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Neue Dachmarke „Galeria Karstadt Kaufhof“ lanciert

Galeria Karstadt Kaufhof Logo, Quelle: Galeria.de
Galeria Karstadt Kaufhof Logo, Quelle: Galeria.de

Nachdem der Zusammenschluss der beiden Warenhausketten Karstadt und Galeria Kaufhof Ende letzten Jahres vollzogen wurde, beginnt wenige Monate später die Einführung einer Dachmarke, unter der beide Warenhäuser vereint werden.

Seit Anfang der Woche ist bundesweit in den Filialen von Karstadt und Galeria Kaufhof ein neues Logo zu sehen. Auf Transparenten, in Schaufenstern und auf Plakaten wird die neue Dachmarke „Galeria Karstadt Kaufhof“ großflächig in Szene gesetzt. Auch in den digitalen Medien und auf galeria.de tritt die neue Marke erstmals in Erscheinung: „WIR SIND ZUSAMMEN DEINS – Karstadt und Kaufhof werden GALERIA“ heißt es dort, was ein wenig nach dem Claim klingt, den die ARD seit Mitte letzten Jahres verwendet („Wir sind deins“).

Die Farbgebung der neuen Dachmarke basiert auf den jeweiligen Erscheinungsbildern der beiden Warenhäuser. Während die Hausfarbe von Galeria Kaufhof Grün ist, präsentiert sich Karstadt traditionell in Blau. Und so wird das neue GALERIA-Logo in Schaufenstern

Nachdem der Zusammenschluss der beiden Warenhausketten Karstadt und Galeria Kaufhof Ende letzten Jahres vollzogen wurde, beginnt wenige Monate später die Einführung einer Dachmarke, unter der beide Warenhäuser vereint werden.

Seit Anfang der Woche ist bundesweit in den Filialen von Karstadt und Galeria Kaufhof ein neues Logo zu sehen. Auf Transparenten, in Schaufenstern und auf Plakaten wird die neue Dachmarke „Galeria Karstadt Kaufhof“ großflächig in Szene gesetzt. Auch in den digitalen Medien und auf galeria.de tritt die neue Marke erstmals in Erscheinung: „WIR SIND ZUSAMMEN DEINS – Karstadt und Kaufhof werden GALERIA“ heißt es dort, was ein wenig nach dem Claim klingt, den die ARD seit Mitte letzten Jahres verwendet („Wir sind deins“).

Die Farbgebung der neuen Dachmarke basiert auf den jeweiligen Erscheinungsbildern der beiden Warenhäuser. Während die Hausfarbe von Galeria Kaufhof Grün ist, präsentiert sich Karstadt traditionell in Blau. Und so wird das neue GALERIA-Logo in Schaufenstern

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 73 Kommentare

  1. Also ich find das Logo absolut in Ordnung und speziell in der hellen silber-schimmernden Variante auf dunklem Glasuntergrund auch ein Stück weit edel. Obs den Farbverlauf der Standardvariante braucht, weiß ich allerdings nicht so richtig. Die Schrift mit ein paar Ecken und Kanten hat auch Charakter. Die Bildmarke kann ein Haltegriff oder – wie ich finde – auch eine Art moderner Torbogen sein. Ein Smartphone kann ich leider nicht erkennen… ;-)

  2. Erst durch diesen Artikel ist mir klar geworden, dass dies ein Tütenhaltegriff sein soll. Oh weh, ich gehöre wohl sowas von nicht zur Zielgruppe.
    Sehr schade für das Logo, das mir ansonsten sehr gut gefällt. Finde den Farbverlauf nicht billig, sondern eher angenehm; dezenter Übergang ohne zu dick aufzutragen. Die Schrift gefällt mir ebenfalls gut, nur würde ich mir wünschen, das G würde auch in der oberen Kurve eine kantigere Innenausführung erhalten, damit es einheitlicher wirkt.
    Aber es hätte echt etwas anderes als den Tütengriff gebraucht. Mindestens mal hätte man ihn deutlicher, weniger schematisch darstellen müssen. Ich dachte erst, das soll ein keck, leicht perspektivisch schief gestellter Torbogen sein, der quasi ein Eingangsportal in die Galerie symbolisieren soll. Das wäre ja noch was. Tüte mit Plastikhenkel vermittelt Discounterfeeling. Haben nicht eben auch alle Modehäuser, die besonders wertig wirken wollen, Kordelgriffe an der Tüte? Tüte vermittelt auch ein “Schnell rein, schnell raus”-Einkaufserlebnis, wo solche Einkaufshäuser doch eher ein “Komm rein, fühl dich wohl, bleib doch noch ein bisschen” erzeugen wollen mit Café und so. Da hätte man besser einfach den Bogen von Kaufhof behalten oder etwas völlig anderes nehmen sollen.

    Und ich denke natürlich, dass dadurch viel Einkaufsfläche in den Innenstädten wegfallen wird, weil bei zwei parallelen Standorten nur einer bleiben wird. Das wird sich bemerkbar machen und nicht grade zum Schönen für die Fußgängerzonen. Muss leider auch sagen, dass diese Häuser nach meiner Erfahrung es leider nicht anders verdient haben, als durch Fusionierung zu versuchen zu überleben – viel zu teuer, miese Beratung, wenn überhaupt, unfreundliche Gestaltung, weil man so penetrant zum Suchen gezwungen wird… Irgendwas, das Spaß am Einkaufen gemacht hat, ist kläglich niedergegangen. Dazu hat Achim völlig Recht – mir ist keine der beschriebenen Services wie Onlinebestellungen vor Ort umtauschen etc. bekannt, obwohl ich durchaus öfters mal durch die Läden bummel.

  3. Der Name macht Sinn, die Gestaltung vor allem des Wortes “Galeria” halte ich für zu umemotional, zu technisch, zu generisch und zu uninspiriert um den Vorteil des Vor-Ort-Einkaufens gegenüber Onlineshopping zu vermitteln. Das Logo hätte auch in so kurzer Zeit deutlich eigenständiger und kreativer werden können. Ob der Haltegriff zu dünn ist gegenüber der Schrift, ob das G ein klein wenig zu dicht am A sitzt, fällt dadurch gar nicht ins Gewicht.

  4. Die Fusion: effizient, strategisch, sachlich, uninspiriert
    Das Logo dazu: voll auf dem Punkt. Gratulation!
    Eine zeitgemäße Shopping-Alternative zum Online-Handel
    sehe ich in der Markeninszenierung nicht.

  5. Das neue Logo ist brüchig, das Zeichen hat keine klare Bedeutung, man muß erstmal raten, die Schriftart ist eine voreilige Vektorisierung. Der Verlauf wird bei unterschiedlichen Materialien und Drucktechniken anders verlaufen, einfarbig wäre eine einfache Lösung gewesen. Die Firmennamen in der unteren Zeile sind nicht die beiden Firmenlogos, wirken dadurch verfremdet. Ein solches Logo wird in 15 Minuten am Arbeitsplatz unter Zeitdruck erstellt. Stichwort: Art Direction.

    1. Mir wäre es neu das Karstadt oder Galeria Kaufhof irgendein Logo haben, wenn sie eines haben dann müssen sie es vor den Kunden ziemlich gut versteckt haben.
      Mehr als das Blau bei Karstadt und Grün bei Kaufhof hab ich nicht als Assoziationen.

      1. Karstadt hat die reine Wortmarke, aber der grüne Bogen, der seit gerundet 30 Jahren bei Galeria Kaufhof verwendet wird, den muss man wirklich übersehen wollen.

      2. Ich war schon länger nicht mehr in einem Galeria Kaufhof und ähnlich lange nicht mehr in einem Marktkauf.
        Bei letzterem erinnere ich mich noch an das M als Logo, aber bei Kaufhof ist mir beim Nachdenken absolut nichts eingefallen.
        Scheint also nicht so einprägsam zu sein.

    2. @ Zirkus Maximus
      Ich würde allen Deinen Aussagen widersprechen. Dass der Verlauf immer anders verlaufen wird mag vielleicht sein, aber für ganz frickelige Fälle gibt’s das Logo auch ohne Verlauf. Deinen vorletzten Satz kann ich allerdings gar nicht ernst nehmen.

  6. Es überrascht mich doch sehr, dass das neue Logo bei so vielen positiv ankommt. Ich war im ersten Moment eher schockiert, da es für mich beim ersten Blick so gar nicht zu “Galeria” passen wollte. Einen Griff einer Einkaufstüte hatte ich zuerst nicht darin gesehen, mein erster Gedanke war eine etwas misslungene Stonehendge Steinformation…..Den Farbverlauf empfinde ich mehr billig als edel. Nicht mal unbedingt auf die Art wie er im Logo zum Einsatz kommt, eher wie er auf der Website eingesetzt wird. Meiner Meinung nach wird dem Farbverlauf etwas zu viel Aufmerksamkeit geschenkt. Das G wirkt auf mich etwas seltsam, mit diesem spitzen Eck unten links. Ansonsten finde ich die Schrift nicht schlecht, wobei es diesen “tollen” Henkel für mich nicht gebraucht hätte. Ich empfinde ihn irgendwie als störend, da er sich meiner Meinung nach nicht so richtig ins Logo einfügt. Für mich sieht der Henkel auch eher nach Papiertüte aus, was ich mit einem Lebensmittel Geschäft in Verbindung bringe.

  7. Ein äußerst spanndender Fact ist das Thema Kundenbindung. Denn hier geht man weiterhin getrennte Wege, während Karstadt bei seiner Kundekarte bleibt, ist Kaufhof weiterhin alleine bei Payback. Das wird man unter einem Namen wohl kaum so halten können:
    https://www.galeria-kaufhof.de/service/faq/galeria/#Kundenkarte

    In dem Zusammenhang möchte ich auch auf Österreich verweisen, dort tut sich gerade einiges in Sachen Kundenbindung. Während Payback Österreich letztes Jahr gestartet ist und bis dato sich ein wenig schwer zu tun scheint, weil die Partner doch recht überschaubar sind: https://www.payback.at/ Hat man, also vor allem REWE, nun eine alternative Karte geschaffen https://www.rewe-group.at/de/newsroom/pressemitteilungen/riag-1905-Start-Multipartnerprogramm-j%C3%B6Card. Jö finde ich vor allem deswegen spannend, weil REWE samt Penny in Deutschland einer der großen Partner von Payback ist.

    Persönlich denke ich, das merke ich vor allem auch an mir selbst, dass der Markt an diesen ganzen Bonuskarten und -systemen einfach langsam mehr als gesätigt ist.

  8. Nun, der fusionierte Warenhauskonzern braucht neue Kunden, kann dabei aber nicht auf die bisherigen verzichten. Es (weitgehend) jedem recht machen zu müssen, ist nunmal die strategische Ausgangsposition – und dafür ist es doch recht gut geworden.
    Mit der flachen Darstellung des 3D-Tütengriffs folgt man einem Trend und ist hoffentlich nicht zu spät, das symbolisierte Einkaufsbummelerlebnis mag auch im Online-Handel für eine emotionale Aufladung sorgen. Die Nennung der beiden Altnamen nimmt die Altkunden ebenso mit, ohne sonderlich störend zu wirken. Diese Marken sind ja nun nicht gerade in schleckerhaftem Ausmaß verbrannt und werden in der weiteren Logo-Evolution vielleicht einmal zu einem reinen Deko-Objekt wie bei anderen das Gründungsjahr …

    Der Verzicht auf den Farbverlauf, der hier ausnahmsweise mal ordentlich gelungen ist, in manchen Logovarianten ist hoffentlich ein Vorbote einer künftigen Entwicklung und wird nach einer Schamfrist, die auf die Verbundenheit der Altkunden Rücksicht nimmt, für eine eigene Hausfarbe Platz machen.

    Ich hab im zweiten Satz noch ein “weitgehend” in Klammern eingefügt. Denn für Online-Aktivitäten, die sich an besonders warenhausferne Zielgruppen richten, lassen sich auch neue Marken kreieren.

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