6 Kommentare zu “Mit „Z’Winkel“ in die digitale Zukunft – Neues Erscheinungsbild für Zug

  1. Für mich sieht das eher aus wie ein temporäres Logo, welches im Rahmen eines Halbjahresprogramms von einem Theater auf das Programmheftchen gedruckt wird. Für eine dauerhafte Lösung finde ich es wirklich zu Schmucklos. Die Anordnung der Elemente wird von mir nicht als Logo wahrgenommen.

  2. Über das Logo muss ich noch nachdenken. Es ist sehr, sehr reduziert – es wirft die Frage bei mir auf, was braucht ein Logo um ein Logo zu sein? Wie weit kann man es reduzieren? Wie viel muss bleiben, was alles kann weg? Ist da noch mehr? Sehe ich etwas noch nicht, oder war es das schon?Zweifelsfrei ist das neue Zuger-Logo eine sehr typische Umsetzung für Schweizer Grafik Design …

    Was mir aber fast schon die Nackenhaare hochstellt, ist das Thema Arial. Liebe Eidgenossen – ERNSTHAFT? In einer Zeit, in der sich sämtliche Konzerne eigene Fonts entwickeln lassen? In einer Zeit, in der mit Webfonts so vieles möglich ist, was vor Jahren undenkbar war? Die Arial trotz der typografischen Schweizer Historie?

    Ich fürchte, der Schuss kann nur nach hinten losgehen. Aber man kann nicht auf der einen Seite mit einem superreduzierten Logo (sorry für die Überspitzung) ein elitäres Schweizer Designgehabe raushängen lassen und dann das ganze mit der Arial, ich meine MIT DER ARIAL! in Verbindung bringen!?! Die Arial ist ja wohl eher die ultimative Konsequenz einer Inkonsequenz … Wenn es in der nächsten Zeit Tornados in der Schweiz geben sollte, dann ist die Ursache vielleicht Adrian Frutiger der im Grabe rotiert … R.I.P. Frutiger … R.I.P.

  3. Die Aussage von Lucius Burckhardt bezieht aus meiner Sicht den Designbegriff weniger auf seine formale Komponenten, sondern viel mehr auf seine unsichtbare Wirkung als Teil eines organisatorischen Gesamt-Systems. Von daher ist das Zitat im Zusammenhang mit einem minimalistischem Logo eher fehl am Platz. Wer sich mehr dafür interessiert, kann hier den Ausschnitt aus Burckhardts Buch online lesen:
    https://www.lucius-burckhardt.org/Deutsch/Texte/Lucius_Burckhardt.html#Design

  4. Danke Manuel, für Deinen Kommentar. Ich muss nach nochmaligem Lesen zugeben, dass mein Verweis auf Burckhardts Zitat, „Design ist unsichtbar“, in diesem Fall tatsächlich unpassend ist. Deshalb habe ich die Stelle im Beitragskommentar ersatzlos gestrichen. Wie es scheint, bin ich beim Verfassen des Beitrags gedanklich kurz ein wenig abgeschweift.

    Burckhardt plädierte stets dafür, so habe ich seine Theorie verstanden, Design nicht nur als hübsche Fassade zu betrachten, sondern bei der Gestaltung gesellschaftliche, soziale Aspekte mitzuberücksichtigen. Das ist auch nach meinem Dafürhalten etwas ganz Wesentliches im Design. Nicht nur Oberflächen und Objekte gestalten, sondern den Menschen als Individuum einbeziehen. Mit einer auf Formgebung bezogenen Reduktion auf das Wesentliche hat dies freilich wenig zu tun. Von daher herzlichen Dank für Deinen Einwurf!

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