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Neuer Markenauftritt für CosmosDirekt

Logo CosmosDirekt, Quelle: CosmosDirekt

CosmosDirekt, eine seit 1998 zum Finanzkonzern Generali Deutschland gehörende Versicherungsgruppe, präsentiert sich seit wenigen Tagen von Grund auf verändert. Das Unternehmen wolle mit einem neuen Markenauftritt das eigene Selbstverständnis unterstreichen, weit mehr als nur ein Versicherer auf der Höhe der Zeit zu sein, wie es im Rahmen der Vorstellung der veränderten Markenidentität heißt.

Mit einem auf Mobile-First ausgerichteten neuen Markenauftritt samt neuem Markenlogo startet CosmosDirekt ins Jahr 2022. Die veränderte Markenidentität lege die Basis, um Kunden als Lifetime Partner ein noch umfangreicheres Serviceerlebnis und vielfältige Informationsservices bieten zu können, so CosmosDirekt. Das Markelogo, die Corporate Farben, die Bildsprache wie auch die Typographie wurden grundlegend verändert. Zu den auffälligsten Veränderungen zählt auch der veränderte Umgang mit Illustration und Grafiken, welche fortan eine größere Gewichtung erfahren.

Auszug der Pressemeldung

Das neue Design der CosmosDirekt baut auf der Tradition der Marke auf und positioniert sich klar und selbstbewusst dem Wettbewerb. Das Markenlogo als bereits bekanntes, charakterprägendes Element mit dem nach oben zeigenden Dreieck steht für stetige Entwicklung und Wachstum. Die neu hinzugefügte rote Linie um das Dreieck stärkt die Symbolkraft und kommuniziert zugleich die Zugehörigkeit zur Generali.

CosmosDirekt Logo – vorher und nachher
CosmosDirekt Logo – vorher und nachher – vorher und nachher, Bildquelle: CosmosDirekt, Bildmontage: dt

Das neue Logo erinnert aufgrund der zahlreichen vorgenommenen Anpassungen nur noch entfernt an seinen Vorgänger. Demnach also eine revolutionäre Veränderung, keine evolutionäre. Wie zuvor ist der Name CosmosDirekt einzeilig gesetzt, wodurch die horizontale Grundform erhalten geblieben ist. Die Lettern sind nun nicht mehr in einer Slabserife in Gemischtschreibweise gesetzt, sondern in einer geometrischen Serifenlosen rein in Versalien, und zwar in der Lexend. Die Lexend fungiert ab sofort als neue Hausschrift (bislang Univers).

Das Dreieck bleibt als Bildelement erhalten, ändert jedoch seine Form, Farbe und Position. Für CosmosDirekt steht das Dreieck symbolhaft für „stetige Entwicklung und Wachstum“, so die Idee. Die bisher verwendeten Corporate Farben Blau und Grün wurden neu justiert, aufgehellt und um Rot als zusätzliche Aktenzfarbe ergänzt. Rot ist die Primärfarbe des Mutterkonzerns Generali.

Im Zuge des Redesigns wurde der Webauftritt unter cosmosdirekt.de ebenfalls komplett neu aufgebaut. Mit dem Relaunch erfolge eine verbesserte Anbindung zur „meinCosmosDirekt“-App, um die Benutzerfreundlichkeit in beiden Anwendungen zu erhöhen, wie es seitens des Unternehmens heißt. Darüber hinaus ändert CosmosDirekt die Art und Weise, wie das Unternehmen mit Kunden kommuniziert: ab sofort verwendet CosmosDirekt die Du-Form.

Entstanden ist die neue Markenidentität in Zusammenarbeit mit Superunion Germany. Die Agenturgruppe Superunion ist weltweit mit 22 Büros in 17 Ländern vertreten.

Kommentar

Leser, die mich per E-Mail auf das Redesign aufmerksam gemacht haben – besten Dank auch an dieser Stelle! – schrieben, dass sie von der neuen Aufmachung und der üppigen Grafik ein wenig überrannt worden seien. Ein Statement war: „Uff, aber ganz uncool ist es nicht.“

Benedikt Kalteier (CEO) und Jeromy Lohmann (Head of Marketing & Sales) von CosmosDirekt erläutern in diesem Interview, dass ein Ziel des Relaunchs sei, Angebote und Kommunikation digitaler und unkomplizierter zu gestalten. Unkompliziert war so ziemlich das letzte, an das ich gedacht habe, als mir erstmals dieses Grafikfeuerwerk entgegengetreten ist. Da braucht es schon einen klaren Kopf, um zwischen dem oppulenten Bildwerk die wirklich essentiellen Informationen ausfindig zu machen. Handwerklich gut gemacht und optisch schick ist die Gestaltung durchaus, obschon sie zum effekthascherischen Styling tendiert. Auch das zeitgleich zum Marken-Relaunch online gestellte Markenportal marke.cosmosdirekt.de ist handerklich gut gemacht, keine Frage. Die Marke erfährt über die Gestaltung eine spürbare Verjüngung.

Allerdings wurde meiner Ansicht nach in Teilen an den Bedürfnissen von Kunden vorbei konzipiert, entwickelt und gestaltet. Nicht nur in der App, bei der das neue Design bereits voll implementiert ist, wird einem als Kunden alles mögliche auf dem Start-Screen angezeigt: Produktangebote, Kundenwerbeaktionen, etc.. Das Wichtigstes allerdings wird klein im Footer versteckt, nämlich der Zugang zu den Vertragsunterlagen („Schutz“). Mir fehlt hier vor dem Hintergrund der Ausrichtung auf Mobile-First etwas ganz entscheidendes: User-Centered-Design. Im Kundenportal ist die neue Markenidentität noch nicht implementiert, hier mischen sich altes und neues Corporate Design, was natürlich nicht sonderlich gut ausschaut und nur für eine kurze Übergangszeit in dieser Form bestehen bleiben sollte (Screenshot). Technisch veraltet ist die hier praktizierte IFrame-Lösung obendrein. Es ist also noch viel zu tun und zu verbessern, bevor Gestaltung und Anwendungen im Einklang mit den eigenen Ansprüchen stehen und das grüne Dreieck stetige Entwicklung und Wachstum glaubhaft kommunizieren kann.

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Dieser Beitrag hat 27 Kommentare

  1. Leider habe ich bei denen eine BU und bin zu alt, um zu gescheiten Konditionen zu wechseln.
    Allerdings, wenn sich das neue Design durchsetzt, wird es bei mir recht bald zum Versicherungsfall kommen. Ich brauche nämlich meine Augen für die Arbeit.

    Die wollen digitaler Vorreiter sein? Schon mal was von Usability, Barrierefreiheit, Übersichtlichkeit gehört? Wird seit Erfindung des Internets überall gepredigt. Warum nimmt man sich dann so eine stümperhafte Designfirma.

    Ich habe eh das Gefühl, es gibt mehr Designer, als richtige Programmierer. Immer weniger Funktionalität und Content, und dafür immer mehr Augenkrebs…

    Ich hoffe, ich kann mir zukünftig meine Dokumente und Auszüge per E-Mail schicken lassen und muss mich nicht jedes Mal anmelden.

    PS.: Ähnlichen Text wollte ich denen auch schicken, gab aber leider ein „technisches Problem“ beim Senden

  2. Jugendlicher und dynamischer kommt es daher, aber ob es wirklich eine jüngere Zielgruppe zwangsläufig anspricht, darüber möchte ich nicht wetten. Es ist auf alle Fälle viel los, sehr sehr viel – für mich hätten ein paar Visuals weniger genügt – die Strich-Idee und gut ist, keine Illu-Welten … aber gut vielleicht bin ich beim Look von Versicherungen noch immer zu spießig im Kopf.

    Das Logo ist offener als bisher, ich persönlich finde es etwas unmotiviert bis unfertig … es steht halt so da mit dem Dreieck am Ende. Der rote Schatten(?)strich macht es nochmals seltsamer für mich.

    Womit ich aber große „Schwierigkeiten“ ist dieses neongrün und ich behaupte mal, das wird nicht alt. Damals als die N26 Bank neu war, hatten die auch ein neonartiges Türkis – war stark, aber leider Texte und Elemente manchmal derart schlecht les- oder erkennbar, dass sich das offensichtlich schnell erübrigt hatte mit der Farbe. Ähnliches sehe ich hier auf die Marke zukommen. Klar, sind die viel digital unterwegs, aber eben nicht nur und wenn ich dann bei den Farbdefinitionen das Pantone 802 C lese, weiß ich jetzt schon, dass dieses Neongrün anders aussieht als jenes hier in RGB. Noch krasser ist dann die Angabe von RAL 6018 Gelbgrün – eine völlig andere Story. Und auch wenn das MockUp der Straßenbahn echt nett aussieht, für die Umsetzung wird man wohl eine eigene Folie gießen lassen müssen, denn ich fürchte auch hier gibt es nur ein wesentlich „gelberes“ Neongrün in den Standardfarbtönen.

    Ich lasse mich gern eines Besseren belehren, aber ich fürchte, dass die Farben in digitaler und analoger Welt zu weit auseinandergehen, als dass die Mitarbeiter*innen bei Cosmos Direct damit dauerhaft zufrieden werden, digitaler Schwerpunkt hin oder her.

  3. Eigentlich möchte ich nichts dazu sagen, da ich mich seit Tagen von dem Schock erholen muss, dieses Machwerk zu sehen – im negativen Sinn. Von Logo möchte ich dabei nicht sprechen. Ich habe die 80er Jahre bewusst miterlebt – nicht als Kleinkind – und da waren solche Dreiecke mal schick. Auch knallige Farben. Aber nur in der Schule und bei Wald- und Wiesen-Werbeagenturen. Ging ja auch schnell: Name, ein oder zwei Dreiecke, vielleicht auch noch ein Quadrat – fertig ist etwas ähnliches wie ein Logo. Gruselig.

    Abgesehen von dem Logo finde ich knalliges Grün und knalliges Blau in Kombination sehr schön – habe als Freiberufler ähnliche Farben benutzt, blau als Hintergrund und grün für den Rest. Das unsagbar unpassende Generali-Rot finde ich sehr störend, sowohl in dem, was man Logo nennt, als auch in der restlichen Anwendung. Wenn es sehr sehr sparsam eingesetzt wird, geht es gerade noch.

    Ich bin gespannt, wie lange der Markenauftritt so bestehen bleiben wird. Mist, eigentlich wollte ich nix dazu schreiben, aber jetzt ist es halt so.

    1. Mist, eigentlich wollte ich nix dazu schreiben, aber jetzt ist es halt so.

      Was raus muss, muss raus ;-)
      Nein im Ernst. Ich bin super dankbar für Deinen Kommentar Erik. Zeigt dieser doch, wie stark emotional Design generell und dieses Design im Besonderen (auf Dich) wirken.

  4. Ich sehe keine Weiterentwicklung im Logo. Im DT hatten ja schon viele den Eindruck, dass bei manchen Logo-Vergleichen vorher und nachher verwechselt wurden. Die neuen Farben wirken auf mich billig, insbesondere das Rot, und sind nicht harmonisch. Eher unseriös, ohne Bezug zu irgendetwas, ohne Idee. Mich irritiert auch die veränderte Wirkung des Blautons am Wortende auf der grünen Fläche. Warum so ein völlig unmotivierter Fleck im Namen? Finde ich nicht gelungen.

  5. Boah, furchtbar. Die Agentur würde ich verklagen. Nicht nur optisch, sondern auch funktionell völlig daneben. Weder mit Brave noch mit FF bedienbar, da der Cookie Consent Layer nicht funktioniert.

  6. Das alte CD war stimmig und wirkte hochwertig. Das neue Logo/CD in den Neon-Farben schreit mich an und suggeriert „billig“. Ein komplett anderer Charakter. Und die Website. Ohje. Die Ümbrüche in den Headlines sind falsch – grausam. Die farbigen Linien kamen vermutlich am Ende rein, als man den Markenpersönlichkeits-Verlust bemerkte. Das soll wohl „peppisch und jugendlich“ sein, ist aber nur peinlich.

  7. So schnell kommen sie zurück die 80er: Retro ist ja angesagt, aber was soll dieses grellgrüne Dreieck mit einer dunkel!roten Linie zur leicht 3D-Anmutung aussagen? Ästhetische Strahlkraft: 0! Design-Qualität im Minus-Bereich.
    Die Wimmel-Illustrationen erweitern den Farbkanon mit Quietsche-Dunkelblau. Ich frage mich, ob die Marketing-Abteilung hypnotisiert oder unter Drogen gesetzt wurde, um ihre Entwürfe durchzubekommen.
    Leute! Es handelt sich um eine Versicherung, da sind Sicherheit, Vertrauen, Rückhalt die richtigen Stichworte! Denkt auch mal über die Zielgruppe über 30. Superdivers: Keiner von den Herzchen ist über 30.
    Dieses „Design“ der allgemeinen Verunsicherung, lieber Benedikt und Jeromy, ist für mich ein Grund meine Versicherungen (Auto, Haftpflicht) zu kündigen.

  8. Es ist extrem schade, was aus dem Cosmos Direct CD geworden ist. Das grelle Blau und Grün passen meines Erachtens überhaupt nicht zum Generali Rot und wirken für mich auch nicht jugendlich und modern, sondern einfach nur schrill und unseriös. Ich sehe hier auch ganz klar Nachteile in Sachen Benutzerfreundlichkeit, Bedienbarkeit und Barrierefreiheit. Einzige Verbesserung scheint der Schriftenwechsel auf die Lexend zu sein.

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