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Neuer Markenauftritt für Hochschule Offenburg

Hochschule Offenburg Logo, Quelle: Hochschule Offenburg
Hochschule Offenburg Logo, Quelle: Hochschule Offenburg

Die Hochschule Offenburg tritt seit einigen Tagen mit einem neuen visuellen Erscheinungsbild auf. Die Anpassung des Markenauftritts geht mit der Schärfung der strategischen Ausrichtung einher.

Mit einem neu gestalteten Außenauftritt will die Hochschule Offenburg den Ausbau ihres Lehr- und Forschungsangebotes in den Bereichen Nachhaltigkeit, Digitalisierung sowie Gesundheit dokumentieren. Ein Jahr vor ihrem 60-jährigen Bestehen präsentiert sich die Hochschule mit neuem Markenauftritt.

Zum Wintersemester 2023/24 bietet die Hochschule erstmals den Studiengang Virtuelle Welten und Game Technologies an. Studieninhalt hierbei ist, zwei- und dreidimensionale Welten zu programmieren und Wissen im Kontext Augmented, Mixed oder Extended Reality (AR, MR, XR) in Anwendungen umzusetzen. Insgesamt können Studieninteressierte an der Hochschule Offenburg zum Wintersemester 2023/24 nun zwischen 24 Bachelor- und 22 Masterstudiengängen wählen. Seit 2021 ist Prof. Dr. rer. nat. Stephan Trahasch Rektor der Hochschule Offenburg.

Mit einem neuen Logo, einem frischen Corporate Design und dem Motto „Denken wird Machen“ will Hochschule Offenburg „in den Dialog mit der Gesellschaft“ treten, wie es in der offiziellen Pressemeldung heißt.

Hochschule Offenburg Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Hochschule Offenburg, Bildmontage: dt
Hochschule Offenburg Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Hochschule Offenburg, Bildmontage: dt

Das bisherige Logo wurde im Herbst 2015 eingeführt. Mit dem nun vollzogenen Redesign unternimmt die Hochschule in rund 20 Jahren bereits die vierte signifikante Anpassung am Erscheinungsbild – vergleichsweise viele Wechsel für eine hochschulische Institution.

Während die bisherige Bildmarke aus dem Buchstaben „H“ mit eingebettetem, deutlich kleinerem „O“ gebildet wird, zitiert die neue, nunmehr rote Bildmarke unmittelbar das Offenburger Stadtwappen. Die Darstellung der Bildmarke ist nun zudem nicht mehr perspektivisch verzerrt, sondern frontal. Der Name der Hochschule, fortan in Versalien gesetzt, ist weiterhin rechts der Bildmarke platziert, wird allerdings nun in vier statt in zwei Zeilen umgebrochen. Die horizontale Dimension wird auf diese Weise stark verringert – im Hinblick auf Handhabe/Anwendbarkeit ist dies also ein Zugewinn. Auf die Darstellung von Bindestrichen wird, der besseren visuellen Wirkung folgend, verzichtet.

Im Rahmen des öffentlichen Vergabeverfahrens, bei dem die Entwicklung eines Corporate Design europaweit ausgeschrieben wurde, wurden zunächst fünf Anbieter zum Pitch eingeladen. Mit ihrem Konzept durchsetzen konnte sich die Agentur Brand David (München).

Kommentar

Einige Aspekte wurden von mir ja bereits im Artikeltext im Sinne einer einordnenden/kommentierenden Bewertung angesprochen. Darüber hinaus ist aus meiner Sicht gerade auch das verbesserte Farbkonzept offenkundig. Im Vergleich zu bisher insgesamt deutlich selbstbewusster und optisch ansprechender, wie sich die Hochschule Offenburg nun präsentiert.

In die Runde gefragt: Möchte jemand, um eine Debatte zum Thema Leerzeichen in Komposita zu eröffnen, Argumente nennen? Leerzeichen innerhalb der Wortmarke sind in diesem Fall …

a) nicht erforderlich
b) erforderlich

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Dieser Beitrag hat 11 Kommentare

  1. Ich mags, besonders das H-Logo. Die Frage ist, ob es so bunt sein muss, aber im Kontext “Virtuelle Welten und Game Technologies” ist verspielt mMn durchaus vertretbar.

    Zum Thema Leerzeichen in Komposita, finde ich den typografisch gewählten Weg hier in Ordnung. Du kommst doch auch aus Hannover, Achim?
    HAN
    NOV
    ER [quadrat]
    ist in meinen Augen deutlich schlimmer. :D

    1. Der in drei Zeilen umgebrochenen Hannover-Schriftzug begegnet mir hier tatsächlich auf Schritt und Tritt. Mich stört weniger die Form als solche, als vielmehr die Tatsache, dass mit Einführung des sogenannten „Werbelogos“ mehrere visuelle Identitäten von der Landeshauptstadt zur Anwendung kommen, da das Mitte der 1990er-Jahre eingeführte „rote H“-Signet weiterhin im Sinne eines hoheitlichen Zeichens als Absender der Stadtverwaltung fungiert (siehe dt-Beitrag). Was zwangsläufig dazu führt, dass, wie anhand des Serviceportals von Hannover ablesbar, oftmals nicht klar ist, wer beziehungsweise welche Marke nun eigentlich mit einem kommuniziert. Diese Vielstimmigkeit auf der Kommunikationsebene gehört aufgelöst.

      Klarer, verbindlicher und einheitlicher wäre EIN Corporate Design und EIN Markenauftritt, Beispiel Bremen, Bochum, neuerdings auch Berlin und andere.

      1. Ich stimme dir in allen Punkten zu.

        Ich wollte eigentlich darauf hinaus, dass HOCH SCHULE OFFEN BACH (im Gegensatz zu beispielsweise HAN NOV ER) eine, in meinen Augen, sehr natürliche Trennung ist und daher nicht so weh tut. Ich kann beispielsweise auch mit FRÜCHTE MÜSLI in zweizeilig, also nur mit Umbruch statt mit dem eigentlich korrektem, zusätzlichen Bindestrich sehr gut leben (zumindest bei Wortmarken-ähnlichen Anwendungen wie großen Werbe-Überschriften).

        Abgesehen davon ist es schade, dass die _H_ochschule Offenbach es schafft, einfach ein relativ simples, starkes H für sich zu beanspruchen, die Landeshauptstadt mit dem Kennzeichen H aber nicht. Selbst das Zeichen der Hochschule Hannover ist mMn effektiver als das aktuelle Hannover-Logo. Das von dir genannte BO ist so ein gutes Beispiel, selbst BI(E) ist weiter als Hannover bei der Vereinheitlichung der Stadtmarken. Das veraltete rote H-Signet der Stadtverwaltung ist gruselig.

  2. Generell finde ich Leerzeichen in Komposita nicht schön zu lesen, aber es gibt natürlich grafisch interessante Möglichkeiten. So läuft das gesamte Logo halt nicht allzusehr in die Breite und lässt der Symbolik mehr Wirkung. Dass in diesem Fall vier Zeilen entstanden sind, die auch noch halbwegs ähnlich breit sind, ist ein gelungener Zufall. Ist aber letztlich immer eine Einzelfallentscheidung. Bei so Trennungsversuchen wie Han-nov-er oder ähnlichem wäre eine Grenze erreicht. Oder, noch schlimmer, wenn man es auf die nerd-hafte Weise versucht mit Weglassen der Vokale.

  3. Ich wagte mal die Behauptung aufzustellen, dass die Leerzeichen existieren, damit das Wort »H O C H« bei dieser Schriftgröße bündig mit der Bildmarke stehen kann. Die Leerzeichen erschweren die Lesbarkeit schon, aber ich finde es ist noch im Rahmen.

    Ist eigentlich HSOB eine gängige Abkürzung für diese Hochschule?

  4. Die leuchtend rote Darstellung einer Burg auf dunkelblauem Grund: Für mich war das im ersten Moment ganz klar Hamburg. Die Hamburger Burg ist natürlich durch Sterne und Mond und – je nach Anwendungskontext – ggf. das Mauerwerk der Burgmauer markanter und ausgeprägter in der Darstellung. Für die Universität, als Tourismus-Logo hätte das Logo der Hochschule Offenbach aber durchaus ebenfalls herhalten können. Vielen dürfte die Offenburger Burg, die hier ja durchaus gelungen umgesetzt wurde, gar nicht bekannt sein. Ich weiß nicht, ob das in der deutschen und internationalen Wissenschaftslandschaft von Vor- oder Nachteil ist oder allenfalls sekundär eine Rolle spielt.

    Ohne es zu prüfen, hätte ich mir – auch da keine schmalen Buchstaben wie das I auftauchen – die Verteilung der Buchstaben über ein klares Raster als angenehmer für das Auge vorstellen können. Mein Auge irritiert es total, dass zwar durch die Leerzeichen (mehr oder weniger) gleiche Abstände unter den Buchstaben entstehen, sie aber letztlich keinen klaren Linien, keinem eindeutige Raster folgen. Das C in der zweiten Zeile bricht hier etwa aus der Spalte OCFU nach links aus.


    1. nur nüchtern betrachtet ist die Darstellung des Hamburger Stadt-Logos auf blauen Grund
      nur vereinzelt und in Kombination vorgesehen…

      der Markenauftritt für die Hochschule Offenburg lebt wohl vor allen von den -imo doch
      herausragend eigenständigen- key visuals.

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