61 Kommentare zu “Neuer Schwung fürs Schlecker-Logo

  1. Schlecker Farben
    Wenn man sich zum Beispiel die Website anschaut, hat man vielmehr die emotionale Ansprache eines Elektronikonlinevesands Ende der Neunziger.
    Blaue Schrift auf weißem Grund mit Rot als Zusatzfarbe wirkt sehr technisch und kühl.
    Aber das allein heißt noch nicht, dass man Blau generell für ein freundliches Erscheinungsbild ausschließen muss!
    Farbe ist ein wesentliches Element der Markenidentität und Schlecker sollte die Farbe behalten.
    Vielmehr ist die Kombination mit anderen Farben und die Farb-/Raumaufteilung zu ändern, sowie Bildkonzept.
    Nivea hat auch Blau und Weiß als Kernfarben, wirkt aber wesentlich moderner und auch etwas wärmer! Als Sekundärfarben werden in den Bildwelten pastellige Töne eingesetzt.

    Geschäfte
    Eine wichtiger Unterschied ist aber nicht nur das Logo oder die Website sondern auch wie die Läden eingerichtet sind. Da spielen Größe, Raumaufteilung, Farbe, Licht ein wichtige Rolle und in der Tat empfinde ich viele dm Läden als angenehmer. Die wirken heller, freundlicher und man wird nicht so erdrückt.
    Deshalb setzt Schlecker zunehmende auf größere Geschäfte.

    Das Logo
    Die Strichstärkenunterschiede, die mit “e” und “c” im Auslauf eingeführt wurden hätten meiner Meinung nach auf sämtliche Buchstaben übertragen werden müssen, um das Schriftbild konsequent zu halten.
    So müsste auch der Arm des kleinen k schmaler sein, das “S” wirkt zu statisch sowie das h.
    Ein kleines “l” mit Schweif würde die Trennung im Wortinneren aufheben und den Gesamteindruck “abrunden”.

    Logo Fazit
    Trotz der genannten Schwächen ist die Neugestaltung des Logos ein schöner und konsequenter Schritt den Generationswechsel und die neu ausgerichtete Firmenphilosophie zu kommunizieren.

  2. @wünschedesign
    Ich habe kurz überlegt, ob ich Deinen Kommentar auszeichnen soll. Ungeachtet der Tatsache, dass bereits zwei Kommentare von Dir in der Liste der ausgezeichneten Kommentare aufgeführt sind, habe ich ihn erneut aufgenommen. Ich denke, es ist nur fair, dass sich dadurch Deine Chancen erhöhen, eines von 10 Büchern aus dem Hause tellus Publishing zu gewinnen, die Anfang des kommenden Jahres im Rahmen dieser Aktion verlost werden. Deine stets bereichernden Kommentare rechtfertigen diesen Schritt. Dank Dir für Deine Zeit und Deinen Einsatz!
    Deine Logo-Modifikation finde ich richtig gut. Nachdem das Auge eine Minute auf ihr verweilt, erscheint die von KW43 gestaltete Lösung tatsächlich lückenhaft.

  3. Ich denke der Entwurf von wünschedesign wäre sicher der nächste Schritt. Noch stärker weg von dieser Billig-Massen-Schiene und hin zur Gemütlichkeit und außerdem zum Einkaufsgenuss.

  4. Rein subjektiv wirkt mir das dunkle Blau einfach zu kühl um die Marke sympathisch zu finden, ich bin z.B. auch sehr sehr selten in einer Schlecker-Filiale. Allerdings kommt es in diesem Fall viel mehr auf die Einrichtung der Filiale an, hier sollte das Blau nur als Akzentfarbe eingesetzt werden – ebenfalls auf der Webseite. Dann könnte das mit dem neuen Image auch funktionieren.

    Nivea hat z.B. auch viel Blau auf der Webseite eingesetzt, aber durch das Weiß und die hellen Bilder wirkt es insgesamt noch freundlich. Allerdings handelt es sich hier um ein Produkt und nicht um einen Drogeriemarkt, deshalb hinkt der Vergleich etwas. Aldi könnte ebenfalls als Vergleich dienen, freundlich wirken das Aldi-Blau und die Filialen aber deshalb auch nicht.

    Die Typografie funktioniert zwar, aber die Lösung ist mir zu verspielt. Letztlich muss man abwarten wie die Filialen eingerichtet werden. REWE und dm sind hier aktuell vorne wie ich finde.

    Greetz
    Till

  5. Müßte man hier nicht von bluewashing sprechen? Das alles nützt doch nichts, wenn der Fisch am Kopf stinkt. Ich gestehe: Schlecker war mir schon immer extrem suspekt und unsympathisch, daher bin ich voreingenommen.
    Der bisherige Schriftzug war kein Logo, sondern der Name ist irgendwann mal einfach am Rechner gesetzt worden, fertig. Der neue kommt zwar freundlich daher, geht aber typografisch von den 80ern eher Richtung 70er. Die unmotivierten Ligaturen sind hier ja schon diskutiert worden, da schließe ich mich an. Die Kinder des Herrn Schlecker werden es schon richten …

  6. Darf ich kurz vom Logo abschweifen? Mir ist ein absolutes Rätsel, wie/wo/warum Schlecker solche Umsätze macht. Die Läden sind grässlich, die Artikel völlig überteuert, das Personal wird ausgebeutet, … Ketten wir dm und BUDNI sind dagegen absolute Wohlfühl-Drogerien (mit dem besseren CD und der bessere CI gleichermaßen – vor und nach dem Logo-Relaunch).

  7. Also, Schlecker hat ein Riesenproblem – marketingtechnischer Art – und ich fürchte auch in den Absatzzahlen (gefühlt, ich schließe das aus den zugemachten Filialen in meinem Lebensraum).

    Welche Käufergruppe hat Schlecker? Frauen – Mütter und ältere Semester. Bei dieser Käufergruppe punktet aber DM, da sie große Filialen mit vielen Öko- und Kinderprodukten haben. Breite Gänge für Kinderwagen und Gehhilfen.

    Schlecker hatte in der Vergangenheit ein dichtes Filialnetz und war günstig. Viele dieser Filialen sind unordentlich und schlecht geführt, daher werden sicherlich gerade auch einige aufgegeben. DM und Rossmann haben mittlerweile auch ein sehr dichtes Fililanetz und sind einfach ‘sympatischer’.

    Schlecker muss sich dringend neu aufstellen gegen DM und Rossmann und ein ‘weicheres’ Logo ist da gegen den ‘harten’ vorhergehenden Look sicherlich ein Anfang. Die weichere Anmutung soll garantiert Frauen ansprechen. Ich bin Frau, spricht es mich an? Ich muss sagen mehr, als das alte kantige Logo. Blau ist zwar überhaupt nicht die Farbe meiner Wahl und speziell das Schlecker-Blau assoziiere ich mit billig, aber eine neue Farbe UND ein neues Logo, dann können sie gleich eine neue Firma gründen – wer soll denn dann noch Schlecker erkennen?

    Bisher steht Schlecker für günstige Artikel in eher – sagen wir mal sachlicher Umgebung. Soll das so bleiben? Gut und Günstig?

    Welche Werte sollen mit dem neuen Logo transportiert werden? Wo soll es hingehen? Ich bin sehr gespannt welche Restrukturierung damit einher gehen wird.

    Wollen sie gegen DM den Öko-Touch probieren oder auf Familie setzen wie Rossmann (wobei, so richtig gut klappt das bei Rossmann auch nicht, die Filialen sind oft zu eng und klein – wo soll man da mit einem Kinderwagen oder Rollator hin?.)

    Oftmals habe ich bei den riesigen Werbe-Etats dieser Flagschiffe der deutschen Drogerie-Wirtschaft den Eindruck, dass sich keiner Gedanken darüber macht wen sie ansprechen möchten, welche Werte sie transportieren möchten und was sie überhaupt verkaufen wollen. Klassen-Bester ist da sicherlich DM weit vor all den anderen.

  8. Wenn ich an Schlecker denke, denke ich an kleine Gänge, viele Regale, an der Kasse viel Plörres und unmotivierte Kassiererinnen ab 17. DM macht hingegen den deutlich familiäreren, freundlicheren Eindruck auf mich. Deswegen gefällt mir auch das neue Schlecker-Logo um Längen besser als das alte.

    Mal sehen, wie sich die Schlecker-Filialen in einem halben, 3/4 Jahr präsentieren. Bin gespannt!

  9. Schlecker möchte also mit neuer Beleuchtung, breiteren Gänge und niedrigeren Regale punkten. Also ein dm mit Schlecker-Logo – das wirkt auch auf mich wie bluewashing, wie Henrik schon sagte.

    Wenn ich dieses Vorwissen mal ausblende, ist das Logo ein guter Schritt nach vorn und wesentlich sympathischer und freundlicher. Sicher, es ist nicht revolutionär, aber das kann es auch gar nicht. Die Vorschläge, konsequenter in Richtung Herti zu gehen, scheinen mir für Schlecker unpassend, zu verspielt, zu feminin und fashion-beauty-lastig. Schlecker hat in meiner Wahrnehmung ein überwiegend praktisches und technisches Sortiment und wird wohl auch mit dem neuen Konzept kein Douglas werden.

    Jetzt bin ich gespannt, ob in der Umsetzung auch noch etwas aufgeräumt wird und das neue Logo atmen und leben kann.

  10. Ich finde es viel zu hochwertig für dieses Unternehmen und suggeriert etwas, was Schlecker nicht ist:
    – Einkaufserlebnis
    – freundliche Mitarbeiter
    – Qualität

  11. Ich finde wünschesdesigns Beitrag ebenfalls sehr lesenswert. Ich bin aber mit den “Verbesserungsvorschlägen” nicht einverstanden. Auch wenn ich davon ausgehe das wünschedesign den Gegenentwurf mal so eben hinskizziert hat und kw43 sicherlich mehr Zeit zum tüfteln hatte, muss ich sofort feststellen, dass wünschedesigns Entwurf wahnsinnig wackelig und unruhig wirkt.

    Ich finde dagegen das neue Schlecker-Logo sehr ausgewogen und ruhig, trotz der typografischen Besonderheiten. Ich muss anerkennen, dass kw43 hier einen ausgezeichneten Job gemacht hat. Die Inversstellung macht es in der Tat facebookig, wie berni schon erwähnte, auch weil der blauton sehr nah dran ist. Ich denke, dass ist durchaus ein einkalkulierter Effekt.

  12. Ich finde auch, dass man mit einem neuen Logo für Schlecker auf keinen Fall etwas falsch machen kann, zumal das alte doch ziemlich hässlich ist. Allerdings bezweifel ich, dass sich der Ruf durch ein neues Logo verbessern kann.

    Ich finde die das Corporate Behavior von Schlecker einfach nur eine Frechheit. Das Verhalten den Angestellten gegenüber ist nicht tollierbar. Daran ändert auch ein neues Logo nichts. Was die neue Firmenleitung betrifft: Ich hoffe die ändern daran mal etwas.

  13. Zum Thema „inverse Logoansicht“ muss natürlich noch gesagt werden, dass diese bereits schon existierte, als es Facebook noch gar nicht gab. Nicht Schlecker schaut nun „facebookig“ aus, sondern Facebook sah schon immer irgendwie „schleckermäßig“ aus ;-). Nun aber sicherlich noch stärker als vor dem Redesign.

  14. Kann nicht verstehen, wie das neue Logo so starken Gegenwind erhält. (Zumal viele negativ Behauptungen eher absurd sind und ins lächerliche abdriften.)
    Liegt wohl eher daran, dass Schlecker generell nen eher schlechteren Ruf hat.
    Das Logo ansich ist weit einladender wie der Vorgänger, und genau wie in der vorgestellten Version. Der Gegenentwurf von wünschedesign mag gut aussehen, sieht mir aber eher wie ein neuer Kinderriegel aus (zu verspielt).
    Von dem blau weggehen wäre sicherlich auch der falsche Weg, dann kann man genausogut nen Neuanfang starten, bei dem Image.

    Nur müssen sie nun noch unbedingt die Läden Aufpimpen, sonst geht man mit völliger “vorfreude” hinein und dreht sich geschockt schnurstracks wieder um befor die Tür überhaupt wieder geschlossen hat.

    Fazit: Alles in allem schön anzuschauen, mal sehen was sie draus machen.

    @Stefan (#27)
    Liegt daran, das Schlecker lauter Mini-Filialen in Kuhdörfern hat und dort die ganzen Omi’s einkaufen und DM-Märkte meist in Industriegebieten oder Kaufhäusern steckt (zumindest in meiner Region) zu denen man erst einmal hinfahren muss. Da müssen sie einen guten Mittelweg finden, sonst wirds problematisch.

  15. Mir gefällts gut! Gelungene Mischung aus traditioneller Wirkung und moderner Typografie.

    Damit wird man keinen alten Stammkunden erschrecken, aber das CD wirkt trotzdem modern und frisch.

    well done!

  16. Denke das ist ein gelungenes und behutsames Redesign. Zeitgemäß, modern und vorallem kein Glossylook. Wenn Schlecker jetzt auch noch den Umgang mit seinem Mitarbeitern überarbeitet passt auch das neue Logo zum Konzern. Hoffen wir das hier nicht nur an der Oberfläche gearbeitet wurde.

  17. Schöner Artikel, der einiges gut zusammenfasst:
    „[…]Die Ausführung lässt Wünsche offen
    Nach den neuesten Veränderungen im Umgang mit der Marke Schlecker war auch das Redesign des Logos mehr als überfällig. Im Vergleich zum alten Logo möchte Schlecker nun mit Hilfe einer persönlich anmutenden Gestaltung menschlicher und freundlicher wirken. Das soll nicht nur durch die neue gemischte Schreibweise, sondern auch durch die fließenden Buchstabenverbindungen zwischen ch und ck und die Anpassung des e erzielt werden. Mit dieser modifizierten Variante der Frutiger soll ein handschriftlicher Charakter erzeugt werden, was typografisch aber etwas unbeholfen, inkonsequent und wie eine unpassende Schriftmischung wirkt. Einige Letter wirken dadurch äußerst instabil, verloren und ohne Halt im unruhig wirkenden Gesamtgefüge der neuen Wortmarke. Schon gleich am Anfang will sich das große S einfach nicht integrieren und steht etwas verloren im Raum.

    Ein Schritt in die richtige Richtung
    Eine solch große Markenerneuerung hätte deutlich mehr gestalterische Eigenständigkeit verdient. Man kann nur mutmaßen, warum am Ende ein solch fauler Kompromiss das hohe Gestaltungspotential zu Fall gebracht hat. Die Entwicklung eines eigenständigen Corporate Font hätte diesem Redesign eher Rechnung getragen als ein bloßes Herumdoktoren an einer bestehenden Schrift. Doch trotz aller Kritik: Das Ergebnis stellt eine deutliche Verbesserung zum alten Schlecker-Auftritt dar. Gespannt sein darf man auf die Umsetzung des neuen Corporate Designs – mit hoffentlich eigenständiger Bildsprache mit viel Weißraum.“ Quelle: Artikel im Brandmelder Blog

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