Microsoft hat für Illustrationsgrafiken einen neuen Stil präsentiert. Gleichzeitig wurden die in Microsofts Designsprache „Fluent Design“ verankerten Gestaltungsprinzipien weiterentwickelt. Das Software-Unternehmen geht, bezogen auf die Evolution von Flat Design hin zu einer Gestaltung mit 3D-Anmutung, den nächsten Schritt.
Seit 2017 setzt Microsoft auf die Designsprache „Fluent Design“. Im Gegensatz zur früheren Designsprache „Metro“ (später „Modern UI“), welche sich durch eine flache Optik und minimalistische Ästhetik auszeichnet (Flat Design, Kachel-Optik) zeichnet sich „Fluent Design“ durch Stilmerkmale wie Farbverläufe, Dimensionalität und Materialität (Oberflächentexturen) aus.
Bereits Ende 2018 wurden die Icons der Office-Suite auf diese Stilmerkmale umgestellt (dt berichtete). Microsofts Webbrowser Edge bekam 2019 ein Logo mit Farbverläufen verpasst. Sukzessive werden seitdem Anwendungen und Produkte auf das neue, „fluffigere“ Design umgestellt.
In einem Beitrag a…
Microsoft hat für Illustrationsgrafiken einen neuen Stil präsentiert. Gleichzeitig wurden die in Microsofts Designsprache „Fluent Design“ verankerten Gestaltungsprinzipien weiterentwickelt. Das Software-Unternehmen geht, bezogen auf die Evolution von Flat Design hin zu einer Gestaltung mit 3D-Anmutung, den nächsten Schritt.
Seit 2017 setzt Microsoft auf die Designsprache „Fluent Design“. Im Gegensatz zur früheren Designsprache „Metro“ (später „Modern UI“), welche sich durch eine flache Optik und minimalistische Ästhetik auszeichnet (Flat Design, Kachel-Optik) zeichnet sich „Fluent Design“ durch Stilmerkmale wie Farbverläufe, Dimensionalität und Materialität (Oberflächentexturen) aus.
Bereits Ende 2018 wurden die Icons der Office-Suite auf diese Stilmerkmale umgestellt (dt berichtete). Microsofts Webbrowser Edge bekam 2019 ein Logo mit Farbverläufen verpasst. Sukzessive werden seitdem Anwendungen und Produkte auf das neue, „fluffigere“ Design umgestellt.
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Achim Schaffrinna ist Designer und Autor. Hier im Design Tagebuch, 2006 von mir gegründet, schreibe ich über die Themen Corporate Identity und Markendesign. Ich konzipiere und entwerfe Kommunikationsdesign-Lösungen und unterstütze Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Designanalyse ist Teil meiner Arbeit. Kontakt aufnehmen.
Hmm, das verlangt natürlich auch gewisse Auflösungen auf den Bildschirmen, sonst ensteht nur eine unruhige Pixelei.
Ich bin nicht überzeugt davon. Microsoft macht (mal wieder) den Fehler, seinen Produkten eine Art Lifestyle zu verpassen, obwohl das meiste davon eigentlich Arbeitsgeräte sind. Windows 8 ist schon krachend gescheitert, weil – oh Wunder – die Arbeitswelt doch nicht einfach auf Tablet und Touchgesten umgeschwenkt ist. Für Spielereien ist diese Technik und Optik ja vielleicht nett, aber wer gleichzeitig mit zwei Exceltabellen und einem Word-Dokument und einem CAD- oder GIS-Programm beschäftigt ist und drei Monitore vor sich hat (Beispiel: Berichterstellung zu einer Bilanzierung von umweltrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen bei verschiedenen Standorten und Modellen von Windenergieanlagen), und das acht Stunden täglich, der hat keine Zeit und Lust für Spielereien, Rumgewische und Kachel-Effekte.
Und ähnlich sehe ich das auch hier. Dieses Fluffige ist hinderlich, stört den Arbeitsfluss, stört mit der verlangten hohen Icon-Auflösung die Monitoraufteilung und stemmt sich zu sehr in den Vordergrund.
Windows 10 ist deshalb so gut, weil wir hier zum ersten Mal eine wirkliche Arbeitsoberfläche haben, die größtenteils auf die performance-fressenden, platznehmenden, ablenkenden optischen Spielereien wie glossy, bunt, Aero, hallo-ich-bin-ein-springendes-Icon-und-tanze-dir-was-vor-wenn-du-den-Cursor-auf-mich-führst etc verzichtet.
Sehr schade, dass Microsoft sich wieder umorientiert.
Finden Sie Win10 wirklich viel besser als 7 oder XP? Oder nur anders? Als ich jeweils upgegraded habe (Win 8 habe ich übersprungen) habe ich ehrlich gesagt wenig Unterschiede gemerkt. Klar gab es Verbesserungen (schnellere Suche, Datum in der Taskleiste…) aber die waren ja in erster Linie wegen des technischen Fortschritts bedingt und weniger durch die Designsprache
Der Illustrationsstil oder die grundlegende UI Designsprache wird exakt 0,0 Auswirkungen auf die Kunden haben, weil Microsoft Software und noch spezieller die Webportale weiterhin unverständliche Monster bleiben. In Zukunft dann halt unverständliche Monster mit moderner UI.
Wobei Microsoft ja nicht mal die bisherigen UI Systeme flächendeckend ausrollt.
Wer jemals in SharePoint arbeiten (oder noch schlimmer: SharePoint administrieren) musste, weiß, was ich meine.
Also mit den gesättigten Farben finde ich es sehr schön, aber zusammen mit den pastelligen Zuckerwatte-Farben ist das nicht meins.
Einzigartig ✅
Einfach ❌
Schnell les- und scanbar ❌
barrierefrei ❌
Skalierbar ⁉️
Zeitlos ❌
Die alten Illustrationen waren inhaltlich gut erkennbar und wiesen eben noch nen gewissen Stil auf, der nicht allzu langweilig war. Bei den neuen Sachen sehe ich im Prinzip >80% Effekt und irgendwo ist da noch Inhalt, den man erst entziffern muss. Sieht halt aus als hätte man 20 weiße Keramikschalen mit buntem Wachs fotografiert. Und nicht 20 Icons gestaltet.
Vom rein ästhetischen Standpunkt aus gesehen bin ich begeistert! Eine frische, einzigartige Interpretation, die mir sehr gefällt. Knete, Glas, Textur – herrlich anzusehen!
Aber: Leider überzeugt mich die Lesbarkeit überhaupt nicht – und genau da müssen solche Grafiken glänzen. Aber vielleicht fällt das nach einer Eingewöhnungsphase nicht mehr so auf. Die Grafiker werden die Regeln ganz bewusst gebrochen haben!
Ob das Design die Zeit überdauert, wird die Zeit zeigen. Vorerst aber Hut ab für den Mut und die wirklich kreative Gestaltung.
Ein Problem ist meiner Meinung nach, wie sich auch in den Kommentaren widerspiegelt, dass Microsoft angekündigt hat explizit den Illustrationsstil zu ändern, gleichzeitig allerdings App-Symbole im neuen Stil zeigt. App-Symbole sind jedoch keine Illustrationen. Zeichen wie App-Symbole und andere Logos sind an ganz konkrete Identitäten bzw. Entitäten und/oder Funktionen gebunden. Sie repräsentieren. Deshalb unterscheiden sich derlei Zeichen sowohl inhaltlich, konzeptionell wie auch auf der semiotischen Ebene von Illustrationen. Demzufolge sollte auch ihr Aussehen entsprechend anders sein, möglichst einfach, verständlich, zugänglich.
App-Symbole sollten/müssen leicht erkennbar und schnell erfassbar sein. Insbesondere in Sachen Skalierbarkeit werden an App-Symbole hohe Anforderungen gestellt. An Illustration sind jedoch ganz andere Funktionen geknüpft. So dienen sie etwa der visuellen Unterstützung / Untermalung von Textinformationen, im Sinne von Schmuckgrafiken.
App-Symbole in der Stilistik von Illustrationen anzulegen, erscheint mir generell widersinnig. Denn schließlich sollen Anwender anhand einer Symbolik schnell erkennen können, welche Funktion bzw. Markenidentität mit dem jeweiligen Zeichen verknüpft ist. Doch App-Symbole im Microsoft’schen „Illustrationsstil“ sind alles andere als leicht verständlich, wie ja auch einige Leser hier angemerkt hatten.
In der Vergangenheit habe ich das UI-Design von Microsoft vielfach gelobt. Microsoft war in dieser Hinsicht meines Erachtens lange Zeit „state of the art“, und Konkurrent Apple (Notizbuch im Ledereinband, Musik-Player mit Metalloberfläche, etc.) in Sachen funktionalem, modernen Interface-Design weit voraus. Sollte Microsoft den Illustrationsstil tatsächlich auch auf andere funktionelle Zeichen wie App-Symbolik und Icons übertragen, würde der Stil somit auch im Betriebssystem Einzug halten, wäre dies eine Zäsur.
Die ganzen Erhebungen und Vertiefungen sind mir etwas zu übertrieben. Jedes Icon sieht auf den ersten Blick aus wie ein buntes Stück Seife auf weißer Keramik. Ob etwas nach außen oder Innen gewölbt ist, scheint mir mehr oder weniger zufällig zu sein. Insgesamt ist mein erster Eindruck, dass alles “verwaschen” wirkt.