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Milkana führt neues Logo ein

Milkana Logo

Mit der Vorstellung einer neuen Produktlinie namens “Milchcreme” zeigt sich die Marke Milkana mit einem neuen Logo.

Das neue Logo, wenn man es denn als solches bezeichnen möchte, versinkt in der Beliebigkeit. Während das Vorgängerlogo in Stempelform dank seiner symmetrischen Anordnung und der am unteren Rand auslaufenden Zunge, noch eine adäquate Metapher für “cremige Konsistenz” darstellte, sind die Ellipsen im neuen Logo frei von Originalität. Vermutlich war die Zielvorgabe das neue Logo “leichter” und “frischer” aussehen zu lassen. Tatsächlich wird dies aufgrund geringerer Schrift- und Linienstärke und der Öffnung der Bildmarke auch erreicht, allerdings auf Kosten der Prägnanz und Einprägsamkeit.

Milkana Verpackung

Das neue Logo kann nun für alles stehen: Deoroller, Klopapier, Müsli und vieles mehr. Wenn man die Produktpalette in diese Richtung erweitern möchte, was im Beispiel Milkana eher schwer vorstellbar erscheint, wäre dies ein nachvollziehbarer Schritt. In jedem Fall ist die Zuordnung zum Segment der Milch- und Käseprodukte im alten Logo eindeutiger. Auch der Kontrast zwischen handschriftlicher Type und der in Großbuchstaben angelegten Wortmarke geht in der neuen Linie verloren, da nun ausschließlich mit Schreibschriften gearbeitet wird.

Achim Schaffrinna

Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.

Dieser Beitrag hat 29 Kommentare

  1. Trotz aller Unoriginalität denke ich, dass das neue Logo gut funktioniert. Ich habe mich sowieso schon oft gefragt, wieso man noch mit so schwerfälligem, altbackenen Logo auf “Leichtgewichten” unterwegs war. Designmässig sicher nicht erwähnenswert, aber funktional sicher jetzt auch wieder nicht so schlecht.

  2. Sehe es genauso wie ‘airpark’. Man muss immer beachten wo es eingesetzt wird. Und bei solchen Lebensmitteln macht sich halt ein ‘leichter’ wirkendes Logo besser, als das alte. Es funktioniert einfach. Mir gefällt es deshalb. Und so wie die Verpackung aussieht, bekomme ich auch gleich wieder Appetit ;) Meiner Meinung nach wurde alles richtig gemacht. Auch wenn die Gestaltung keinen Preis verdient.

  3. Das alte war “markanter”? Ja weil es old-school, retro wirkte, es sah samt Verpackung nach 80ern bestenfalls frühen 90ern aus. Und damit wurde es markant im Gegensatz zu den Konkurrenzprodukten, die den Sprung schon längst geschafft haben. Die Zielsetzung “leichter” in der “Halbfett-Generation” ist logisch. Es wundert mich, wie man so einen durch die Bank weg logischen Schritt zur Weiterentwicklung eines Logos und ein modernes, gelungenes Verpackungsdesign so lapidar auf “Beliebigkeit” reduzieren kann. Romantische Nostalgie?

    Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit…

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