an equally plain and discrete identity, but we have evolved into a much more creative, disruptive, innovative and digital consulting company and we want to reflect all of this in our new image“, so Saffron’s Executive Creative Director, Gabor Schreier.

Neben den Farben und dem Schriftenkonzept wurde auch das Agenturlogo samt Monogramm im Sinne der inhaltlichen Neupositionierung überarbeitet. Die Förmlichkeit, die bislang über die aus Serifen bestehende Wortmarke vermittelt wurde, sei nun eliminiert, wie es heißt. Darüber hinaus wurde ein grafisches System implementiert, das Illustrationen in isometrischer Perspektive beinhaltet. Mit Hilfe der Illustrationen ließen sich abstrakte Konzepte, wie ein Brand-Definitio…

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 37 Kommentare

  1. Mal die Hakenkreuz-Disskussion außen vor gelassen:

    Schöne Schrift, aber das FF-Logo wirkt wie an den Haaren herbeigezogen (ist ja auch kein Bestandteil der Wortmarke, so wie vorher): Was soll es mir sagen? Eine Abkürzung ist es nicht, es verweist nicht auf die Branche… also wieso FF? Nur weil man damit leicht spielen kann? oder übersehe ich etwas?
    Überzeugt mich auf den ersten Blick nicht.

    Ich habe übrigens als erstes ein “H” mit abgeknickten Strichen gesehen.

  2. Ich hab erst eine 77 gesehen und ein Pluszeichen und auch irgendwie eine 11.
    Als dann dabei eine 88 rauskam habe ich schnell an einen Gin gedacht!

    1. Die 88 ist in der Tat auch nicht schlecht, hustel ;-)
      Musste mal in grauer Vorzeit einem Auftraggeber von derart sinistrem Naming abraten.

  3. Nachtrag: Faszinierenderweise taucht die “Swastika-Keule” tatsächlich bisher lediglich hier im deutschen Designtagebuch auf ;-) Nicht-deutschsprachige Medien und Kommentatoren auf internationalen Blogs haben diese Assoziation anscheinend nicht.

    1. Schön, wenn andere Nationalitäten hier etwas neutraler an die Sache herangehen. Finde die Hakenkreuz-Diskussion einmal wieder reichlich übertrieben. Wenn man unbedingt Symbole in ganz anderen Symbolen sehen will, geht doch die Fantasie mit einem durch. Nach dem Motto: “Wenn ich diese Linie drehe und das hier spiegele, dann kommt genau das Symbol heraus” …ach was?!…

  4. Mal was anderes:
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das, diese ähm sagen wir mal assoziativen Ähnlichkeiten, die vorzugsweise im deutschsprachigen Raum mit Sicherheit diskutiert werden ( sic! wie man hier sieht) nicht in der Agentur Saffron intern diskutiert wurden. Sie wurden diskutiert, sicherlich.

    Und man hat sich entschlossen, es trotzdem zu machen.

    Diese These scheint mir deswegen nicht allzuweit hergeholt, wenn ich die voraussehbaren Kommentare hier lese, denen ich mich zum Teil anschließe.

    Kippfiguren
    Ziel eines derartigen Logos, welches eine veritable Kippfigur ist zwischen durchaus harmloser, ästhetischer Typografie und dennoch merkwürdigen Assoziationen:

    Aufmerksamkeit in den Medien?
    Würde ja passen in Zeiten von AfD, Le Pen und Wilders.


    Rein abstrakt-formal schließe ich mich DB an, welcher sagte:
    ” … FF-Logo wirkt wie an den Haaren herbeigezogen (ist ja auch kein Bestandteil der Wortmarke, so wie vorher): Was soll es mir sagen? Eine Abkürzung ist es nicht, es verweist nicht auf die Branche… also wieso FF? Nur weil man damit leicht spielen kann? oder übersehe ich etwas? Überzeugt mich auf den ersten Blick nicht.”

    Word!

    1. Das ist schon richtig. Der Sinn erklärt sich erst dann, wenn man den Logoverlauf bzw. das Vorgängerlogo kennt, aus welchem das FF für die Bildmarke oder das “Kürzel” entnommen wurde. Allerdings muss man bereits beim alten Logo in Frage stellen, ob das “FF” die richtige Wahl war. Wäre nicht ein “S” besser gewesen?

      Aber nun wollte man eben mit der damaligen Entscheidung leben und diese weiterentwickeln. Kann mir denken, dass die neue Variante dadurch gerechtfertigt ist, da sie durch die rein grafische Konstruktion (und nichtmehr als Font) einen Sprung in eine eigenständige Bildmarke gemacht hat. Reine Bildmarken müssen sich nicht in der Wortmarke wiederfinden lassen und basieren häufig auf früheren Bestandteilen der Marke.

      Wenn man sich also heute die Frage stellt, “warum dieses FF ähniche Dings?”, dann muss man immer die Geschichte der Marke betrachten. Kann auch einen positiven Effekt haben, nämlich dass man sich bei Interesse näher damit beschäftigen muss.

  5. Hakenkreuzassoziationen sehe ich hier echt nicht, allerdings musste ich sofort an Fred & Farid denken. Da ist das Alleinstellungsmerkmal schnell dahin

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