Neue visuelle Identität für Unternehmensgruppe Bel

Bel Group Logo, Quelle: Bel Group

Bel Group Logo, Quelle: Bel Group

Der französische Käserei-Konzern Bel hat sich eine neue visuelle Identität zugelegt. Die neue Unternehmensidentität spiegele die Verpflichtung des Konzerns wider, sich für gesündere und verantwortungsbewusste Ernährung für alle einzusetzen.

Bel, 1865 gegründet, sieht sich als einer der führenden Hersteller von Schmelz- und Frischkäse. Zum Portfolio des Unternehmens, das in 130 Ländern mit ihren Produkten präsent ist, zählen unter anderem die Marken Leerdammer, MiniBabybel, Kiri und Bonbel. Die neue Identität von Bel mit einem neuen Logo und einer neuen Tagline sei Ausdruck der Entschlossenheit des Unternehmens, sich für ein gesünderes und verantwortungsbewusstes Essen für alle einzusetzen und diese zum Motor eines verantwortungsbewussten und profitablen Geschäftsmodells zu machen.

Auszug der Pressemeldung

In einer Zeit, in der nachhaltige Lebensmittel zu einer zentralen Herausforderung für die Gesellschaft geworden sind, lautet die neue Signatur des Unternehmens: „For All. For Good “ – das Bekenntnis von Bel zu gesünderem und verantwortungsvollem Essen für alle. […] Die neue Identität verkörpert Bel’s neue Positionierung auf dem Markt für gesunde Milchprodukte und pflanzliche Snacks. Durch die Integration der Unternehmensunterschrift drückt das neue Logo die Stärke der Verpflichtung des Konzerns aus, ein verantwortungsbewusstes und profitables Geschäftsmodell zu entwickeln. Das kindliche Grafikdesign, das für „Für alle. Die Unterschrift „For Good“ ruft die Weitergabe und Verantwortung an zukünftige Generationen hervor – Werte, die das Wachstum des Unternehmens in seiner langen Familiengeschichte geprägt haben.

Bel Group Logo – vorher und nachher

Bel Group Logo – vorher und nachher

Statt aus einer auf grünem Grund gesetzt roten Kuhdarstellung besteht das Logo von Bel nunmehr aus einer grünen Kreisfläche, in der der Unternehmensname sowie die neue Tagline eingebettet ist. Die beiden Buchstaben „oo“ bilden dabei ein Smiley. Kinder spielen innerhalb der neuen Bildsprache eine zentrale Rolle. Wichtiger Bestandteil des neuen visuellen Erscheinungsbildes ist zudem die Schrift HelloHeadline, die dem Erscheinungsbild zu einer jugendlich-kindlichen Anmutung verhilft.

Die neue visuelle Identität entstand in Kooperation mit den Agenturen Providence und BETC design, beide Teil der Havas-Gruppe.

Kommentar

Da Tierwohl auf Konsumentenseite eine immer größere Bedeutung gewinnt, stellen sich auch Unternehmen, die tierische Produkte verkaufen, auf die veränderte, sensibilisierte Wahrnehmung ihrer Kunden ein. Ein „blutroter“ Kuhkopf im Logo weckt Assoziationen, die einem positiven Image nicht sonderlich zuträglich sind. Das gestiegene Bewusstsein um gesunde Ernährung und Tierwohl hat dazu geführt, dass sich Konsumenten nicht nur für die Inhaltsstoffe interessieren, sondern zunehmend auch für die Herkunft, die Lieferkette und die Bedingungen, unter denen ein Produkt entstehen. Vor diesem Hintergrund rücken auch die hinter einer Marke stehenden Konzerne stärker in das Bewusstsein der Konsumenten, was Unternehmen wie Bel, Danone oder Danish Crown dazu veranlasst, sich intensiver als noch vor fünf Jahren auch um ihr eigenes Erscheinungsbild zu kümmern.

Man darf gespannt sein, ob oder wie lange Bel an der lachenden roten Kuh als Markenzeichen festhalten wird. Tiere, die in Massen in Ställen gehalten werden und die im Leben keine Weide zu Gesicht bekommen, haben sicherlich wenig zu lachen. Ein Rebranding wird darin wenig ändern.

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8 Kommentare zu “Neue visuelle Identität für Unternehmensgruppe Bel

  1. Der Kuhkopf im Logo weckt Assoziationen, die „einem positiven Image nicht sonderlich ZUträglich sind“ sollte es wohl heißen, nehme ich an?
    (Dieser Kommentar muss natürlich nicht veröffentlicht werden.)

  2. Massentierhaltung und industrielle Kuhmilchgewinnung bei der Hochleistungsmilchkühen ihre Babies schnell weggenommen werden, sie schnell krank werden und kaum 5 Jahre Lebenszeit erreichen ist das eine.

    Bel ist nicht grün, ihre marketing-orientierten Produkte sind zum Teil sogar reine Verschwendung.

    Denn die vielen putzig kleinen MIni Babybels im Netz (!) sind das andere.

    Wenn das keine Verschwendung ist ist an für diese Kleinmenge überflüssiger Wachsrinde und überflüssiger Netz-Verpackung für ein paar lausige Gramm Käse. Aber hey, es ist Marketing my dear: Diese kleinen Happen-Käschen sind ja so putzig, will man haben!

  3. Healthy? Responsible? Ich finde das Imagevideo mit den Kindern schlimm. Kuhmilch ist für Babykühe und nicht für Menschen. Ganz zu schweigen von den CO2-Emissionen durch Massentierhaltung. Es macht mich traurig, ich hoffe die Kunden wachen irgendwann auf.

  4. Habe gerade das Designtagebuch im Internet gesehen und kann dem Kommentar nur zustimmen. Dazu paßt dieses aktuelle folgende Beispiel das zeigt wie weit Werbung und Realität auseinanderliegen können.

    Auf der deutschen Homepage steht u.a. in dem Unternehmensprofil der Bel Deutschland GmbH:

    · 400 Millionen Lächeln, überall auf der Welt

    · 10 Millionen Portionen La vache qui rit® werden täglich weltweit konsumiert

    · Mission Philosophie: Sharing Smiles
    Alle Produkte von Bel haben etwas gemeinsam: ein unsichtbares Lächeln. Menschen aus
    aller Welt durch einzigartige Produkterfahrungen und hochwertigen Käsegenuss ein
    Strahlen ins Gesicht zu zaubern – das ist die erklärte Mission des Familienunternehmens.

    Das Lächeln kann einem vergehen und die lachende Kuh ist längst Vergangenheit in Anbetracht der heutigen industriellen Massentierhaltung und der Milchproduktion mit Turbokühen, einhergehend mit dem unsagbaren Tierleid. Die Werbung der Bel Group ist vielversprechend und bunt aber schaut man genauer hin, dann bekommt man das kalte Grausen.

    Die Realität in diesem Fall ist brutalst grausam und erschütternd .
    Filmaufnahmen bei Tuls Dairy dem größten Milchproduzent im US-Staat Nebraska der u.a. auch den Käserei-Konzern Brands USA beliefert, der die Käsemarken Babybel und Boursin vertreibt zeigen ein unvorstellbares Maß an Tierquälerei.
    Was mit der Überproduktion von wertlosen, männlichen Kälbern von den Milchkühen die jedes Jahr künstlich besamt werden, damit sie nach der Geburt des Kalbes, ununterbrochen bis wenige Wochen vor der nächsten Kalbung, Milch geben können passiert, zeigen die schockierenden Filmaufnahmen:

    https://animalequality.de/neuigkeiten/2019/07/22/kaelberleid-fuer-babybel/

    https://hubwen.wordpress.com › usa-kaelberleid-tod-durch-erfrieren

    Diese Filmaufnahmen stehen doch vollkommen konträr zu den Aussagen in der Werbung und zur Philosophie vom internationalen Bel-Konzern.
    Seitdem ich diesen Film gesehen habe schmeckt mir Babybel nicht mehr und ich denke, dass es allen genauso geht, die diesen Film sehen.
    Ein trauriges Beispiel wie verlogen doch Werbung sein kann. Aber im heutigen schnellen Zeitalter des Internets wird dieses Spiel früher oder später durchschaut.
    Unternehmen sollten sich deshalb darauf einstellen und Ihre Werbung entsprechend dem aktuellen Zeitgeist anpassen.

    Harald Steinberg
    Mitglied in der Aktionsgemeinschaft mensch fair tier (www.menschfairtier.de)

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